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18.04.2006
 

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Jolene

The White Stripes

CD Cover Künstler The White Stripes
Songtitel Jolene
Genre Rock
Typ mp3
Größe 3,265
Quelle whitestripes.net
Bewertung
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Über The White Stripes

Zwei Leute bewaffnet mit einer Gitarre und einem Schlagzeug. Was ist das? Eine halbe Band würden die meisten jetzt wohl sagen. Anders bei den White Stripes, denn genau in dieser Besetzung rocken die Stripes für zwei und haben gezeigt, dass Haltung, Mut und Inspiration jede instrumentale Lücke schließen kann. Ihre energiegeladenen Live-Performances sind bereits jetzt legendär und damit sind sie Teil der jungen Generation von Rock.n.Roll-Musikern, die wieder wissen, worauf es wirklich ankommt.


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Die Avantgardschiene steht ihnen nicht

Wenn man die White Stripes Diskographie einmal ganz durchhört, muss einem auffallen, dass Stil und Präsentation der Musik auf jedem Album anders ist, und die Band alleine mit zwei Instrumenten ein Maximum an Variation und Vielfalt erreicht haben, und schon seit zehn Jahren einen sehr hohen Standard aufrechterhalten. Der bombastische Erfolg des "Elephant"-Albums machte die White Stripes fast mit einem Schlag auf der ganzen Welt berühmt; um zukünftige Verkaufszahlen müssen sie sich kaum mehr sorgen, da kann man es verstehen, dass sie sich nun auf etwas gewagtere Experimente einlassen wollen. Schon der sperrige Titel des Albums deutet an, dass man hier von dem gewohnten Pfad abweicht - das Ergebnis ist allerdings, um es sehr diplomatisch zu formulieren, sehr eigen. Ich weiss nicht, ob Jack White zuviel Nine Inch Nails gehört hat, seine Entscheidung, eingängige Melodien mit wahllosem Schlagzeuggedresche zu übertönen, und den Song damit quasi unhörbar zu machen, ist für mich aber nur schwer nachvollziehbar. Dies sind leider auch nicht nur einzelne Ausrutscher - die beiden praktizierieren diese "Zertrümmerungstechnik" so konsequent, als wollten sie zwanghaft eine pseudo-avantgardistische Zielgruppe beeindrucken: Fast jeder dritte Song schon nach dreißig Sekunden in schepperendem Getöse unter; die Hälfte des Albums ist für mich damit schon keinen Pfifferling wert. Umso bedauerlicher ist, dass die übrigen Tracks wirklich gute Musik sind, viel Gesangliche und Instrumentelle Vielfalt bieten, und auch originelle Texte haben: Schon der Eröffner "Blue Orchid" geht ins Ohr und die gefälligen Lieder "Passive Manipulation" und "My Doorbell" verschöneren auch den miesesten Tag. Ich hoffe, mit diesem Album hat sich das Ehepaar White genug in der prätentiösen Künstlerszene ausgetobt, um bald wieder eingängigere Musik zu machen: Wenn schon experimentell, dann bitte eben auch richtig.

Liebe auf den ersten Ton

Dies ist das erste Album, das ich von den White Stripes gekauft habe. Ich war zuerst verwundert, wer wohl das erste Lied singt. Nein es ist nicht Meg, es ist Jack mit seiner Falsettostimme. Dieses Lied hat mich damals im Juli 2005 vom Hocker gerissen. Es war neu, unverbraucht für mich völlig neues Terrain. Diese Genre-bandbreite ist überwäligend: Folk ("My Doorbell", "Passive Malipulation") , Glam-Rock ("Blue Orchid"), Country ("Little Ghost"), Blues ("Red Rain", "Instinct Blues"), Garage-Rock ("The Denial Twist"), Experimentell ("The Nurse"). Das ist wirklich eine Meisterleistung all diese Genre unter einen Hut zu bekommen ohne das es künstlich und gestellt klingt. Es wird für mich das einzig wahre beste Album der White Stripes sein. Vielleicht wird es aber beim siebten Album anders sein. Mal schauen.

Feinarbeiten mit dem Hammer

Sie holzen wie die Teufel. Wo andere Bands 120 Tonspuren und viel Festplatten-Speicherplatz brauchen, genügen Meg und Jack White aus Detroit eine Gitarre, dilettantisch hingehämmerte Drums und minimalistische Songstrukturen, um mit LoFi-Bluesrock sogar in der Boulevardpresse zum Thema zu werden. Da müsste es doch mit der Hölle zugehen, wenn das fünfte White-Stripes-Album »Get Behind Me Satan« nicht noch einen draufsetzen würde. Und in der Tat sorgt das in zwei Wochen aufgenommene Werk für reichlich Gesprächsstoff. Denn im Hause White Stripes hat sich einiges geändert: Hingeschnodderte 4/4-Gitarren-Hymnen sind, abgesehen vom Eröffner »Blue Orchid« und »Instinct Blues«, passe, statt rudimentärem Rock'n'Roll hat das Paar seine Leidenschaft für eine Art langsamen Art-Folk entdeckt. Da wird gerasselt und aus dem Takt getrommelt (»Take, Take, Take«, »My Doorbell«), das Piano oder das Xylophon ganz nach vorn gemischt (»The Nurse«, »Forever For Her«) und nicht einmal vor Banjo-Hippie-kommunen-Country (»Little Ghost«) zurückgeschreckt. Was bleibt, ist der Probenraumcharakter, das Klangbild einer Jam-Session nach 48 ermüdenden Aufnahmestunden, die der Studiopraktikant heimlich mitgeschnitten hat. So entsteht der Eindruck, 13 Songs direkt in ihrer Entstehung zu hören, mit Fehlern und Experimenten. Aber im Gegensatz zu den Vorgängeralben wirkt das bei »Get Behind Me Satan« nicht natürlich oder glaubwürdig, sondern gewollt und gekünstelt. Das ist eine subjektive, vielleicht sogar ungerechte Sichtweise. Aber es empfiehlt sich, nicht blind und taub zu kaufen, sondern erst mal reinzuhören.

Genialisches LoFi Gegrummel von findigen Post-Punks

Hier trifft sich ein ausgesprochener KrachLoFi-Ansatz mit zarten kleinen Melodien, die an frühe Velvet Underground Songs erinnern, das Klavier spielt eine Rolle, Marshal Guitar dominiert nicht Alles, es gibt genügend spannendes Geklöppel und doch wirkt es etwas bemüht. Der stark am Blues geerdete Grundton, die hitzige, fast statische Interpretation und die feinen Songs - das ist von den Whites bekannt. Es hat Ausdruck, manchmal große Klasse und schöne Momente. Nur manchmal wünscht sich der Hörer doch, dass der Song sich länger erstreckt als 1:30 - vergebens! Wie kleine schmutzige schöne Murmeln reiht sich ein Song an den nächsten....

Jacky White hat ganze Arbeit geleistet!!!

Dieses Album ist einfach grandios!! Es ist verständlich dass manche Leute den neuen ultimativen Kick erwartet haben, wie es bei dem Vorgänger 'Seven Nation Army' war aber ich kann nur sagen der Sound ist mindestens genauso gut wie Elephant und es ist nicht nur ein ultimativer Song drauf sondern gleich min. 5 grandiose Songs zum niederknien!!!


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