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My Friends Have
Marianne Faithfull
| Künstler | Marianne Faithfull |
| Songtitel | My Friends Have | |
| Genre | Rock | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 4,125 | |
| Quelle | www.anti.com | |
| Bewertung |
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Gut, dass es sie gibt.
Marianne Faithfull hat menschliche Höhen und Tiefen hinter sich, bis kurz vorm Untergang. Das speigelt sich auch in ihren Produktionen wider, wobei die meisten den Höhen zuzuordnen sind. Für mich ist jede neue CD eine Überraschung. Jede CD ist anders, bietet eine neue Marianne Faithfull, ohne dass sie sich dabei selbst verleugnet. Habe M.F. im Dezember auf ihrer "Before The Poison" - Tourne erlebt. Das bleibt bei mir für immer. Wann kommt die nächste CD? Ich denke, M.F. hat noch viel zu sagen - da bin ich mir sicher.
Tolles Album
Wer Marianne Faithfull kennt, weiß, dass leichte Kost auf ihren Alben keine Chance hat. Auch auf ihrem neuesten Werk "Before The Rain" gibt es kaum fröhliche Töne und die zwei herausragenden Musiker, die sie bei dem Album unterstützten, stehen auch nicht gerade für fröhliche, chartkompatible Pop-Musik: Nick Cave und PJ Harvey. Da kann man nur sagen: Ein Glück! Die Songs entführen den Hörer in die schmerzhaften Abgründe der Seele von Marianne Faithfull, die scheinbar viele traurige Erfahrungen im Zusammenhang mit Liebe einstecken musste. Die Melodien und Klänge auf "Before The Poison" sind dabei gar nicht so sperrig, wie es zuerst den Anschein macht. Gerade die wunderschöne Ballade Crazy Love kommt mit einer verzaubernden Melodie daher (Nick Caves Werk). Die Lyrics stammen von Marianne Faithfull, die bei sieben Songs auf "Before The Poison" die Texte verfasst hat. Die können aufwühlend sein wie jener von "Desperanto", bei dem Nick Cave eine total abgedrehte Melodie entwickelte oder leicht morbide wie bei "City of Quartz", bei dem eine Spieluhr mitläuft. Das folkig angehauchte No Child of Mine glänzt mit einer geschmackvollen Melodie, die von PJ Harvey verantwortet wurde. Diese kann man auch ausdrucksstark mit ihrer schneidenden Stimme im Refrain hören, sowie kongenial an Gitarre und Piano. "Before The Passion" ist ein dunkles Album wie geschaffen für den stürmischen Herbst. Echte Gefühle, aufwühlende Stimmungen und über allem die raue, vom Leben geschliffene Stimme Marianne Faithfulls.
Die perfekte CD für Herbst und Winter
Nach dem viel zu modernen und autobiographischen Album "Kissin' Time" hat Marianne Faithfull mit "Before The Poison" zusammen mit den Songwritern PJ Harvey, Nick Cave, Damon Albarn & Jon Brion zu dem zurückgefunden, was sie am besten kann: Düsteren Pop/Rock mit poetischen Texten - beeindruckende Musik eben. Genau die richtige CD für den Herbst/Winter also! Besonders empfehlenswert: "Before The Poison", "There Is A Ghost" & "City Of Quartz".
Weit über Mittelmaß
Die letzten Alben der gereiften Dame sind jeweils durch den Widerspruch zwischen glatter Produktion und der heiseren Stimme Faithfulls nicht über das Mittelmaß heraus gekommen. Das ändert sich hier. Die neuen Songs (meist geschrieben von P.J. Harvey) sind ebenso rauh produziert, wie es zu der Künstlerin passt. Den Auftakt macht ein folkig-düsterer Song, gefolgt von einem Rocksong, bei dem im Hintergrund schräge Chöre wirken. Sehr schön auch die spröde, melancholische Ballade "Crazy Love", die von Streichern getragen wird. Einer der Höhepunkte des Albums ist auch das von Damon Albarn geschriebene "Last Song", das mit seinem sich von einer akustischen Gitarre hin zum vollen Einsatz aller Instrumente (bs, dr, perc, keyb. etc.) steigernden Entwicklung eine richtige Hymne darstellt und Erinnerungen an die 60er aufkommen lässt. Insgesamt ein Album, das nicht unbedingt die pure Lebensfreude versprüht, sondern einen herb-morbiden Klang verbreitet. Damit dies aber nicht überhand nimmt, kommt als letzter Song ein versöhnlicher Abschluss (zumindest stimmungsmäßig) mit einer netten Melodie, die von so etwas wie einer Spieluhr getragen wird. Diesmal ist es ein über dem Mittelmaß liegendes Album geworden, bei dem sich die Musik zu dem Charakter der Sängerin fügt.
Einfach Ehrlich, einfach kreativ, einfach schön!!!
Frau Faithfull wird mit zunehmenden Alter immer besser.Ihre Alben seit Anno 94 sind Meisterwerke und immer total unterschiedlich produziert. Mit "Before the poison" verarbeitet sie wieder ihre ex Drogenzeit, aber ohne den Hörer in irgendwelche tieftraurigen Depressionen zu reissen. Schon der Opener "The mystery of love" lässt mich den Lautstärkeregler aufdrehen. Eine Mid-Tempo Nummer im Singer/Songwriter Stil die sich immer weiter entfaltet. Es wird auf feinste Nuancen bei der Produktion geachtet ( wie wunderschöne Piano Backgrounds oder interessant eingesetzter Background Gesang ). Das Titelstück erinnert ein wenig an verpoppten Brecht und Songs wie " Crazy love " machen Lust auf den Herbst. Marianne's Stimme ist in Topform und steht bei allen Songs im Vordergrund. Ein Album, das sich eben unterscheidet von den zur Zeit so angesagten Hip Hop Grooves und Technoschleifen. Nicht nur für Fans.
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