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Was alles fehlt
Britta
| Künstler | Britta |
| Songtitel | Was alles fehlt | |
| Genre | Pop | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 4,714 | |
| Quelle | www.flittchen.de | |
| Bewertung |
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gitarrengeschrammel und unwichtige wahrheiten
wer tocotronic oder kante mag, ist hier falsch. habe diese cd bestellt wegen der vielen guten rezensionen. ja, das ist blöd. ich hab halt deutsche musik gesucht. britta ist albern. pubertätsweisheiten vorgetragen von einer reifen frau: "...und als ich nicht mehr mitspielen wollte/ lachtest du so fies und dumm/ dabei fand ich dich immer so nett/ wir waren schon fast gute freunde..." manchmal ist sogar mal ein hübscher halbsatz drunter (ich find ihn gerade nicht, sonst hätte ich ihn sicher hierher geschrieben), aber ich schaffe nicht mehr als zwei lieder am stück ohne voller sehnsucht an rotenburg zu denken oder irgendwas morbides, damit der schmalz weggeht, der sich hier aufstaut. das ichwillmusiksein-geschrammel gibt einem das gefühl schon seit sieben stunden RTL2 zu schauen. mit allen werbeblöcken. nichts bleibt. vielleicht gut für 11 jährige mädchen, so weit reicht der horizont, der hier besungen und bespielt wird. einen stern für den guten halbsatz und das gernewollen.
stilvoll
So eine selbstbewusste CD-Produktion habe ich lange nicht mehr gesehen! Britta, die einzige und sowieso beste Frauenband in der deutschsprachigen Rock-Pop-Szene steht so stolz im Plattenladen und auf der Bühne, dass man gar nicht dran vorbei kommt. Das neue Album des Quartetts aus Berlin heißt ganz unbescheiden "Lichtjahre voraus" und zeigt auf den Cover - entgegen jedem Trend - vier ernste Frauen mittleren Alters, die gut & gerne als Vorzimmerdamen einer Rechtsanwaltskanzlei durchgehen könnten. Das hat Stil, das beweist eigene Regeln und Persönlichkeit. Christiane Rösinger (voc, git), Julie Mies (bass, key), Barbara Wagner (git) und Britta Neander (dr) haben ihre dritte CD in Frankreich aufgenommen, selbst produziert und auf dem eigenen Label veröffentlicht. Wer den Vorgänger "Kollektion Gold" mochte, wird "Lichtjahre voraus" lieben ... Schon der erste von elf Songs brilliert mit herrlichen Gitarrenriffs und dem typischen Britta-Sound (sehr traditionell, dem 80er Indie-Stuff gewidmet). Es geht um die Standortbestimmung Mensch und dass wir uns nur durch "Fragen" kennen lernen. Es folgen der rockige & emanzipatorische Titeltrack, sowie das textlich und musikalisch sehr schöne "Chinesische Roulette". Gerade in dem Beatles-angehauchten "Happy Song", der größtenteils in englisch gesungen ist, zeigt sich das variantenreiche Spiel von vier hervorragenden Instrumentalistinnen. Die Stärke im Songwriting äußert sich fast schon beängstigend gut im rockigen "L****" über Schnelllebigkeit und Vergänglichkeit, wo Rösinger im Refrain stimmlich endlich mal etwas ausbricht, sowie im herbstlichen Song "Es Ist Nicht Immer Leicht" über die Eintönigkeit des Alltags, des eigenen und dem anderer. Weiter geht's mit wunderbaren Pop-Songs Marke Britta: "Ruf Mich Nie Mehr An" ist eine Reminiszenz an die Zitate-Sammlung, die nach einer Trennung Wunden heilen kann und "Wie ein Smith Song", der ebenso klingt, über Zweisamkeit, die nur wenige so ehrlich und subtil in wenigen Worten ausdrücken können wie die sprachlich höchst gewandte Christiane Rösinger. "Entschuldigung" ist eine Rock-Nummer, gefolgt vom Scherben-Cover "Wir Müssen Hier Raus", das zwar in der Performance die Kraft eines Rio Reiser vermissen lässt, aber wirklich okay ist. Das Finale könnte mit "Was Alles Fehlt" nicht besser gewählt sein. Vor dem Hören denkt man entweder an eine liebgewonnene Gewohnheit der "taz" oder an Gesellschaftskritik, aber: Nö, den tatsächlichen Inhalt verrate ich nicht. Wenn auch manchmal zu gezielt auf die Musik getextet wurde, so passen doch Worte und Töne im End-Arrangement atmosphärisch immer zusammen, die Psychedelic-Tupfer sorgen für Spannung. Rösingers unverkennbarer Gesang, das Markenzeichen der Band, ist zuweilen dermaßen lakonisch, gleichgültig, ja fast mitleiderregend, dass es schon wieder komisch, oder sagen wir selbstironisch ist. Das gefällt mir, genauso wie das ganze Album.
in der tat, lichtjahre voraus
An einem furchtbaren Nachmittag entschloß ich mich auf dem Nachhauseweg kurz noch in einen kleinen Musikladen reinzuschauen. Ich fühlte mich von den starrenden Frauen auf dem Cover angezogen, wußte nicht, was mich erwartet. Entpuppte sich als die beste CD, die zur Zeit in meiner Sammlung ist. Empfehlenswert früh am morgen, spät am abend und mittgas zur Pause. Auch zwischendurch, und nachts, wenn nicht geschlafen wird. Großartige Texte und mitreißende Musik.
Immer noch angriffslustig!
Britta - mittlerweile haben sie ihr drittes Album auf dem hauseigenen Label ?Flittchen Records" herausgebracht! Und ?Lichtjahre voraus" ist rockiger, angriffslustiger und noch selbstbewusster geworden als seine Vorgänger. Trotzdem kreisen die Lieder immer noch um ihre alten Themen: Beziehungen, Großstadtleben (BERLIN) und Liebe, und dass immer noch weitestgehend mit diesen melancholischen und wehmütigen Melodien. NEU: So häufig wie nie zuvor werden befreundete und verehrte Bands ausgiebig zitiert: The Smiths bekommen einen eigenen Song, aber auch Tocotronic, Parole Trixi, Huah! und viele andere. werden ausgiebig zitiert. UND: Es zeigt sich einmal mehr welch eine Ausnahme-Songwriterin Christiane Rösinger (Ex-Lassie Singers) für den deutschsprachigen Raum ist und warum Britta auf der bevorstehenden Herbst/Winter-Tour 2003 die Vorgruppe von Blumfeld sind. Die Antwort auf die Frage warum Britta noch nicht der große Durchbruch gelungen ist und Auftritte bei Rock am Ring nicht gestartet worden geben sie selbst: ?Wir sind nicht am Rock am Ring / Und wir sind nicht bei Rock am See / Wir wollen da gar nicht hin / Und es tut auch nicht mehr weh / Und wenn ich mich so umschau / Sowieso nur Bands mit Jungs / Und die wollen ja keine Veränderung (...) Auch wenn die ganze Welt / Sich für kleines Geld verkauft / Wir sind weit vorn / Und sieht's auch nicht so aus / Wir sind um Lichtjahre voraus."
gut, dass es euch gibt....
Die neue Britta, wiedereinmal eine kleine Offenbahrung. Herrlich melancholich und selbstironisch. Man kann auch zuweilen im eigenen Selbstmitleid eintauchen, nur um am Ende zu wissen, dass es ja eigentlich doch o.k.ist, und sowieso irgendwie weiter geht. Und es geht weiter - mit Christiane Roesingers herrlicher Stimme....
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