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Americas Boy
Broadcast
| Künstler | Broadcast |
| Songtitel | Americas Boy | |
| Genre | Rock | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 6,012 | |
| Quelle | www.insound.com | |
| Bewertung |
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Genial und süchtigmachend
...letzteres ist bei mir jedenfalls gleich nach dem ersten, kurzen Reinhören im CD-Laden geschehen. Dass es diese Band schon recht lange gibt, wusste ich bis vor kurzem noch gar nicht. Mich hatte das Cover angesprochen und daher hatte ich mir die CD ganz spontan angehört - und ich war sofort begeistert. Gekauft und daheim gleich auf Dauer-Repeat! Die Musik erinnert an die psychedelischen 60er, an modernere Jefferson Airplane - à la "White rabbit", nur schräger. Zu den verzerrten Gitarren kommt ein monotoner, aber gerade deshalb sehr eindringlicher Drum-Computer hinzu. Ich stellte sicherlich unbeabsichtigte Gemeinsamkeiten mit der kargen Klangkulisse des Rock-Duos "The Kills" fest, beide Bands hatten wohl eine ähnliche Idee, wie sie die 60er Jahre in modernisierter Form verwerten wollten. Trish Keenans "deadpan, yet charming voice" (O-Ton eines Kritikers) faszinierte mich von Anfang an genauso, wie die karge Musik, eine Mischung aus Electronica und Rock. Die Melodiestrukturen sind simpel, die Texte wirr - wie verworrene, vertonte Traumsequenzen. Vielleicht soll der Albumtitel "Tender buttons" an das gleichnamige literarische Werk Gertrude Steins erinnern - inhaltlich und die Struktur der Lyrics betreffend würde es passen. Das 'curiouser and curiouser' in "Black cat" erinnert an Poe's "Raven". Mysteriös und intelligent. Etwas Kritik und Sarkasmus bietet "America's boy": "quaker toil and texan oil....you're manly you american soldier...gun me down with yankee power...". Ich mag jeden Song, doch zu meinen absoluten Favoriten zählen "Goodbye girls", "I found the F" und "Tender buttons". ...süchtigmachend!
Elektronik und mehr
'Tender buttons' ist bereits das vierte Album der britischen Band Broadcast (nur noch als Duo: Trish Keenan und James Cargill), die diverse Spielarten elektronischer Musik höchst gekonnt vereint präsentiert - und darüber hinaus: Ein 'electronic album for the masses' stand in einem US-Musikmagazin über dieses Werk zu lesen - das trifft die Sache eigentlich auch nicht schlecht, obwohl die 14 Songs (gut 40 Minuten Laufzeit) viel mehr als 'nur' Elektronik zu bieten haben. Surrende Gitarren, süße Keyboardarrangements, melancholische Orgelklänge, live eingespielte Drums, um mal einige Elemente zu nennen. Dazu gibt es eine gezielte Prise psychedelischer Atmosphäre, wummernde Rhythmen und minimalistisch arrangierte Kompositionen -ein wahres Füllhorn, abwechslungsreich, erfrischend und kraftvoll zugleich. Besonderes Highlight dabei ist der oft naiv-unschuldige und sanft schwebende Gesang von Trish Keenan, der den Songs eine ganz besonders 'schöne' (klingt banal, ist aber so ;-)) und bezaubernde Atmosphäre verleiht. Zur Thematik der Songs noch ein Zitat von Sängerin Trish: 'There is a theme of letting go on Tender Buttons. A flower lets go of it's fragrance, Michael lets go of his past and I let go of my embarrassment of letting go.' Dafür meine Gratulation.
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