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Living In A Magazine
Zoot Woman
| Künstler | Zoot Woman |
| Songtitel | Living In A Magazine | |
| Genre | Pop | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 3,057 | |
| Quelle | www.zootwoman.com | |
| Bewertung |
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Totale Überraschung.
Ich habe mir diese CD damals in 2001 zugelegt und kannte nur den Titel "Living in a magazine", welcher zu dieser Zeit oft auf dem mittlerweile verschwundenen Musikkanal VIVA II gespielt wurde. Die Musik auf dieser Scheibe ist die Art von Sound die ich jederzeit hören kann, melodiös unaufdringlich, gut produziert und trotzdem nicht langweilig. Perfektes Songwriting runden das Ganze noch zusätzlich ab. Die Musik wird getragen von altem Synthiesounds und elektronischem Piano. Die Songs sind definitiv Pop, aber nicht diese Sorte von Pop die man einmal hört und dann wieder vergisst. Nein, es ist Pop der cleveren Sorte der nicht beim ersten Mal sofort in die Gehörgänge flutsch. Nein, man muss dieses Album schon mehrmals hören damit es für den Hörer seine volle Schönheit entfalten kann. Dann wird der besagte Hörer damit belohnt das sich die Lieder in sein Gehirn einprägen und er tagelang mit diesen tollen Songs im Kopf herumläuft und sie fröhlich vor sich hinpfeift. Wenn man wollte könnte man Zoot Woman auch als eine beliebige 80er Retro-Band abschreiben, die es auch noch wagen den Kraftwerktitel "The Model" in ihr Repertoire aufzunehmen, die keinerlei Substanz hinter ihrem uniformen Auftreten hätten. Damit wird man ihnen aber nicht gerecht. Diese CD ist ein Sieg der Substanz über den (Mode)Stil. Titel wie "Nobody knows, Jessie", und "Holiday home" mit ihren schönen Melodien und den überlagerten Synthies und dem funky Bass sind einfach nur gut. Die wirkliche Überraschung, in meinen Augen, ist allerdings die Überarbeitung des Kraftwerk-Klassikers "The Model". Zoot Woman schaffen es diesem Song Sex und Wärme einzuhauchen und bleiben trotzdem dem Original sehr nahe. Diese CD ist für mich eine Erinnerung daran wie gut Elektro-Pop Anfang der 80er war. Damals als Human League, Ultravox und natürlich Kraftwerk die Hitparaden bestimmten. Damals als Substanz noch über den Stil allein siegte.
Die 80er sind tot, es leben die 80er!
Stuart Price alias Jacques LuCont von Les Rythmes Digitales hat hier mit den Brüdern Adam und Johnny Blake einen kleinen Geniestreich hingelegt. Roxy Music haben schon in den 70ern den Stil und die Manierismen in die Popmusik eingeführt. Zur gleichen Zeit kamen mit Kraftwerk elektronische Klänge hinzu. Später wurde das Ganze dann von The Human League, Fad Gadget und New Order perfektioniert. Ab 1985 kamen dann Modern Talking, Moti Special, Opus und andere Scheußlichkeiten - und mit dem Stil war es optisch wie musikalisch vorbei. Zoot Woman schaffen es mit ihrem Debut, einen sehr leckeren, bunten Sound-Cocktail aus den besten Zutaten der 70er und 80er Jahre (hörbar beeinflußt von Roxy Music, The Human League und Kraftwerk) zusammenzumixen. Jetzt könnte man einwenden: Zusammengeklauter Retro-Pop. Das trifft es aber nicht, denn Zoot Woman bringen hier eine ganz eigene Note herein. Dies ist in erster Linie auf Stuart Price zurückzuführen, der schon mit Les Rythmes Digitales housigen Pop (oder poppigen House) mit einer perfekten Produktion veredelt hat. Zu den Stücken im einzelnen: "It's Automatic" ist ein leichter, angejazzter und tanzbarer Song. Mit "Living in a Magazine" ironisieren Zoot Woman textlich ihr eigenes Image. Musikalisch ist es das "rockigste" Stück auf dem Album mit einem sehr eingängigen Chorus, der mich wochenlang begeistert hat. "Information First" ist das eingängigste und beste Stück. Viele hören hier New Order oder The Human League heraus. Ich hatte mich schon auf die angekündigte Single-Auskopplung gefreut, aber die kam leider nicht. "You and I" lässt etwas nach, ist aber immer noch guter Pop oberhalb des Durchschnitts. "Nobody knows" ist ein interessantes Experiment: The Human League und Soft Cell haben 1982 mit "Love and Dancing" und "Non-stop Ecstatic Dancing" jeweils Remix-Alben, basierend auf den Vorgängern "Dare!" und "Non-stop Erotic Cabaret" herausgebracht. Zoot Woman bringen die Remix-Version von "Nobody knows" als part II direkt auf dem selben Album. Part II ist instrumental und wunderschön verträumt. Nächstes Stück ist das Kraftwerk-Cover "The Model" (der größte Hit von Kraftwerk), das mir in der frechen Cover-Version mit Gitarre sogar besser gefällt als das Original. "Jessie" ist eine luftig-leichte Liebeserklärung mit einer sehr schönen Melodie. Danach fällt das Album qualitativ etwas ab. Die einzige Ballade "Losing sight" fand ich dagegen sehr gelungen. Insgesamt ein sehr abwechslungsreiches und qualitativ herausragendes Stück Pop-Musik. Ganz nebenbei: Ich war auf der Promo-Tour auf dem Konzert in Köln, und die Jungs sind auch live richtig gut (und sehen wirklich so gut aus wie auf dem Coverfoto).
Empfehlung für diese CD: zu Hause hören und XTC nehmen ...
Ich hab mir mal die CD auf ner E reingezogen: Naja, da hab ich erst die Vibes und so verstanden ... Ich hab echt gespürt was die Jungs so fühlen mit ihren Titeln ... Soviel zum Drufflevel, daß man haben sollte, wenn man die CD hört. Obwohl XTC die beste Droge für diese CD ist, heißt daß nicht, daß die CD tanzbar ist. "It's automatic" ist ein gutes Beispiel dafür (insbesondere das Video). Dem Cover nach zu urteilen können Britpopper sogar stylish sein. Das war nicht immer so, wenn Briten Musik machten, die eh nur von Studenten gehört wird ...
80er in hochglanz
das debüt von zootwoman ist die neuinterpretation des poppigen 80ies sounds mit hörbaren britischen einflüssen. dementsprechend angenehm setzen sie sich vom euro-einheitskleber der vergangenheit und der gegenwart ab. vor allem soundtechnisch. weiche hooklines, warme pads und die feine und perfekt darauf abgestimmte priese brillant-digitales kombiniert mit kleinen dreckstücken schenken ein rundes hörgefühl. die qualität der synths überzeugt in ihrem einsatz durchweg und lässt für pop elektronische herzen höher schlagen und in intimen momenten schmelzen. die songstrukturen sind bekannt und der hörer populärer musik muss sie nicht extra anprobieren. hit an hit mit einer stimmigen abfolge. zwar ist es gewagt parallelen zu künstlern wie den pet shop boys zu ziehen aber wer deren früh- und mittelalterliche musik mochte wird zoot woman in seinen mp3-player eingravieren lassen. stylisch-melodiöser minimalmelancholismus von dem die verlorenen seelen der metropolen nicht genug bekommen können.
80er in hochglanz
das debüt von zoot woman ist eine stilsichere interpretation des poppigen 80ies sounds mit hörbaren insel-einflüssen. dementsprechend angenehm setzen sie sich vom euro-einheitskleber der vergangenheit und der gegenwart ab. vor allem soundtechnisch. weiche hooklines, warme pads und die feine und perfekt darauf abgestimmte priese brillant-digitales kombiniert mit kleinen dreckstücken schenken ein rundes hörgefühl. die qualität der synths überzeugt in ihrem einsatz durchweg und lässt elektronische herzen höher schlagen und in intimen momenten schmelzen. die songstrukturen sind bekannt und zwingen käufer populärer music nicht zur anprobe. zwar ist es gewagt parallelen zu künstlern wie den pet shop boys zu ziehen aber wer deren früh- und mittelalterlichen produkte mochte wird zoot woman in seinen mp3-player eingravieren lassen. stylisch-melodiöse und minimalmelancholistische ear-candies von denen die verlorenen seelen der metropolen nicht genug bekommen können. rauslassen, stupid!
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