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Another Morning
American Music Club
| Künstler | American Music Club |
| Songtitel | Another Morning | |
| Genre | Punk | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 4,617 | |
| Quelle | music.download.com | |
| Bewertung |
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musik zum weiterleben
das fabelhafte comeback des american music club. und, was man kaum geglaubt hätte: tatsächlich ist das ergebnis noch größer und wichtiger als mark eitzels eh schon sensationelle soloplatten:zerschossene, zerfetzte, störrische, pathetische pop (ja: pop!)-songs über die zumutung des lebens an sich: verlust, trauer, tod. naturgemäß nah an alternative-folk und - country gebaut, aber immer von großen melodien getragen (die dann von der band in stücke gesägt werden). musik zum betrunken sein, verkatert sein, weiterleben.
SUCH EXQUISITE SORROW
On Love Songs for Patriots, American Music Club's mood is as dark as ever, but infused with the hope of redemption. Filled with yearning and distorted dreams delivered in the most beautifully poetic lyrics, the first three tracks Ladies and Gentleman, Another Morning and Patriot's Heart set the lugubrious but defiant tone for this masterpiece. The drinking song Ladies and Gentleman is achingly moving in its juxtaposition of the pain of living with either truth or with lies. Patriot's Heart, about a male stripper, is a masterpiece of conflicting emotions, cynicism blended with compassion and understanding. Wow, this approach is something else, so unique and stirring. There are also gentle and tender moments like Another Morning, an inspiring song about shaking off bitterness and depression, framed in a lovely melody and pop orchestration. Another highlight, and one with a sprinkling of humour, is the gentle ballad Myopic Books. The delicate track Love Is reminds me of their gem of a song Firefly from an earlier album, whilst Only Love Can Set You Free is an appealing love song. The last two tracks, Song of the Rats Leaving the Sinking Ship and The Devil Needs You, are quite ambiguous and may be interpreted on both a personal and universal level. The latter is over 7 minutes long and combines a powerful drum pattern with delirious keyboards and horns to conclude the album on a high note. As with the rest of their oeuvre, Love Songs For Patriots is not easy listening for everybody, but if you love the kind of redemptive sadness often found in the work of artists like Nick Drake, Leonard Cohen, Richard Thompson, Peter Murphy, Swans, Michael Gira's Angels Of Light, Nick Cave, Emmylou Harris or Jane Siberry, you will love this welcome return by American Music Club.
Auf der Höhe ihrer eigenen Zeit
Was hat den American Music Club immer ausgezeichnet? -der perfekte Wechsel von hektischen, orchestralen und brüchigen, tieftraurigen Songs -Mark Eitzels ausdrucksvolle, fast beängstigend kraftvolle Stimme, die traurige, pathetische Melodien stransportiert -Vudis synkopiertes Gitarrenspiel mit den jazzigen Anklängen -der unglaublich gute Schlagzeuger und das perfekte Zusammenspiel einer Band, die sich selbst immer als Vehikel für Mark Eitzels Songs verstanden hat. Letztes Jahr haben sie sich wieder zusammengetan, über 10 Jahre nach ihrem letzten Album. Mark Eitzel war mit seinen sehr depressiven Soloalben immer präsent, der Rest der Band weitgehend unbekannt abgetaucht. Ja, die Magie ist wieder da! Es gibt KEINE Zugeständnisse an Trends, das Schlagzeug groovt jazzig wie eh und je, die Gitarren treffen jeden richtigen Ton, ob sie nun akustisch oder, wie im ersten Stück, sogar rockig sind. Mark Eizel kann immer noch berühren, wenn er Zeilen wie: "but that don't bring you another morning with Catherine" oder "Come on Grandpa, remind me what we're celebrating" singt(letzteres in seinem genial vertrackten Anti-Bush Song "Patriot's heart"). Die Jungs haben nach wie vor keine Angst vor zuviel Pathos oder atmosphärischen Instrumentalparts, keine Angst vor einer antiquierten analogen Produktion. Trotzdem klingt hier vieles anders als noch bei "Mercury" oder "San Francisco". Es ist ruhiger geworden, Eitzel's Melodien sind wesentlich monotoner, wie schon auf seinen letzten Soloalben, womit er einer Sache ein Zugeständnis macht und machen muß: Seiner Stimme! Mit Mitte vierzig kommt auch bei einem stimmgewaltigen Sänger wie ihm die Schwäche in den Stimmbändern, was besonders live deutlich wird, wenn er mit unglaublich Anstrengung versucht, die hohen Töne von "Johnny Mathis' feet" wie gewohnt anderthalb Meter vom Mikro entfernt zu singen und die Anstrengung, nicht die alte Wucht, zu hören ist. Das kann man bedauern, denn die Einzigartigkeit seines Gesangs wird dadurch natürlich beeinflußt, andererseits wird die dramatische melancholische Seite so fast kongenial umgesetzt, wenn Eitzel mit brüchiger Stimme Sachen wie "they would be super-skinny and super-unfriendly" singt. Schade, daß die alte Wucht, die den Hörer sprachlos machen konnte, weg ist! Die Songs berühren so aber oft noch mehr! Es gibt keinen Grund aufzuhören, denn so sich selbst bewußt, können "American Music Club" noch in zwanzig Jahren originell, glaubwürdig und gut klingen!
Ein Highlight des laufenden Jahres
Neben Uncle Tupelo hat der American Music Club maßgeblich den Alt-Country geprägt. Nach einigen genialen Alben in der Zeit zwischen 1985-94 lösten sie sich auf und Frontmann Mark Eitzel machte solo weiter. Doch die Magie der Band bekam er nie so ganz hin. "Love Songs For Patriots" ist ein gutes Beispiel für eine gelungene Wiedervereinigung, denn AMC knüpfen nahtlos an vergangene Großtaten an. Neben den tiefschürfenden Themen wie Liebe, Verlust und Sorge, die von Mark Eitzel sonor und zynisch vorgetragen werden, lässt die Musik immer wieder Optimismus aufblitzen. Die Mixtur aus verzerrten Gitarren und eleganten Piano-Einsprengseln trägt die schnelleren Songs, doch die Highlights sind die Balladen. Langsame, folkige Kleinode, die sich ins Gemüt brennen. Hier werden Melodien und Stimmungen im Spannungsfeld zwischen Coutry, Pop, Folk und Rock überaus gekonnt eingesetzt. Ein Highlight des laufenden Jahres.
Mein Album des Monats
Im langsam dahinscheidenen Sommer gab es wieder zahlreiche Reunions - teilweise nur für die Bühne, teilweise mit neuer Platte. Beim AMC fragt man sich "Was soll das bringen?" Es hat sich doch gezeigt, dass Mark Eitzel auch ganz allein durch seine Stücke taumeln kann.Die Antwort ist auf diesem Album deutlich hörbar:Solche Wucht und solchen Bombast hat er in seinen Solo-Jahren nicht hinbekommen. Meine Anspieltipps sind "Your horseshoe wreath in bloom" und "Myopic books". Für mich eine der besten Comeback-CDs dieses Jahres!
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