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08.03.2004
 

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Unbroken (Hotel Baby)

Monster Magnet

CD Cover Künstler Monster Magnet
Songtitel Unbroken (Hotel Baby)
Genre Rock
Typ mp3
Größe 3,466
Quelle www.mtv.de
Bewertung
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Unfassbar - Monster Magnet wieder zurück...

Nach "God says no" und einem danach besuchten MM-Konzert hatte ich keinen Bock mehr auf die Band. Ich war vielleicht nicht Fan der ersten, bestimmt aber der zweiten Stunde. Unvergessen die Konzerte aus den Anfangstagen. Absolut abgespaced auch die "Dopes to infinity"-Tour. Und dann die Scheibe und Tour zu "god says no". Also hatte ich einen Haken hinter die Band gemacht und mich anderen Bands gewidmet. Die Monolithic Baby-Scheibe habe ich neulich erst gekauft, weil die bei Saturn für 8,99 zu haben war. Ich dachte mir "Na, da kannst Du nichts falsch machen. Wenn die Scheibe Käse ist, vertickst Du die einfach wieder bei ebay, irgendeinen Preis in der Nähe von 8,99 wirst Du schon bekommen." Weit gefehlt!!!! Niemals werde ich diese CD verkaufen. Seit Tagen dreht sich in meinem CD-Player "Monolithic Baby" und der Suchtfaktor ist sicherlich vergleichbar mit "Spine of God" oder "Superjudge", wenn auch die Songs lange nicht so spacig sind. Aber diese Zeit ist auch vorbei. Das lässt sich eh nicht wiederholen. Was Monster Magnet aber mit "Monolithic Baby" gelungen ist, ist eine saugeile CD, die zu Recht den Markennamen "Monster Magnet" trägt. Eben doch immer noch eine Bank für turbogeile Hammermucke...

Monster Magnet at its best

"God says no" und "Powertrip", die beiden Vorgängeralben von "Monolithic Baby", waren gut, aber nicht so gut wie die Werke davor. Mit dieser neuen CD kehren Monster Magnet wieder auf die absolute musikalische Erfolgsspur zurück. Das Album hat hier und da durchschnittliche Bewertungen erhalten, was ich so nicht nachvollziehen kann. Klar, dass Monster Magnet sich unbedingt neu erfunden haben. Aber sie haben über 15 Jahre einen eigenen Stil entwickelt und bringen diesen hier in Hochform aufs Band. "Monolithic Baby" überzeugt restlos. Der Sound ist druckvoll, die Hitdichte beeindruckend, Ausfälle oder Füller-Songs kaum zu verzeichnen. Anspieltipps: Unbroken, There's no way out of here, The right stuff, Master of light.

laut - aber nix Neues

Monolithic Baby klingt etwas wie Teil 2 von Powertrip (1998). Die experimentelleren Klänge von God says no (2000) wurden eliminiert und stattdessen die kompromisslose Heavy-Rock Axt ausgepackt. Hmmmhhh... zum Mitstampfen prima, aber wahrlich nix Neues. Wie von diversen Rezenten angemerkt, ist der Testosteronfaktor hoch, aber musikalisch war der ungeliebte Vorgänger (God says no) um Längen besser. Monolithic ist gut gemachter Hardrock, nicht mehr und nicht weniger. Und gegenüber Powertrip von 1998 fehlt "Monolithic" schlicht und einfach ein Song in der Qualität von "Space Lord" - Punkt.

Genau den Erwartungen entsprechend - oder doch nicht?

Da ist sie also, die neue Scheibe von Dave Wyndorf und seinen Mannen. Der erste Output der Band nach dem ach so oft (und meiner Meinung nach größtenteils zu unrecht)kritisierten 2000er- Album God Says No. Was würde den Fans geboten? Der nächste Schritt auf dem Weg, der mit GsN eingeschlagen wurde, weg vom Powertrip'schen Hardrock, mehr in Richtung "Neo-Psy-Getüftel"? Mitnichten! 2004 wird wieder mächtig geprügelt und gestampft. Über die erste Hälfte des Albums werden dem geneigten Hörer bei Stücken wie Supercruel oder der sehr eingängigen, jedoch etwas belanglos wirkenden ersten Single Unbroken Gitarren und Drumsticks ziemlich um die Ohren gehauen, nur unterbrochen vom ziemlich nervigen 10, 9, 8... Countdown auf On The Verge, was zwar für sich gesehen nicht schlecht ist, sich aber in meinen Ohren zu sehr nach bemühter Powertrip-Wiederholung anhört. Wirklich positiv abheben kann sich hier eigentlich nur der Opener Slut Machine, dessen Drums so verteufelt stakkato rüberkommen, das es - im positiven Sinne - schon fast schmerzt. Das erste wirkliche Highlight des Album ist für mich Radiation Day, das im Vergleich zu den ersten Stücken des Albums sehr tough und böse rüberkommt. In der zweiten Hälfte der Platte wird dann mit Too Bad oder Ultimate Everything wieder der Psycho rausgekehrt, zwar nicht so überzeugend wie auf früheren Alben, aber gerade so, das es Liebhaber dieser Facette der Band wieder einigermaßen versöhnlich stimmt. Als durchaus geglücktes Experiment geht Master Of Light durch, welches mit einem aufs erste Hinhören etwas deplaziert wirkenden Beat aus dem Drumcomputer beginnt, sich jedoch zu einem ziemlich wutschnaubenden Uptempo-Rocksong entwickelt. Und da ist sie wieder, die Experimentierfreudde, die mir in den ersten Songs auf Monolithic Baby gefehlt hat. Der einzige Song zu dem mir wirklich nichts anderes als "störend" einfällt, ist There's No Way Out Of Here. Ein solcher Schmachtrock-Fetzen hat auf einer Monster Magnet-Platte wirklich nichts zu suchen. Warum Mr. Wyndorf gerade diesen Song covern musste, ist leider absolut unverständlich. Für die nächste Veröffentlichung der Magneten würde ich mir wieder durchgehend etwas mehr Mut zum Risiko wünschen. Alles in Allem werden die vier Sterne zwar angekratzt, aber nicht erreicht. Schade eigentlich. Anspieltips: Slut Machine, Radiation Day, Ultimate Everything besser skippen: On The Verge, There's No Way Out Of Here (!)

Rock, der überzeugt

Ich bin zunächst mit großer Skepsis, kritischer Haltung, aber auch Enthusiasmus an dieses Album herangegangen. Sollte es wirklich an die großartigen Alben aus früheren Zeiten, wie Superjudge, Dopes to Infinity und Powertrip heranreichen können? Beim ersten Track war ich mir noch nicht so sicher, obwohl der auch schon rockt. Doch dann kam "Supercruel", ein mächtiges Werk, dass vor allem im Auto gut kommt. Powertrip lässt grüßen! Eine ähnliche Kraft verbreitet auch Master of Light. Vor allem das Cover "There's no way out of here" reiht sich gut in die alten Klassikercover "1970" und "Gimme Danger" ein, einfach grandios die Umsetzung. Die andern Tracks überzeugen weniger durch derart straighten Rock wie bei "Supercruel", als durch eingängige Struktur (on the verge), großartige Riffs (insbesondere das ende von radiation day) und psychedilisch anmutende Getragenheit (Ultimate Everything). Alles in allem ein hochqualitatives, abwechslungsreiches und doch koherentes Gesamtkunstwerk.


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