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Tracy
Mogwai
| Künstler | Mogwai |
| Songtitel | Tracy | |
| Genre | Punk | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 6,920 | |
| Quelle | www.insound.com | |
| Bewertung |
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Referenzwerk
Mit ihrem ersten Full-Length-Album "Young Team" gelang den Jungs aus Glasgow/Schottland anno 1997 nicht nur eine imposante Platte, sondern ein Referenzwerk der Post-Rock-Szene. Bis heute ist es in meinen Augen Mogwais intensivster und stärkster Output, aus dessen langem Schatten die nachfolgenden Alben nur bedingt heraustreten konnten. Übersongs wie der Opener "Yes! I Am A Long Way From Home", "Tracy" oder dem abschließenden 16 minuten-Epos "Mogwai Fear Satan" treffen auf kleine Zwischenstücke, dominiert von Klavier ("Radar Maker") oder roh klingenden schleppenden Drums mit eben solchen Klavieranschlägen ("A Cheery Wave From Stranded Youngsters"). Irgendwo zwischen Indie Rock, Shoegazing und Ambient zelebrieren Mogwai hier ihren Wall Of Sound, dem Wechselspiel zwischen laut und leise sowie sich stetig steigernden Melodiebögen. Im Gesamtkontext ergibt sich keine Schwachstelle, selbst das experimentellere "With Portfolio", das mit einem merkwürdig verzerrten Gitarrenloop o.ä. daherkommt fügt sich nahtlos in die Atmosphäre ein, die "Young Team" über knappe 65 Minute aufbaut. Gesang tritt zweimal auf. Zum einen bei "Katrien", zum anderen bei "Are U Still In 2 It". Eher gesprochene Lyrics bereichern das Album, wirken nicht störend, auch wenn man auch ganz auf diese hätte verzichten können. Produktionstechnisch ließ "Young Team" sicherlich noch viel Luft nach oben, aber genau das macht auch einen großen Anteil des verschrobenen Charmes aus, den dieses Debüt versprüht. Trotz des abwechslungsreichen Sounds klingt hier alles wie aus einem Guß. Mogwai setzten bereits hier klassische Markenzeichen, die sich durch deren folgenden Veröffentlichungen ziehen sollten und wirken dennoch auch mehr als zehn Jahre nach Erscheinen zeitlos.
Pumpkins go Instrumental
Dies ist meine erste Mogwai-CD (und bestimmt nicht die letzte), und ehrlich gesagt kann ich die Vergleiche mit GYBE! und Konsorten, die man öfter liest, nicht ganz nachvollziehen. Es gibt keine Streicher, und obwohl die Songs öfter recht lang sind, kommen Mogwai im Gegensatz dazu noch relativ schnell zur Sache, und wenn es kracht, dann nicht verhalten, sondern richtig heftig. Das hier klingt für mich über weite Strecken eher, als hätten die Smashing Pumpkins zu ihren besten Zeiten ("Siamese Dream", "Mellon Collie") eine Instrumental-Platte aufgenommen: direkt der erste Song, dieser Basslauf, das folgende Gitarrengeschrammel, unverkennbar. Gleiches gilt für "Mogwai Fear Satan". Mogwai reizen den Kontrast laut leise stets exzessiv aus, die Songs beginnen verhalten, steigern sich, explodieren in einem Noise-Gewitter erster Güte, und klingen wieder absolut zerbrechlich aus. Dazu gibt es experimentierfreudige Sounds, die manchmal auch in den Ohren weh tun ("With Portfolio"). Bei "R U Still In 2 It" fühlt man sich an Arab Strap erinnert. Trotz aller Vergleiche schafft es die Band jedoch, ihren eigenen typischen Stil zu entwickeln. Anspiel-Tips: "Yes! I Am A Long Way From Home", "Mogwai Fear Satan" (Killer!) und "Summer", aber am besten durchhören (und zwar laut!), immer und immer wieder (das mache ich auch gerade ;)).
Eine Brücke zwischen Pink Floyd und Grunge
Mogwai sind Götter. Auf jeden fall an der Gitarre. Wenn man Intervievs sieht, denkt man, daß es einfache Menschen mit einem leicht schrägen Humor und wenig künstlerischen Ambitionen sein müssten, doch auf der Bühne zeigt sich ihr wahres Naturell: Verschmelzung mit der Musik, passion und ein wahres Gefühl für das, was ein Instrument zu welcher Zeit hervorbrungen soll. Der Bandname stammt aus dem Film "Gremlins", der erste Gremlin hörte auf diesen Namen. Genau wie diese kleinen Pelztiere hat auch die Musik der Band zwei Gesichter, ein zartes und zerbrechliches und ein grobes, aggressiveres. So sind gerade die Instumentalstücke ausgefeilt bis ins Detail, unerträglich anmutende, sägende Sounds gehen in filigrane Elemente über und verweben sich in einen Teppich von Melodie, der wieder ins Chaos schwappt, um in irgendetwas zartem, zerbrechlichem zu enden. Ein Freund, der 20 Jahre älter als ich ist, meinte sowas zum letzten mal bei den jungen Pink Floyd gehört zu haben, etwa die Saucerful-of-secrets-Zeit, ich bin gespannt, den Bogen in Zeiten zu ziehen, zu denen ich noch Yoghurt gewesen bin. Fakt bleibt, daß die Band eine der zu machenden Entdeckungen des Jahres für mich gewesen ist. Anspieltip, falls man jemals jemanden findet, der sowas zum Anspielen vorrätig hat ist "Mogwai fear Satan", ein ziemlich umfassendes "Epos", das allen angehenden Gitarrengöttern zeigt, wo man irgendwann einmal sein könnte.
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