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Bring It On
Nick Cave And The Bad Seeds
| | Künstler | Nick Cave And The Bad Seeds |
| Songtitel | Bring It On | |
| Genre | Rock | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 5,041 | |
| Quelle | www.anti.com | |
| Bewertung |
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Genialer Songwriter
Nick Caves Fans fallen gern der Schönheit seiner Songs anheim. Die einen nach der düsteren Schönheit seiner "Dark Grooves". Die anderen nach der rohen Zeit seiner australischen Punk - Combo Birthday Party, denen Cave mit den Jahren zu sanft wurde und die ihn auf Konzerten schon einmal bis zum Abbruch nervten. Dem neuen Album "Nocturama" werden diese besonders entgegen gefiebert haben, seit dem ruchbar wurde, dass Birthday Party - Produzent Nick Launay bei den einwöchigen Aufnahmen mit von der Party war. Sie werden enttäuscht sein. Die anderen ebenfalls, wenn auch weniger. Das neue Album folgt "Boatman`s Call" und "No More Shall We Part" auf dem Pfad weg vom Post-Punk hin zum Mann am Klavier mit Düsternis in der Seele und einem unterschwelligen Grollen im Bauch. Textlich und musikalisch schließt es an das kontrolliert-dichte Vorgänger - Album an, wenn auch die Arrangements recht lose eingespielt wirken. Es dominieren Liebesballaden, deren ans Schwüle grenzende Texte mit ihren nostalgischen Bildern und Treueschwüren gelegentlich desillusioniert unterspült sind. Nur bei drei Songs rockt es: Seeds - like stuff "Dead Man In My Bed", "Bring It On" (Duett mit Chris Bailey von Saints) sowie die 15 min. Jam - Session "Baby, I`m On Fire" mit ihren 43 Strophen. Doch egal rockig oder schwülstig: man merkt mit jeder Note, dass hier ein genialer Songwriter am Werk ist.
Call me up, baby, and I'll answer your call
Diese CD hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Wie schon die Alben davor (No More Shall We Part und Boatman's Call) führt sie die Musik, die diese Alben ausmacht sehr gut fort. Angefangen mit einem der besten Stücke der CD lässt sich kaum was dazu sagen. Das Gefühl, dass Nick Cave ausdrückt ist fast nicht zu beschreiben. Mich hat es sofort angesprochen und nie wieder los gelassen. Aber schon das zweite Lied hat mir einen leichten Dämpfer verpasst. Nicht das es schlecht wäre... Es trifft mich auf eine Weise, die ich nicht erklären kann und die vielleicht zu persönlich ist. Dieses Gefühl trägt auch in das nächste Lied über. Das vierte Lied ändert aber dann die Richtung. Es ist, wie von Nick Cave im Lied "I Had A Dream Joe", nicht als "heavy" zu bezeichnen und doch ist es in gewisser Weise agressiv. Und das trotz des wunderschönen Textes. Erst "Dead Man In My Bed" würde ich als "heavy" bezeichnen. Man hätte es fast auf einem der alten Alben von Nick Cave vermuten können. Nur der Text zeigt einem, dass es von "Nocturama" ist. Und dann kommt das beste Lied der CD : "Still In Love". Wie auf den Alben davor nutzt Nick Cave wunderschöne Lyriks mit fast schon genialen Bildern, die einen einfach träumen lassen. Aus diesem Grunde habe ich auch einen Textausschnitt als Titel dieser Rezension genommen: Die ganze CD wird von Melancholie, Romantik und auch ab und zu Agressivität durchzogen. Auch "There Is A Town" führt dies fort. Es ist ruhig und ausgeglichen, wie alle Lieder auf der CD. Die Lyriks passen einfach. Mit "Rock Of Gibraltar" kommt wieder die Melancholie Nick Cave's zum tragen. Auch "She Passed By My Window" fügt sich nahtlos ein. Ja... Und dann kommt "Babe, I'm On Fire" mit ca. 15 min laufzeit. Wie schon auf der Murder Ballads "O' Malley's Bar" ist es ein sehr langes und ebenso schönes Lied. Es ist agressiv und doch romantisch. Das Video dazu auf der DVD ist auch sehr gelungen. Abschließend kann man sagen, dass diese CD nur in wenigen Liedern weniger melancholisch ist das die Alben davor und sonst alle Qualitäten der anderen Alben aufweist. Wer die vorhergehenden Alben mochte, der darf sich dieses Album nicht entgehen lassen: Es setzt "No More Shall We Part" fort und zieht einen Bogen zu CD's wie "Kicking Against The Pricks". Einfach 100% Nick Cave!
wunderschön!!
unbeschreiblich schönes, poetisches, positives, melancholisches, punkiges, schmusiges, wildes, romantisches...... album für alle stimmungs- und lebenslagen. bekannter cave-sound, der doch immer wieder kleine entdeckungen erlaubt.
immer noch ein Gott,...
Beim ersten Mal Hören habe ich einen Schreck gekriegt und war herbe enttäuscht, aber man muß sich halt reinhören - ich fand Mr. Cave noch nie einfach. Bei einigen Stücken denkt man zwar "was hat er sích jetzt wieder gedacht " - Rock of Gibraltar - aber das ist ehrlich seine Sache und nach Eigenaussage denkt er sich ja oft genug nichts dabei und mag keine Interpretationen... "Wonderful Life" ist jedenfalls wunderschön, auch wenn ich nächste Woche wahrscheinlich ein anderes Stück 25 x am Tag höre. Was er allerdings mit seiner Stimme macht, ist mir ein Rätsel. Die scheint sich mit jedem Album zu verändern, jedenfalls nach Boatman's Call. (raucht er zu viel??) Fazit: nicht seine Beste (aber da wechselt m e i n e Meinung wöchentlich), aber immer noch genug für einen Kniefall.
Nun sollte er so langsam aufhören ...
... denn besser wird er wohl sicher nicht mehr werden können. Alles was folgt, wird zwangsläufig an "Nocturama" gemessen - wahrscheinlich mehr als sonst. Hat sich bei "Murder Ballads" der harte Kern der Fans noch von ihm abgewendet, weil er zu kommerziell geworden war (Ironie ist ein schweres Geschäft), so wurde neben den vereinzelten Jubelschreien der Kritik bei "No More Shall We Part" teilweise sicher schon an Plattenverbrennungen gedacht. Die künstlerische Entwicklung wurde dabei nur allzu oft übersehen. Nun liegt diese (in der Ltd. Edition mit DVD aufgepeppte) CD vor und sie erscheint wie ein verfrühtes Vermächtnis. Man kann es Crossover nennen, geniales Mischmasch oder gelungene Essenz aus Musik der chaotischen und der ruhigen Jahre. Balladen sind ebenso vertreten wie Pop, Rock und Punk. Beherrscht hat Cave dieses breite Spektrum schon ewig, aber noch nie war es so auf einer Veröffentlichung zu hören (abgesehen vom Best of). Erfahrung zahlt sich aus. Und wenn so Reihenhausbesitzer klingen sollen, dann habe ich wohl die falschen Nachbarn.
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