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Reality Check
Schneider TM
| Künstler | Schneider TM |
| Songtitel | Reality Check | |
| Genre | Electronic | |
| Typ | mp3 | |
| Größe | 4,038 | |
| Quelle | www.cityslang.com | |
| Bewertung |
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Die Hohe Kunst der Popmusik mit anderen Mitteln
Die innovativste elektronische Silberscheibe seit langer, langer Zeit. Feinsinnige Weiterentwicklungen (Aphex Twin oder Tricky, aber auch T. Brinkmann) sind WIR Elektroniker ja gewohnt, aber etwas, was einen berührt, wie damals die erste Veröffentlichung von Kraftwerk, gab es in diesem musikalischem Genre schon lange nicht mehr (na vielleicht mit ähnlicher Wucht die erste Goldie). Im Heimstudio bei Bielefeld tüftelt seit nun 3 Alben (mit stetigem Qualitätssprung) ein junger Mann, namens Dirk Dresselhaus an seinen Maschinen. Seine Musik knistert und fließt, pulsiert und groovt und hat trotz, oder vielleicht genau deswegen immer eine Riesenportion an Melodie. Schon auf dem Vorgänger-Album "Binokular" war ihm mit der Coverversion des Smiths-Hits "There is a light that never goes out" etwas Großes gelungen - die Verbesserung des schon ohnehin großartigen Originals. Selbst Morrissey würde beim Hören dahingeschmolzen sein. Auf dem neuen Album bringt Schneider gleich zwei Songs, die Single "Frogtoise" und vor allem das wunderschöne "Reality Check" (gibt es schon tolle Remixes von), die nahtlos an die Qualitätsstufe von "The Light 3000" (= besagter Smiths-Song) anknüpfen. "Reality Check" mit Voicedecoder-Stimme und Akustik-Gitarre (richtig gelesen) ist eine Perle, ein Schatz, ein ... mir fehlen die Worte. Die schönste Beschreibung dieses Songs fand ich im Netz (wo sonst) bei Prima Leben und Stereo: "Eröffnet wird das Album mit dem INDIETRONICS-POP-SONG ..." . Gefällt mir - könnte von mir sein :- "Frogtoise" ist zuckersüß und hat ein immenses Hitpotential (by the way: Hit muss gar nicht "bad" sein), was aber wahrscheinlich wieder irgendeine Torfnase bei einem der unsagbar langweiligen Musiksendern verschnarchen wird. Aber Ihr zum Glück ja nicht! Sogar den von der gesamten Musikpresse als Ausrutscher und schlimmer (Spex) titulierten Song "Abyss" habe ich in mein Herz geschlossen. Ein Elektroniker mit Indie-Vorleben (Hip Young Things) und Humor, anders sind die Backing-Vocals des besagten Stückes nicht zu erklären. Ab Song No. 5 "Turn on" bricht dann der Elektroniker durch, der aber weiterhin andere Genres gekonnt in die einzelnen Songstrukturen integriert. "Turn on" beispielsweise fährt Spoken Words in der Tradition von MC 990 ft. Jesus auf, bei "Hunger" trifft Kraftwerk auf Ravel, und beim letzten Song "Cuba TM" ist es wieder dieses smiths'sche melancholische geigensüße Etwas. Hingeschmolzen, haben, haben, haben! Guten Appetit und vielen Dank Herr Dresselhaus.
fängt stark an, läßt stark nach...
Mit großen Erwartungen habe ich mir dieses Album zugelegt...und wurde leider enttäuscht. Das Album fängt klasse an, der tolle Opener "Reality Check" gefolgt von der ersten Single "Frogtoise", klasse. Dann verfängt sich Schneider TM für meinen Geschmack zu sehr im Frickeltum, zu wenig Song, zuviel Kopf, zu wenig Bauch. Schade!
Solch eine Scheibe suchte ich seit langer Zeit
Als unverwüstlicher Kraftwerk-Fan hat man stets eine Antenne für Sounds, die an die alten Analog-Elektronik-Pioniere erinnern. SchneiderTM's "Zoomer" ist eine feine Elektronik-Platte. Hier knistert und knarrt der mir beliebte Klang, ohne Abrutschen ins gänzlich experimentelle Fach. Die Vocoderklänge vom Einsteiger "Reality check" machen einfach Lust auf mehr. "Zoomer" gehört zweifellos zu den Scheiben, die nach mehrmaligem Hören immer noch bestens unterhalten.So bekomme ich die CD gegenwärtig nicht aus meinem Player und meine Kraftwerk-Alben haben z.Zt. eine Ruhepause. ...die sollte man sich gönnen !
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