private Studie: 70 Minuten DVD auf 1 CD mit AC3 5.1 DD

Alt 18.01.2007, 16:30   # 1
Gerhard S.
 
Registriert seit: 17.01.2007
Beiträge: 33
Hallo Leute,
ist von mir nur eine Studie gewesen, um mir das maximal machbare zu beweisen:
Vorgabe:
1 DVD (71 Minuten Garfield, komplett 6,9 GB) unter Beibehaltung des Hauptfilms so auf 1 CD brennen, dass der 1 deutsche AC3-SurroundSound erhalten bleibt. Ausserdem soll diese CD jeder DVD-Player abspielen können. Keine Untertitel.

Ergebnis:
71 Minuten Hauptfilm so stark komprimiert, dass incl. Audio-Spur ein Ordner VIDEO_TS entstanden ist, der genau 700 MB gross ist.
Auf dieser 1 CD ist das mini-DVD Format drauf, die durchschnittliche Video-Datenrate ist ~650 kbit/s (und damit unter der einer VCD, man sieht den Qualitätsunterschied zur VCD auch deutlich).
Sound natürlich wie im Kino, aber das habe ich erwartet, darauf kam es mir hauptsächlich an.

VCD&AC3 konnte ich zwar auch erzeugen, spielt aber kein Player ab.
SVCD&AC3 spielen Player nur dann ab, wenn der Surroundsound 2.0 ist.
So fiel die Wahl auf DVD/AC3_5.1

mfg Gerhard S.
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Alt 20.01.2007, 19:14   # 2
xoggy
 
Registriert seit: 18.08.2002
Beiträge: 920
Zitat:
1 DVD (71 Minuten Garfield, komplett 6,9 GB) unter Beibehaltung des Hauptfilms so auf 1 CD brennen, dass der 1 deutsche AC3-SurroundSound erhalten bleibt. Ausserdem soll diese CD jeder DVD-Player abspielen können.
Das hättest du auch einfacher haben können, nämlich indem du die AC3 Tonspur in eine MP2 mit Dolby Surround Downmix transkodiert hättest. Mit großer Wahrscheinlichkeit würdest du keinen Unterschied zur AC3 hören. Vermutlich käme die MP2 sogar subjektiv besser, wenn man sich an die empfohlenen Methoden zur Umwandlung hält. Und es knallt auch auf allen Kanälen aufgrund des Downmixes.
AC3 ist völlig überbewertet, wenn man sich anhört, welchen Müll viele DVDs von sich geben. Oft genug knallen einem die Effekte um die Ohren und die Sprache dümpelt irgendwo kaum zu verstehen im Hintergrund. AC3 ist nicht besser als MP3, ein verlustbehaftetes Format, nur eben mehrkanalfähig.

Zitat:
71 Minuten Hauptfilm so stark komprimiert, dass incl. Audio-Spur ein Ordner VIDEO_TS entstanden ist, der genau 700 MB gross ist.
Auf dieser 1 CD ist das mini-DVD Format drauf, die durchschnittliche Video-Datenrate ist ~650 kbit/s (und damit unter der einer VCD, man sieht den Qualitätsunterschied zur VCD auch deutlich).
Kommt auf die Methode an, richtig gemacht ist zumindest zu einer guten VCD kein Unterschied zu sehen.

Zitat:
VCD&AC3 konnte ich zwar auch erzeugen, spielt aber kein Player ab.
SVCD&AC3 spielen Player nur dann ab, wenn der Surroundsound 2.0 ist.
VCD & SVCD mit AC3 Tonspur geben nur wenige Player wieder, Standard ist MP2, wie oben angedeutet. Mit den seit langem bewährten Methoden zur Umwandlung ist auch mit MP2 "Kinosound" machbar, wenn du Kinosound mit AC3 gleichsetzt.
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Alt 22.01.2007, 08:03   # 3
Gerhard S.
Threadstarter
 
Registriert seit: 17.01.2007
Beiträge: 33
Hallo xoggy,
MPEG-1 Audio Layer 2 (MP2) kommt für mich nicht infrage, weil kein Suroundsound.
MPEG-2 Multichannel auch bekannt als MPEG-2 BC (Backward Compatible) oder MPEG-2 5.1 -> http://de.wikipedia.org/wiki/MPEG-2_Multichannel
ist vermutlich von einigen Euro-DVD-Playern nicht unterstützt. Ausserdem weiss ich im moment nicht, wie (mit welchem Studio) konvertieren. Konvertieren in MPEG-2 5.1 käme für mich sowieso nur infrage, wenn die Grösse der Ausgangs-AC3-Datei (~140MB) wesentlich unterschritten würde.

Hier bei dem Teststreifen "Garfield" ist der 5.1 Mehrkanalton folgendermassen realisiert: Vorne li+re das Hauptgeschehen und hinten li+re im grossen und ganzen eine leise Begleitmusik, auch punktuell Geräusche, die die Szenen pointieren. Der Level aller 6 Kanäle erreicht aber nie 100%. Kein Klirren, kein Poltern oder Knallen.
Deswegen die AC3 1:1 übernommen und die fertige miniDVD ins Laufwerk unseres Heimkinos (Pioneer) gelegt: Der Surround-Empfänger erkennt sofort das AC3 richtig und spielt korrekt ab. Die Satelitenboxen Li+Re hinten befinden sich links und rechts neben dem Sofa.

Ziehe ich 140+20 MB(AC3+UDF-System) von 700MB ab, dann bleiben noch 540 MB für den Videodatenstrom übrig, bei 71*60 Sekunden. Ergibt rein rechnerisch ein mögliche Datenrate von 126 kByte/s. oder 1000kBit/s.
Man sieht, dass meine Angabe, durchschnittliche 650kBit/s, stimmt.

mfg Gerhard S.
PS: Ausprobieren würde ich das MPEG-2 5.1 mal, nur um zu sehen, ob das noch stärker komprimiert und die Audiospur "verkleinert". Wenn ich so gewandelt habe melde ich mich wieder.

Unser Profil: Gerätetechnisch semiprofessionell, HD-ready, TFT + Beamer. Kino ins Wohnzimmer integriert. IMax im kleineren Format.
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Alt 22.01.2007, 17:24   # 4
xoggy
 
Registriert seit: 18.08.2002
Beiträge: 920
Zitat:
MPEG-1 Audio Layer 2 (MP2) kommt für mich nicht infrage, weil kein Suroundsound.
Eben doch, was ich oben auch angedeutet habe. Beim sogenannten Surround Downmix werden die sechs Kanäle auf zwei Kanäle zusammengemischt und dann beim Dekodieren, also Abspielen, wieder aufgeteilt, wobei ein Großteil der Surroundinformationen wiederhergestellt wird. Zwar nicht komplett, aber doch so gut, daß oft kein Unterschied zum Original wahrgenommen wird. Und das funktioniert auch mit MP2. Deswegen ist die Verwendung von AC3 für solche Zwecke Platzverschwendung. Einfach mal selber testen.

Zur Umwandlung der AC3 in MP2 mit Downmix empfiehlt sich HeadAC3he. Bei 71 Minuten Filmlänge und, sagen wir mal, 160kbps für die MP2 käme man auf 81MB Größe für die Tonspur. Der eingesparte Platz käme dem Videostream zugute.

Zitat:
Man sieht, dass meine Angabe, durchschnittliche 650kBit/s, stimmt.
Die Bitrate ist nur sekundär, wichtiger sind die Einstellungen und der verwendete MPEG-Enkoder. Dass MPEG mit geringer Bitrate sehr wohl mindestens VCD-Qualität erreichen kann (wenn man bei VCD überhaupt von Qualität sprechen will), beweisen seit Jahren die Pseudo Formate wie KVCD und wie sie alle heißen.
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Alt 28.05.2012, 18:16 # --
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