Erschlichener Vertag bei Arcor?

Alt 30.04.2008, 23:55   # 1
perdita
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also, vorneweg, ich weiß nicht wo dieses problem hin gehört, deshalb die bitte, diesen beitrag dahin zu schieben, wo er hin gehört, so es ein passendes thema gibt!

es geht um die freundin meines sohnes. sie ist 18 jahre alt und wurde am 08.04.08 auf der straße angesprochen ob sie interesse an einem anschluß von arcor hätte, sie solle sich mal die broschüre durchlesen, zum abschluß des gesprächs wurde sie nach ihren daten gefragt ( name, anschrift und handynummer), damit ein kontrollanruf auch bestätigen würde, dass dieses gespräch auch wirklich stattgefunden hätte.

besagter anruf kam auch und sie wurde gefragt, ob sie auch wirklich die betreffende person sei.

heute kam sie das erste mal seit tagen wieder zu ihrer mutter nach hause und fand einen brief von arcor (vom 25.04.0 vor, aus dem hervorgeht, dass sie am 08.04.08 einen auftrag für einen DSL-anschluß gestellt hat.

was nun? sie war sich nicht bewußt, einen auftrag erteilt zu haben, die daten hat der typ aufgeschrieben und es könnte tatsächlich sein, dass sie den zettel ( um die richtigkeit der daten und das stattgefundene gespräch zu bestätigen) unterschrieben hat. dabei hat sie nichtmal eine eigene wohnung!

wie sollen wir weiter vorgehen? für antworten sind wir sehr dankbar!
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Alt 01.05.2008, 00:00   # 2
Stephan_OS
 
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Klingt für mich ziemlich nach Drückerkolonne, nach dem Muster wie in dem Thread "Abofalle - Zeitung". Nichts genaues weiß man nicht, aber bevor ich mir großen Streß mache würde ich an ihrer Stelle erstmal bei Arcor anrufen und klar stellen, dass ich nichts beauftragt habe und sie es bitte stornieren sollen. Vielleicht geht es so ohne lange Streitereien
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Alt 01.05.2008, 00:05   # 3
hungriger-wolf
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Ich kann mich vage an Fälle erinnern, bei denen die Inhaber von Telekom-Anschlüssen angerufen wurden und hastdunichtgesehen plötzlich einen anderen Tarif hatten, ohne sich bewusst zu sein, es überhaupt gewollt zu haben.

Ich geb Stephan_OS recht: Drücker, die auf den schnellen Euro aus sind.

Ich würde zusätzlich empfehlen, zur Verbraucherzentrale zu gehen.
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Alt 01.05.2008, 00:18   # 4
hungriger-wolf
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Doppelpost!

Ich hab da was gefunden:
DSL-Anbieter auf der Jagd nach Kunden - onlinekosten.de
Das dürfte dir momentam am besten helfen, da geht es nämlich um undurchsichtige Kundenfang-Methoden.
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Alt 01.05.2008, 09:54   # 5
beisskatze
 
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Zitat:
Zitat von perdita Beitrag anzeigen
zum abschluß des gesprächs wurde sie nach ihren daten gefragt ( name, anschrift und handynummer), damit ein kontrollanruf auch bestätigen würde, dass dieses gespräch auch wirklich stattgefunden hätte....
Moin,
ich stimme den anderen Postern zu, das sind typische Drücker-Methoden. Wie einige TV-Beiträge in der Vergangenheit gezeigt haben, kommt sowas durchaus vor, wobei die betreffenden Firmen sich nicht selten überrascht zeigen (wenn es Reklamationen gibt), dass ihr mehr oder weniger guter Name durch solche Typen letztendlich Schaden leidet.

Diese Typen suchen sich auf der Straße den "richtigen" aus (die wissen irgendwann schon, wen sie am besten ansprechen) und lügen dem eins in die Tasche , Hauptsache, der unterschreibt. Da gibt es haarsträubende Geschichten von 80jährigen Rentnern, die zwar keinen Computer besitzen, woher auch, aber eine DSL-Flat mit allen Schikanen "bestellt" haben.
Nachher wird alles abgestritten, man hat ja die Unterschrift .

Ich hatte vor vielen Jahren (da war ich noch in der Ausbildung) - da war ich auch erst 18 - eine solche Begegnung mit einem Werber eines Bücherclubs. Der erzählte mir damals was von einer "kostenlosen Probemitgliedschaft, die nach 14 Tagen, wenn ich nichts kaufe, wieder endet". Pustekuchen !
Irgendwann erhielt ich dann Post vom Anwalt, nachdem ich meine Mitgliedskarte habe zurückgehen lassen.

Lange Rede kurzer Sinn , ich hatte dem Club damals die Situation auf der Straße minutiös geschildert (per Einschreiben), danach kam nie wieder was.
Ich schlage Dir genau das vor, Dein/e Freund/in soll einen Brief schreiben und die Situation auf der Straße schildern. Rein rechtlich gesehen wäre der Vertrag - der Nachweis ist allerdings schwierig - null und nichtig, weil er/sie getäuscht wurde (wie bei einer Abofalle).

Du kannst darauf bauen, dass dieser Drücker noch andere Kunden geprellt hat und vermutlich noch andere Beschwerden auflaufen werden.
Weigert sich Arcor, den Vertrag zu stornieren, würde ich mit dem Anwalt drohen. Oftmals haben 18jährige Teenies noch nicht die Nerven und die Erfahrungen für derartige Auseinandersetzungen. Darauf wird häufig gebaut. Trotzdem sollte man sich wehren. Das kann man auch lernen.
Ich glaube aber, dass es hier durchaus was bringt, wenn er/sie die Situation ganz klar schildert und auch unmissverständlich deutlich macht, dass er/sie nicht bereit ist, sich so etwas gefallen zu lassen.
Auch würde ich durchaus erwähnen, dass dieser Fall evtl. z.B. an Akte08 (Sat1) weitergeleitet wird, wenn Arcor nicht storniert.

Das Blöde ist halt, dass im Prinzip jeder Heinz in der Telekommunikationsbranche "selbstständig" arbeiten kann, weil viele Unternehmen nur zu gerne bereit sind, auf Provisionsbasis Verträge verkaufen zu lassen. Meines Wissens nach gibt es pro DSL-Vertrag 80€ Provision. Wer gut (und seriös) verkaufen kann, für den lohnt sich so eine Tätigkeit sogar, viele Drücker werden aber - um Hartz IV und anderen "Annehmlichkeiten" zu entkommen - ihrerseits von Subunternehmern über den Tisch gezogen, die an solchen Methoden auch noch mitverdienen. Drücker sind in der Regel Opfer, die kriminelle Energie ist weiter oben angesiedelt.

Wie gesagt, am besten einen Brief (Einschreiben-Rückschein) an Arcor senden , die Situation schildern und Arcor (freundlich) auffordern, den Vertrag zu stornieren. Kommt nichts oder weigern die sich, würde ich mit dem Anwalt drohen.

Gruß beisskatze
:eisessen:
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Alt 02.05.2008, 15:51   # 6
perdita
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das einschreiben mit rückschein, in dem der genaue ablauf des gespräches dargestellt wird und um eine stornierung des auftrages gebeten wird, ist unterwegs.

ich halte euch dann auf dem laufenden, ob die wirklich zu dem stehen, was sie in dem beitrag von onlinekosten.de, versprechen.
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Alt 28.05.2012, 17:46 # --
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