Werden die Anbieter schlauer? (p2p-heute und tattoo-motive2008)

Alt 23.10.2007, 20:21   # 1
Jender
 
Registriert seit: 23.10.2007
Beiträge: 2
Irgendwie werde ich nicht ganz schlau! Bisher galten die obigen Seiten ja als eindeutige ********-Seiten, jetzt befindet sich aber auf der Startseite ganz deutlich die Widerrufsbelehrung und auch über die Kosten wird man direkt informiert! Ist man bei einer Anmeldung jetzt tatsächlich kostenpflichtig oder kann man sich noch herauswinden???

Kenne jemanden der sich angemeldet hat, nach 14 Tagen per eMail die Rechnung, 7 Tage später bereits die erste Mahnung (per Mail) mit Inkasso-Androhung.
Hat er noch Chancen, da wieder rauszukommen???

Danke im voraus für eure Hilfe! Die habe ich in Anspruch genommen, finde aber nur Infos nach quasi "altem Recht"...

LG Jender
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Alt 23.10.2007, 21:12   # 2
immorb
Gastposter
 
Zitat:
Zitat von Jender
Bisher galten die obigen Seiten ja als eindeutige ********-Seiten, jetzt befindet sich aber auf der Startseite ganz deutlich die Widerrufsbelehrung und auch über die Kosten wird man direkt informiert!
Das stand schon immer da.
Bei den **w.....-Heute.com Seiten seit der Abmahnung Anfang 2006.

Wo wirst du über die Kosten direkt informiert?
Abo und Preisinformation
Ein Preis, der sich im Fliesstext versteckt,ist nicht das was die PangV oder das Wettbewerbsrecht vorsieht.

Widerrufsbelehrung:
Eine Webseite ist kein Dauerhafter Datenträger.
Gugge unten,"modifiziert" es könnte sein das etwas an der Seite geändert wurde.

knipsel29ud4

M.f.G.
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Alt 23.10.2007, 21:21   # 3
beisskatze
 
Benutzerbild von beisskatze
 
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Ort: Hessen
Beiträge: 389
Hi,
die sind wahrscheinlich abgemahnt worden, die Sites entsprechend abzuändern. Ob man hier von "Schläue" sprechen kann, sei mal dahingestellt. Das ist ja erstmal eine positive Eigenschaft und Abofallen sind nichts primär positives.
Aber genug der Philosophie.

Aus Abofallen kann man, denke ich, immer rauskommen, da deren Forderungen (trotz aller Drohungen) rechtlich nicht durchsetzbar wären, gingen die Betreiber vor ein ordentliches Gericht um ihre Forderungen geltend zu machen, müssten sie beweisen, dass ihre Forderungen rechtmäßig sind.
Das ist aber bei den Abofallen das Problem: niemand bucht so unnütze Sachen wie eine Lebensprognose oder einen Führerscheincheck für 90€ im Jahr. Die Leute melden sich an (sollte man vielleicht nicht tun) weil sie glauben, das Angebot wäre kostenlos (glauben ja auch die allermeisten) und bekommen dann sofort Drohungen, Mahnungen, Rechnungen usw.

Die Abofallen sind zwar nicht verboten aber eben ein juristisches Problem. Weil die Betreiber davon ausgehen, dass sie vor Gericht verlieren würden, bauen sie eine unglaubliche Drohkulisse auf (mit Inkasso, Rechtsanwalt, Mahnungen usw) und versuchen die Leute einzuschüchtern. Dem halten viele nicht stand und zahlen. Das ist das eigentliche Geschäft. Meiner Meinung nach wissen die ABofallenbetreiber selbst wohl sehr gut, wo ihre Grenzen sind, aber darunter ist ihnen jedes Mittel recht.

Dein Freund sollte auf keinen Fall zahlen, einen schriftlichen Widerspruch (Einschreiben-Rückschein) an die Betreiber senden. In diesem Widerspruch sollte er schreiben, dass er weder willentlich noch wissentlich ein Abo/Leistung bestellt hat und die Forderung nicht anerkannt wird.
Danach gibt es natürlich Post. Darauf muss man sich einstellen. Man darf sich aber nicht einschüchtern lassen. Manchmal wird sogar mit dem Staatsanwalt gedroht (Betrugsanzeige usw.). Oder mit horrenden Gerichtskosten, Anwaltskosten usw. Dann bekommen viele Angst, weil sie glauben es wäre besser jetzt vielleicht 84€ zu zahlen als später 450€.

Jeder, der von Euch was will, muss letztendlich erreichen, dass ein Gericht Euch zur Zahlung verurteilt. Bis dahin muss keiner Zahlen.
Folgendes Szenario ist denkbar:
- Mahnung
- Brief vom Rechtsanwalt, Drohung mit Gericht, hohen Kosten usw.
- Inkasso
(Merke: seriöse Inkassobüros ziehen nur Forderungen ein, die rechtlich eindeutig sind, d.h. beispielsweise bestellst du bei Otto eine Jeans und bezahlst sie nicht. Irgendwann bekommst du Post vom Inkassobüro. Die dürfen dir den Gerichtsvollzieher auf den Hals schicken, wenn du die Jeans nicht bezahlst).
So ein Inkassobüro schafft man sich am besten mit einem Brief vom Hals.
Man schreibt denen, dass es sich bei der Forderung um eine strittige Forderung handelt und schreibt denen, sie sollen ihrer Mandantschaft raten, die Forderung gerichtlich einzutreiben. Man sollte auch noch eine Kopie des Schreibens an die Abofallenbetreiber mitschicken.
In aller Regel (kommt auch auf den Betreiber an) hat man Ruhe.

Was man unterlassen sollte:
- Irgendwas anerkennen oder Teilzahlung aushandeln
- Das Abo oder die Leistung kündigen.
Ich kann nur etwas kündigen, was ich auch rechtmäßig bestellt habe. ABer in dem ich die Forderung nicht anerkenne kann ich auch logischerweise die Zahlung verweigern. Wenn ich kündige, erhalte ich eine Kündigungsbestätigung z.B. für 2009 und muss dann solange zahlen
- Die Betreiber oder ihre Anwälte beleidigen
- Anzeige erstatten
- einfach irgendwelche zusammengeschusterten Musterbriefe verschicken. Man kann gerne Musterbriefe benutzen, aber die Briefe, die man verschickt, müssen logisch sein. In einem Fall hat sich mal ein User aus Deutschland mit einem Musterbrief an einen Betreiber gewandt und sich auf Österreichische Gesetze berufen. Das darf natürlich nicht passieren.

Was man auch lassen sollte:
- Downloads oder weitere Benutzung der Links
- gar nichts tun. Das ist auch schlecht.

Dein Freund sollte auf keinen Fall zahlen. Wenn er das Nervenkostüm für die Auseinandersetzung mit den Abofallenbetreibern nicht besitzt kann er auch einen Anwalt einschalten, der denen dann einen Brief schreibt. Das kostet in der Regel ca. 50€.
Bei mir ging es ohne Anwalt, ich habe die Geschichte ausgesessen und seit fast 5 Monaten habe ich Ruhe.

Also: Nur MUT !!
Gruß beisskatze.

P.S. Bei weiteren Fragen helfe ich gerne weiter.
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Alt 24.10.2007, 08:06   # 4
Jender
Threadstarter
 
Registriert seit: 23.10.2007
Beiträge: 2
Danke schonmal für eure ausführlichen Antworten. Ich habe meiner Freundin und ihrem Freund ja auch klipp und klar geraten, nicht zu zahlen, aber auf jedes Schreiben von denen angemessen zu reagieren! Nur, ich kann ihr natürlich nichts garantieren, nachher bin ich die Böse wenn plötzlich tatsächlich aus 84,00 € z. B. 450,00 € geworden sind....

Jana, wenn du das hier liest, egal was du tust, du handelst auf eigene Verantwortung
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Alt 24.10.2007, 12:13   # 5
Schmetterling
Gastposter
 
Ich bin die Freundin
Ich habe wiedermal eine E-Mail bekommen und weiß nicht wie ich drauf antworten soll. Kann mir vielleicht einer helfen?

Ich stell mal die E-Mail rein:

Sehr geehrte(r) Kund(e)in,

Sie haben den Aktivierungslink in der E-Mail bestätigt und

...
restlichen Inhalt der Mail gelöscht; rechtliche Bedenken. mfg hungriger-wolf
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Alt 24.10.2007, 12:28   # 6
hungriger-wolf
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Benutzerbild von hungriger-wolf
 
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Ort: An der schönen Mainschleife
Beiträge: 2.739
Hallo Schmetterling,

du kannst da wieder rauskommen. Hier sind unsere Musterbriefe (die rote Schrift anklicken). Wichtig ist: Anfechten wg. Irrtum. Als Einschreiben/Rückschein an den Anbieter senden. Kommt dann das Inkassoschreiben, einen Zwseizeiler hinschicken (die Forderung wird nicht anerkannt) und eine Kopie der Anfechtung beilegen. Auch hier per einschreiben/Rückschien.

Aber das gilt nur nur dann, wenn du dich mit echten Daten angemeldet hast.
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Alt 24.10.2007, 17:35   # 7
beisskatze
 
Benutzerbild von beisskatze
 
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Ort: Hessen
Beiträge: 389
Zitat:
Zitat von Jender Beitrag anzeigen
... wenn plötzlich tatsächlich aus 84,00 € z. B. 450,00 € geworden sind....
84€ - das hört sich nach einer Schmidtlein-Falle
an. Nun ja, damit haben wir reichlich Erfahrung.

Dieser Betreiber ist - wenn man sich richtig verhält - vergleichsweise harmlos. Die lassen, wenn sie merken, dass sie keine Chance haben und an einen hartnäckigen Zahlungs-Verweigerer gekommen sind, alles fallen bzw. lassen einen dann irgendwann in Ruhe.
Ich habe den Konflikt mit den Brüdern ausgesessen. Als meine Frau im April auf eine von ihren Fallen (hier waren es Kochrezepte) geriet, bekamen wir 14 Tage später die Mahnung. Einen Brief vom Inkassobüro haben wir nie bekommen (da hätte ich auch widersprochen). Zwei Einschreiben mit Rückschein musste ich bisher verschicken, einer ging an die Betreiber und einer an ihren Handlanger, den Rechtsanwalt O.T.

Die drohen, wie die anderen Abofallenbetreiber auch - mit was der Geier für Kosten, die entstehen würden.
Einige User (auch hier im Forum) haben einen Rechtsanwalt damit beauftragt, sich mit den Brüdern zu befassen. Die haben sofort alles fallen gelassen und alles niedergelegt. Drohungen mit 450€ können zwar irgendwann auftauchen, aber der entscheidende Punkt ist zum Schluss die Zahlungsverpflichtung.
Die Brüder haben keine Chance, einen User, der sich auf ihren Sites angemeldet hat auf Zahlung ihrer Forderungen zu verklagen. Im Gegenteil, sie würden durch eine Klage riskieren, dass ihre Klage in einem Urteil abgewiesen würde. Damit wäre es mit ihren Abofallen ganz vorbei. Keiner würde mehr zahlen.

Man sollte sich zwar nicht zurücklehnen, aber man sollte - wie bereits geraten - Widerspruch (KEINE Kündigung !!!) einlegen, damit hat man eigentlich alles getan. Der Rest kommt im Prinzip auf das eigene Nervenkostüm an.
Bis heute haben mich die Brüder nicht auf Zahlung verklagt
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Alt 28.05.2012, 20:20 # --
News Flash
 
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