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| Registriert seit: 30.06.2007
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| Als EDV-Profi wurde ich kürzlich von Bekannten zum Thema Abofallen im Internet befragt und möchte hier kurz meine Antwort der Öffentlichkeit zugänglich machen. 1. Viele Abofallen-Seiten zeigen meine Internet-Adresse (sog. IP-Adresse) an, wenn ich auf die Seite gehe. Also wissen die, wer ich bin? - Nein. Wer sich hinter einer IP-Adresse verbirgt, weiß zunächst einmal nur der Internet-Provider. Und der gibt diese Daten nur an die Polizei heraus, wenn dafür ein triftiger Grund besteht. (Kinderpornografie, terroristische Aktivitäten wären z.B. solche triftigen Gründe) - Ferner: Es gibt Möglichkeiten, im Internet völlig anonym zu surfen. Sehr schick weil sehr anwenderfreulich ist das Vidalia-Bundle für Windows/Firefox. Wer mehr wissen möchte, gehe auf http://tor.eff.org Die Nutzung einer solchen Software ist übrigens völlig legal und legitim. (Schutz der Privatsphäre) 2. Wenn die nicht rausfinden können, wer ich wirklich bin, dann könnte ich doch falsche Daten angeben? Und das mehrmals? - Davon rate ich dringend ab! Denn dadurch würde der Betreiber der Abofallen-Seite geschädigt werden. Nehmen wir mal an, viele verschiedene Leute würden die Seiten der diversen Abo-Fallen mit falschen Daten zumüllen. Dann würden viele Briefe an nicht existierende Adressen verschickt werden, was Portokosten für die Betreiber bedeuten würde. Außerdem fällt für die Bearbeitung ja auch Arbeitszeit an, die bezahlt werden muß. Ferner könnten auch die beteiligten Inkasso-Unternehmen geschädigt werden, ebenfalls durch Portokosten für Briefe die nie ankommen, weil es den Empfänger gar nicht wirklich gibt. Also nochmals: dadurch würde man die Betreiber schädigen und das wäre illegal! Es wäre zwar für niemanden nachvollziehbar, WER das gemacht hat, aber dennoch wäre es illegal, also rate ich unbedingt und ausdrücklich davon ab. 3. Könnten die "echte" Adressdaten von falschen unterscheiden? - Das ist unwahrscheinlich, zumindest sofern man eine existierende Straße in einem bestimmten Ort wählen würde und nur den Namen frei erfinden würde. Schließlich steht nicht jeder im Telefonbuch. Erst der Postbote steht dann ratlos vor den Briefkästen und schickt den Brief mit "Empfänger unbekannt" zurück. - vermutlich wird von den Betreibern geprüft, ob die email-Adresse wirklich existiert. D.h. wenn die Anmelde-Bestätigungsmail vom Betreiber an Dich mit einer Fehlermeldung zurückkommt daß es ein solchen email-Konto nicht gibt, dann könnte ich mir vorstellen, daß der Betreiber die ganze Anmeldung in den elektronischen Mülleimer wirft, da er hier bereits aus Erfahrung wissen wird, daß der Rest wohl auch nicht stimmt. Ausserdem versuchen ja die meisten Betreiber möglichst viel per email zu erledigen, da emails ja kein Porto kosten. Apropopos email: von mir noch kurz der Hinweis, daß es etliche Anbieter von kostenlosen email-Diensten gibt. web.de gmx.de hotmail.de um nur mal drei zu nennen. Hier kann man sehr schnell und unkomliziert jederzeit ein neues email-Konto eröffnen. (und auch wieder löschen, wenn man es mal nicht mehr braucht) Bei solchen Vorgängen benutze ich persönlich übrigens auch IMMER eine anonymierungs-Software wie TOR (Link siehe oben) denn das ist mein gutes Recht. Gruß, Oli |
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