Nun, die meisten hier haben inzwischen verstanden wo bei der aktuellen "Masche" einiger Anbieter der Haken zu suchen ist... inzwischen schaut man gezielt am unteren Rand der Seiten nach und sucht auch nach Preisangaben die in den AGB stecken und als WORTE geschrieben wurden um nicht so aufzufallen...
Unabhängig davon ob es überhaupt rechtlich wirksame Verträge sind die da zustande kommen ist es überaus LÄSTIG regelmäßig Drohbriefe oder Emails zu erhalten in denen man zur "wirklichallerletztenmöglichkeit" aufgefordert wird zu zahlen...
Gleich vorneweg: Wer diese Tips hier befolgt ist damit recht gut gegen dubiose Anbieter geshützt, aber NICHT gegen die Strafverfolgungsbehörden. Wer glaubt durch diese Tricks unerkannt Gesetze brechen zu können wird vermutlich auf die Nase fallen!
Ich habe beschlossen mich ab sofort zu schützen und das geht SO:
1. ich habe mir ein emailpostfach angelegt bei dessen Gründung ich keine Daten angeben musste oder bei dem die Daten nicht verifiziert werden. Dieses Postfach gebe ich nur dort an wo ich vermute das man mir nur an die Daten will. Das Postfach ist nicht "wertvoll" für mich und wenn es im SPAM absäuft mache ich mir ein neues.
2. Wenn ich irgendwo Daten angeben MUSS obwohl die Leistung kostenlos ist (Updates für Programme, Registrierung eines Druckers usw.) gebe ich nicht meine echten Daten ein.
3. ich habe mit ein Tool auf dem Rechner installiert mit dem ich bei Bedarf surfen kann ohne den Seiten allzuviel über mich verraten zu müssen.
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zu 1.
Seriöse Anbieter akzeptieren mnachmal keine solchen Freemailaccounts. Das ist auch verständlich und richtig so. Die dubiosen akzeptieren ALLES um an irgendwelche Daten zu kommen... dadurch hat man als User zwar manchmal Probleme mit der Anmeldung an Seiten wo man wirklich Geld ausgeben will, aber nie bei solchen Seiten die einen abzocken wollen. Deren GIER nach meiner Adresse soll kein Vorteil für die sein.
zu 2.
Es ist MEINE SACHE wem ich persönliche Daten von mir verraten möchte. Solange es nicht darum geht einen Vertrag abzuschließen oder Dienste in Anspruch zu nehmen brauche ich keine echten Daten angeben. Es ist keine Straftat und auch kein Vergehen wenn ich einen falschen Namen oder Adresse angebe um zu verhindern nachher Werbung zu erhalten die ich nicht will. Strafbar wird das erst wenn ich damit absichtlich Leistungen "erschleichen" möchte. Von mir bekommen nur die Websites meine richtigen Daten bei denen ich die ABSICHT habe kostenpflichtige Leistungen zu erwerben oder Dinge zu kaufen.
zu 3.
Ich habe mir JAP installiert. Das ist ein Programm mit dem der Zugriff auf Websites über eine Kaskade von fremden Server anonymisiert wird. Es ist für den Betreiber einer Seite völlig uninteressant welche IP-Adresse da bei ihm im Logfile steht. Diese IP gehört nur zu einem der Server und es gibt technisch keine Möglichkeit im Nachhinein herauszufinden wer die Anfrage tatsächlich gemacht hat. Um auch gegen gewitzte Datengräber geschützt zu sein sollte man Cookies beim Beenden des Browser löschen um den "Wiedererkennungswert" zu vermindern. Für Strafverfolgungsbehörden mit gültigem Gerichtsbeschluss ist in JAP eine Funktion enthalten mit denen Zugriffe mitgeschnitten werden können... nachträglich lassen sich Zugriffe aber NICHT rekonstruieren. Wer also mit dem Staatsanwalt keinen Ärger hat ist hinter JAP recht gut geschützt.
JAP ist oft recht langsam und deshalb kann man es beim Besuch bekannter Seiten natürlich immer auch deaktivieren. Wenn man aber bei Google auf die Pirsch geht sollte man es aktivieren. Denn was da unter den Treffern steht ist sicher oft nicht ganz sauber! Google selber ist auch nicht zimperlich im Umgang mit meinen Daten... also lieber anonym bleiben
sollte ich einmal - warum auch immer - auf eine neue Masche hereinfallen wird es ein unseröser Anbieter nicht schaffen mir etwas anzuhängen! Ein seriöser Anbieter bekommt sowieso meine richtigen Daten und wenn der Spam gar zu unerträglich wird kann ich einfach ein neues Postfach nehmen...
gruß