Rechnung von Tricky.at


Alt 26.03.2006, 19:58   # 1
pyroz
Gastposter
 
Hallo,

Ich habe mich hier angemeldet um mein Problem zu schildern.

Ich habe vor einiger Weile in eine Umfrage eingetragen bei Tricky.at die mir nach einer Umfrage einen kostenlosen Mp3-player verspricht.

Diesen habe ich allerdings nie erhalten, stattdessen eine Mail mit einer Rechnung:

Sehr geehrter Herr XXXX,

Sie haben sich am 08.03.2006 bei w**.tricky.at angemeldet. Wir freuen uns Sie als neuen Kunden begrüßen zu können.
Wie vertraglich vereinbart, berechnen wir Ihnen für die Einrichtung eines Accounts einmalig 120,- Euro mit welchem Sie Zugriff auf eine regelmäßig aktualisierte Liste von Gutscheinen erhalten.

Der offene Betrag in Höhe von 120,00 Euro ist innerhalb von 7 Tagen auf das Konto der Mobile Premium Credits LTD (Director:Tim O.) zu überweisen mit Ihrer Rechnungsnummer als Verwendungszweck.

Rechnungsbetrag ( Brutto ): 120,00 EURO
Rechnungsnummer: T34016

Bank: Nord-Ostsee Sparkasse
Empfänger: Tim O.
Kontonr: ******
BLZ: ******
IBAN: ******
SWIFT-BIC: ******

Wir möchten Sie bitten die Rechnung bis zum 01.04.2006 auszugleichen. Es ist der einzige Weg, der Sie vor hohen Inkasso- und Anwaltsgebühren bewahrt.


Mit freundlichen Grüßen

Mobile Premium Credits LTD
Westerstr. 63
24955 Harrislee
Deutschland

Tel: 01805 004 148 9
Fax: 01805 055 110 014 85
Mail: Kontakt@Tricky.at

Ust-ID: Beantragt

http://w**.tricky.at
http://w**.tricky.at/teilnahme.php

Erklärung zur Rechnung:

Auf dieser Internetseite haben Sie durch das explizite Setzen eines Hakens
unsere Teilnahmebedingungen akzeptiert. Aus diesen geht hervor, dass Sie
eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließen, wenn nicht ein Widerruf
innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist von 14 Tagen erfolgt. Auf dieses
Widerrufsrecht gem. § 312 d BGB haben wir Sie ausdrücklich hingewiesen.
Damit ist Ihr w**.tricky.at - Zugang in eine kostenpflichtige
Mitgliedschaft übergegangen. Der Mitgliedsbeitrag beträgt
einmalig einhundertzwanzig Euro.

Als Gegenwert erhalten Sie die Nutzungsrechte der Inhalte von
w**.tricky.at. Um ausschließen zu können, dass
sich eine dritte Person mit Ihren Daten anmeldet, haben wir diverse
Sicherheits-Checks eingebaut. Dies sind eindeutige Beweise, die wir im
Streitfall nutzen werden.

Zudem haben wir Ihnen an Ihre Emailadresse Adresse entfernt einen
Aktivierungscode gesendet, der von dieser Emailadresse durch Anklicken
eines Hyperlinks in dieser Email bestätigt wurde.

Als letzte Sicherheitsinstanz wird die bei der Anmeldung übermittelte
IP-Adresse gespeichert. Diese lautet: XXXXXXXX. Im Falle
einer strafrechtlichen Ermittlung ist es den Strafverfolgungsbehörden
mittels der IP-Adresse möglich, den PC zu identifizieren, der zum
Zeitpunkt der Anmeldung genutzt wurde.

Es wurde folgendes Geburtsdatum angegeben: 03.09.1987. Sollte sich
bei einer weiteren Überprüfung der Daten herausstellen, dass ein falsches
Geburtsdatum eingegeben wurde, ist von einem Betrugsdelikt auszugehen.
In diesem Fall hätte sich eine ggf. minderjährige Person eine Leistung
erschlichen, die ihr nicht hätte bereitgestellt werden dürfen. Hier
behalten wir uns die Erstattung einer Strafanzeige vor und werden
dementsprechend alle anfallenden Kosten und Auslagen gegen Sie geltend
machen.

---

Da ich keinerlei Ahnung hatte von diesen 120€ habe ich diese mail geschickt:

Guten Tag,

hiermit storniere ich meinen mit Ihnen abgeschlossenen Vertrag aus den folgenden Gründen:

-Intransparenz des Angebots
-bewusste Irreführung des Verbrauchers durch die Gestaltung des Angebotes
-keine Umsatzsteuer-Identitätsnummer
-kein Erhalt des MP3-Players
-keine gesonderte Kennzeichnung, dass dieses Produkt mit Kosten verbunden ist.

Hiermit sind alle Beweggründe, durch die ich mich für die Bestellung gestimmt haben, widerlegt.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir in folgenden Punkten entgegenkommen würden:

-schnelle Stornierung der Rechnung
-Löschung meines Accounts und aller meiner Daten
-Auflösung des Vertrages
-Bestätigung der o.g. Vorgänge per E-Mail.

mit freundlichen Grüssen,

---

Wäre es nun klüger diese Rechnung einfach zu bezahlen oder abzuwarten?

Ich bin momentan 18jahre alt und habe im Monat nur das Geld was ich für essen brauche.

Meine Mutter ist schon nur noch am schreien weil sie meint, dass das kein Betrug wäre, wenn es doch IRGENDWO steht und ich die Seite cm nach cm absuchen müsste bevor ich irgendwas im Internet mache.

Dies war die Seite von der ich den MP3-player beziehe wollte: http://72.14.203.104/search?q=cache:...ient=firefox-a

diese Seite ist nun nur noch im cache von Google zu betrachten.

Soll ich nun das Geld einfach bezahlen oder... was soll ich machen?
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Alt 17.05.2006, 09:54   # 2
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Hallo
Selbige Rechnung erreichte uns heute auch.

Lies einfach mal hier:
http://www.g-source.de/forum/viewthr...1&thread_id=18
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Alt 27.05.2006, 13:43   # 3
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hallo,

Das habe ich im Netz gefunden über diese Firma! Ich habe bis heut noch keine Rechnung bezahlt und werde es auch nciht machen.hab nicht nur per email meine rechnungen bekommen, jetzt kommen sie sogar per Post zu mir lol der mann ist erst 20 Jahre!

Hier der Text!

Bis vor kurzem offerierten verlockende Banner für Naive im Netz das kostenlose Geschenk eines attraktiven iPod-Players. Man sollte nur mal eben seine persönlichen Daten absenden, sowie (natürlich!) per Mausklick langweiligen und kleingedruckten AGB´s zustimmen um dann frohlockend auf den multimedialen Wunderplayer warten zu können. Garantiert jeder der Teilnehmer wartet auf seinen iPod allerdings bis dato vergeblich - per eMail erhielten alle jedoch die eindeutige Rechnung über 120 Euronen. Ein "legaler" Betrug, denn auch das ist möglich. Diese Rechnung kann man dann bezahlen - muss es aber nicht!

Denn dem zugestimmten Kleingedruckten hätte doch mehr Beachtung zugestanden, dort steht nämlich wörtlich:

"Ihnen entstehen keine Kosten durch das ausfüllen der Umfrage bzw. für den Versand des MP3-Players."

und am Ende dann schliesslich:

"Die einmalige Einrichtung eines Accounts kostet hundertzwanzig Euro und wird Ihnen in Rechnung gestellt"

abzocke2.jpgAha. Daher die Rechnung.
Die Idee mit versteckten Klauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen ist jedoch uralt; die garantierte Gewissheit, insbesondere im Internet nichts geschenkt zu bekommen, nicht ganz so alt. Aber anscheinend eine traurige Methode, die immer noch funktioniert.
Hinter der neueren Masche mit offerierten MP3-Playern steckt im deutschsprachigen Netz ein gewisser Tim ******, der seit Jahren auf dem Sektor raffinierter Internetbetrügerein aktiv ist und dazu unter der Domain tricky.at wirkt, dafür sogar eigens die "Mobile Premium Credits Ltd", eine Briefkastenfirma im britischen Birmingham, gegründet hat, seine Fäden jedoch aus dem norddeutschen Harrislee zieht.
Webmastern bietet ****** ein Affiliateprogramm mit hohen Leaderträgen, um seine Betrugso in Umlauf zu bringen. Seriöse Affiliateprogramme arbeiten mit ihm selbstverständlich nicht mehr zusammen, manche bezweifelten sogar schon die Geschäftsfähigkeit des 2004 abgegangenen Realschülers.
Auf einschlägigen Affiliate-Foren wird vor Tim ****** nämlich ausdrücklich gewarnt. So ging der Affiliate-Dienst Modern Ad Pleite - ******, der mit seinen MP3-Bannern als Hauptsponsor wirkte, konnte seine Rechnung nicht zahlen, der Dienst war unfähig, seine Provisionen an die Mitglieder auszuzahlen - selbst schuld. Man sollte sich seine "Sponsoren" eben genauer anschauen.

Und die frustrierten iPod-Fans? Die sind unter diesen Umständen auf keinen Fall zur Zahlung verpflichtet. Denn auch trotz versteckten Hinweis auf Kosten einer Gebühr, weist darauf ansonsten nichts hin. Ganz im Gegenteil.
abzocke3.jpg Und genauso gegenstandslos können die Rechnungen des "Unternehmers" ****** , also als SPAM, betrachtet werden. Selbst Inkasso-Unternehmen, die der Herr beauftragt, erkennen die Masche und lehnen die Mandantschaft ab: So versandte die "ifv GmbH" noch Mitte Mai Rechnungen an "Anmelder bei tricky.at", teilte dann jedoch bereits am 18.05. auf Anfrage mit, ihren Vertrag "mit der Firma Mobile Premium Credits Ltd. aufgelöst" zu haben.

Wörtlich heisst es:

"Somit gelten alle nicht bezahlten Rechnungen als nichtig.
Bereits bezahlte Gelder werden direkt an die Firma (...) weitergeleitet."

Mit dem Verweis auf die Firmenanschrift in Harrislee und die Info, leider keine weiteren Auskünfte und Fragen über MPC erteilen zu können, schliesst das Schreiben.
Denn auch solche bekamen Rechnungen, die sich niemals um den fiktiven Gratis-iPod bemühten. Womit erneut das Gerücht neue Nahrung erhält, dass in der mafiösen Szene der "Gratisproben- und Gutscheinbetrüger" warme und heisse Adressen begehrt gehandelt werden. "Warme Adressen" sind Daten aller Neugierigen, die sich bereits auf solchen Seiten eingetragen haben, "heisse Adressen" jener, die eingeschüchtert zahlten.
Und natürlich erhielten auch solche Rechnungen, denen nach Eintrag Zweifel plagten und die innerhalb der gesetzlichen Frist kündigten.
Ohne Zweifel wird ****** weitere Inkassounternehmer um seinen Lebensunterhalt bemühen - denn unzweifelhaft scheint es immer noch Menschen zu geben, die sich von diesem Rechnungsterror einschüchtern lassen. Denn spätestens vor Gericht würden derartige Ansprüche abgewiesen.

abzocke4.jpgIn diesen wie in ähnlichen Fällen gilt also: Lästige Rechnungen und Inkasso-Unternehmen ignorieren und bei eventuellen gerichtlichen Mahnbescheiden sofort Einspruch erheben (und natürlich auf die umgehend erfolgte Kündigung per Mail verweisen!).
Aber auf so einen gerichtlichen Bescheid werden die "Teilnehmer" von tricky.at und Co. genauso vergeblich warten wie auf die iPod-Player.
Denn Tim ****** wird taktisch klug diesen Schritt vermeiden und Präzedenzfälle so verhindern.

Erschreckend bleibt wie bei der Tatsache des SPAM-Phänomens, dass solche Maschen funktionieren...


Also NICHT bezahlen!
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