Aufbau/Einstellung einer T90

Alt 03.12.2012, 07:49   # 1
Goldammer
 
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Lieber King,
bin mit Deiner Anleitung nicht ganz einverstanden!
Eine der zentralsten Grundlagen ist die Verwendung der entspr. satlex-Seite und Verwendung des satlex-Rechners durch Eingabe der eigenen Koordinaten und der Wunsch-Satelliten; darauf gehst Du, warum auch immer, nicht ein.
Als nächster Schritt ist der Bereich der gewünschten empfangbaren Satelliten festzulegen. Hier ist nun zu prüfen, ob eine waagrechte T90-Ausrichtung, sprich, Ausrichtung auf den eigenen Süd-Satelliten in Betracht kommt oder ein Sat-Bereich links oder rechts daneben mit entspr. Schrägstellung der Schüssel.
Mit der Eingabe unterschiedl. Rand-Satelliten, kann man verschiedene Sat-Posit. ergebnisse erzielen, immer prüfend, ob der eine oder andere Satellit auf dieser Position auch erfolgreich empfangen werden kann.
Ein Badr-LNB weg von der Mitte, wäre schon mal falsch.
Die sog. waagrechte Schüsselausrichtung ist die einfachere Variante, weil eben auf den Süd-Satelliten ausgerichtet wird und die Schüssel somit ohne skew-verstellung bleibt.
Die ausgeworfenen satlex-Rechner-Daten sind Grundlage für die weitere Einstellung:
1. Süd-Satellit (auch imaginärer)
2. die Schüssel-Elevation
3. der Schüssel-skew (die Neigung der Feedschiene)

Es ist richtig, dass nun der (relativ) mittlere LNB gesetzt und die Schüssel danach ausgerichtet wird, eben unter Beachtung des Schüssel-skews (erste Empfangsprobe).
Nächster Schritt ist die Montage der äußeren LNBs mit Empfangsprobe (Drehen und Verschieben der LNBs, leicht nach oben, unten und zur Seite schieben).
Da die Schüssel rückseitig noch nicht festgeschraubt ist, lässt sich durch Anheben oder Senken des Feedarms feststellen, ob eine weitere Signalmaximierung möglich ist (wieder Verschieben des LNBs in jede Richtung).

Soweit mal der Einstieg aus anderer, aber insbes. DXer-Sicht!
Wichtig ist dabei zu wissen, dass der satlex-Rechner eine Einstellgrundlage ist, aber kein Garant dafür ist, dass die ausgeworfenen LNB-Position so exakt auch stimmen müssen.
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Alt 03.12.2012, 07:49 # --
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Alt 03.12.2012, 20:44   # 2
King W.
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Na ja, viele Wege führen nach Rom.

Die Aufbauanleitung bezog sich auf einen Sonderfall, nämlich den Empfang von Astra, Türksat und Hotbird. Dabei empfiehlt es sich durchaus, den Astra2 als mittleren Satelliten zum Einstellen zu nutzen, ganz einfach, weil er, mit einer Abweichung von weniger als 1°, in der Mitte zwischen Türksat und Hotbird sitzt.

Den SatLex-Rechner benötige ich nicht, ich habe mein eigenes Rechenprogramm. Es handelt sich um ein älteres Programm, das ich früher einmal in Fortran geschrieben habe und das weder unter einer aktuellen Windows-Version läuft, noch über eine GUI verfügt. Vielmehr ist ein MS-DOS Rechner erforderlich, oder allenfalls ein Windows-Rechner mit Windows 98 oder noch älter. Das Programm ist nur für den Eigenbedarf, und wird nicht freigegeben. Eine neuere Version für Windows XP, Vista oder Windows 7 ist aber in Arbeit und wird, wenn sie fertig ist, im Downloadbereich von Netzwelt zur Verfügung gestellt. Den Fehler, der bei SatLex zu finden ist, nämlich eine Rechnung auf 2 Stellen hinter dem Komma, werde ich aber nicht machen. Kaum jemand ist in der Lage, eine Antenne auf 1/10° genau einzustellen, geschweige denn auf 1/100°. Hier wird eine Genauigkeit vorgetäuscht, die es gar nicht geben kann. Eine Ausgabe der Werte auf 0,5° genau ist mehr als genug, und exakt das wird mein Programm liefern.

Das Programm greift übrigens auf die Rechenformeln für Azimut und Elevation zurück, die von mir entwickelt wurden und hier aufgeschrieben sind. Im Sinne einer möglichst einfachen Rechnung (wobei sie für einige immer noch reichlich kompliziert ist - ich weiß) handelt es sich um Näherungsformeln. Um wirklich ganz exakt rechnen zu können, müßte man auch noch die Höhe des Aufstellungsortes über NN berücksichtigen, sowie die Tatsache, daß die Erde keine exakte Kugel ist, sondern am Äquator einen gegenüber den Polen um 43 km größeren Durchmesser hat. Eine derart genaue Rechnung macht aber keinen Sinn, denn

Zitat:
Zitat von Goldammer
Nächster Schritt ist die Montage der äußeren LNBs mit Empfangsprobe (Drehen und Verschieben der LNBs, leicht nach oben, unten und zur Seite schieben)
Bei mir heißt das "Empfang prüfen" und "eventuell kleinere Korrekturen vornehemen", beschreibt aber prinzipiell den gleichen Vorgang.

Ob nun jemand meine Einstelltabelle nutzt, oder aber auf den SatLex-Rechner zurückgreift, bleibt ihm selbst überlassen. Der Unterschied bei den Ergebnissen ist gering (<1°) und kann in der Praxis vernachlässigt werden. In beiden Fällen sollte sich, sorgfältiges Arbeiten vorausgesetzt, der gewünschte Erfolg einstellen.

Zitat:
Wichtig ist dabei zu wissen, dass der satlex-Rechner eine Einstellgrundlage ist, aber kein Garant dafür ist, dass die ausgeworfenen LNB-Position so exakt auch stimmen müssen.

Das ist zweifellos richtig.
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Alt 03.05.2013, 07:10   # 3
EdeW
 
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Hallo,
hierzu habe ich auch noch eine Frage...
Woher kommt es das ich für die LNB Schiene unterschiedliche Angaben habe,

SatLex sagt was anderes als die Anleitung der Schüssel, und selbst in der Anleitung stehen unterschiedliche Werte?????
Kommt es darauf an wie viele LNB's drauf sind ????
Eigentlich müsste das doch aber immer der gleiche Platz auf der Schiene sein, oder ?????

Welche Werte sind denn richtig ????
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Alt 03.05.2013, 09:18   # 4
Isotrop
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Ich persönlich nutze zum Einstellen den Satlex Rechner, eine Anleitung in gedruckter Form hab ich zu meiner T90 gar nicht

Man muss dabei aber gleich erwähnen, dass es sich dabei lediglich um Näherungswerte handelt. Also wo der LNB exakt sitzen muss auf der Schiene, ob er leicht nach links bzw rechts Richtung Subreflektor gedreht werden muss oder auch im LNB Halter im/gegen den Uhrzeigersinn, kann man nur mit der höchst erreichbaren Signalqualität des Receivers/Messgerätes einstellen
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Alt 23.04.2014, 17:24 # --
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