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[WiiU] New Super Mario Bros. U

Dieses Thema im Forum "Reviews" wurde erstellt von Mayhem, 23. Dez. 2012.

  1. Mayhem

    Mayhem Administrator Mitarbeiter

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    • Entwickler: Nintendo​
    • Publisher: Nintendo
    • Release: 30.11.2012​
    • Plattform(en): WiiU
    • Getestet: WiiU
    • Genre: Jump'n'Run / Plattformer
    • Spielmodi: Singeplayer/ Multiplayer (Offline)​
    • Altersfreigabe: USK 0


    Vor zwei Monaten veröffentlichte Nintendo „New Super Mario Bros. 2“ (Review gibt es nach dem: KLICK!) für den Nintendo 3DS. Nun, zum offiziellen Launch ihrer neuen stationären Konsole, der WiiU, bringt der Spielgigant einen weiteren klassischen Mario-Ableger heraus: „New Super Mario Bros. U“. Prinzipiell könnte ich sogar Copy&Paste der letzten Mario Bros.-Review ausführen und stellenweise paar Absätze verändern. Aber tatsächlich hat Nintendo ein paar kleine Änderungen eingeführt, die auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung haben und aufgeführt werden müssen. Ob sich das Spiel also lohnt oder Nintendo sich langsam was neues einfallen lassen könnte, das habe ich heraus gefunden.



    It's a Me, Mario, now in HD!


    Eigentlich ist das ja schon etwas mies von mir. Ich meine, Mario-Spiele sind wie Eis essen. Das geht einfach immer. Wirklich. Wenn man mal meint, man hat keine Games mehr zum Zocken, dann kann man ruhig Mario ins Laufwerk schieben und wird einfach Spaß damit haben. Dabei lässt sich durchaus darüber streiten warum das denn eigentlich so ist. Vielleicht eben genau wegen dem Fakt, dass es stets das Gleiche ist und der Spieler nicht großartig umdenken muss.
    Der neueste Ableger für ihre neue Konsole macht hierbei keine großen Unterschiede:
    Mario sitzt zusammen mit seinem Bruder Luigi und zwei weiteren Toads bei der Prinzessin; gemeinsam verspeisen sie wiedermal Kuchen. Doch da (ich hab schon die Sekunden gezählt) greift Bowser mit seiner Luftschiffflotte an, packt die vier Gäste, schleudert sie aus dem Palast weit weit raus und macht es sich im Schloss gemütlich. Mario, Luigi und die beiden Toads segeln durch die Luft, bis sie ein gigantischer Baum abfängt und gen Boden knallt, dabei werden ganz viele Eicheln freigesetzt, welche das neue Power-Up des Spieles darstellen (worauf ich noch zurückkommen werde). Hier fängt das Abenteuer an.


    Der Spieler hat die Möglichkeit den gesamten Story-Modus alleine mit dem WiiU-Gamepad zu spielen oder aber mit bis zu vier weiteren Freunden, sodass man dann insgesamt zu fünft spielen kann. Voraussetzung hierfür sind natürlich die entsprechende Anzahl von Wii-Remote-Controllern. Der fünfte Spieler spielt weiterhin mit dem WiiU-Gamepad, allerdings nicht als einer der vier Charaktere (Mario, Luigi, blauer Toad, gelber Toad), sondern als Booster. Der Spieler kann seinen Freunden helfen in dem er auf das Gamepad an bestimmte Stellen tippt und damit kleine Blöcke erscheinen lässt. Hiermit lassen sich Brücken bauen, die den anderen vier Spielern helfen oder aber man erlaubt sich den Spaß und baut kleine heimtückische Fallen. Der Witz dabei ist nämlich, dass das komplette Spiel auf dem Gamepad angezeigt wird, prinzipiell könnte sich auch der Booster in einen anderen Raum setzen und dort weiterspielen, denn das gleiche Bild wird auf dem Gamepad wiedergegeben. Selbes gilt auch wenn man alleine spielt, man könnte das TV-Gerät einfach ausschalten und auf dem Gamepad seelenruhig spielen, was natürlich sehr komfortabel ist. Allerdings muss hierbei erwähnt werden, dass man dann auf Mario in HD verzichtet, und das kann sich durchaus sehen lassen. Gut, für mich persönlich ist das nichts neues, da ich meine Wii-Spiele in den letzten Jahren am PC emuliert habe und mit dem mächtigen Emulator so einige grafische Tricks ausführen konnte, die das Spiel nicht nur in HD dargestellt haben, sondern noch mit weiteren Spielereien wie Anti-Aliasing, Per-Pixel Lightning etc. aufgewartet haben. Nichtsdestotrotz sieht „New Super Mario Bros. U“ in seinem HD-Gewand sehr gut aus. Die saftigen Farben sind ein Genuss für die Augen, die geschmeidigen Bewegungen kommen in der Optik demnach auch viel besser zur Geltung als auch die messerscharfen Modelle.


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    Super Mario X Rabbids


    Nintendo ändert mit „New Super Mario Bros. U“ nicht wirklich viel, man bleibt den alten Mustern treu. Und eigentlich ist das ja auch gut. Das Mario-Franchise ist so groß und ausgeweitet, dass für jeden etwas dabei ist. Die 3D-Varianten der Mario-Abenteuer wie „Mario Galaxy“, „Mario Sunshine“ etc. stellen ein gänzlich anderes Spielerlebnis dar als die 2D Plattformer. Oder die Rollenspiel-Titel wie „Paper Mario“ oder „Mario and Luigi“. Des Weiteren gibt unzählige Party-Mix-Spiele, Sporttitel oder Arcaderacer. Insofern, das Mario-Universum deckt sämtliche Genre ab, und die reinen Plattformer-Ableger erfüllen eigentlich genau das was man erwartet. Ein Jump'n'Run wie es im Buche steht. Eine Vielzahl an diversen, abwechslungsreichen Level mit perfekter Steuerung. Mehr kann man nicht wollen. Aber natürlich kann Nintendo nicht einfach die alte Wii-Version hernehmen und einfach optisch aufpolieren, insofern wurden einige spaßige Kleinigkeiten eingeführt:


    • das Eichel-Power-Up


    Anstatt der Feder, die Mario fliegen lässt gibt es in diesem Ableger neben der Feuer-/Eisblume sowie dem (Mini)Pilz und dem Stern die Eichel, was Mario in ein Flughörnchengewand steckt und ihm die Fähigkeit verleiht a) zu gleiten und b) einen starken Stoss nach oben auszuführen mit dem er für gewöhnlich unerreichbare Plattformen ansteuern kann.


    • Baby Yoshis


    Die Baby-Yoshis tummeln sich entweder in einigen Level oder gleich direkt auf der Karte und schließen sich dem Spieler an, wenn dieser sie aufnimmt. Das Baby-Yoshi muss dauerhaft gehalten werden, ansonsten lässt Mario los und man kann die spaßigen Fähigkeiten der Yoshis nicht benutzen. Je nach Farbe, können die kleinen Yoshis etwas anderes. Das blaue Baby-Yoshi kann zum Beispiel mittels Tastendruck Blubberblasen ausspucken, welche die Gegner umgehend in Blasen mit Münzen verwandeln, während der goldene Yoshi insbesondere in Geisterhäusern unglaublich nützlich ist und einen Lichststoss aussendet, der die Geister zurückdrängt und den kompletten Raum erhellt.

    Des Weiteren gibt es auch so genug zu tun. Die Weltkarte ist relativ groß und die Level bieten viele kleine Geheimnisse, die es aufzudecken gibt. Hin und wieder aber gibt es sog. Nabbids (die Ubisofts Rabbids unfassbar ähneln) die den kleinen Toads ihre Sachen klauen, die es dann aufzuspüren gilt; mittels einem Symbol auf der Weltkarte ist dann ersichtlich, in welchem Level sich ein Nabbid aufhält, also flott rein und dem Räuber hinterherjagen bevor der Timer abläuft. Ist dies geglückt gibt es zur Belohnung ein Item! All dies ist spaßig und witzig inszeniert, allerdings muss man sagen, dass „New Super Mario Bros. U“ viel zu einfach ist. Nach kürzester Zeit hatte ich schon 99 Leben, zwar steigt der Schwierigkeitsgrad mit jeder Welt, allerdings kommt man nicht wirklich an den Punkt der wirklich schwer ist; man stirbt prinzipiell nur wegen Unachtsamkeit, aber nicht an der Schwierigkeit des Plattformings selbst. Die Bosskämpfe sind da auch keine Ausnahme, denn die sind noch einfacher als sämtliche Level zusammengerechnet.


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    Mario vs. The World

    Ein weiterer Punkt ist das Einbringen des Miiverse in das Gameplay. Aktiviert man das (was sich im übrigen jederzeit deaktivieren lässt), wird man auf der Weltkarte des Spieles viele Spieler und ihre Miis sehen, die irgendetwas zu sagen haben; das können Zeichnungen sein, lustige Ausrufe oder aber verzweifelte Hilferufe, was in Anbetracht des viel zu leichten Schwierigkeitsgrades relativ unverständlich ist. (Mich persönlich hat das gestört, wenn auf meiner Karte so viele Miis herumeiern , also habe ich es deaktiviert.)
    Spielt man den Storymode alleine, wird das komplette Spiel auf dem Gamepad zusätzlich gerendert, wie bereits oben schon erwähnt. Es ist ein echter Jammer, dass der Spieler mit dem Gamepad nur als Blockbauer zur Verfügung steht. Da haben die anderen vier Leute den Spaß ihres Lebens und man selbst baut paar Klötzchen und kann sich per se nur daran erfreuen den restlichen Freunden Fallen zu bauen...sicher, man hat durchaus seinen Spaß damit, aber auf Dauer will man doch lieber mitmischen. Ich verstehe nicht, warum dieser Booster-Modus des fünften Spielers (bzw. ein jeder weiterer Spieler kann das Gamepad benutzen um der Booster zu sein, so kann man das Spiel auch zu zweit spielen, während einer mit einer Wii-Mote z.B. Mario steuert und der andere mittels Gamepad einen „Unterstützer“ darstellt) nicht einfach optional sein kann und er nicht einfach einen weiteren, fünften Charakter (als ob es nicht genügend Toads im Mario-Universum gäbe...) spielen kann und je nach Gusto den Booster-Mode einsetzen kann. Dies System schreit total danach audrücken zu wollen, dass man irgendwas „wichtiges“ mit dem Gamepad machen kann. Insbesondere für Nintendo ist das ein schwerer Schlag, das sie so krampfhaft versuchen ihren Controller zu nutzen. Vom Entwickler der Konsole und den Schöpfern der Mario-Spiele kann man eindeutig mehr erwarten als das Bauen von Klötzen (was zugegebenermaßen gut funktioniert).
    Hier denkt man möglicherweise: „Hey, in den Herausforderungs-Modi hat Nintendo den Controller bestimmt besser genutzt!“ Denkste!


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    Die Challenges sind unglaublich motivierend; die meisten stellen eigene kleine Level dar, bei denen man bestimmte Bedingungen zu erfüllen hat. Mal handelt es sich um Zeitrennen, mal muss man als Flughörnchen durch den Level fliegen ohne dabei den Boden zu berühren oder aber so lange auf Koopas herumhüpfen bis man 30 Level-Ups erhält. Kategorisiert wird das ganze in Bronze-, Silber- und Goldmedaillen. Spielbar ist das ganze sogar mit seiner eigens erstellten Mii! Die Challenges sind insofern sehr spaßig und ziemlich abwechslungsreich, denn nach erfolgreichem Absolvieren einer Challenge ploppt umgehend eine neue auf die es zu bewältigen gibt und stets darauf wartet den aktuellen Rekord zu brechen. Leider, leider sind nur eine kleine Anzahl von den Herausforderungen mit Kollegen spielbar, und dann auch nur in im Boost-Mode und zwar nur zu zweit. Und da kommt dann wieder das Gamepad zum Einsatz, und zwar wie? Richtig. Klötzchen bauen. Allerdings ist hier der Sinn das Ganze wirklich kooperativ aufzubauen. Der eine Spieler muss hier über große Abgründe kommen oder größere Gefahren überwinden, also muss der Spieler mit dem Gamepad gezielt und schnell Blöcke bauen, bevor die Zeit abläuft. Das ist zwar schön und gut, aber wie zuvor erwähnt: Nintendo hat ihren Controller auf eine sehr langweilige Art und Weise eingebracht.
    Neben den Challenge-Modes gibt es noch den Coin-Collection-Typus, der bereits in der Wii-Version enthalten war. Eine Münzhatz durch die Storylevel lässt jede Freundschaft nichtig erscheinen und eine erbitterte Schlacht um das glänzende Gold entfachen.


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    Fazit


    Was kann man groß sagen? Es ist einfach Mario. Mario ist ein Garant für Spaß. Man merkt Nintendo allerdings an, dass ihr Maskottchen ein wenig in die Jahre gekommen ist. Und genau dann lassen sie sich wieder kleine Spielereien einfallen. Seien es kleine Features wie neue Power-Up, Baby-Yoshis, spaßige Offline-Multiplayer, interessante Challenges. Die Frage die sich dabei stellt? Kann man mit solchen kleinen Happen die Fans und Nichtfans immer wieder glücklich machen? Ich meine, sollte man sich dann ein mögliches „Super Mario Bros. U 2“ kaufen? Es ist schwierig das Rad neu zu erfinden, das weiß jeder Entwickler. Vor allem ist es verdammt schwierig Core-Mechaniken des Gameplays ins Positive zu verändern. Ich denke, es sind genau diese Kleinigkeiten die dem Spieler das Gefühl geben: „Okay, die geben sich Mühe etwas Neues auszuprobieren, und sei es nur so eine Kleinigkeit!“
    Nintendo macht mit „New Super Mario Bros. U“ einen ziemlich guten Job. Der Spaßfaktor kommt aber so richtig erst mit Freunden auf.


    WERTUNG:

    Pro

    • + Mario-Abenteuer endlich in HD
    • + spaßiger Multiplayer
    • + lustige kleine Minispiele
    • + Spiel ist komplett auf dem Gamepad spielbar...

    Contra

    • - ...allerdings hätte man es deutlich besser einbinden müssen
    • - Minispiele sind nicht alle mit Freunden spielbar, schade!



    • Story / Atmosphäre: 4/6 – Alle Jahre wieder muss man die Prinzessin befreien. Mittlerweile frage ich mich wie groß eigentlich das Pilzkönigreich wirklich ist, da man stets an anderen Orten unterwegs ist, was natürlich gut ist. Auf Dauer wird das Unterfangen allerdings etwas langweilig. Da soll mal etwas anderes passieren.
    • Gameplay / Steuerung: 5/6 – Es ist schon fast eine Frechheit von mir nicht die volle Punktzahl zu geben, denn die Steuerung der Mario-Spiele ist an Perfektion kaum zu überbieten, das einzige Manko ist allerdings das Gamepad: das hätte besser im gesamten Spiel eingebracht werden müssen
    • Grafik: 4/6 – endlich ein Mario ohne Emulator in HD zu sehen ist klasse. Allerdings muss erwähnt werden, dass die Optik nichts bahnbrechendes ist. Mithalten mit grafisch hochwertigen Titeln kann das Spiel zwar nicht, dafür punktet es mit seinem farbenfrohen und saftigen Design.
    • Sound: 6/6 – Klassisch. Und das beste: Nintendo wiederholt nicht mehr den Fehler des letzten 3DS Ablegers und variiert hier und da mit der Musik. Besser geht es also gar nicht.
    • Multiplayer / Langzeit: 6/6 – Erstaunlich viel Variation. Ob das Einsammeln der Sternenmünzen oder das Durchkämmen der Level nach versteckten Schätzen. Die Challenges sind beflügelt und unglaublich motivierend und der Multiplayer ist das reinste Partyspiel. Super!



    • Gesamt: 25/30
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juli 2013

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