Sie sind hier:
 

[Allgemein] Assassin's Creed 3

Dieses Thema im Forum "Reviews" wurde erstellt von Mayhem, 18. Dez. 2012.

  1. Mayhem

    Mayhem Administrator Mitarbeiter

    [​IMG]




    • Entwickler: Ubisoft​
    • Publisher: Ubisoft
    • Release: 31.10.2012​
    • Plattform(en): PS3/ X360 / PC
    • Getestet: PS3
    • Genre: Third Person Action Adventure
    • Spielmodi: Singeplayer/ Multiplayer (Online)​
    • Altersfreigabe: USK 16



    Nachdem Ubisoft ganze zwei weitere Ableger für den offiziellen zweiten Teil der Reihe veröffentlicht hat, die sich rund um den Assassinen Ezio beschäftigt haben, hatten es die Spieler womöglich satt. In „Revelations“ war Ezio bereits ein alter Mann; ein dritter Ableger als 80 jähriger Opa? Verdammt, das würde ich sogar cool finden, aber wie heißt es so schön: The Show must go on. Ubisoft transportiert die Geschichte um Desmond und seine Vorfahren weiter. Sehr viel weiter. In das Zeitalter der Gründung einer Nation, die das Weltgeschehen bis heute nachhaltig prägt. Wir sprechen hier natürlich vom Unabhängigkeitskrieg zwischen den Kolonien von Nordamerika und dem britischen Imperium und den daraus resultierenden Konsequenzen. Eine geschichtsträchtige Zeit und absolut prädestiniert dafür ein „Assassin's Creed“ in dieser Epoche zu entwickeln, obwohl es eventuell eine Herausforderung darstellen könnte, da die Entwickler, trotz der Fiktion, durchaus versuchen gewisse Elemente historisch korrekt darzustellen. Allerdings hat Ubisoft sich dieser Aufgabe gestellt. Das Ergebnis? Ein Indianer-Assassine. Beat that shit!



    Little Big Man


    Anders als in den beiden Ablegern davor spielt Desmond Miles eine tragende Rolle in „Assassin's Creed 3“, so gibt es wichtige und storygebundene Abschnitte die man mit ihm spielen muss um mehr Einblick in bestimmte Geschehnisse zu erhalten. Zu Beginn des Spieles schlagen die modernen Assassinen ihr Hauptquartier in einer Höhle auf, die den Schlüssel zur Rettung der Welt trägt. Um an diesen zu gelangen, muss Desmond wieder seine Vorfahren durchleben um zu erfahren, wo diese gewisse Relikte versteckt haben. Prinzipiell wieder die alte Leier. Diesmal reist man allerdings weitere Jahrhunderte in der DNA herum, während man also in den Vorgängern im Italien des späten 15. Jahrhunderts, landet man hier im Körper von Haytham Kenway des 18. Jahrhunderts. Ein geheimes Treffen mit einem Mann unter dem Publikum eines britischen Theaters, bei dem der Mord an einem anwesenden Adelsmannes geplant wird. Kaum wird mit den Adleraugen nach der Person im Raum gesucht, klettert man langsam aber sicher an den Räumlichkeiten herum, bis man bei der Person angelangt und diese mittels der versteckten Klinge ermordet. Alles in schöner, gedungener Assassinen-Manier. Zur Belohnung soll der edle Haytham zu den amerik. Kolonien segeln um dort weitere Aufträge zu erledigen und ganz besondere Artefakte zu erlangen. Diese ersten paar Sequenzen könnte man als größeres obligatorisches Tutorial sehen, welche aber vielmehr eine Storystütze darstellen, da später ohnehin der Charakter gewechselt wird, denn ( Achtung! Spoiler! ) es stellt sich heraus, dass besagter Haytham Kenway ein Templer ist. Interessant dabei ist, dass bei der Offenbarung dieser Tatsache Desmond überrascht den Animus stoppt. Es werden also einige Fragen aufgeworfen über die Herkunft des Mannes und warum dieser denn ein Templer ist; befriedigende Antworten werden allerdings nicht wirklich geliefert. Allerdings ist Haytham auch nicht die Hauptfigur; das Spiel dreht sich nämlich um seinen Sohn: Connor Kenway, den er mit einer Mohawk-Frau gezeugt hat. Jedoch ist Haytham seinen väterlichen Pflichten in keinster Weise nachgekommen. Aber als junge, unabhängige Mohawk weiß die Mutter wie sie ihren Sohn zu erziehen hat: bilingual. So haben Ubisoft sehr gute Arbeit mit der Vertonung geleistet, denn die Dialogführung mit anderen amerikanischen Ureinwohnern findet stets in deren Sprache statt (mit übersetzten Untertiteln natürlich), was die bereits fein inszenierte Atmosphäre noch weiter unterstreicht. „Assassin's Creed 3“ führt den Spieler zu Beginn durch mehrere Lebenspassagen von Connor, von dem kleinen Jungen bis hin zum erwachsenen Assassinen-Aspiranten. Als mohawkscher Dreikäsehoch werden dem Spieler weitere Mechaniken näher gebracht, wie z.B. das Überleben in der Wildnis oder das Klettern auf den Bäumen (na endlich...).




    [​IMG]



    Der letzte Mohawk-Assassine


    Was ein netter Zeitvertreib mit einem Freund sein sollte, stellt sich als verheerendes Ereignis dar: da spielt man in aller Ruhe Verstecken, wird man plötzlich von Charles Lee (ein Templar, der bereits in den ersten Spielstunden als Komplize von Haytham Kenway vorgestellt worden ist) überfallen und nach einem Relikt ausgefragt. Kurz darauf greifen eine Reihe von Bleichgesichtern auf Lees Befehl den Stamm und zünden die Langhäuser an; eines der Opfer ist die Mutter von Connor. Nach Rache dürstend, setzt der junge Mohawk alles daran, Lee ausfindig zu machen: allerdings erweist sich das schwerer als gedacht. Die Jahre vergehen und Connor wächst zu einem jungen Mann heran und glaubt seine Zukunft wo anders zu sehen als in der Wildnis, worauf die Stammesführerin ihm erlaubt mit dem Edensapfel Einblick in seine Bestimmung zu erlangen. Was kommt ist selbsterklärend: er muss sich zu einem Assassinen ausbilden lassen. Das einzige Indiz, dass er erhält, ist das Symbol des Verbundes. So macht sich Connor auf den Weg und trifft auf seiner Suche nach Antworten auf einen alten Mann namens Achilles, welcher sich nach kurzer Zeit als Meisterassassine zu erkennen gibt und den jungen Indianer zum Assassinen ausbildet. Keine Ahnung warum, wahrscheinlich weil es ein griechischer Name ist, aber aus irgendeinem Grund hat mich das Treffen der beiden an Disneys „Herkules“ erinnert, als der junge Herkules auf den Satyr Philoktetes trifft...aber das nur am Rande. Von diesem Moment an macht der Spieler einige Zeitsprünge mit, was auf der einen Seite verständlich, auf der anderen Seite etwas schade ist. Das „Training“ das Connor durchziehen muss um einer Assassinenrobe würdig zu werden bekommt der Spieler nicht mit; verständlich, die Steuerung etc. hat der Spieler schon drauf, aber es hätte bei weitem nicht geschadet, hätte man eins bis zwei Trainingsmissionen einbauen können. Ob simple Beschattungen oder ein gezieltes Attentat, hätte der Sache ein wenig mehr Würze gegeben. Stattdessen gab es mal einen Botengang, der dann in einem Aufstand aufgrund intriganten Verhaltens seitens Charles Lee endete. Das Ziel war somit eindeutig:
    Sämtliche verantwortliche Templer ausfindig zu machen und diese zu töten, allen voran Charles Lee und den Templermeister Haytham Kenway. Selbstverständlich ist Connor bewusst, dass Haytham sein Vater ist; und genau das ist eine sehr interessante Konstellation der Charakterverhältnisse. Wie sich herausstellt, ist der Protagonist anders aufgebaut als beispielsweise Altair oder Ezio, im Gegensatz zu diesen beiden, geht es Connor nachträglich nicht mehr um das Stillen seines Rachedurstes; er kategorisiert Geschehnisse oder Menschen auch nicht in gut oder böse, vielmehr geht es ihm um die „Sache“ und der Sicherstellung der Gerechtigkeit.




    [​IMG]



    History Channel mal anders


    Irgendwie ist das ja schon cool. Bereits in „Assassin's Creed 2“ war es ein unglaublich schicker Moment den jungen Da Vinci zu treffen. Nicht anders, wenn nicht sogar besser, ist das auch im offiziellen dritten Ableger. Wenn auf einmal Benjamin Franklin einen bittet, gewisse Buchseiten aufzusuchen oder man später George Washington, dem ersten amerikanischen Präsidenten, gegenübersteht ist es etwas ganz besonderes. Es ist zwar nur ein Videospiel und selbstverständlich ist dies mehr oder weniger fiktiv; aber dennoch, es ist schon verdammt cool bei einigen geschichtsträchtigen Momenten 'live' dabei zu sein. Ob das die Boston Tea Party ist oder die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung, die Idee, dass neben den ganzen historischen Figuren ein Indianer in der Ecke sitzt und zur Geburt dieser Nation beigesteuert hat ist einfach Gold wert.


    Interessant dabei ist stets die Konstellation zwischen den Templern und Assassinen. Was zu Beginn nach verschiedenen Interessen aussieht, entwickelt sich zum Ende hin zu einem gemeinsamen Ziel, wobei die Wege zum Erreichen sich stark unterscheiden und von unterschiedlichen Beweggründen getrieben werden, was für Connor ein Grund mehr ist, das Unterfangen der Templer zu beenden.


    Um dies zu Erreichen steht Connor ein bemerkenswertes Arsenal an Möglichkeiten zu Verfügung, wie zum Beispiel reine Waffengewalt. Da wir das 18. Jahrhundert im Norden Amerikas verbringen, stehen dem Spieler Schusswaffen zur Verfügung, Vorderlader natürlich. Da kommt es schonmal gut und gerne zu interessanten Konfrontation mit Rotröcken. Einmal den Schuss abgefeuert, dauert es ein klein wenig, das Gewehr nachzuladen. Die Animation dabei ist zwar etwas unschön, aber steht man dann einem oder mehreren Rotröcken gegenüber, steigt die Spannung und man verzeiht schnell den Anblick. „Schneller, verdammt!“ denke ich mir. Der Rotrock ist zuerst fertig, legt an und zielt dafür etwas länger, in der Zeit bin ich fertig geworden und habe bereits abgedrückt. Etwas theatralisch, aber es erfüllt seinen Zweck. Allerdings ist der Spieler nicht gezwungen Feuerwaffen zu verwenden; zu Connors persönlichem Arsenal, wie es sich für einen richtigen Mohawk gehört, zählen neben Pfeil und Bogen auch das traditionelle Tomahawk; auch die assassinentypischen, versteckten Klingen sind selbstredend mit von der Partie. Wer denkt, man sei mit „Stock und Stein“ gegen verhältnismässig moderne Waffen weit unterlegen, der irrt. Steht man einer Patrouille von Rotröcken gegenüber, legt in der Regel die erste Reihe zum Schuss an. Was tun? Ganz einfach! Schnell einen der Gegner geschnappt und als Schutzschild benutzt, was zu zweierlei positiven Effekten führt: a) einer der Gegner wurde von seinen eigenen Leuten getötet und b) die Gegner können erstmal keine zweite Salve abfeuern. Dies verschafft genügend Zeit in der Patrouille Chaos zu stiften und mit Gewalt reinzubrechen. Einfach nur klasse.



    [​IMG]


    Wem der direkte Weg lästig ist, für den hat sich Ubisoft weitere Feinheiten ausgedacht. Wie bereits in einigen der Vorgänger, kann man auch hier Assassinen rekrutieren. Jedoch läuft es diesmal etwas anders ab. Man hat bestimmte Schlüsselfiguren, die als Assassine rekrutiert werden. Diese müssen erstmal überzeugt werden, sich eurem Vorhaben und dem Verband anzuschließen; dies kann man damit erreichen in dem man in den gesamten Städten wie Boston oder New York diversen NPCs behilflich ist. Das können Befreiungsmissionen sein, nette Gefälligkeiten, Spenden an bestimmte Personen etc. Wurden genügend Arbeiten verrichtet, steht euch jene Figur zur Verfügung, die ihr wie auch in den Vorgängern per Auftrag in bestimmte Regionen schickt um Geld zu kassieren oder die ihr direkt im Spiel verwenden könnt. In „Assassin's Creed 3“ beschränkt sich das nicht mehr nur auf das Herpfeifen und gezielten Mordes an Wachen. Dem Spieler stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So kann er seine Mitstreiter als „Bodyguards“ in seiner unmittelbaren Nähe mit sich führen, die dann jeden Gegner auf Befehl angreifen werden oder aber um Verwirrung und Chaos unter den Gegner zu veranstalten einen handgreiflichen Aufstand mit den Bürgern initiieren.


    Wem das nicht genug ist: Ubisoft setzt noch einen drauf. Wie? Mit maritimer Hektik. Im Laufe der ersten Stunden bekommt Connor ein eigenes Schiff, mit dem er so einige Aufträge zu erledigen hat. Von Eskortmissionen um Handelsboote zu beaufsichtigen bis hin zu kriegerischen Aktionen mit britischen Flotten. Die Seekämpfe sind mitunter die am besten inszenierten Gameplaypassagen; es ist ein unheimlich spaßiges Gefühl, die Segel zu setzen und aus sämtlichen Rohren auf gegnerische Schiffe zu feuern um diese dann in den weiten des Ozeans untergehen zu sehen. Die Steuerung des Schiffes ist dabei sehr simpel gehalten, so gibt es nur drei Geschwindigkeitsstufen und „nur“ zwei Arten von Angriffen. Wer etwas mehr „Wumms“ haben will, kann das Schiff jederzeit gegen Bares aufrüsten.



    Vom Jäger und Sammler zum Kaufmann


    Und das muss erstmal aufgetrieben werden. Seien wir mal ehrlich. Das Handelssystem in den Vorgängern war nicht wirklich das Wahre. Im Gegenteil. Es war nur ein langweiliges Wartespiel. Leider war man aufgrund besserer Ausrüstung darauf angewiesen. So musste man also relativ viel Geld scheffeln, wollte man denn die besten Waffen und ordentliche Rüstungsgegenstände.
    Dumm nur, dass das in „Assassin's Creed 3“ genau anders rum ist. Das System ist endlich dort angekommen wo es sein sollte. Es ist logisch und authentisch aufgebaut. Connor trifft nämlich auf verschiedene Charaktere, die sozusagen für ihn arbeiten und ihm gewisse Güter billig anbieten. Diese kann er wieder mittels Handelskonvois an Händler in den Städten verkaufen. Des Weiteren hat er die Möglichkeit mit den eigenen oder eingekauften Materialien (Rohstoffe, Nahrungsmittel, etc.) neue Gegenstände herzustellen, vorausgesetzt er hat die nötigen Arbeitskräfte und ein passendes „Rezept“ (diese werden u.a. dadurch freigeschaltet, wenn man in den Städten Almanach-Seiten einfängt). Diese kann er weiterverkaufen oder selber benutzen (Waffen z.B.); aber wie bereits oben genannt: man benötigt es nicht. An keiner Stelle im Spiel fand ich mich in einer Situation wieder, in der ich um stärkere Waffen oder Rüstungen gebeten hätte. Dieser Punkt macht den Gedanken dieses so schön strukturierten Handelssysem etwas zu Nichte, genau wie den Faktor der Jagd. In der Wildnis hat der Spieler schließlich die Möglichkeit diverse Tiere zu Jagen und diese zu Häuten, um die gewonnenen Felle, Krallen etc. zu verarbeiten/verkaufen. Man kann es zwar in Anspruch nehmen, aber es macht keinen wirklichen Unterschied. So jagt man mehr aus Vergnügen, was in dem Sinne aber auch wirklich Spaß macht. Ob es gilt Wolfsrudel abzuwehren, Fallen aufzustellen um Karnickel einzufangen oder ein Reh mittels Köder zu sich zu locken um von einem Baum aus das Tier zu erlegen. Interessant dabei ist: Jagt man mit versteckten Messer sind die Resultate besser; das gibt ein schön sauberes Wolfsfell. Schießt man hingegen mit einer Pistole auf das Tier, verbleibt das Schießpulver in dem Wild und das Fell wird „beschädigt“ und bringt weniger Geld ein. Schön! Aber wie bereits erwähnt: Sinnlos. Nächstes Mal macht das Ubisoft hoffentlich besser.



    Multiplayer


    Der Multiplayer ist prinzipiell nicht groß anders als seine Vorgängerversionen aus „Brotherhood“ und „Revelations“. Allerdings hat Ubisoft stark rumgeschraubt, insbesondere aus technischer Sicht. Die Netzwerk-Krankheiten aus den Vorgängern sind kaum mehr spürbar. Keine wiederholenden Lags, keine Freezes und kaum lange Wartezeiten beim Matchmaking. Es läuft sogar wie geschmiert, was das Multiplayer-Erlebnis wahrlich aufwertet. Neuartige Modi die an Capture-The-Flag erinnern oder der „Wolfpack“-Modus, bei dem man im Team Bots um die Ecke bringen muss erweitern das Repertoire an Spielvarianten die prinzipiell nur Deathmatch-Variationen sind. Auch wenn ich immer noch der Meinung bin, dass die AC-Reihe einen Multiplayer gar nicht nötig hat, genauso wenig wie andere Spiele deren Fokus auf dem Singleplayer-Erlebnis liegt, muss ich gestehen, dass Ubisoft mit der dritten Version ihres MPs doch ziemlich gute Arbeit vollbracht haben. Die 16 Charakterklassen und die Customisation bieten den Spielern außerordentlich viel zu tun. Von Bannerwahl bis hin zur Kombinierung von Fähigkeiten; an Auswahlmöglichkeiten wurde nicht gegeizt.



    [​IMG]



    Fazit


    Bombe. Ich persönlich war die Ezio-Saga langsam doch mal leid. Prinzipiell war es ja immer der gleiche Schuh, nur stets etwas polierter. Spaß hat es ja dennoch irgendwie gemacht. „Assassin's Creed 3“ hingegen ist nicht nur ein besserer, sondern auch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Das sinnvolle Erweitern bestimmter Spielmechaniken wie zum Beispiel das Klettern auf Bäumen ist löblich; das authentische Handelssystem ist nun genau so wie es schon immer hätte sein sollen, allerdings wird es leider nicht wirklich benötigt, schöner wäre es, wenn man stellenweise darauf angewiesen wäre. Das Auswählen der Fähigkeiten ist in diesem Ableger relativ gewöhnungsbedürftig ausgefallen, vor allem, weil es ein kleinen Tick zu lange lädt. Kein Beinbruch, allerdings etwas nervig. Das machen aber die Kampfmechaniken und die Befehlspalette bezüglich der persönlichen Assassinen mehr als wett.
    Davon abgesehen erfüllt das Spiel einen mit sehr viel Freude. Die, wenn auch fiktiv dargestellten, Momente zu sehen, die Nordamerika zu dem gemacht haben, was es heute ist, ist schon was ganz besonderes. Insofern sollte man dieses Kino in keinster Weise verpassen. Und obwohl ich kein wirklicher Fan von dem Multiplayer bin, der ist nun wirklich gescheit geworden, kann man durchaus sehr viel Spaß damit haben.






    WERTUNG:

    Pro

    • + wundervoll inszeniertes Szenario
    • + schön-gelungene Verknüpfung mit Desmond
    • + tolle Erweiterungen der Spielmechaniken (Kampf, Klettern)
    • + authentisches Handelssystem...

    Contra

    • - ...das allerdings nicht wirklich gebraucht wird
    • - grafische Patzer (Nachladen von Texturen, die zudem noch teils schwammig sind)
    • - KI nachwievor allwissend
    • - Waffen- u. Assassinenauswahl schnörkelig

    • Story / Atmosphäre: 6/6 – einsame Spitze. Das Setting gibt ziemlich viel her und Ubisoft hat es wirklich geschafft, einige geschichtsträchtige Momente außergewöhnlich gut in Szene zu setzen.
    • Gameplay / Steuerung: 4/6 – es ist schön, dass Ubisoft stets versucht mit jedem Ableger die Mechaniken zu erweitern, und mit AC3 wurde auf hohem Niveau erweitert; ob das nun endlich gescheite Handelssystem oder das Klettern auf Bäumen bis hin zu den starken Kämpfen auf See. Allein die KI und die Waffenauswahl ist mit diesem Ableger etwas schörkelig ausgefallen.
    • Grafik: 3/6 – auf Konsolen (in dem Beispiel PS3) sieht das Spiel nicht ganz so schön aus. Die Weitsicht ist nicht wirklich hübsch, und Ubisoft kriegt es nach so vielen Ablegern immernoch nicht hin die nervigen PopUps zu beseitigen. Dennoch ist es auch ein schöner Anblick durch Boston, New York oder die Wildnis zu spazieren.
    • Sound: 4/6 – Jesper Kyd leistet wie immer klasse Arbeit, im Gegensatz zu Teil 1 oder Teil 2 hat die Musik nicht wirklich Wiedererkennungswert.
    • Multiplayer / Langzeit: 6/6 – Massenhaft Zeug zu erledigen. Ob diverse kleine Aufgaben (Botengänge, Befreiungsmissionen, Forts einnehmen) oder langwierige Ausflüge in Wälder. Mit der Story ist man sowieso gute 10-15 Stunden beschäftigt, und den Multiplayer gibt es ja auch noch.

    • Gesamt: 23/30
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juli 2013
    1 Person gefällt das.
Ähnliche Themen
Forum Titel Datum
Hier können unregistrierte User schreiben Woher kann ich ein Assassins Creed Demo bekommen? 2. Sep. 2010

Diese Seite empfehlen