| | # 1 |
| Registriert seit: 05.12.2007
Beiträge: 3.321
| Ich hab vorhin ein Bericht gelesen, der ziemlich krass das Bildungswesen in der aufstrebenden Wirtschaftsmacht China zeigt. !Chinas Bildungswesen und die Folgen! Das es in China nicht mit rechten Dingen zugeht, ist bekannt. Auch das genannte Bildungswesen wurde in Berichten und Diskussionen weltweit bereits mehrfach erwähnt. Nur zeigt dieser Bericht zu Zeiten der Olympiade auch andere Seiten. Wie man auch im Video sehen kann, besteht China nicht nur aus Großstädten, sondern auch aus ländlichen Regionen. Wer dort wohnt, kann und wird im Leben nie etwas großes erreichen. Wie auch, wenn die nächste Schule 10 Kilometer entfernt liegt und das Unterrichtsniveau praktisch bei 0 liegt. Und das in einem Land, in dem man nur per Bildung Ausbeutung und Niedriglöhnen entkommen kann. Das in Peking bald Olympia ist, das passt der Regierung dort zu 100% in den Kram. So kann man sich auf die wohl beste Eröffnugsfeier aller Zeiten vorbereiten. Das größte und schönste Olympiadorf wird man in Peking auch bewundern dürfen. Da hat man unglaubliche Mengen an Geld investiert, nur um sich für ein paar Wochen von der Schokoladenseite zu zeigen. Nur die Kehrseite der Medallie werden die wenigsten mitbekommen. Angefangen schon dabei, das offizielle Dopingfander nicht ins chinesische Lager dürfen. Was da noch so alles hinter den Kulissen abläuft, das will ich gar nicht wissen. Aber zurück zum eigentlich Thema, nämlich dem Bildungswesen. Lest einfach mal den Bericht, schaut euch die Reportage an und postet eure Meinung. |
|
| | # 9 |
| Review-Redakteur Registriert seit: 21.05.2008 Ort: Wien
Beiträge: 4.039
| zuallererst: olympia ist schon lange kein wettkampf mehr. olympia ist geld, olympia ist wirtschaft, tourismus, sponsorenjagd. genauso wie jedes andere große sportereignis, nur eben die mutter aller sportereignisse. und für china ist olympia unter anderen auch noch etwas, vielleicht sogar viel wertvolleres: image. und das kann es nach (bzw mittendrin) der tibetsache sehr gut gebrauchen. welche nation hat wieviele medaillien bekommen? was ist der aktuelle rekord im stabhochsprung, oder 100m freistil? interessiert außer echte sportfans niemanden. aber die olympiade ist in china, das weiß jedes kind. superschöne bilder über landschaft und kultur. china ist toll. klar, viel mehr will china auch nicht von sich zeigen. ich glaub der streit der pressefreiheit steht auch noch ungeklärt im raum, oder weiß wer was neues? aber zurück zum thema bildung: ich seh oft kinder bei uns, da kümmern sich die eltern überhaupt nicht um deren schule oder bildung. was da in den meisten fällen rauskommt, haben wir ja in diesem thread schon diskutiert: http://www.ps3spot.de/spam-forum/125...ntwortung.html sind irgendwo zwei seiten derselben medaillie (wie olympisch, hrhrhr): die einen kümmern sich gar nicht um ihre kinder, die bekommen später meist aber doch irgendwie die kurve und leben halt eben mit ihren 1000 euro im monat. dann wiederum trimmen andere ihre kinder auf gehirnchirurg oder raktenwissenschaftler und vergessen dabei, dass es kinder und keine cpus sind. da kann sich ruhig der eine ne scheibe vom anderen abschneiden und umgekehrt, wie so oft liegt irgendwo dazwischen die wahrheit. aber ich find das zeigt, wie guts uns hier eigentlich geht: in china haben die leute genau nichts vom staat zu erwarten, wenn sie nicht entsprechend geschult sind und dem kollektiv (individualität in asien? aber ganz bestimmt nicht) nicht nützlich sein können. hier bei uns meldet man sich eben arbeitslos, der staat wirds schon richten. chinesische (ganz allgemein asiatische) und europäische mentalitäten sind überhaupt nicht vergleichbar. da bleibt man sein ganzes leben lang in einem einzigen betrieb, man ist schließlich froh überhaupt nen job zu haben. und der wird dann auch gleich an den sohn vererbt. nicht so wie hier, wo man in 5 jahren 3firmen im schnelldurchgang durchläuft. und arbeiten geht man sowieso nur widerwillig. weiterer kleiner unterschied, nur am rande: beleidigt man euch hier, gibts vielleicht im nachhinein ein paar auf die mütze, jeder verarscht jeden. wenn ein asiate in der öffentlichkeit gedemütigt wird und sein gesicht verliert, gibts erst richtig zorres. so tief eingeprägt ist das kollektive denken... fazit: bei uns ists mit der bildung zu locker, in china nehmen es die leute (und das würd auch gar nicht anders funktionieren) sehr viel ernster. aber kinder bleiben nun mal kinder. bildung ja, kindheit nein kann keine lösung sein. beides muss zu gleichen teilen befürwortet werden
__________________ enemy, enemy, enemy... ene-me... inner...me... inner me. enemy. PS3-Spot Username/PSN-IDs |
|
| | # 10 |
| Review-Redakteur Registriert seit: 07.01.2008
Beiträge: 3.875
| Stimme dir da vollkommenzu, RealM. Die Mentalitäten der Völker sind krass unterschiedlich, besonders wenn es eben um das Thema Bildung geht. Und wie du es ansprichst, das mit den Beleidigungen. Ich meine, Kinder werden dort übelst gedrillt. Da reicht es, wenn man ihnen sagt: "Wenn du schlecht lernst, werden deine Eltern ihr Gesicht verlieren, man wird über sie lachen!" Ist wirklich so, man erzieht dort die Kinder zu folgsamen Lämmchen. Mach das hier mal in Deutschland, bring mal solch einen Satz. Gut, letztendlich kommt es auf die Erziehung an, aber i.d.R. geht es den Kindern/Jugendlichen am Allerwertesten vorbei hier bei uns, ob die Eltern ihr "Gesicht verlieren" oder nicht. Wir leben in einem demokratischen Rechtsstaat und RealM. du hast vollkommen Recht. Wir haben es einfach viel zu gut. Ich verstehe da die typisch deutsche Meckermentalität irgendwie nicht so richtig von wegen "Uhh, alles wird teurer!!!" Sicher wird es das, aber dafür sitzt jemand weiter oben und fördert die Leute mit Subventionen, gibt es anderswo nicht wirklich, genau wie es anderswo keine sozialen Sicherungen gibt (wir kennen ja unsere dt. Säulen der Sicherung, zumindestens sollten wir alle mal was davon in der Schule gehört haben!) Aber zum Thema Bildung in China. Finde ich persönlich total übertrieben, sowas ist ungesund, das Kind kann sich kaum entfalten, es wird gesteuert, wie sie es ja so schön mit CPU beschreiben, gelenkt und nach eigenen Vorstellungen bearbeitet und geformt. Aber was dann? Die Eltern schreiben vor was studiert wird und was später dann als Beruf getätigt wird. Das kann man doch nicht "leben" nennen. Es ist bemitleidenswert. Die Kindern lernen nicht ihren eigenen Willen auszuleben, vorausgesetzt man erklärt ihnen das sie einen haben ![]() Bildung ist heutzutage unglaublich wichtig, aber übertreiben sollte man dies auch nicht. Erinnert mich an zwei Kumpel von mir, die sich bei der selben Stelle beworben haben und auch zum Vorstellungsgespräch geladen wurden. Der eine hatte eine 1,2 Abi und der andere ein 2,0 Abitur. Und gleich wie gut es ist, die Arbeitgeber quälen dich da durch heutzutage, für jede "schlechte" Note oder für jedes Wiederholen der Jahrgangsstufe wird nachgefragt: Warum? Selbst für außerordentlich gute Noten werden Erklärungen verlangt, denn die Arbeitgeber gehen i.d.R. davon aus, dass Leute mit einem Spitzenabitur Hardcorestreber sind und keine Teamfähigkeiten aufweisen können, da sie in ihrer Schullaufbahn stets alleine in ihrem Zimmerchen gelernt haben. Letztendlich wurde der Kerl mit dem 1,2 Abitur abgelehnt, genau aus dem Grund, wegen mangelnder Teamfähigkeit. Gute Noten sind wichtig und nicht zu unterschätzen, aber es ist nicht alles im Leben. Emotionen, Persönlichkeit, Charakterstärke, auch solche Faktoren sind im Beruf wichtig und ich glaube, dass gedrillte Menschen sowas kaum aufweisen können. |
|
| | # -- |
| News Flash | Das könnte Dich auch noch interessieren:
Nicht fündig geworden? Dann ohne Anmeldung in unserem Gast-Forum nachfragen. |







