China - Bildung ahoi!

Alt 02.08.2008, 15:20   # 1
Agent-Kiwi
 
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Ich hab vorhin ein Bericht gelesen, der ziemlich krass das Bildungswesen in der aufstrebenden Wirtschaftsmacht China zeigt.

!Chinas Bildungswesen und die Folgen!

Das es in China nicht mit rechten Dingen zugeht, ist bekannt. Auch das genannte Bildungswesen wurde in Berichten und Diskussionen weltweit bereits mehrfach erwähnt. Nur zeigt dieser Bericht zu Zeiten der Olympiade auch andere Seiten.
Wie man auch im Video sehen kann, besteht China nicht nur aus Großstädten, sondern auch aus ländlichen Regionen. Wer dort wohnt, kann und wird im Leben nie etwas großes erreichen. Wie auch, wenn die nächste Schule 10 Kilometer entfernt liegt und das Unterrichtsniveau praktisch bei 0 liegt. Und das in einem Land, in dem man nur per Bildung Ausbeutung und Niedriglöhnen entkommen kann.
Das in Peking bald Olympia ist, das passt der Regierung dort zu 100% in den Kram. So kann man sich auf die wohl beste Eröffnugsfeier aller Zeiten vorbereiten. Das größte und schönste Olympiadorf wird man in Peking auch bewundern dürfen. Da hat man unglaubliche Mengen an Geld investiert, nur um sich für ein paar Wochen von der Schokoladenseite zu zeigen. Nur die Kehrseite der Medallie werden die wenigsten mitbekommen. Angefangen schon dabei, das offizielle Dopingfander nicht ins chinesische Lager dürfen.
Was da noch so alles hinter den Kulissen abläuft, das will ich gar nicht wissen.
Aber zurück zum eigentlich Thema, nämlich dem Bildungswesen.
Lest einfach mal den Bericht, schaut euch die Reportage an und postet eure Meinung.
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Alt 02.08.2008, 15:32   # 2
alec_k94
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Ich finde das echt blöd das jetzt alle in den Medien steht über China.Das läuft da schon seit langem so ab,und niemand hat was getan und jetzt auf einmal wo die Olympischen Spiele stattfinden machen die auf einmal großen Wind drüber...Den Leuten dort geht es wie gesagt schon seit vielen Jahren nicht so gut und jetzt machen sie großen Wind drüber.5 Monate wird doch glaub ich eh keiner mehr über die Armut dort in den Dörfern berichten. So meine Meinung.Werde bestimmt jetzt nieder gemacht,aber ich schreibe hier meine Meinung zum Thema.
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Alt 02.08.2008, 15:39   # 3
Agent-Kiwi
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Nur besteht der Unterschied zwischen China und anderen armen Länder, wie es sie zum Beispiel in Arfika gibt, dass China wirtschaftlich boomt.
Von diesem Aufschwung bekommt die Bevölkerung zum Löwenanteil aber leider nichts mit, den die Gewinne räumen die Bosse ein.
China probagiert zur Zeit, da muss die Pressefreiheit in anderen Ländern eben dagegenhalten.
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Alt 02.08.2008, 15:43   # 4
alec_k94
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Naja man darf ja nicht vergessen in China leben über 1 Milliarde Menschen
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Alt 02.08.2008, 15:50   # 5
Agent-Kiwi
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Das hat damit wenig zu tun.
Die Einwohnerzahl sollte kein Argument für eine Regierung sein, wie sie die Bevölkerung zu behandeln haben. Ob ich 10 Menschen die Menschrechte nehme oder 1 Milliarde, da kommt im Endeffekt das gleiche raus. Nämlich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und das sollte bestraft werden.
Macht aber keiner, da die westliche Welt eigentlich nur von diesem Boom profitiert.
Wir haben eine ziemlich komische Doppelmoral.
Ich rege mich hier auf über China und desen System, dabei muss ich nur eine Nachttischelampe umdrehen, meinen Kleiderschrank öffnen oder in meine Schuhe gucken: Made in China.
Nike Sneakers haben einen Materialwert von nichtmal 10€. Verkauft werden sie hier für 100€. Die Arbeiter verdienen an einem gefertigtem Schuh vielleicht ein paar Cent.
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Alt 02.08.2008, 15:56   # 6
alec_k94
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Gutes Argument,mit dir kann man echt Super debattieren...
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Alt 02.08.2008, 17:38   # 7
waldvogel
 
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Zitat:
Zitat von Rocky Beitrag anzeigen
Ich finde das echt blöd das jetzt alle in den Medien steht über China.Das läuft da schon seit langem so ab,und niemand hat was getan und jetzt auf einmal wo die Olympischen Spiele stattfinden machen die auf einmal großen Wind drüber...Den Leuten dort geht es wie gesagt schon seit vielen Jahren nicht so gut und jetzt machen sie großen Wind drüber.5 Monate wird doch glaub ich eh keiner mehr über die Armut dort in den Dörfern berichten. So meine Meinung.Werde bestimmt jetzt nieder gemacht,aber ich schreibe hier meine Meinung zum Thema.
Finde schon, dass die Diskussionen eine Berechtigung haben, denn erstens steht Olympiade als Sinnbild für Frieden und Fairness und das Nützt die chinesische Regierung schamlos aus und noch viel wichtiger: nur weil es schon immer so war soll es doch nicht so bleiben. Wenn die Olympiade solche Diskussionen auslöst, dann ist es doch gut.
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Alt 08.08.2008, 11:53   # 8
dynasty-warriors
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juhuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu heute ist olympia!!!!!!!!!!!!!! in beijing! ich gucke es auf cctv-4 ( chinesicher fernsehkanal)





(ich bin chinese!!)
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Alt 08.08.2008, 12:26   # 9
RealMario_MayhemFan
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zuallererst: olympia ist schon lange kein wettkampf mehr. olympia ist geld, olympia ist wirtschaft, tourismus, sponsorenjagd. genauso wie jedes andere große sportereignis, nur eben die mutter aller sportereignisse.
und für china ist olympia unter anderen auch noch etwas, vielleicht sogar viel wertvolleres: image. und das kann es nach (bzw mittendrin) der tibetsache sehr gut gebrauchen.
welche nation hat wieviele medaillien bekommen? was ist der aktuelle rekord im stabhochsprung, oder 100m freistil? interessiert außer echte sportfans niemanden. aber die olympiade ist in china, das weiß jedes kind. superschöne bilder über landschaft und kultur. china ist toll.

klar, viel mehr will china auch nicht von sich zeigen. ich glaub der streit der pressefreiheit steht auch noch ungeklärt im raum, oder weiß wer was neues?

aber zurück zum thema bildung:
ich seh oft kinder bei uns, da kümmern sich die eltern überhaupt nicht um deren schule oder bildung. was da in den meisten fällen rauskommt, haben wir ja in diesem thread schon diskutiert: http://www.ps3spot.de/spam-forum/125...ntwortung.html

sind irgendwo zwei seiten derselben medaillie (wie olympisch, hrhrhr): die einen kümmern sich gar nicht um ihre kinder, die bekommen später meist aber doch irgendwie die kurve und leben halt eben mit ihren 1000 euro im monat. dann wiederum trimmen andere ihre kinder auf gehirnchirurg oder raktenwissenschaftler und vergessen dabei, dass es kinder und keine cpus sind.
da kann sich ruhig der eine ne scheibe vom anderen abschneiden und umgekehrt, wie so oft liegt irgendwo dazwischen die wahrheit.

aber ich find das zeigt, wie guts uns hier eigentlich geht: in china haben die leute genau nichts vom staat zu erwarten, wenn sie nicht entsprechend geschult sind und dem kollektiv (individualität in asien? aber ganz bestimmt nicht) nicht nützlich sein können. hier bei uns meldet man sich eben arbeitslos, der staat wirds schon richten.
chinesische (ganz allgemein asiatische) und europäische mentalitäten sind überhaupt nicht vergleichbar. da bleibt man sein ganzes leben lang in einem einzigen betrieb, man ist schließlich froh überhaupt nen job zu haben. und der wird dann auch gleich an den sohn vererbt. nicht so wie hier, wo man in 5 jahren 3firmen im schnelldurchgang durchläuft. und arbeiten geht man sowieso nur widerwillig.

weiterer kleiner unterschied, nur am rande: beleidigt man euch hier, gibts vielleicht im nachhinein ein paar auf die mütze, jeder verarscht jeden. wenn ein asiate in der öffentlichkeit gedemütigt wird und sein gesicht verliert, gibts erst richtig zorres. so tief eingeprägt ist das kollektive denken...

fazit:
bei uns ists mit der bildung zu locker, in china nehmen es die leute (und das würd auch gar nicht anders funktionieren) sehr viel ernster. aber kinder bleiben nun mal kinder. bildung ja, kindheit nein kann keine lösung sein. beides muss zu gleichen teilen befürwortet werden
__________________
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Alt 08.08.2008, 13:13   # 10
Mayhem
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Stimme dir da vollkommenzu, RealM. Die Mentalitäten der Völker sind krass unterschiedlich, besonders wenn es eben um das Thema Bildung geht. Und wie du es ansprichst, das mit den Beleidigungen. Ich meine, Kinder werden dort übelst gedrillt. Da reicht es, wenn man ihnen sagt: "Wenn du schlecht lernst, werden deine Eltern ihr Gesicht verlieren, man wird über sie lachen!" Ist wirklich so, man erzieht dort die Kinder zu folgsamen Lämmchen. Mach das hier mal in Deutschland, bring mal solch einen Satz. Gut, letztendlich kommt es auf die Erziehung an, aber i.d.R. geht es den Kindern/Jugendlichen am Allerwertesten vorbei hier bei uns, ob die Eltern ihr "Gesicht verlieren" oder nicht. Wir leben in einem demokratischen Rechtsstaat und RealM. du hast vollkommen Recht. Wir haben es einfach viel zu gut. Ich verstehe da die typisch deutsche Meckermentalität irgendwie nicht so richtig von wegen "Uhh, alles wird teurer!!!" Sicher wird es das, aber dafür sitzt jemand weiter oben und fördert die Leute mit Subventionen, gibt es anderswo nicht wirklich, genau wie es anderswo keine sozialen Sicherungen gibt (wir kennen ja unsere dt. Säulen der Sicherung, zumindestens sollten wir alle mal was davon in der Schule gehört haben!)
Aber zum Thema Bildung in China. Finde ich persönlich total übertrieben, sowas ist ungesund, das Kind kann sich kaum entfalten, es wird gesteuert, wie sie es ja so schön mit CPU beschreiben, gelenkt und nach eigenen Vorstellungen bearbeitet und geformt. Aber was dann? Die Eltern schreiben vor was studiert wird und was später dann als Beruf getätigt wird. Das kann man doch nicht "leben" nennen. Es ist bemitleidenswert. Die Kindern lernen nicht ihren eigenen Willen auszuleben, vorausgesetzt man erklärt ihnen das sie einen haben
Bildung ist heutzutage unglaublich wichtig, aber übertreiben sollte man dies auch nicht. Erinnert mich an zwei Kumpel von mir, die sich bei der selben Stelle beworben haben und auch zum Vorstellungsgespräch geladen wurden. Der eine hatte eine 1,2 Abi und der andere ein 2,0 Abitur. Und gleich wie gut es ist, die Arbeitgeber quälen dich da durch heutzutage, für jede "schlechte" Note oder für jedes Wiederholen der Jahrgangsstufe wird nachgefragt: Warum? Selbst für außerordentlich gute Noten werden Erklärungen verlangt, denn die Arbeitgeber gehen i.d.R. davon aus, dass Leute mit einem Spitzenabitur Hardcorestreber sind und keine Teamfähigkeiten aufweisen können, da sie in ihrer Schullaufbahn stets alleine in ihrem Zimmerchen gelernt haben. Letztendlich wurde der Kerl mit dem 1,2 Abitur abgelehnt, genau aus dem Grund, wegen mangelnder Teamfähigkeit. Gute Noten sind wichtig und nicht zu unterschätzen, aber es ist nicht alles im Leben. Emotionen, Persönlichkeit, Charakterstärke, auch solche Faktoren sind im Beruf wichtig und ich glaube, dass gedrillte Menschen sowas kaum aufweisen können.
__________________
official oldsql.
style7,Mayhem

Scheiß auf Klimawandel!


GEBT MIR GLÜHBIRNEN, LEUTE! LET'S GET SAUNA!

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Alt 29.05.2012, 02:36 # --
News Flash
 
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