Achtung! Wildschweine

Alt 18.03.2007, 10:17   # 1
Bessel
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Achtung! Wildschweine
Aktuelle Information bei Begegnungen mit Schwarzwild

Kürzlich traf ich ein Ehepaar auf einem Waldweg an. Man kam ins Gespräch, doch dann kam der Schock:Nach kaum einer Minute gesellten sich zu dem Pärchen nach und nach, sage und schreibe sieben Hunde. Einer davon, ein Terrier, hatte eine tiefe Fleischwunde am Hals und musste sofort tierärztlich behandelt werden. Er wurde von einem Wildschein geschlagen.

Wer jemals bei einer Drückjagd auf Wildschweine miterleben musste, wie von einem halbstarken Wildschwein (Überläufer) Hunde in die Mangel genommen wurden, wird dies niemals vergessen. Geschlagene Jagdhunde mit aufgerissenen Bäuchen und hervorquellenden Eingeweiden sind leider keine Seltenheit.
Die Vorfälle häufen sich, dass Hunde ihr freies Laufen im Wald, hohen Wiesen und Getreideschlägen mit dem Leben bezahlen.
Sie können als Wanderer/In oder als Sammler/In durchaus mit Wildschweinen zusammentreffen.
Es laufen im Wald keine zahmen Schweinchen herum, nein, es leben dort starke, wehrhafte Tiere.
Meiden Sie die Dickungen, bleiben Sie auf den Wegen und unterhalten sich, flöten oder singen vor sich hin. Nicht laut, denn Sauen hören ausgezeichnet. Die Tiere werden Sie wahrnehmen und sich verdrücken.

Hören Sie ein Grunzen, Wetzen oder Blasen, ziehen Sie sich langsam von dieser Geräuschquelle zurück, hier ist bereits „dicke Luft“.

Es sind Warnlaute der Tiere. Der Grunzlaut bedeutet die letzte Warnung. Man sollte das unbedingt beachten und sofort eine räumliche Distanz (Fluchtdistanz) aufbauen und leise sprechen, nicht brüllen.

Schleichen Sie oder ihr Vierbeiner jedoch wie die Indianer durch die Büsche und stoßen unmittelbar auf eine Rotte oder ein schlafendes Schwein, fühlen sich die Tiere bedroht, und es kann zu einer lebensgefährlichen Konfrontation kommen.
Weibliche Stücke greifen mit geöffneten Maul an und beißen.
Männliche Tiere greifen mit gesenktem Haupt an und schlagen mit ihren messerscharfen Waffen von unten nach oben, meist in die Beine (Hosenflicker). Häufig werden dabei die Muskelfasern und die Schlagader zerfetzt, und der Getroffene kann verbluten.

Die gefährlichste Situation ist ein Zusammentreffen mit einer Bache (Muttertier) in ihrem Wurfkessel (Wochenbett) und ihren Frischlingen. Bachen können übrigens über das ganze Jahr Nachwuchs bekommen, nicht nur im März oder April.

Die Bache wird im Regelfall ohne Vorwarnung angreifen, um ihre Jungen zu schützen.

Bleiben Sie also bitte auf den Wegen, leinen Sie die Hunde an und nehmen für den Notruf stets ein Handy mit.
 
Alt 18.03.2007, 12:13   # 2
schnippewippe
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Davon kann auch ich ein Lied singen! Als ich mit meiner Hündin Tannenzapfen sammeln war, stießen wir auf ein Rudel Wildschweine. Die waren auf einmal da. Das Leittier nahm gleich Stellung an und hatte uns beobachtet. Ich rief dann meiner Hündin leise zu , dass sie zu mir kommen sollte. Dann ging ich mit ihr langsam rückwärts Richtung Weg , dort befanden sich Gärten .
Ein Gärtner der die Sache beobachtet hatte ,meinte es ist nicht gut mit einer Plastiktüte im Wald herum zu laufen. Die Tier werden von den Gartenbesitzern im Winter mit Obst gefüttert. Da man das Obst in Plastiktüten zur Futterstelle trägt , denken die Wildschweine , dass in jeder Tüte Futter ist. Von da an bin ich nie wieder mit einer Tüte in der Hand durch den Wald gegangen.
 

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