Neue SAT Anlage im EFH, Längenproblem


Alt 17.03.2010, 13:30   # 1
Witt
 
Registriert seit: 17.03.2010
Beiträge: 3
Hallo Zusammen,

als SAT Neuling konnte ich in den vergangenen Tagen sehr viel lernen.
Vielen Dank schon mal an alle fleissigen Schreiblinge.
Trotz intensiven Stöberns konnte ich meine konkrete Planug einer neuen SAT Anlage in einem Haus, welches gerade durch meine Freunde und mich renoviert wird, nicht ganz klar erkennen und brauche Hilfe bei der Komponentenauswahl, da besoders lange Wege zurückgelegt werden müssen.
Stand der Dinge:
Da eine vorhandene Nachtspeicherheizung (durfte 2 Tonnen schleppen ... war kein Asbest drin) ausgebaut wurde und neue (Gasbrennwert) rein, habe ich überall senkrechte- und Bodenschlitze für die neuen Heizungsrohre. Teilweise ersetzt ein Elektriker die Flachstromkabel. Nun gehts auch an die EDV (da lege ich in Rohren CAT 7a Kabel, zwar teuer, aber die Kinder sollen es evtl. auch mal nutzen) und ans Fernsehen.
Wie so viele möchte auch ich den Kabelanbieter nicht das Geld überweisen müssen, lieber digitale SAT Schüssel!
Unsere bisherige DVB-T Empfang ist viel zu "pixelig", daher soll eine digitale feste Installation her, die auch (HD-) zukunftssicher ist (soweit das geht; mein derzeitiger Fernseher kann zwar kein HD, aber irgendwann setht ja eh ein Neuer an)
Also Lerrohre habe ich genug, bzw. lege einfach welche.
Die Schüssel soll mittig aufs Dach (dann nicht im Schatten von Bäumen) montiert werden. Von dort aus gehts in den Kellerraum, von welchem ich zentral alle Kabel in die Räume lege. Dies sind aber ca. 33 Meter ! Wie lang darf denn die Verbindung vom LNB zum Multischalter sein?
Dann gehts vom Multischlater im Kellerraum sternförmig zu den einzelnden 7 Zimmern, Enfernungen zwischen 8 und 27 Metern.
Es sollen 3 Doppelanschlüsse und 4 einfache (Muß den Kindern reichen) installiert werden.
Mein Elektriker hat schon 100 Meter WISI MK 95 C0100, 75 Ohm, 17 DB gekauft, ist aber noch nicht verlegt, evtl. besser ein anderes Kabel nehmen, damit zukunftssicher ?
Ist das so realisierbar ? Und welche Komponenten wären ratsam?

Danke schon mal an alle & Gruß Witt
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Alt 18.03.2010, 00:14   # 2
Dipol
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Beiträge: 3.792
Hallo Witt, herzlich Willkommen im Forum!

Zitat:
Zitat von Witt Beitrag anzeigen
Also Lerrohre habe ich genug, bzw. lege einfach welche.
So soll es auch nach DIN 18015 sein.
Zitat:
Zitat von Witt Beitrag anzeigen
Die Schüssel soll mittig aufs Dach (dann nicht im Schatten von Bäumen) montiert werden. Von dort aus gehts in den Kellerraum, von welchem ich zentral alle Kabel in die Räume lege. Dies sind aber ca. 33 Meter ! Wie lang darf denn die Verbindung vom LNB zum Multischalter sein?
Dann gehts vom Multischalter im Kellerraum sternförmig zu den einzelnden 7 Zimmern, Enfernungen zwischen 8 und 27 Metern.
Entscheidend ist die gesamte Systemdämpfung. 75 dB(µV) LNB-Ausgangspegel und 47 dB(µV) Mindestpegel ergeben ein Pegelbudget von 28 dB.

Je nach Gesamtkabellänge und Dämpfung von Steckdose und Multischalter hängt ab ob eine Verstärkung erforderlich ist. Setzt man 6 dB Sicherheit an, wären mit einem aktiven Multischalter die max. 60 m WISI MK 95 noch ohne Vorverstärker möglich.
Zitat:
Zitat von Witt Beitrag anzeigen
Es sollen 3 Doppelanschlüsse und 4 einfache (Muß den Kindern reichen) installiert werden.
Mein Elektriker hat schon 100 Meter WISI MK 95 C0100, 75 Ohm, 17 DB gekauft, ist aber noch nicht verlegt, evtl. besser ein anderes Kabel nehmen, damit zukunftssicher ?
Das Kabel ist dämpfungsarm, hat A-Class-Schirmung, eine hohe Geflchtebedeckung und ist durch PIB-Beschichtung alterungsbeständig. Somit optimal für Sat.-Empfang geeignet, auch wenn die Dämpfung in der Sat.-ZF > 17 dB beträgt.

Für 10 Sternleitungen brauchst du einen Multischalter mit 12 Ausgängen. Falls auch Terrestrik mit eigespeist wird achte auf eine möglichst hohe terrestrische Teilnehmerentkopplung. Die Norm beträgt 42 dB (Hat nur noch nur WISI) TechniSat und JULTEC sind mit 35 dB ausgewiesen.

Nach EN 60728-11 muss die Antenne mit mindestens 16 mm² Cu-Erdungsdraht in massiver Volldrahtausführung erfolgen. Lass die keinen mehrdrähtigen andrehen! Nach der gleichen Norm muss ein Potenzialasugleich der Kabel erfolgen, welcher nur am Mast angeschlossen seiin darf.

Wenn das dein Elektriker alles weiß und anstatt technisch überholter F-Aufdrehstecker nur noch Kompressions-Stecker verwendet, hast du einen Ausnahmeinstallateur erwischt.
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Alt 18.03.2010, 16:10   # 3
Witt
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Beiträge: 3
Hi DIPOL,

super vielen Dank, das hilft mir schon mal einiges weiter.
Ich vergaß zu erwähnen, das höchstens 5 Teilnehmer gleichzeitig an den Multischalter angeschlossen werden sollen.
Dann noch die Frage: Welches Kabel nehme ich eigentlich vom LNB zum Multischalter?
Und ja, terrestrisch wäre auch gut.
Kannst Du mir einen LNB und eine Schüssel empfehlen?
Habe gelesen, das einige LNB's für weitere Strecken besser geeignet sind?!
Ansonsten wirklich vielen Dank für due ausführlichen Informationen, ich "teste" mal den Elektriker, welches Kabel er für die Erdung nehmen möchte.
bis dann und GRuß
Witt
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Alt 18.03.2010, 20:15   # 4
King W.
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Wenn du noch mehr über Erdung und Potentialausgleich wissen möchtest: [LEX]Bitte lesen[/LEX].

Das 16 mm² Volldraht-Kabel ist nicht immer einfach zu bekommen. Hier ist es vorrätig. Als Antenne kann ich die TDE 88 empfehlen, wenn du etwas besonders stabiles und langlebiges suchst. An dieser Antenne ist nichts aus Kunststoff, eine Lebenserwartung von 25 Jahren und mehr ist bei dieser Antenne ohne weiteres drin. Leider werden die TDE's nicht mehr hergestellt, SEH hat aber noch ein paar auf Lager. Bei der Montage ist auf eine sehr stabile Befestigung zu achten, das Teil ist mit ca 10 kg recht schwer.

Auch Gibertini baut recht gute Antennen, wenngleich sie nicht ganz mit der TDE mithalten können. Dafür sind sie aber auch deutlich günstiger. Die OP 85 XP wäre für deine Zwecke geeignet.

Die Empfehlung für das LNB ist eindeutig: Alps. Die Empfangsleistung überzeugt trotz des vergleichsweise niedrigen Preises vollkommen, der Stromverbrauch hält sich in Grenzen und im Laufe der Zeit haben sich die Alps-LNB's den Ruf erworben, "unkaputtbar" zu sein. Hier im Forum ist noch nie von einem kaputten Alps berichtet worden. Einziges kleines Problem: Der Wetterschutz läßt sich etwas schwer montieren, ist er aber erst einmal angebracht, schützt er die Stecker und Verschraubungen absolut zuverlässig.

Als Multischalter hat Dipol schon die richtigen genannt. Mein persönlicher Favorit ist der JAM 0512T von Jultec. Dieser Schalter besitzt eine Reihe von Vorteilen:
  • Die Stromsparschaltung: Falls, z.B. nachts, kein Receiver ein Signal anfordert, wird die Stromversorgung der internen Verstärker und des LNB unterbrochen, der Stromverbrauch sinkt auf ein Minimum. Das spart, je nach Fernsehgewohnheit, 10 - 20€ pro Jahr oder sogar noch mehr, nach einiger Zeit hat sich der Schalter gegenüber einem Billigprodukt ohne diese Stromsparschaltung amortisiert.
  • Die Schräglagenentzerrung: Bei hohen Frequenzen verstärkt der Schalter das Signal kräftiger, als bei niedrigen Frequenzen. Dadurch wird die mit steigender Frequenz höhere Kabeldämpfung wieder ausgeglichen. Als Resultat können an diesen Schalter auch lange Kabel ohne Beeinträchtigung des Empfangs angeschlossen werden. Bei gutem Kabel sind ohne weiteres 50m und mehr machbar.
  • Die interne Terminierung: Die nötigen Abschlußwiderstände sind bereits eingebaut. So können sie nicht vergessen werden und Störungen durch stehende Wellen verursachen. Ergebnis: Einwandfreies, ungestörtes Signal an allen Ausgängen.
  • Das Alu-Druckgußgehäuse: Es wirkt als perfekte Abschirmung auch gegen starke elektromagnetische Störungen, ist mechanisch enorm stabil und fungiert gleichzeitig als Kühlkörper für die elektronischen Komponenten. Diese danken es durch eine lange Lebensdauer und zuverlässige Funktion.

Als Kabel vom LNB zum Multischalter kannst du problemlos das WISI-Kabel, welches dein Elektriker besorgt hat, verwenden.

Ebenfalls gut ist das KOKA 100 von Hirschmann. Auch dieses Kabel übertrifft die Class-A Anforderungen bei weitem. Dieses Kabel kannst du bei SEH bekommen und leihweise ein passendes Set dazu, bestehend aus 100 Kompressionssteckern, einer Kompressionszange und einem Abisolierer. Damit lassen sich problemlos professionelle Kabelverbindungen erstellen. Nach Gebrauch schickst du das Set einfach wieder zurück und bekommst postwendend auch dein Geld wieder, natürlich abzüglich der verbrauchten Stecker. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, es fallen lediglich die Portokosten für die Rücksendung an.

Die empfohlenen Komponenten, TDE-Antenne, Alps LNB, Jultec Multischalter und Kabel von Wisi oder Hirschmann, in Verbindung mit Kompressionssteckern, ergeben eine Antennenanlage der Kategorie "Spitzenklasse". Sie wird euch viele Jahre ungestörten, problemlosen Fernsehgenuß liefern. Alle auf dem Markt befindlichen Receiver lassen sich nutzen, sei es analog, digital oder HD.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
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Alt 20.03.2010, 00:03   # 5
Witt
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Hey King W. und alle anderen,

vielen vielen Dank, supergute Hilfe!
Damit kann ich sehr viel anfangen; ich melde mich mit Ergebnissen (oder falls noch Fragen auftauchen ...)

Gruss Witt
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Alt 20.03.2010, 00:58   # 6
King W.
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Zitat:
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oder falls noch Fragen auftauchen ...
Sicher doch. Wir helfen gern.
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