Problematische (???) Umstellung von Kabel auf SAT


Alt 24.02.2010, 23:31   # 1
Locutus
 
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Hallo zusammen,

zunächst mal ein dickes Lob in die Runde! Bin vor wenigen Wochen auf das Forum gestoßen, habe mittlerweile mehrere Abende mit dem Durchforsten unzähliger Threads verbracht und denke, dass ich mir zumindest solide Grundkenntnisse aneignen konnte. Genial vor allem, dass hier wirklich jedem und das auch noch zeitnah geholfen wird.

Trotzdem kam auch bei mir irgendwann die Erkenntnis, dass jede Planung/Anlage ihre Besonderheiten hat und deswegen auch von mir ein paar Fragen, in der Hoffnung, dass auch mir geholfen werden kann.

Zur Ausgangssituation: Einfamilienhaus mit Kabelanschluss (KDG), das Kabel kommt durch das Erdreich im Erdgeschoss an, durchläuft einen Verstärker (Delta Electronics BK-Verstärker/CATV-ampl. BKD 33) und wird mit einem „8 Way Multi TAP“ sternförmig auf insgesamt 7 Standard-Kabeldosen in 6 Räumen verteilt. Bei dem Koax-Kabel handelt es sich um ein „H 126 DuobondPlus BTQ“.

Ich hätte gern mind. einen HD-tauglichen Satellitenanschluss in jedem Raum.

Grundsätzlich würde wegen der sternförmigen Verlegung da wohl die sog. Multischalter-Lösung in Frage kommen. Da ich dann aber bis auf einen Raum nur je eine Kabeldose habe, könnte ich dann keine sog. Twin-Receiver anschließen!??

Also UniCable (8 Frequenzen würden mir reichen): Hier habe ich keine Nachteile gegenüber den Multischaltern erkennen können, außer den etwas höheren Preis. Ist das so korrekt?

Ich hoffe, das bereits verlegte Kabel ist HD-tauglich (?) und bräuchte neben Schüssel, Quattro-LNB, Technirouter und Verteiler sicher auch die passenden Kabeldosen. Können dies die sog. Stichdosen sein oder lieber Durchgangsdosen mit Widerstand? Den Unterschied hab ich noch nicht verstanden.

So, das war der einfache Teil, nun wird’s schwieriger.

Die baulichen Gegebenheiten verhindern, dass ich das Koax-Kabel vom Spiegel zum Router/Verteiler durch das Haus führen kann (der Aufwand wäre immens). Daher möchte ich unter den Dachsteinen und dann an der Dachrinne entlang durch die Erde in den Hauswirtschaftsraum verlegen. Hierfür würde ich das bereits oft empfohlene Koax-Erdkabel verwenden und dieses zumindest noch unterirdisch in einem Schutzrohr „verpacken“. Problem: Auf dem Dach befindet sich noch eine Photovoltaikanlage, deren vier Kabel (NYM-J 4 x 16 qmm) zumindest ab der Dachrinne den gleichen Weg ins Haus nehmen. Kann es hierdurch zu Störungen beim SAT-Signal kommen???

Alternative wäre, den Spiegel auf der Garage neben dem Haus zu montieren. Hier sind es rund 20 Meter bis zum Verteiler im Haus. Um nicht vier Erdkabel bis zum Haus ziehen zu müssen hatte ich die Idee, den Technirouter in der Garage zu montieren, dann von dort nur ein Kabel ins Haus zu führen und dieses wieder zu verteilen. Problem hierbei: Die Garage ist kaum gedämmt. Welche Temperaturen überlebt der Router im Winter, bevor er „erfriert“???

Ich dank schon mal vorab für eure Hilfe!
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Alt 25.02.2010, 02:27   # 2
Dipol
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Hallo Locutus, herzlich Willkommen im Forum!

Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Bei dem Koax-Kabel handelt es sich um ein „H 126 DuobondPlus BTQ“.
Gutes Kabel, hat amerikanische Abmessungen und benötigt daher andere F-Stecker-Größen.
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Ich hätte gern mind. einen HD-tauglichen Satellitenanschluss in jedem Raum.
Die HD-Tauglichkeit hängt nie vom Kabel ab und kann nur durch aktive Komponenten mit hohem Phasenrauschen versaut werden.
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Grundsätzlich würde wegen der sternförmigen Verlegung da wohl die sog. Multischalter-Lösung in Frage kommen. Da ich dann aber bis auf einen Raum nur je eine Kabeldose habe, könnte ich dann keine sog. Twin-Receiver anschließen!??
Es ist nur ein Master-Slave-Betrieb an einem Kabel möglich. Der zweite Tuner kann nur auf der vom ersten Tuner gewählten Empfangsebene agieren. Für uneingeschränkten Betrieb ist eine zweite Leitung oder UniCable erforderlich.
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Also UniCable (8 Frequenzen würden mir reichen): Hier habe ich keine Nachteile gegenüber den Multischaltern erkennen können, außer den etwas höheren Preis. Ist das so korrekt?
Es funktionieren nur Digitalreceiver mit UniCable-Befehlssatz. Tücken gibt es auch genug, die sind aber im Einfamilienhaus nicht so gravierend. Auch kann man in deinem Fall einen betriebssicheren 2 x 4 Router einsetzen.
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Ich hoffe, das bereits verlegte Kabel ist HD-tauglich (?) und bräuchte neben Schüssel, Quattro-LNB, Technirouter und Verteiler sicher auch die passenden Kabeldosen. Können dies die sog. Stichdosen sein oder lieber Durchgangsdosen mit Widerstand?
Eine Stichdose hat am Ende einer Stammleitung nix zu suchen, weil der fehlende Impedanzabschluss Stehwellen verursacht und die Entkopplung zu gering ist. Stichdosen dürfen nur nach einem Abzweiger oder Multischalter (das ist auch nur ein schaltbarer Abzweiger) eingesetzt werden, nach einem Verteiler ist wieder die Entkopplung zu gering.
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Die baulichen Gegebenheiten verhindern, dass ich das Koax-Kabel vom Spiegel zum Router/Verteiler durch das Haus führen kann (der Aufwand wäre immens). Daher möchte ich unter den Dachsteinen und dann an der Dachrinne entlang durch die Erde in den Hauswirtschaftsraum verlegen.
Da bietet es sich aus optischen Gründen an, nur kommt es bei Blitzeinschlägen ohne Schutzabstand zu Überschlägen. Immer von der Traufe und dem Regenrohr Abstand halten. Da haben die Normkoryphähen eine schöne komplizierte und praxisferne Formel entwickelt, bleib einfach mal > 0,5 m von allen Blechteilen weg.
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Hierfür würde ich das bereits oft empfohlene Koax-Erdkabel verwenden und dieses zumindest noch unterirdisch in einem Schutzrohr „verpacken“. Problem: Auf dem Dach befindet sich noch eine Photovoltaikanlage, deren vier Kabel (NYM-J 4 x 16 qmm) zumindest ab der Dachrinne den gleichen Weg ins Haus nehmen. Kann es hierdurch zu Störungen beim SAT-Signal kommen???
Hf-technisch ist die Parallelverlegung von Starkstrom- und Antennenkabeln kein Problem. Früher mussten die Kabel voneinander abgeschottet sein, das wird aber nicht mehr verlangt. Aber Schutzabstände gegen Bleche aller Art müssen schon sein.

Hierzu etwas Literatur:
PV-Anlagen vor Blitz und Überspannungen schützen - Voltimum.de
Merkblaetter
Blitzschutz für Photovoltaik-Anlagen | Thormählen - Blitzschutz und Elektrotechnik | Überspannungsschutz | Potentialausgleich | Erdungsanlagen
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Alternative wäre, den Spiegel auf der Garage neben dem Haus zu montieren. Hier sind es rund 20 Meter bis zum Verteiler im Haus. Um nicht vier Erdkabel bis zum Haus ziehen zu müssen hatte ich die Idee, den Technirouter in der Garage zu montieren, dann von dort nur ein Kabel ins Haus zu führen und dieses wieder zu verteilen. Problem hierbei: Die Garage ist kaum gedämmt. Welche Temperaturen überlebt der Router im Winter, bevor er „erfriert“???
Im Router sind keine beweglichen Teile, aber es kann sich evtl. Schwitzwasserbildung bilden.

Schau dir mal bei Satellite Finder / Dish Pointing Calculator with Google Maps | DishPointer.com an, ob es nicht möglich ist die Satellitenantenne im Schutzbereich der Fassade (Abstand < 1,5 m) anzubringen. Dann sind vieleicht auch die 4 Satellitenkabel ohne Erdverlegung in den Keller zum Multischalter oder einer UniCable-Matrix zu führen.
Außerhalb des Schutzbereichs muss die Satellitenantenne mit mindestens 16 mm² Cu-Draht an den Schutzpotenzialausgleich des Gebäudes geerdet werden. Innerhalb der Schutzzone ist nur noch noch ein Potenzialausgleich der Antennenkabel mit 4 mm² Cu-Draht erforderlich, wäre vergleichsweise einfach im Keller vor und nach dem Multischalter/Router zu machen.
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Alt 25.02.2010, 22:56   # 3
Locutus
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Gutes Kabel, hat amerikanische Abmessungen und benötigt daher andere F-Stecker-Größen.
Die F-Stecker dürften kein Problem sein, die sind ja faktisch schon vorhanden. Für die evtl. noch ausstehende Verkabelung könnte ich ja notfalls dann auch ein anderes Koax-Kabel verwenden.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Es funktionieren nur Digitalreceiver mit UniCable-Befehlssatz. Tücken gibt es auch genug, die sind aber im Einfamilienhaus nicht so gravierend. Auch kann man in deinem Fall einen betriebssicheren 2 x 4 Router einsetzen.
Oh, welche Tücken wären das? Hatte bisher eigentlich den TechniRouter 5/1x8 G in der Planung. Welche Unterschiede und Vorteile bestehen, wenn ich einen 5/2x4 G Router einsetze?

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Eine Stichdose hat am Ende einer Stammleitung nix zu suchen, weil der fehlende Impedanzabschluss Stehwellen verursacht und die Entkopplung zu gering ist. Stichdosen dürfen nur nach einem Abzweiger oder Multischalter (das ist auch nur ein schaltbarer Abzweiger) eingesetzt werden, nach einem Verteiler ist wieder die Entkopplung zu gering.
Das heisst also immer Durchgangsdose mit Widerstand oder gehen auch Einkabel-Enddosen (z.B. Technisat, Art.-Nr. 0000/3075)??

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Da bietet es sich aus optischen Gründen an, nur kommt es bei Blitzeinschlägen ohne Schutzabstand zu Überschlägen. Immer von der Traufe und dem Regenrohr Abstand halten. Da haben die Normkoryphähen eine schöne komplizierte und praxisferne Formel entwickelt, bleib einfach mal > 0,5 m von allen Blechteilen weg.
Ich lese daraus und aus den Infos, auf die verwiesen wurde, dass auch eine Blitzschutzanlage nicht weiterhelfen würde und selbst von dieser mind. 50 cm Abstand zu halten wären??? Das ist ziemlich kompliziert, weil dann komme ich nie vom Dach runter mit meinen Kabeln, es sei denn, ich verleg diese irgendwo ganz hässlich auf dem Putz entlang!!!???

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Im Router sind keine beweglichen Teile, aber es kann sich evtl. Schwitzwasser bilden.
Technisat benennt die Umgebungsbedingungen mit -25 Grad Celsius bis + 55 Grad Celsius. Dass müsste doch eigentlich reichen oder hat hier jemand Erfahrung mit?

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Schau dir mal bei Satellite Finder / Dish Pointing Calculator with Google Maps | DishPointer.com an, ob es nicht möglich ist die Satellitenantenne im Schutzbereich der Fassade (Abstand < 1,5 m) anzubringen. Dann sind vieleicht auch die 4 Satellitenkabel ohne Erdverlegung in den Keller zum Multischalter oder einer UniCable-Matrix zu führen.
Schwierig zu beurteilen. Da bliebe zunächst die Garagenlösung oder eben die Fassade an der Ostseite des Gebäudes, wobei ich da nicht weiß, inwieweit der Dachüberstand negative Auswirkungen haben könnte. Gibt es denn Befestigungssysteme, mit denen ich einen 0,88 m Spiegel an einer nahezu 100 % nach Osten ausgerichteten Fassade befestigen und auf Astra ausrichten könnte?? Dann würde es vermutlich klappen. Auch wenn ich immer noch nicht weiß, wie ich die Kabel nach unten kriege, ohne in die Nähe der Fallrohre zu kommen und ohne die neue, aufwändig gedämmte Fassade zu durchbohren?!

für jeden Hinweis!
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Alt 26.02.2010, 01:14   # 4
King W.
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Die Montage auf der Wand könntest du - theoretisch - mit einem solchen Wandarm ermöglichen.

Da dieser Wandarm 45 cm "Auslage" hat, könnte eine Antenne bis knapp 90 cm Durchmesser montiert und bis zu einem Winkel von 90° in Richtung Süden gedreht werden. Das reicht für Astra auf jeden Fall. Das Problem ist aber die Befestigung des Wandarms auf der gedämmten Fassade. Das Dämm-Material ist ja relativ weich, da hält kein Dübel. Du müßtest also die Dämmung durchbohren und die Befestigung mit sehr langen Schrauben vornehmen. Das hat natürlich erhebliche technische Nachteile. Die Befestigungsplatte ist nur 20x20 cm groß und würde sich sofort in die Isolierung drücken, noch bevor der Wandarm richtig fest ist.

Ich denke, die Montage auf einer gedämmten Wand kannst du vergessen - das funktioniert nicht.

Die Idee mit der Garage ist ja an sich nicht schlecht und von der Temperatur her auch durchaus machbar. Die Bedenken Dipols bezogen sich eher auf die Luftfeuchtigkeit. Wenn du mit dem regennassen Auto in die Garage fährst und das Wasser verdunstet, ergibt sich eine ziemlich hohe relative Luftfeuchtigkeit. Wenn dann abends die Luft in der Garage abkühlt, kann es sein, daß die Feuchtigkeit kondensiert und dann den Router beschädigt. Elektrische Geräte und Wasser vertragen sich nun mal nicht miteinander.

Ist die Garage aber trocken und gut belüftet, eignet sie sich auch, um den Router zu montieren. Der von TechniSat angegebene Temperaturbereich von -25 bis +55° ist in der Garage ja wohl einzuhalten.

Die Montage selbst könntest du mit einem Paar Wand-Masthalter vornehmen. Diese Teile werden einfach an die Garagenwand geschraubt, ein Mast eingespannt und daran die Antenne montiert. Diese Wand-Masthalter gibt es für einen Wandabstand von 12 - 50 cm.

Von der Antenne aus müßtest du mit 4 Kabeln zum Router gehen. Außerdem muß noch die Erdung und der Potentialausgleich installiert werden.

Vom Router aus geht es mit einem oder (besser) zwei Kabeln ins Haus zur Verteilung der Signale. Wenn du dabei durch das Erdreich mußt, kannst du entweder die Kabel durch entsprechend stabile Leerrohre schützen, oder du verwendest direkt Erdkabel.

Im Haus selbst montierst du solche Splitter (gibt es von 2 bis 8-fach) und von dort aus geht es weiter zu den Antennendosen. Bei den angegebenen Dosen handelt es sich um Durchgangsdosen, die aber auch als Enddosen genutzt werden können. Zu diesem Zweck baut man einen Abschlußwiderstand ein.

Welche Splitter du verwendest, hängt davon ab, wie deine Verkabelung aussieht. Besser, als ein 1x8 Router ist auf jeden Fall der 2x4 Router, weil er nur die 4 niedrigsten Frequenzen verwendet. Da wirkt sich die Kabeldämpfung weniger stark aus. Voraussetzung ist natürlich, daß die Verkabelung so gemacht werden kann, daß sich 2 "Stränge" mit jeweils nicht mehr als 4 Anschlüssen ergeben (Twin-Receiver belegen 2 Frequenzen und zählen doppelt).

Sonst ist nichts besonderes zu beachten. Bei der Anschaffung der Receiver ist auf Unicable-tauglichkeit zu sehen. So sind z.B. die Receiver von TechniSat, Vantage und auch Smart (Aufzählung natürlich nicht vollständig) geeignet.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
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Alt 26.02.2010, 02:49   # 5
Dipol
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Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Oh, welche Tücken wären das? Hatte bisher eigentlich den TechniRouter 5/1x8 G in der Planung. Welche Unterschiede und Vorteile bestehen, wenn ich einen 5/2x4 G Router einsetze?
Dass sich die gegenseitigen Störmöglichkeiten halbieren. Es ist nicht so toll, wenn z. B. während eines Sendersuchlaufs die Programmwahl der anderen Receiver blockiert ist.
Zitat:
Zitat von maxwell10 Beitrag anzeigen
Was ich jetzt noch nicht verstanden habe: wenn ich bspw. diesen Swicth nehme, der oben vorgeschlagen wurde, kann ich dann den einen Ausgang über einen einfachen "1 -> 4-Verteiler" in vier Äste des Hausbaumes verzweigen, wobei in jedem Ast z.B. 2 Dosen sitzen? Also so wie die mittlere Lösung bei diesem Bild.
Das Prinzip ist bei allen UniCable-Anlagen gleich. Wenn du aber 4 Stammleitungen à 2 Dosen hast wäre ein TechniRouter mit zwei Ausgängen auf 2 Zweifachverteiler deutlich betriebssicherer. Da gibt es weniger gegenseitige Störungsmöglichkeiten.
Zitat:
Zitat von maxwell10 Beitrag anzeigen
Dann habe ich noch gelesen, dass ein Twin-LNB eigentlich ausreicht, da man so nicht viel falsch machen kann beim Anschließen. Oder hat das Quattro noch andere Vorteile?
Der TechniRouter braucht für Vollbandempfang unbedingt ein Quatro-LNB, mit Twin LNB könnten auch nur zwei Satelliteneben funzen wenn der Router quadtauglich wäre. Da Quatro- und Twin-LNB preisgleich sind, wäre auch nichts gespart.
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Das heisst also immer Durchgangsdose mit Widerstand oder gehen auch Einkabel-Enddosen (z.B. Technisat, Art.-Nr. 0000/3075)??
Mit dem Begriff Enddosen wird leider geschlampert, TechniSat ist da gut dabei. Noch gibt es für Einkabelsysteme keine intern terminierte Durchgangs-Enddose, die ist aber bereits mit Schutzschaltung in Entwicklung. Die SV 500 Stichdose passt zu den Multischalter-Sternleitungen, sie verursacht am Ende einer Stammleitung Stehwellen.
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Ich lese daraus und aus den Infos, auf die verwiesen wurde, dass auch eine Blitzschutzanlage nicht weiterhelfen würde und selbst von dieser mind. 50 cm Abstand zu halten wären???
So ist es, man muss mit allen Kabeln vom Blitzableiterdraht ebenso Abstand halten wie von Blechverwahrungen!
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Technisat benennt die Umgebungsbedingungen mit -25 Grad Celsius bis + 55 Grad Celsius. Dass müsste doch eigentlich reichen oder hat hier jemand Erfahrung mit?
Nur kann sich bei Temperaturschwankungen leider Kondenswasser bilden.
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Schwierig zu beurteilen. Da bliebe zunächst die Garagenlösung oder eben die Fassade an der Ostseite des Gebäudes, wobei ich da nicht weiß, inwieweit der Dachüberstand negative Auswirkungen haben könnte.
Siehe Satellite Finder / Dish Pointing Calculator with Google Maps | DishPointer.com
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Gibt es denn Befestigungssysteme, mit denen ich einen 0,88 m Spiegel an einer nahezu 100 % nach Osten ausgerichteten Fassade befestigen und auf Astra ausrichten könnte?? Dann würde es vermutlich klappen. Auch wenn ich immer noch nicht weiß, wie ich die Kabel nach unten kriege, ohne in die Nähe der Fallrohre zu kommen und ohne die neue, aufwändig gedämmte Fassade zu durchbohren?!
Die Mechanik ist ebenso lösbar wie eine fachgerechte Abdichtung der Mauerdurchführung. Die Kabel hätte man besser in die Wärmedämmung mit eingebaut, ist halt leider zu spät.
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Alt 02.03.2010, 00:09   # 6
Locutus
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Zunächst nochmal danke für eure Hilfe!

Den Unterschied mit den Routern von Technisat hab ich nunmehr verstanden, werde daher den 5/2x4 G einsetzen.

Da ich die Fassade, nicht zuletzt auch mit Blick auf die von King W. beschriebenen Probleme ungern anbohren würde, werde ich wohl zunächst einmal die "Garagenlösung" probieren. Die Garage ist relativ neu und wird auch ständig belüftet. Das Risiko Kondenswasser ist mir dabei bewusst, der mögliche Schaden zunächst mal überschaubar. Und da man aus Fehlern ja klug wird (oder werden sollte) könnte ich im schlimmsten Fall die Fassade immer noch durchbohren und müsste eben nen neuen Router besorgen.

Der Hinweis mit dem Kabel in der Dämmung ist durchaus berechtigt. Ein ordentliches Leerrohr im Haus wäre auch Gold wert. Aber lässt sich leider nicht mehr ändern.

Beim nächsten Mal bin ich schlauer!

Der Potentialausgleich muss, soweit ich richtig gelesen habe, einmal vor dem Router (Garage) und einmal nach den Splittern (Haus) installiert werden??

Kann die Erdung entfallen, wenn die Garage nur 1 Meter neben dem Haus steht, d.h. fällt sie und der daran montierte Spiegel dann in den sog. Schutzbereich des Hauses??

Ja und schließlich noch eine Lösung, auf die ich am WE gebracht wurde und die evtl. ermöglichen könnte, das Kabel doch im Haus zu verlegen:
Ist es möglich nach dem Router zunächst eine Durchgangsdose (die soll aber auch nutzbar sein) zu installieren und anschließend die Aufsplittung auf die Sternverteilung vorzunehmen?? Dann könnte evtl. ich einen Kabelweg einfach "umkehren"!


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Alt 02.03.2010, 10:22   # 7
Dipol
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Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Der Potentialausgleich muss, soweit ich richtig gelesen habe, einmal vor dem Router (Garage) und einmal nach den Splittern (Haus) installiert werden??
Nach EN 60728-11 ist der Potenzialausgleich nur unmittelbar vor und nach dem Router gefordert, Verteiler unabhängig von der Position aber nicht.

Diese Vorschrift soll sicher stellen, dass der PA auch nach dem Ausbau aller serviceanfälligen aktiven Bauteile erhalten bleibt. Verteiler können in den PA mit eingebunden werden, es darf aber keine Schleife gebildet werden. Bei erdungspflichtigen Antenne ist der PA ausschließlich am Mast bzw. Wandhalter zu erden. Bei nicht erdungspflichtigen Antennen muss der 4 mm² Cu-Erdungsdraht zwangsläufig am Schutzpotenzialausgleich geerdet werden.
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Kann die Erdung entfallen, wenn die Garage nur 1 Meter neben dem Haus steht, d.h. fällt sie und der daran montierte Spiegel dann in den sog. Schutzbereich des Hauses??
Die Norm ist eindeutig, nur wenn der Abstand von der Fassade max. 1,5 m und die Distanz zur Dachkante > 2,00 m beträgt. Wenn die Garage schon 1 m Abstand zum Haus hat, bleibt somit nur noch eine Reserve von 0,5 m. Technisch ist die Anbringung eines Wandhalters an einer wärmegedämmten Fassade mit den dazu entwickelten speziellen Abstandsdübeln fachgerecht lösbar.
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Ja und schließlich noch eine Lösung, auf die ich am WE gebracht wurde und die evtl. ermöglichen könnte, das Kabel doch im Haus zu verlegen:
Ist es möglich nach dem Router zunächst eine Durchgangsdose (die soll aber auch nutzbar sein) zu installieren und anschließend die Aufsplittung auf die Sternverteilung vorzunehmen?? Dann könnte evtl. ich einen Kabelweg einfach "umkehren"!
Das ist prinzipiell möglich, mit einer 10 dB-Dose können aber evtl. Überpegel auftreten. Damit der max. zulässige Normpegel von 77 dB(µV) nicht überschritten wird, ist evtl. eine Steckdose mit erhöhter Auskoppeldämpfung erforderlich.
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Alt 02.03.2010, 22:46   # 8
Locutus
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Technisch ist die Anbringung eines Wandhalters an einer wärmegedämmten Fassade mit den dazu entwickelten speziellen Abstandsdübeln fachgerecht lösbar.
Ich merk schon, er mag die Garagenvariante nicht.... Habe nach längerem Suchen im Web von Fischer den "Bolzen FBN" und wohl Dübel "FIS V" zur Abstandsmontage gefunden. Sind die gemeint?


Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Das ist prinzipiell möglich, mit einer 10 dB-Dose können aber evtl. Überpegel auftreten. Damit der max. zulässige Normpegel von 77 dB(µV) nicht überschritten wird, ist evtl. eine Steckdose mit erhöhter Auskoppeldämpfung erforderlich.
Man lernt nie aus! Hab ich zwar noch nie gehört, aber schließlich doch gefunden. Darf man hier im Forum eigentlich nach SAT-Monteuren fragen/suchen?
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Alt 03.03.2010, 11:35   # 9
Dipol
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Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Ich merk schon, er mag die Garagenvariante nicht.... Habe nach längerem Suchen im Web von Fischer den "Bolzen FBN" und wohl Dübel "FIS V" zur Abstandsmontage gefunden. Sind die gemeint?
Das hat nichts mit Vorlieben zu tun, sondern ist eine Frage der Zweckmäßigkeit. Wenn durch den Garagenabstand von 1 m Erdungspflicht entsteht, ist die Fassadeninstallation der einfachere Weg und leichter normkonform umzusetzen.

An WDS-Systemen sind Thermo-Klebedübel immer sinnvoll. Es muss aber durch Distanzhülsen oder Distanzanschläge verhindert werden, dass der Wandaufbau beim anziehen der Schrauben gequetscht wird. Hier ein Beispiel von deinem Anbieter:
Thermax 10/120 M10
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Man lernt nie aus! Hab ich zwar noch nie gehört, aber schließlich doch gefunden. Darf man hier im Forum eigentlich nach SAT-Monteuren fragen/suchen?
Warum nicht, evtl. verrät dir sogar die Dibkom einen örtlichen Installateur mit Zertifikat.
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Alt 05.03.2010, 23:42   # 10
Locutus
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
An WDS-Systemen sind Thermo-Klebedübel immer sinnvoll. Es muss aber durch Distanzhülsen oder Distanzanschläge verhindert werden, dass der Wandaufbau beim anziehen der Schrauben gequetscht wird. Hier ein Beispiel von deinem Anbieter:
Thermax 10/120 M10.
Na das nenn ich doch mal Technik, die begeistert!

Gibt es sowas ähnliches auch für die Mauerdurchführung der Kabel oder wird die Abdichtung derselben anders gehandhabt?


Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Warum nicht, evtl. verrät dir sogar die Dibkom einen örtlichen Installateur mit Zertifikat.
Da find ich nur ein Bildungsinstitut, wo man verschiedene Zertifikate in Sachen Breitbandkommunikation machen kann!!! Helfen die auch bei der Suche nach nem Monteur?
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Alt 06.03.2010, 11:28   # 11
Dipol
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Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Gibt es sowas ähnliches auch für die Mauerdurchführung der Kabel oder wird die Abdichtung derselben anders gehandhabt?
Eine professionelle thermisch getrennte wasserdichte Mauerdurchführung mit Brandschutzzulassung dürfte deinen Etat sprengen.
Wenn die Kabel an der Mauerhalterung nach innen geführt werden, kann man das Abdichtungsproblem relativ einfach lösen. Mauerhalterung um 180° gedreht auf die Kabeldurchführung aufsetzen. Obere und seitliche Kanten fugen und fertig.

Ansonsten darauf achten dass die Wanddurchführung ein leichtes Gefälle nach außen hat und die Abdichtung mit uv-beständigem Material (Thiokol, kein Silikon) erfolgt. Ein PVC-Rohr macht das Ganze edler, muss aber nicht sein.
Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Da find ich nur ein Bildungsinstitut, wo man verschiedene Zertifikate in Sachen Breitbandkommunikation machen kann!!! Helfen die auch bei der Suche nach nem Monteur?
Die komplette Liste der über 3000 zertifizierten Installateure werden Sie dir sicher nicht geben. Versuchs einfach mal. Ansonsten einen Profi mit Schwerpunkt Antennentechnik suchen. Ich kenne zwar auch klassische Strippenzieher ohne Zertifikat welche die Antennentechnik top beherrschen, aber die Masse ist erfahrungsgemäß leider weniger gut drauf.
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Alt 11.03.2010, 22:17   # 12
Locutus
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Wenn die Kabel an der Mauerhalterung nach innen geführt werden, kann man das Abdichtungsproblem relativ einfach lösen. Mauerhalterung um 180° gedreht auf die Kabeldurchführung aufsetzen. Obere und seitliche Kanten fugen und fertig.
Wenn ich die Mauerhalterung um 180° drehe dann hängt sie ja verkehrt herum? Oder versteh ich das falsch?

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Die komplette Liste der über 3000 zertifizierten Installateure werden Sie dir sicher nicht geben. Versuchs einfach mal. Ansonsten einen Profi mit Schwerpunkt Antennentechnik suchen. Ich kenne zwar auch klassische Strippenzieher ohne Zertifikat welche die Antennentechnik top beherrschen, aber die Masse ist erfahrungsgemäß leider weniger gut drauf.
Okay, danke! Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!
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Alt 11.03.2010, 23:16   # 13
Dipol
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Zitat:
Zitat von Locutus Beitrag anzeigen
Wenn ich die Mauerhalterung um 180° drehe dann hängt sie ja verkehrt herum? Oder versteh ich das falsch?
Ganz und gar nicht, das nach unten gestellte Rohr ist so ein perfekter Wetterschutz für die Kabeleinführung. Allerding wäre ungeübten Do-it-yourself-Handwerkern eine Absturzsicherung zu empfehlen. Es muss ja nicht gleich ein Satfix von Preisner sein. http://www.preisner.de/sysimg/thumb/...jpg?1268341743
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Alt 12.03.2010, 01:22   # 14
King W.
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Zitat:
Zitat von Dipol
Thermax 10/120
OK, das Teil kommt von Fischer, Qualitätsprobleme sind da nicht zu befürchten. Aber ich meine mich erinnern zu können, daß es da eine Vorschrift gibt, die Wandarme mit Schwerlastdübeln zu befestigen. Der zum Thermax gehörende Dübel ist aber zweifelsfrei ein UX 10x60, also ein Nylondübel. Ansonsten ist das Teil genial.

Ich selbst montiere eine Wandhalterung auch gelegentlich "verkehrt herum". Als Absturzsicherung, bis die Antenne montiert und die Halterung festgezogen ist, kann auch eine einfache Grip-Zange mit genügend großer Öffnung verwendet werden. Zur Not tut es auch eine passende Auspuff-Schelle aus dem Autozubehör.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


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Alt 13.03.2010, 12:12   # 15
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
OK, das Teil kommt von Fischer, Qualitätsprobleme sind da nicht zu befürchten. Aber ich meine mich erinnern zu können, daß es da eine Vorschrift gibt, die Wandarme mit Schwerlastdübeln zu befestigen.
Du erinnerst dich richtig, ich habe das mal in einem Beitrag erwähnt, war mir aber da bereits unsicher, ob es nicht auch Kunststoff-Klebedübel für Dämmfassaden mit Schwerlast-Zulassung gibt. Nach einer alten Ausgabe der DIN EN 10204 durften nur Schwerlastanker aus Metall mit bauaufsichtlicher Zulassung verwendet werden. Der technische Fortschritt hat einige Innovationen hervor gebracht, hier mal der Katalog von Tox: http://www.tox.de/downloads/katalog_..._Infos_1-9.pdf

Nachdem auch die für die Antennenbefestigung relevanten Normen DIN 1055 Teil 4 und DIN 4131 komplett durcheinander gewirbelt wurden und Neubauten zumeist Thermofassaden haben, hat sich bestimmt viel geändert. Meine Seminarunterladen zum Thema Windlast sind mit Stand 2002 vermutlich völlig überholt. Je nachdem wo man wohnt und an welcher Stelle die Antenne aufgebaut wird, braucht man für die Berechnung schon ein Statikprogramm. Die in manchen Katalogen der Antennenhersteller noch publizierte Windlastberechnung nach der zurückgezogenen EN 50083-1 ist für viele Anwendungsfälle nicht mehr anwendbar.
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Der zum Thermax gehörende Dübel ist aber zweifelsfrei ein UX 10x60, also ein Nylondübel. Ansonsten ist das Teil genial.
Ich werde mal beim Institut für Bauaufsicht in Berlin nachfragen wie die Schwerlasteignung definiert ist. Bei der Gelegenheit werde ich auch mal bezüglich der Zulässigkeit von Alu nachfragen, nach älteren DIN-Normen waren Masten und Wandhalter aus Alu nämlich unzulässig.
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Alt 14.03.2010, 19:53   # 16
King W.
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Da soll noch ein Mensch durchblicken. :vogel:

Ich glaube, irgendwie wollen die Normungsgremien ihre Existenzberechtigung nachweisen. Ich selbst habe den Versuch, da richtig durchzublicken, längst aufgegeben und befestige Wandarme auf einer ungedämmten massiven Wand normalerweise mit Fischer UX 10 x 60 Dübeln und 8 x 70 Schrauben. Bei schweren Antennen, z.B. Triax TDE 88 oder Kathrein CAS 90 nehme ich UX 12 und 10er Schrauben. Bislang gab es damit noch nie Probleme. Im Gegenteil, die Wandarme saßen stets bombenfest.

Die Thermax-Befestigung werde ich mal bei passender Gelegenheit ausprobieren. Die Idee dahinter finde ich jedenfalls gut. Mir macht die Hebelwirkung an den langen Befestigungsstangen dennoch irgendwie Kopfschmerzen.

Fischer selbst beschreibt als Anwendungen u.a. Briefkästen und Lampen, also keine besonders schweren Teile. Fraglich, was passiert, wenn man mit dem Thermax eine CAS 90 oder gar eine TDE zu befestigen versucht. Wie will man verhindern, daß sich die bis zu 16 cm langen Stangen, die am Ende in "nur" 6 cm langen Nylondübel stecken, angesichts des Gewichtes nach unten durchbiegen und die Wandisolierung beschädigen? Besondere Gefahren sehe ich dabei in sturmgefährdeten Gebieten, an der Küste zum Beispiel.

Aber, wie gesagt, ausprobieren kann man es ja mal.
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