Neue UniCable-Matritzen von Smart für 2 Satelliten + übler Schaltungsvorschlag

Alt 19.02.2010, 23:39   # 1
Dipol
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Smart-electronic bietet ab sofort die UniCable-Matritzen DPA 98 und DPA 989 für den Empfang von zwei Satelliten an. Dazu werden mit den SEA3-xxDC UniCable-taugliche Durchgangssteckdosen mit abgestuften Auskoppeldämpfungen von 10, 13 und 19 dB angeboten.

In der Bedienungsanleitung sind auch Harakiri-Reihenschaltungen mit 8 Steckdosen an einer Stammleitung dargestellt, von deren Nachahmung dringend abzuraten ist. http://www.smart-electronic.de/downl...belsysteme.pdf
Zitat:
Zitat von Bedienungsanleitung Seite 3
Bei der Projektierung eines Systems müssen die Antennendosen und die Einstellung der Signalpegel so gewählt werden, dass an allen Dosen-Ausgängen die Signalstärke 55 – 65 dBµV anliegt.
Dabei müssen sowohl die Durchgangsdämpfung als auch die Dämpfung der Kabel berücksichtigt werden. Als Regel gilt, dass die Antennensteckdosen mit zunehmender Entfernung vom Basisigerät eine geringere Anschlussdämpfung benötigen
Dem kann man nur zustimmen. Die Darstellung auf Seite 3 der BDA ignoriert so ziemlich alle Grundsätze zu Impedanzanpassung, Entkopplung und Terminierung. Eine Stichdose am Ende einer Stammleitung ist eine fachliche Todsünde.
Aber dieser smarte Schaltungsvorschlag toppt dies noch. Kaum zu glauben, aber an vorletzter Stelle ist noch mal eine Stichdose vorgesehen. Hier sollen also zwei Kabel auf eine Dosenklemme aufgemurkst werden?

Die Pegelberechnung ist vom Ansatz einer Kabeldämpfung von 20 dB/100 für alle Routerkanäle naiv vereinfacht. Ebenso wären Durchgangsdämpfungen von 1,5 dB für die 10 und 13 dB Dosen geradezu sensationell, in der Sat.-ZF dürfte eher der doppelte Wert anfallen.

Je mehr solche Schaltungsdarstellungen aufkommen, umso weniger inkompetent erscheint der INVACOM-Schaltungsvorschlag mit Direktanschluss von vier Receivern an einem Vierfachverteiler. Nachdem auch den meisten deutschen Multischalter-Herstellern eine normgerechte Entkopplung zu teuer ist, kann man nur hoffen, dass nicht noch mehr Normen zur unverbindlichen Empfehlung mutieren. Evtl. dauert es auch nicht mehr lange bis „pragmatische“ Anleitungen zur Koaxverkabelung mit Lüsterklemmen auftauchen. Der Unterschied zur Parallelschaltung von zwei Kabeln auf eine Klemme ist nicht mehr so groß.
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Alt 20.02.2010, 04:35   # 2
King W.
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Ist ja irre. Danke für's Finden.

Ich habe übrigens noch mehr "Klöpse" entdeckt. Eine Stichdose als Durchgangsdose zu nutzen ist ohnehin schon phänomenal, aber die vorletzte Dose mit einer "Durchgangsdämpfung" von 1,5 dB (steht neben der Zeichnung) und einer "Ausgangsdämpfung" von ebenfalls 1,5 dB (steht in den technischen Daten der Dose) übertrifft alles.

Hier hat Smart nicht weniger erfunden, als das Perpetuum Mobile. Wenn man nämlich ein Signal auf zwei Teilsignale aufsplittet, kann man im Idealfall (kein Verlust an dem Splitter) eine Signaldämpfung der Teilsignale von 3 dB erreichen. Für die Dose, die aus einem Signal zwei Teilsignale zu je 1,5 dB Dämpfung generiert, sollte Smart den Nobelpreis bekommen - mindestens.

Bemerkenswert auch, daß Smart "Unicable" und "Einkabellösung" in einem Rutsch "bearbeitet". So wird suggeriert, daß in beiden Fällen die gleichen Dosen verwendet werden können.

Aber was ist mit dem Gleichspannungsdurchlaß? Für Unicable erforderlich, als Träger für die Schaltbefehle, für die "Einkabellösung" Gift, weil die Receiver ja gar nicht schalten dürfen. Haben die Steckdosen etwa einen Schalter, mit dem man die Gleichspannung aus- und einschalten kann? Wundern würde mich das jetzt schon gar nicht mehr.

Das Pegelfenster stimmt auch nicht: Wo um alles in der Welt nehmen die den Wert 55 - 65 dBµV her? Ich jedenfalls habe 47 - 77 dBµV in Erinnerung. Trauen die ihren eigenen Receivern nicht mehr zu? Keine Sorge: Der MX04 und auch der MX 92 schaffen die Norm leicht.

Also, liebe Smart-Leute: Nehmt den Prospekt bitte wieder vom Markt, das Toilettenpapier ist doch nicht so teuer und bedeutend praktischer. Konzentriert euch lieber auf das, was ihr könnt: Gute und günstige Receiver anbieten.

Unicable aber überlaßt bitte TechniSat und Jultec, die verstehen was davon.
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Alt 20.02.2010, 08:04   # 3
polskafan
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Würde mich dennoch interessieren wie denn die Unicable Matrizen selbst im Test abschneiden. Die Qualität des Werbematerials ist zumindest für mich ein Faktor der beim Kauf eher zu vernachlässigen ist. Der DPA 51 ist ja laut Aussage wenigstens bei der Digital Fernsehen mit sehr gut bewertet worden. Auch wenn ich Testberichten in Fachzeitschriften aufgrund der Anzeigen von den Firmen im gleichen Heft nicht mehr alles glaube. Die Dosen von Kathrein haben sich eigentlich bisher sehr gut bewährt, da wird Smart das Rad wohl nicht neu erfinden. Da in den Unicable Multischaltern allerdings eh meist immer die gleichen Chips verbaut sind würde mich interessieren ob die Smart Matrizen was taugen oder nicht. Die Smart ZF Multischalter haben sich mit ihren schlechten Netzteilen ja nicht gerade mit Ruhm beckleckert.

- polskafan
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Alt 20.02.2010, 21:12   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von polskafan Beitrag anzeigen
Der DPA 51 ist ja laut Aussage wenigstens bei der Digital Fernsehen mit sehr gut bewertet worden. Auch wenn ich Testberichten in Fachzeitschriften aufgrund der Anzeigen von den Firmen im gleichen Heft nicht mehr alles glaube.
Es gibt aber nicht nur das Problem der Abhängigkeit von Anzeigen. Es sind auch Tester am Werk, die von verlustfreien LWL-Splittern fabulieren oder zum angeblich gefahrenen UniCable-Test den Einbau DC-getrennter Dosen fordern. Da kann dann auch eine SUM 518 zur SMU 518 werden. Den ganzen Schwachsinn kann man auf der DELTA-Homepage hier nachlesen: http://www.dct-delta.de/download/akt...M518_Delta.pdf
Zitat:
Zitat von polskafan Beitrag anzeigen
Die Dosen von Kathrein haben sich eigentlich bisher sehr gut bewährt, da wird Smart das Rad wohl nicht neu erfinden.
Nur sollte KATHREIN auch mal Unicable-Dosen mit höherer Auskoppeldämpfung nachlegen. Die 1,9 dB Sat.-Durchgangsdämpfung der ESU 33 wurden schon sehr optimistisch angesetzt, die 1,5 dB mit der Asiendose von Smart sind m. E. völlig illusorisch.
BTW: JULTEC hat Dosen mit einer neuen Schutzschaltung in Entwicklung. Die werden sich auf bestimmte Userbänder programmieren lassen. Die Software sei bereits fertig, der Liefereinsatz ist ca. Jahresmitte zu erwarten.
Zitat:
Zitat von polskafan Beitrag anzeigen
Da in den Unicable Multischaltern allerdings eh meist immer die gleichen Chips verbaut sind würde mich interessieren ob die Smart Matrizen was taugen oder nicht.
Es gibt ja auch nur zwei Chip-Lieferanten. Die Qualitätsunterschiede sind daher eher von den eingesetzten Filtern, den Kopplern und dem Platinenlayout abhängig.
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Alt 24.02.2010, 15:18   # 5
King W.
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Zitat:
Zitat von Dipol
SMU 518
Da hätten sie auch direkt SCHMU schreiben können ...
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Alt 25.02.2010, 00:19   # 6
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Da hätten sie auch direkt SCHMU schreiben können ...
Du bist nicht der erste dem sich dieses Wortspiel aufdrängt!
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Alt 09.03.2010, 11:43   # 7
Dipol
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Smart hat in der Bedienungsanleitung den Murks mit zwei Stichdosen an einer Stammleitung halbiert. Jetzt ist nur noch eine Stichdose eingezeichnet, die sind anscheinend ahnungslos was das für Auswirkungen eine fehlende Terminierung haben kann.
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Alt 24.04.2010, 19:45   # 8
Dipol
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Smart hat in der Bedienungsanleitung den Murks mit zwei Stichdosen an einer Stammleitung halbiert. Jetzt ist nur noch eine Stichdose eingezeichnet, die sind anscheinend ahnungslos was das für Auswirkungen eine fehlende Terminierung haben kann.
An alle die an Geister, PSI oder das Perpetuum Mobile glauben: Den Smart-Schaltungsvorschlag für eine Stammleitung mit zwei Stichdosen kann man sich erneut zu Gemüte führen.

http://www.smart-electronic.de/downl...belsysteme.pdf
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Alt 25.04.2010, 01:04   # 9
King W.
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Lernen die es denn nie? Die "Enddose", die eigentlich eine Stichdose ist, ist auch wieder dabei, nach wie vor fehlt ein Hinweis, daß bei einem herkömmlichen Einkabelsystem - im Gegensatz zu Unicable - die Dosen keinen DC-Durchgang haben dürfen und einen Hinweis auf den Abschlußwiderstand in der letzten Dose verkneifen sie sich ganz.

Ach ja, die "Enddose" hat dafür ja gar keinen Anschluß.

Zitat:
Zitat von Smart
Arbeitsbereich Receiver:
Die Antennendosen müssen so gewählt werden, dass am Ausgang der Dosen ca. 55 - 65 dBμV Signalstärke anliegen. Damit ist gewährleistet, dass auch bei schlechtem Wetter die Signalstärke noch ausreicht, um das Fernsehsignal darstellen zu können.
Selten so gelacht.

Der Pegel an der Antennensteckdose hat mit der Schlechtwetterreserve kaum etwas zu tun. Abgesehen davon, daß die 55 - 65 dBμV in keiner Norm wiederzufinden sind (richtig wären 47 - 77 dBμV) ist jeder Wert innerhalb dieses Bereiches brauchbar. Der Wert hängt vom Ausgangspegel des Routers bzw. Einschleusverstärkers ab, sowie von der Kabeldämpfung, den Verlusten an den Anschlußstellen der Kabel und von den Antennendosen ab. Bei dem Schaltungsvorschlag von Smart kommen noch unkalkulierbare Verstärkungen und Abschwächungen an den einzelnen Dosen - bis hin zum Totalausfall hinzu, bedingt durch stehende Wellen, die an der letzten Dose auftreten.

Die Schlechtwetterreserve ist in erster Linie abhängig von der Verstärkung der Schüssel und damit indirekt von deren Größe und von der Qualität des LNB. Alle hinter dem LNB folgenden Bauteile (innerhalb gewisser Grenzen) beeinflussen die Schlechtwetterreserve praktisch nicht mehr.

Liebe Leute von Smart:
Bitte überarbeitet die Broschüre noch einmal - dieses mal aber richtig. Wenn dazu Fragen sind: Immer her damit. Dipol und ich werden sie beantworten.
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Alt 26.04.2010, 20:57   # 10
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Selten so gelacht.

Liebe Leute von Smart:
Bitte überarbeitet die Broschüre noch einmal - dieses mal aber richtig. Wenn dazu Fragen sind: Immer her damit. Dipol und ich werden sie beantworten.
Vielleicht liest ja einer von Smart mit, denn die blamable Darstellung mit zwei Stichdosen wurde wieder einkassiert.

Über die erste Darstellung hab ich auch noch gelacht. Aber nachdem eine Stichdose am Stammende schon so etwas wie ein Markenzeichnung von Smart geworden ist, kann man darüber nur noch den Kopf schütteln. Dass man am Stammende keine Stichdose setzen darf weiß man bei Smart noch immer nicht oder Smart sind Stehwellen ganz einfach schnurzegal.

In der Pegel-"Berechnung" werden unverändert für die Sat.-ZF bei Dosen mit 10 wie 19 dB Auskoppeldämpfung illusorische Durchgangsdämpfungen von jeweils 1,5 dB ausgewiesen. Da kann man dann auch großzügig 5 statt 3 m Etagenkabel eintragen. Jetzt sind in der neuen Darstellung beim ersten Receiver 85,5 dB(µV) Pegel eingetragen ohne dass bei dem falschen Rechenwert mit 7,5 dB über dem max. zulässigen Höchstpegel jemand die Alarmlampe aufgeleuchtet hat!

Lieber Smart-Designer, legt eine CD auf und hört euch von den Beatles Let it be an! Postet die Datenblätter eurer Steckdosen mit den korrekten Durchgangsdämpfungen und wir im Netzwelt-Forum erstellen euch zum Nulltarif und in Nullkommanix eine Pegeltabelle mit einer normgerecht terminierten Durchgangssteckdose am Stammende.
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Alt 02.05.2010, 10:56   # 11
King W.
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
oder Smart sind Stehwellen ganz einfach schnurzegal.
Oder die haben einen kleinen grünen Stehwellenabsorber irgendwo eingebaut.

Zitat:
85,5 dB(µV) Pegel
Damit widersprechen sie sich selbst, denn an anderer Stelle wollen sie 55 - 65 dBμV haben. Über 20 dB mehr, als ihre eigene Norm - und niemand sieht es.

Ist es im Schwarzwald wirklich so dunkel?
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Alt 07.05.2010, 16:41   # 12
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Ist es im Schwarzwald wirklich so dunkel?
Mittwinternacht gibt es nicht im Schwarzwald, vielleicht ist ja ein fensterloses Büro schuld?

King W. durfte bereits am Dienstag auf der ANGA die etwas frostige Gastfreundschaft auf dem Smart-Messestand genießen, ich blieb inkognito und habe mich erst am Donnerstag kurz vor Messeschluß geoutet.

Am Donnerstag ist mir noch mir zu meiner Überraschung am Smart-Stand ein Flyer mit der berüchtigen Stammleitungsdarstellung mit zwei Stichsteckdosen einschließlich der haarsträubenden Pegel-"Berechnung" in die Hände gefallen. Anstatt diesen blamablen Beweis eigener Inkompetenz einzustampfen, teilen die das auch noch an der ANGA-Cable aus. Dieses Machwerk hat an anderen Messeständen Reaktionen zwischen fassungslosem Kopfschütteln und schallendem Gelächter ausgelöst.

Wie es der Zufall wollte, tauchte gegen Ende der Messe am Skytronic-Stand ein Smart-Angehöriger auf. Dem hatte ich dann von unserer Absicht mitgeteilt, die Verbraucher und weniger sattelfeste Installateure vor einer Nachahmung dieser Schaltung in der Netzwelt zu warnen. Ich gehe übrigens davon aus, dass ich den Designer dieser tollen Schaltung und der unhaltbaren Pegelberechnung vor mir hatte.

Meine Empfehlung sich schleunigst an den Regeln der Technik und den Normen zu orientieren und keine Stammleitung mehr mit Stichdose(n) zu publizieren, bevor dieses Thema vom Forum in die Netzwelt geht, löste nur widerborstige Reaktionen aus. Der hatte noch nicht mal jetzt kapiert, was er da abgeliefert hatte und nannte das Erpressung. Bei einer derart fatalen Paarung fachlicher Inkompetenz mit persönlicher Ignoranz ist eine redaktionelle Würdigung in der Netzwelt ein höchst überfälliger Verbraucherschutz.

Es ist schon eine Weile her, dass ich Technischer Lehrer an einer Berufschule war. Vor einer anstehenden Gesellenprüfung hätte ich einen solchen Schaltungsentwurf zum Anlass genommen dem Autor von der Prüfungsteilnahme abzuraten. Unbegreiflich, dass auch sonst keiner bei Smart bemerkt, was für imageschädliche Publizierungen durchgehen.
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Alt 08.05.2010, 00:26   # 13
King W.
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Frostig ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck. Ich würde eher sagen, etwas beschämt. Wahrscheinlich bin ich an einen anderen Mitarbeiter geraten.

Wie viele Firmen, so liest auch Smart hier mit. Dem Angestellten auf dem Messestand war sogar unser Tool zur Pegelberechnung bekannt. Ich habe ihm vorgeschlagen, es zu nutzen.

Ergänzung:
Ich habe jetzt mal eine Skizze angefertigt, auf der Basis eines Smart-Schaltungsvorschlags und mit Smart-Komponenten.

Dabei bin ich von einem Eingangspegel von 90 dBµV ausgegangen. Dieser Wert kann, je nach Größe der Schüssel und Verstärkung des LNB etwas schwanken. Ungefähr 90 dBµV würden sich bei der angegebenen Verstärkung des DPA 51 bei einer Schüsselgröße von ca. 75 - 80 cm und einem normal verstärkenden LNB, zum Beispiel Alps Quattro, ergeben.

Quasi als "Worst Case" bin ich von einer Durchgangsdämpfung der Dosen von 4 dB incl. einer Kabeldämpfung von 1dB/3m bei den SEA3-19DC und von 5 dB bei den übrigen Dosen ausgegangen. Damit bleiben die Ausgangspegel innerhalb des Normfensters, auch ohne die berüchtigte "Enddose". Das sichert einen einwandfreien Empfang an allen 8 Anschlüssen. Die letzte Dose ist, wie üblich, durch einen DC-entkoppelten Widerstand abzuschließen. Die Receiver sind so, wie von Smart angegeben, anzuschließen, d.h. der erste Receiver nach dem Router bekommt die höchste, der letzte die niedrigste Arbeitsfrequenz. Das verbessert die Stabilität der Anordnung weiter.

Smart gibt als Durchgangsdämpfung zwar einen niedrigeren Wert von 1,5 dB an, aber es entstehen an den Schraubverbindungen und an den Klemmschellen auch Verluste. Die sollte man mit berücksichtigen. Die von mir angenommenen Werte dürfte damit nicht unrealistisch sein.

@ Smart, falls jemand mitliest: Die Skizze können Sie gern für eigene Zwecke verwenden, wenn sie möchten.
@ Dipol: Bitte zur Sicherheit noch einmal drüber sehen. 4 Augen sehen mehr als 2.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Smart.jpg (30,9 KB, 54x aufgerufen)
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Alt 08.05.2010, 16:22   # 14
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Quasi als "Worst Case" bin ich von einer Durchgangsdämpfung der Dosen von 4 dB incl. einer Kabeldämpfung von 1dB/3m bei den SEA3-19DC und von 5 dB bei den übrigen Dosen ausgegangen.
Mal sehen, dass ich an die Dosen komme und auf dem Messplatz die Durchgangsdämpfung ermittle. Dann wird sich auch herausstellen ob die Dosen mit 13 und 19 dB Auskoppeldämpfung nicht nur bedämpfte 10 dB-Dosen sind. Klassische Asiendosen liegen in der Sat.-ZF bei 3,5 dB Durchgangsdämpfung, die von Smart angesetzten 1,5 dB sind illusorisch. Ich habe schon mit den 1,9 dB der KATHREIN HQ-Type ESU 33 so meine Zweifel.

Aus mir vorliegenden Datenblättern ergeben sich Durchgangsdämpfungen von Asiendosen zwischen 3,0 dB (TechniSat RV 600-10 und -13) und 3,8 dB (Transmedia FD 7-10 DC). Wenn eine Dose einen 19 dB Richtkoppler hat und nicht nur eine bedämpfte 10 dB-Dose ist, wären sogar 1,9 dB Durchgangsdämpfung möglich. Worst-case müsste somit ein Ansatz von 3,8 dB Durchgangsdämpfung ausreichen.
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Damit bleiben die Ausgangspegel innerhalb des Normfensters, auch ohne die berüchtigte "Enddose". Das sichert einen einwandfreien Empfang an allen 8 Anschlüssen. Die letzte Dose ist, wie üblich, durch einen DC-entkoppelten Widerstand abzuschließen.
Bei Smart ist das aber absolut unüblich, Stehwellen haben dort anscheinend so wenig Bedeutung wie die Einhaltung der Impedanz. Sämtliche mir bislang zugängliche UniCable-Flyer unterscheiden sich nur durch mehr oder minder große Fehler in der Pegelaufstellung und Stammleitungen mit einer oder zwei Stichdosen.

Bei dem bislang offenbarten Defiziten an Basiswissen bleibt zu hoffen, dass Smart nicht die Steckdosen im Verhältnis 6 : 2 Durchgangs- zu Stichdosen geordert hat und die auch wieder los werden muss.

Morgen werde ich mal an eine Stichdose zwei Kabel anschließen und das Foto zur Verbraucheraufklärung hier und in anderen Foren einstellen. Damit kann dann auch der unbedarfteste Laie leicht ermessen, was für einen inkompetenten Quatsch man bei Smart ohne Skrupel publiziert.

Bei Smart reagieren sie im Vorfeld auf keine E-Mail und auch nicht, wenn sie nach einer Anstandsfrist in Foren durch den Kakao gezogen werden. Muss erst das Image so weit ramponiert sein bis der Umsatz weg bricht?
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Alt 09.05.2010, 10:20   # 15
King W.
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Ich habe mittlerweile immer mehr den Eindruck, daß es sich bei Smart lediglich um einen Wiederverkäufer irgendwelcher chinesischen Produkte handelt, ohne oder mit wenig eigenem technischen Know How.

Dabei sind die Produkte selbst, zumindest die, die ich kenne, nicht einmal schlecht. Hier im Forum empfehlen wir ja auch häufiger den MX 04 und den MX 92, beides ordentliche Receiver mit überzeugendem Preis-Leistungsverhältnis.

@ Smart:
Warten wir ab, was Dipols Messung ergibt. Ggf. werde ich meine Skizze noch korrigieren, wobei diese Korrekturen aber gering sein werden. Das Angebot gilt nach wie vor - und ich habe es auch Ihrem Vertreter auf der Anga gesagt: Sie können diese Skizze gern benutzen und wir sind auch sonst bei Berechnungen gern behilflich.
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Alt 10.05.2010, 01:10   # 16
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Ich habe mittlerweile immer mehr den Eindruck, daß es sich bei Smart lediglich um einen Wiederverkäufer irgendwelcher chinesischen Produkte handelt, ohne oder mit wenig eigenem technischen Know How.
Jedenfalls ist das Know How so schwach ausgeprägt, dass an der ANGA-Cable u. a. der arglose Satz gefallen ist, "das könne doch mal passieren". Da drängt sich die Frage auf, ja wie oft denn noch?

Mein Gesprächspartner hat nun ganz und garnicht den Eindruck erweckt, als wüsste er, dass mit solchen Schaltungsgebilden eine ungenügende Teilnehmerentkopplung + Stehwellen produziert werden.
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Alt 18.05.2010, 11:30   # 17
King W.
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Ich glaube, die Smart-Leute bewegen sich langsam. Zumindest scheint ihnen der Gebrauch von Abschlußwiderständen nicht mehr fremd zu sein, wie der angehängte Screenshot zeigt.

Nun bitte auch noch als letzte Dose in einem Strang eine SEA3-10DC mit DC-entkoppeltem Widerstand, dann ist doch alles in Butter...
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Smart1.JPG (27,7 KB, 53x aufgerufen)
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Alt 04.08.2010, 20:05   # 18
Dipol
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Inzwischen gibt es einen neuen SMART-Flyer bei dem der ach so ahnungslose Schaltungsdesigner nach allen Forums-Lästereien immerhin von seinen grandios fehlerhaften Pegelberechnungen und Typeneintrag von Stichdosen abgesehen hat. Zur Einzeichnung eines kapazitiv getrennten Abschlusswiderstands hat es aber noch nicht gereicht.

Das eingangs verlinkte Flyer-Machwerk ist aber immer noch unter http://www.smart-electronic.de/downl...belsysteme.pdf in der abgeänderten Version mit einer Stichdose online abrufbar.
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Alt 16.08.2010, 00:40   # 19
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Mist, ich kann nicht mehr rechnen.

84,5 - 19 = 83,5 - laut Smart.

Ich kann rechnen, wie ich will, aber bekomme immer 65,5 heraus. Einzig mögliche Erklärung: Unsere fürsorgliche Regierung hat nach der Schlechtschreibreform auch noch eine neue Mathematik eingeführt. Die alte war ja soooo schwer und konnte seinerzeit von den Schülern im Schwarzwald nicht begriffen werden.

Bis hierher, tief im Westen (Grönemeyer läßt grüßen), hat sich das noch nicht herumgesprochen. Kleiner Tip: Ihr müßt im Schwarzwald mal etwas lauter trommeln, damit wir es hier auch hören.
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Alt 18.05.2011, 12:22   # 20
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Ein Fortschritt, auf der letzten ANGA-Cable konnte ich bei einem flüchtigen Besuch auf dem Smart-Stand den Flyer mit der atemberaubenden Pegelberechnung nebst der Stichdose am Stammende nicht mehr entdecken.

Bislang ist es mir nicht gelungen einen Lieferanten für die UniCabel-Dosen von SMART zu finden und die Stammleitung gemäß Beitrag #13 von KingW. aufzubauen.
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