Neuling - Planung einer 16 Teilnehmer Anlage

Alt 11.02.2010, 10:44   # 1
elchelch
 
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Hallo,

habe gerade die Planung einer Unicable-Anlage umgeschmissen. Ursache ist die schlechte Qualität des verlegten Kabels, das wird mir noch irgendwann Bauchschmerzen machen.

Nachdem ich nun doch ein paar Lösungen gefunden habe, neue Kabel zu Verlegen, wird jetzt eine klassische Sternverteilung geplant für 16 Teilnehmer.
Nach einigem Stöbern in diesem tollen Forum habe ich mir mal ein paar Komponenten zusammengesucht, wobei das Augenmerk eher auf Qualität als auf dem Preis liegt.
Ich bitte Euch mal Eure Meinung zu den Komponenten zu äußern:

Die Anlage soll, wie gesagt, für 16 Teilnehmer ausgelegt sein, nur Astra empfangen , und die entfernteste Dose ist ca. 25m vom Multischalter entfernt.
Die Antenne soll auf dem Dach montiert werden (natürlich mit Blitzschutz und Potentialausgleich)

Antenne:
- TRIAX TDA 88

LNB:
- ALPs quattro LNB

Kabel:
- Kathrein LCD 111
-- Soll ich vom LNB nach innen speziell UV-verträgliches Kabel nehmen? Der Multischalter sitzt gleich unterm Dach, ca. 4m vom LNB.

Multischalter:
- TechniSwitch 5/8 G
- TechniSwitch 5/8 K
-- Soll ich hier ein Netzteil mitbestellen?
-- Gibt es einen Unterschied zum Technisystem (außer das hier auf mehr Teilnehmer ausgebaut werden könnte)?

Gibts hier eine bessere Empfehlung?
Lohnt es sich noch ein paar Euro für den Spaun SMS 51602 NF draufzulegen?
Am "5x16, EMP Profi-Line, 147-CP" stört mich ein weinig die fehlende Stromsparfunktion, gibts deutliche Argumente für das Teil?

Also vielen Dank schonmal an alle!!!!

Viele Gruesse

elchelch
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Alt 11.02.2010, 19:51   # 2
King W.
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Das Argument für den Emp-Centauri ist der deutlich geringere Preis - und die Tatsache, daß er ohne Terrestrik trotz fehlender Stromsparfunktion auch nur ca. 5W und mit aktiver Terrestrik 9W verbraucht. Der Spaun braucht bei passiver Terrestrik 2,5W im Stand-By Modus. Im Betrieb unterscheiden sich die Schalter kaum, da wird der Stromverbrauch maßgeblich durch das LNB beeinflußt. Auch von dieser Seite ist übrigens die Entscheidung für das Alps goldrichtig.

Immerhin sparst du gegenüber dem Spaun mal locker über 100€ in der Anschaffung.

Rechnen wir mal der Einfachheit halber 10 Stunden pro Tag Stand-By Betrieb, so wären das 25W die der Emp-Centauri mehr verbraucht hätte. Macht eine Kilowattastunde Mehrverbrauch in 40 Tagen, wenn ich richtig gerechnet habe, oder 9 kWh pro Jahr. Jetzt kannst du selbst ausrechnen, wie lange es dauert, bis sich der Spaun amortisiert.

Spezielles Kabel für die Verbindung vom LNB zum Multischalter benötigst du nicht, das Kathrein LCD 111 wäre schon geeignet, jedes andere gute Klasse A Kabel aber auch. Der Knackpunkt sind die F-Stecker. Gegenüber der Standardware sind die vergoldeten Stecker besser und sollten jedenfalls dann bevorzugt werden, wenn Aufdrehstecker verwendet werden müssen.

Noch deutlich besser sind Kompressionsstecker, aber es ist eine spezielle Zange dafür erforderlich.
SEH hat deshalb für seine Kunden einen Zangenverleih eingerichtet. Auf Wunsch des Kunden wird die Zange, sowie ausreichend viele Kompressionsstecker einfach gegen den Selbstkostenpreis der Bestellung beigefügt. Der Kunde installiert nun seine Anlage und schickt die Zange zurück. Daraufhin bekommt er direkt sein Geld wieder, abzüglich des Kaufpreises für die verbrauchten Stecker. Eine Leihgebühr wird nicht erhoben, der Kunde trägt lediglich die Portokosten für die Rücksendung.
Natürlich wird auch das zu den Steckern passende Kabel angeboten, nämlich das Hirschmann KOKA 100. Das entspricht in seinen Eigenschaften fast genau dem Kathrein LCD 111. Mit dem KOKA 100 und den Kompressionssteckern erhält man eine absolut professionelle Verkabelung.

Bei Bedarf einfach anrufen (02323/61887) und danach fragen. Bei der Gelegenheit kannst du auch direkt alle anderen Teile bestellen, wenn du möchtest.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
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Alt 11.02.2010, 22:13   # 3
elchelch
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Hallo King W.,

Danke für Deine ausführliche Antwort, hat mich überzeugt, doch den EMP-Multischalter zu nehmen. Na dann werde ich mal die Planung angehen.

Viele Grüße

elchelch
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Alt 12.02.2010, 01:58   # 4
Dipol
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Zitat:
Zitat von elchelch Beitrag anzeigen
Kabel:
- Kathrein LCD 111
-- Soll ich vom LNB nach innen speziell UV-verträgliches Kabel nehmen?
Wenn man Wert auf eine längere Lebensdauer legt: Ja! Die Montage zeitgemäßer Crimp-, Kompressions- oder Self-Install-Stecker ist allerdings an schwarzen Kabeln einiges mühevoller.
Zitat:
Zitat von elchelch Beitrag anzeigen
Der Multischalter sitzt gleich unterm Dach, ca. 4m vom LNB.-- Gibt es einen Unterschied zum Technisystem (außer das hier auf mehr Teilnehmer ausgebaut werden könnte)?
Keinen der sich bei 16 Teilnehmern auswirkt. Beide Systeme sind wegen verschiedener Stand-by-Schaltung nicht miteinander kompatibel.
Zitat:
Zitat von elchelch Beitrag anzeigen
Gibts hier eine bessere Empfehlung?
Aber ja, fängt beim Gehäuse an und geht über die Entkopplungswerte weiter, Qualität hat aber auch ihren Preis. Siehe Jultec GmbH und WISI.
Zitat:
Zitat von elchelch Beitrag anzeigen
Lohnt es sich noch ein paar Euro für den Spaun SMS 51602 NF draufzulegen?
Wenn die kompaktere Bauform eine Monteerleichterung bringt ja, ansonsten sind die elektrischen Werte bei der terrestrischen Teilnehmerentkopplung schlechter.
Zitat:
Zitat von elchelch Beitrag anzeigen
Am "5x16, EMP Profi-Line, 147-CP" stört mich ein weinig die fehlende Stromsparfunktion, gibts deutliche Argumente für das Teil?
Den Preis eben. Ansonsten stören mich im Gegensatz zu King W. einige Daten doch erheblich. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass dieses Produkt in Tests trotz des relativ niedrigen Stromverbrauchs jemals gute Plätze belegt hätte. Wer mehr Wert auf die Qualität als den Preis legt, sollte m. E. schon etwas mehr investieren. Flapsig ausgedrückt: Der Schalter ist das wert, was er kostet.
Da ich selbst keine Multischalter mit mageren 20 dB Sat.-Ebenen-Entkopplung, noch solche mit fehlenden Angaben anderer Parameter wie z. B. der Teilnehmer-Entkopplung ausschreibe oder selbst verbaue, sind mir praktische Erfahrungen oder gar Ausgangspegelspektren dieses Produkts unbekannt. Aber die und eine Gesamteinstufung dürften sich in Testzeitschriften auffinden lassen, nach dem Wecken poste ich mal ob und was in meinem Archiv zu diesem Schalter aufzufinden ist.
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Alt 12.02.2010, 02:57   # 5
King W.
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Das mit der SAT-Entkopplung stimmt schon. Den Wert von 20 dB kann man getrost als verbesserungswürdig ansehen. Ein paar dB mehr wären auch mir lieber.

Die Frage ist allerdings, ob sich das in der Praxis tatsächlich auswirkt. Es wird ja nur der Astra empfangen und die Transponder auf den 4 Bändern sind annähernd gleich stark. Wenn nun ein Transponder "regulär" empfangen wird, und ein anderer überlagert diesen, um 20 dB gedämpft, hat ein Digitalreceiver damit kein Problem. Beim Analogempfang ist das etwas anderes, da könnten Schatten und Geisterbilder auftreten.

Etwas anderes ist es, wenn verschiedene, unterschiedlich starke Satelliten empfangen werden. Kommt zum Beispiel ein Transponder gleicher Frequenz, aber auf einem anderen Band, um 15 dB stärker herein, als der zu empfangende Transponder, so ist die Dämpfung beinahe aufgefressen, der schwache Transponder kann nicht mehr empfangen werden.

Aber für diesen Fall bietet der Emp-Centauri Regler für die Eingangssignale an: Man regelt das übermäßig starke Band einfach herunter.

Sicher, ein Emp-Centauri ist kein Jultec, aber wenn es darum geht, die Digitalprogramme vom Astra zu empfangen, tut er seine Pflicht. Immerhin: Ich habe schon einige Emps verbaut und noch nie Probleme bekommen.

Auch mit den Kabeln hat Dipol Recht. Kabel mit einer PE (Nylon) Isolierung sind um einiges widerstandsfähiger, als PVC-isolierte Kabel. Schließlich macht Fischer seine Dübel aus dem gleichen Material. Das Zeugs muß also was taugen. Aber montiere mal einen F-Stecker auf ein PE-Kabel. Ohne Fön und Zange läuft da nicht viel.

Andererseits: Wie lange soll es denn halten? 10 - 15 Jahre schafft auch ein gutes PVC-Kabel. Und dann wechselt man es eben aus - ist nicht die Welt und vielleicht gibt es ja bis dahin schon etwas neues.
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Alt 12.02.2010, 21:37   # 6
elchelch
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Hallo,
Danke für Eure nützlichen Hinweise!!! Das Forum ist wirklich spitze!

Nun habe ich den Multischalter Dur-Line MSRP 516T entdeckt. Er wurde ja auch recht gut getestet. Was haltet Ihr davon, wenn wir mal den Preis etwas aussen vor lassen (der kostet momentan 189€). Hat jemand Erfahrung mit dem Teil oder kann was dazu sagen? Eine aktive terr. Verstärkung brauch ich nicht.

Danke schonmal!

Viele Gruesse

elchelch
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Alt 12.02.2010, 22:41   # 7
King W.
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Der Schalter sieht nach einem Jultec JRM 0516T aus.

Die technischen Daten, soweit angegeben, sind auch identisch. Ich wußte bislang noch gar nicht, daß Jultec auch unter anderem Namen produziert.

Der Schalter ist OK, den kannst du nehmen.

Wegen der fehlenden Stromversorgung nimm bitte ein LNB mit niedrigem Stromverbrauch. Dieses Alps oder dieses MTI sind zum Beispiel gut geeignet.

Wenn du willst, kannst du ach mal bei SEH nachfragen, ob du dort ebenfalls diesen Schalter (in der Original Jultec-Version) bekommen kannst. Einfach anrufen (02323/61887).
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Alt 13.02.2010, 09:20   # 8
Dipol
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Zitat:
Zitat von elchelch Beitrag anzeigen
Nun habe ich den Multischalter Dur-Line MSRP 516T entdeckt. Er wurde ja auch recht gut getestet. Was haltet Ihr davon, wenn wir mal den Preis etwas aussen vor lassen (der kostet momentan 189€).
Ist aber jeden Cent wert, der leider nicht mehr produzierte KATHREIN Gussgehäuseschalter EXR 5016/T hatte einen EVP von € 318,00 und kostet jetzt selbst nach der Produktionseinstellung noch im Ausverkauf mehr.
Zitat:
Zitat von elchelch Beitrag anzeigen
Hat jemand Erfahrung mit dem Teil oder kann was dazu sagen?
King W. vermutet richtig, das ist ein Schalter aus der JULTEC-Schmiede, ein absolutes Spitzenprodukt.
Seit KATHREIN die Multischalter im Gussgehäuse aufgegeben hat gibt es mit Ausnahme von JULTEC, WISI und den SPAUN-Schaltern für den amerikanischen Markt (gleiches Gehäuse wie JULTEC) nur noch Multischalter in Blechbüchsen. Das Gussgehäuse hat Kühlnoppen auf der Unterseite und ist nicht zu toppen. Die elektrischen Werte sind exellent, insbesondere wenn kein Stromanschluss vorhanden ist, sind die JULTEC-Schalter allererste Wahl.
Zitat:
Zitat von elchelch Beitrag anzeigen
Eine aktive terr. Verstärkung brauch ich nicht.
Falls aber doch mal, auch da hat JULTEC seine Vorzüge. Die Masse der Schalter hat heute nur noch 26 dB terrestrische Teilnehmerentkopplung, mit 35 dB liegt dieser Schalter in der Oberklasse. Mit Kabel erreicht er den Normwert von 36 dB auf UHF, mit Dose evtl. auch die 42 dB auf VHF. Der terrestrische Zweig ist die Achillesferse fast aller Multischalter, bei JULTEC kann man auch problemlos ein BK-Vollbandspektrum aufschalten. Ich habe den terrestrischen Verstärker auch mit extrem ungleichen Pegeln gequält und war erstaunt wie gut er selbst das verkraftet.

Wer die Multischalter mit Netzteil betreiben will bekommt bei JULTEC ein kuzschlussfestes Exemplar. Einziger Kritikpunkt meinerseits: Ein Steckernetzteil würde mir mehr zusagen.
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Alt 13.02.2010, 18:49   # 9
elchelch
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Hallo,

vielen Dank für die tolle Beratung. Dann werde ich mal die Anlage in Angriff nehmen.

Viele Grüße

elchelch
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Alt 25.02.2010, 06:44   # 10
elchelch
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Hallo,
wollte nur einmal kurze Rückmeldung an Euch geben:
Die Installation der Anlage läuft gerade, die ersten Dosen sind verkabelt - es funktioniert bis jetzt wunderbar, ich bin begeistert. Von daher nochmal GROSSEN Dank an das tolle Forum und für die Unterstützung!!!

Noch 2 Worte zur Ausrichtung: Habe die Antenne mit Hilfe von Satellite Finder / Dish Pointing Calculator with Google Maps | DishPointer.com ausgerichtet (Atra 19,2° ost), Geräte angeschlossen (bisher ohne Feinjustierung) und habe 95% Signatstärke, bin total begeistert. Das Tool ist schon genial!

Hier sind meine verwendeten Komponenten:
- Antenne: Fuba DAA 850
- LNB: Alps Quattro
- Dachhalterung: Hirschmann DSH 48/90 Sparrenhalter
- Kabel: Hirschmann Koka 120
- Multischalter: Dur-Line MSRP 516A mit Abschlusswiderstaenden (der 516T wird nicht mehr geliefert)
- Erdung und Potentialausgleich
- Receiver: smart MX04+, Technisat HD S2 Plus, Technisat DIGIT MF8-S

Viele Gruesse!!

elchelch
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Alt 08.07.2010, 22:57   # 11
Browserlauser
 
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Hallo Zusammen,

bin schon seit einigen Monaten lesend hier im Forum unterwegs und habe nun auch mal ein paar Fragen.

Ich bin auch gerade bei der Planung eine SAT-Anlage für 12-16 Teilnehmer.
Mein Interesse gilt dabei dem Multischalter Dura-Line MSRP 516A ohne Stromanschluss. Der soll im Treppenhaus in einem Trockenbauschacht installiert werden.

@elchelch: Du hast doch das Gerät nun einige Monate im Einsatz. Hat es sich bewährt oder gibt es irgendwelche Probleme?
Müssen wegen der Stromversorgung spezielle Receiver eingesetzt werden?
Gibt es bei langen Kabeln eventuell Probleme >20m?

Dazu wird es wahrscheinlich ein Technisat Satman 850 Smiley Spiegel mit MTI Quattro LNB.

Viele Grüße

Browserlauser
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Alt 09.07.2010, 00:54   # 12
King W.
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Hallo und Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru:

Probleme sind bei einem Jultec bzw. Dura-Line Schalter nicht zu erwarten. Es handelt sich um Schalter der Spitzenklasse.

Es sind auch keine speziellen Receiver erforderlich, zumindest dann nicht, wenn ein sparsames LNB eingesetzt wird. Der Verbrauch der receivergespeisten Dura-Line bzw. Jultec-Schalter ist mit 70 mA beinahe lächerlich gering, in Verbindung mit einem Alps-LNB ergibt sich ein Gesamtstrom von nicht mehr als 250 mA. Das schafft jeder Receiver, auch die billigste China-Gurke. Die MTI-LNB's verbrauchen etwas mehr Strom, aber auch in diesem Fall sollte es keine Probleme geben.

Bei vernünftigem Kabel und guten Steckern sind Längen von 20 m problemlos machbar. In Verbindung mit dem Jultec-Schalter wird ja ein Quattro-LNB eingesetzt, das liefert unabhängig von der Betriebsspannung an jedem Ausgang genau ein Band. Wenn also aufgrund eines sehr langen Kabels (bei gutem Kabel ist mit dem Effekt erst bei mehr als 50m zu rechnen) von den 18 V am LNB nur noch 16V oder weniger ankommen, macht das bei einem Quattro-LNB nichts, wohl aber bei jedem anderen LNB. Außer beim Quattro wird nämlich die Betriebsspannung auch zum Schalten der Polarisation verwendet. Unter 16V schaltet ein LNB dann nicht mehr ins Hochband, die entsprechenden Programme werden unzugänglich.

Bei der Kombination Multischalter/Quattro-LNB kann dieses Problem systembedingt nicht auftreten.

Mittlerweile sind die Jultec-Schalter bei SEH auf telefonische Bestellung (02323/61887) erhältlich. Möglicherweise ist auch der JRM0516T lieferbar, bei dem sind die Abschlußwiderstände bereits fest eingebaut, so daß kein externer Abschluß mehr erforderlich ist.

Bitte, kalkuliere aber etwas Lieferzeit ein, Jultec ist eine recht kleine Firma und kommt manchmal mit der Produktion der inzwischen sehr beliebten Schalter kaum nach. Herr Hampel von SEH ist meist gut informiert, wie die Liefersituation gerade aussieht.

Die TechniSat-Antenne kannst du selbstverständlich nehmen, allerdings ist zur Montage des Alps-LNB ein Adapter erforderlich.

Auch nicht teurer, und qualitativ mit der TechniSat mindestens auf Augenhöhe ist die neue Gibertini SE. Ich habe sie auf der Anga-Cable im Mai zum ersten mal gesehen und fotografiert:

gibertini

Die Antenne wird in hellgrau, anthrazit oder ziegelrot geliefert und ist bei SEH für unter 100€ zu bekommen. Dank 40mm Universal LNB-Halter kann das Alps- oder MTI-LNB problemlos montiert werden.

Aber - zugegeben - der Smiley ist schöner.

Bitte, denke an eine vernünftige Erdung und den Potentialausgleich.
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Alt 09.07.2010, 13:35   # 13
Browserlauser
 
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Hallo King W.,

danke für Deine ausführlichen Info`s. Schön, dass es solche Foren und hilfsbereite Mitglieder gibt.

Meine Kids und der Rest der Family wollen unbedingt die Smiley-Schüssel. Da führt wahrscheinlich kein Weg dran vorbei. Also werd ich die mit dem LNB-Adapter besorgen.
Auf Deinen Rat hin, werde ich dann wohl den Alps-LNB mit dem Jultec oder Dura-Line Schalter nehmen.
Ansonsten hätte ich mich wahrscheinlich für einen Spaun entschieden. Allerdings macht sich der stromlose Betrieb bei uns am Montageort wesentlich besser. Da gibts keine Probleme mit dem bisher nicht vorhandenen Stromanschluss.

Zum Thema Potentialausgleich und Erdung habe ich auch schon einiges gelesen. Einen Blitzschutz am Haus gibt es bei uns nicht. Da die Antenne an der Hauswand weit unterhalb der Dachkante montiert wird, ist wahrscheinlich auch keine seperate Erdung notwendig. Zumindest habe ich das so rausgelesen.
Den Potentialausgleich wollte ich über alle Anschlüsse am Multischalter legen (Potentalausgleichsschienen) und direkt mit unserer Potentalausgleichsschiene per 16er Kabel im Keller verbinden. Ich hoffe das geht so OK.
Es gibt doch auch diese kleinen aufschraubbaren Blitzschutz-Teile (F-Stecker). Sollte man sowas vieleicht auf jeden Ausgang des LNB bzw. am Eingang des MS (4 Stk.) montieren? So war das irgendwo empfohlen. Macht das wirklich Sinn? Sollte dort ein Blitz einschlagen lacht der sich über diese Dinger doch bestimmt schlapp. Kann mir nicht vorstellen, dass diese Miniteile da wirklich quasi die Verbindung zur restlichen Elektronik unterbrechen.

Ansonsten, gibt es irgendwo im Netz einen Pegelrechner? Also etwa so: LNB + Schalter + xMeter Kabel + 4 Stecker macht....
So wie ich das verstehe, darf ja der Pegel am Receiver weder zu hoch noch zu niedrig sein.

Viele Grüße

Browserlauser

---------- Doppelpost zusammengeführt am 09.07.2010 um 11:45 ----------

Ich nochmal,

zum Thema Alps-LNB. Bei SEH gibt es davon zwei.
Einmal den Alps in "Raketenform" und den "Normalen" Alps Quattro-Switch, 0.3 dB typ. Bei diesem steht: "Das LNC hat vier Ausgänge und ermöglicht somit den unabhängigen Betrieb von mehreren Receivern. Ein Multischaler zum Betrieb des LNC ist nicht erforderlich, die Receiver können direkt an das LNC angeschlossen werden."
Ist das jetzt ein Quattro oder Quad? Oder geht da Beides?

Viele Grüße

Browserlauser
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Alt 10.07.2010, 06:10   # 14
King W.
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Quattro-Switch ist dasselbe wie Quad. Also im Prinzip ein LNB mit bereits eingebautem Multischalter. Der ist normalerweise für einen Betrieb mit externem Multischalter nicht vorgesehen. In Verbindung mit einem Jultec-Schalter würde dieses LNB zwar auch funktionieren, aber es ist teurer und verbraucht mehr Strom.

So gesehen ist das "Raketenfeed" deutlich besser und für deine Anwendung die gegebene Lösung.

Wenn du willst, kannst du die Smiley-Antenne auch komplett mit Quattro-LNB von TechniSat bekommen, siehe hier. Dann brauchst du keinen Adapter und die Antenne sieht genau so aus, wie auf meinem Benutzerbild. Die TechniSat LNB's stehen den Alps qualitativ in nichts nach, sind aber etwas teurer. Durch den eingesparten Adapter verringert sich der Preisunterschied aber wieder. Entscheide einfach selbst und nimm, was dir am besten gefällt, einen Fehler machst du in keinem Fall.

Der fehlende Stromanschluß ist natürlich zusätzlich ein gutes Argument für den Jultec. Ruf mal bei SEH an, vielleicht hat er noch einen vorrätig.

Mit der Erdung hast du Recht: Wenn die Antenne im Schutzbereich des Hauses angebracht ist (mindestens 2m unterhalb der Dachkante und nicht mehr als 1,50 m abstehend) ist keine Erdung erforderlich. Wenn du den Potentialausgleich vorschriftsmäßig machen möchtest (und das ist im Interesse der Sicherheit dringend anzuraten) so ist mindestens der Schalter mit einem 4 oder 6 mm² Kabel mit der Potentialausgleichsschiene im Keller zu verbinden. Ein 16 mm² Kabel könntest du dafür natürlich auch nehmen, es wäre aber total überdimensioniert.

Die hereinkommenden und abgehenden Kabel sollten zusätzlich über Erdungsblocks geführt werden, damit ist sichergestellt, daß die Schutzwirkung auch dann erhalten bleibt, wenn der Schalter mal ausgebaut wird.

Näheres ist in dem separaten Beitrag oben ausgeführt.

Die Dinger, die du meinst, sind offensichtlich Überspannungsableiter. Bei einem ordentlich durchgeführten Potentialausgleich kannst du die getrost weglassen.

Eine spezielle Pegelrechnung ist nicht erforderlich, weil der laut Norm zulässige Eingangspegel am Receiver zwischen 47 - 77 dBµV liegt. Bei einer SATMAN 850 mit Original- oder Alps-LNB und einem guten Multischalter wird dieses Pegelfenster praktisch immer getroffen.

Die Antenne dürfte eine Ausgangsspannung von ca. 80 dBµV liefern, der Multischalter selbst dämpft oder verstärkt kaum und für die Dosen (diese hier sind richtig und sowohl auf- wie auch unterputz verwendbar) und die Schraubverbindungen kannst du mit einem Verlust von ungefähr 5 - 7 dB rechnen. Das Antennenkabel dämpft noch einmal 1 dB pro 3 m Länge. Bei 30 m z.B. wären das insgesamt maximal 17 dB Verlust und es würde sich eine eine Signalspannung von ca. 63 dBµV am Receiver einstellen - genau richtig für einen perfekten Empfang.

Einen Pegelrechner gibt es auch - bei uns im Forum. Der ist aber nur dann wichtig, wenn bei einer Unicable-Anlage mehrere Dosen in Reihe geschaltet werden.
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Alt 30.07.2010, 14:24   # 15
Browserlauser
 
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Hallo,

sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde aber hatte erst Urlaub und in der letzten Woche viel zu tun.... (Schraub...)

Trozdem möchte ich kurz meine neue Anlage und die Erfahrung mit dem Multischalter Dur-Line MSRP 516T vorstellen. Vieleicht ist sich ja jemand beim Kauf unsicher und es nützt was.


Ausgangszustand:

Dreifamilienhaus mit Fernsehen über Kabel (analog). Uralte Koaxkabel mit unterschiedlichen Leitungsquerschnitten und Schirmungen in allen drei Etagen. Zum Teil x-mal verlängert und mehrfach aufgesplittet. Also unbrauchbar für SAT.


Planung:

Aus dem ursprünglich geplanten Technisat Smileyspiegel ist nun doch ein Fuba geworden und damit bin ich auch ganz zufrieden. Wahrscheinlich wäre uns der Grinsemann nach einiger Zeit auf den Nerv gegangen.
Aufgrund schlechter Stromzuführung am Montageort des Multischalters kam eigentlich nur ein passiver MS in Frage.
Insgesamt sollen momentan 12 Receiver / TV angeschlossen werden. In Zukunft aber max. noch zwei od. drei mehr.


Meine eingesetzten Komponenten:

1x Spiegel Fuba DAA 850
1x LNB Inverto Quattro Black Premium
1x Multischalter DUR-line MSRP 516T
4x Receiver Xoro 8500 HDMI
5x Receiver Xoro 3400
2x Technisat SkyStar HD2 (PC-Karte)
1x Fernseher mit DVB-S
300m Kabel SatConn SRT-120 A+ vierfach geschirmt 120dB

Dazu diverse Kleinteile wie Wandhalter, Erdungswinkel, Überspannungsschutz, Endwiderstände, SAT-Dosen, Erdungsschelle, F-Stecker, Kabelkanäle usw.
Zusammen hat der ganze Spaß inkl. der 11 neuen Receiver ca. 1000,- Euro gekostet.

Das Anbringen der SAT-Schüssel war das geringste Problem. Das ging bei uns auf dem Terassendach stehend direkt an die Hauswand. Halter ran, Antenne drauf, LNB und Kabel ran - fertig. Und so sieht das jetzt aus:

Sat1

Viel aufwändiger waren die diversen Mauerdurchbrüche für die vielen Kabel. Da die Steigleitungen im Haus in einem bereits vorhandenen Schacht verlaufen, hat mich das auch einiges an Kraft und Nerven gekostet die dicken Koaxkabel dort einzuziehen. Man kommt halt mit nem Bohrhammer nicht überall richtig ran. Aber nun ist das auch geschafft.
Insgesamt habe ich rund 270m Kabel verbraucht. Ursprünglich hatte ich knapp 200m geplant aber das hat irgendwie hinten und vorn nicht gereicht.
Auch wenn es mit dem vierfach geschirmt 120db A+ Kabel übertrieben scheint, gehe ich da lieber auf Nummer sicher. Wir haben im Haus mehrere WLAN, DECT-Telefone, Handys etc. Ich will da nix riskieren.

Toll ist auch die Montage der - gefühlt - 1000 F-Stecker. Durch den Einbau der Erdungsblöcke kommen da einige zusammen (ich glaub am Ende ca. 75). Mein Daumen und Zeigefinger sind vom vielen Aufdrehen der Stecker jetzt noch ganz blau

Den Aufbau des Multischalters mit den Erdungswinkeln usw. habe ich auf einem Holzbrett vorgenommen. Das ist optimal, da man das Ganze dann relativ einfach an einer Wand komplett anbringen und wieder abhängen kann.
Das sieht nun so aus:

Sat2

Hier auf dem Foto fehlen allerdings noch die letzten vier Leitungen zur obersten Wohnung.
Links oben sieht man die vier Eingänge (mit den schwarzen Überspannungsknubbeln) vom Spiegel an den Multischalter. Links und rechts gehen dann die Ausgänge an die einzelnen Teilnehmer.

Was mir vorher auch nicht ganz klar war, war die Montage der F-Stecker auf das vierfach geschirmte Kabel. Dazu hab ich einiges im Internet gelesen. Offensichtlich gibt es da zum Thema umklappen der Schirmung auf das Kabel oder auch nicht, die verschiedensten Meinungen.
Profis zwirbeln das Drahtgeflecht offensichtlich zusammen, legen es um die weiße Isolierung des Innenleiters und drehen den Stecker auf das Kabel. So soll ein einschneiden der Schirmung durch den Stecker verhindert werden.
Ich habe aber folgende Variante (für Nicht-Profis ) verwendet und bin damit sher gut gefahren:

1. Außenmantel ca. 1,5 cm abisolieren
2. Geflecht gleichmäßig nach hinten umschlagen
3. erste und zweite Folie sowie das innere Drahtgeflecht bis zum Innenleiter durchschneiden
4. Geflecht etwas in Drehrichtung des Steckers auf dem Kabel drehen
5. Stecker aufschrauben

Hat man entsprechend große Stecker passend zum Kabel gekauft, schneidet man so das Geflecht nicht durch und hat bombenfeste Verbindungen. Ob das nun dem einen oder anderen so nicht gefällt, ist mir Wurscht.
Es funktioniert jedenfalls prima.


Fazit: Nachdem unser altes analoges Netz wirklich mehr als ausgedient hatte, war die Sanierung mehr als überfällig.
Die Kosten und der Aufwand machen sicht nun mehr als bezahlt. Das Bild ist absolut TOP!
Die Anlage funktioniert sauber und ohne irgendwelche Störungen.

Meine Bedenken hinsichtlich des passiven Multischalters waren unbegründet. Das Teil funktioniert absolut zuverlässig. Egal ob mit einem oder mehreren Receivern oder auch nur mit einer PC DVB-S Karte.
Insgesamt sind ca. 270m Kabel verbaut. Die max. Länge einer einzelnen Leitung beträgt ca. 28m. Trotzdem sind keine Störungen oder Ausfälle zu verzeichnen.
Wer also einen wirklich guten Multischalter ohne Stromanschluß sucht, sollte sich die passiven MS der DUR-Line Serie mal genauer ansehen. Das lohnt sich auf längere Sicht.

Viel Spaß noch...

Browserlauser
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Alt 30.07.2010, 20:59   # 16
King W.
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Zitat von Browserlauser Beitrag anzeigen
Meine Bedenken hinsichtlich des passiven Multischalters waren unbegründet. Das Teil funktioniert absolut zuverlässig. [...]
Das ist bei Jultec/Dur-Line auch nicht anders zu erwarten. Spitzenqualität eben: Nicht billig, aber jeden Cent wert.

Zitat:
Wer also einen wirklich guten Multischalter ohne Stromanschluß sucht, sollte sich die passiven MS der DUR-Line Serie mal genauer ansehen. Das lohnt sich auf längere Sicht.


Genau so ist es. Zu der guten Funktion trägt aber auch der sorgfältige Aufbau mit bei. Anhand der Bilder sieht man sofort, daß du dir viel Mühe gegeben hast - Kompliment! Das wird sich jetzt bezahlt machen, indem du dich auf viele Jahre unbeschwerten Fernsehgenuß freuen kannst.

Zitat:
Viel Spaß noch...

Browserlauser
Das wünsche ich dir auch. Und vielen Dank für den guten und ausführlichen Bericht. Ich bin überzeugt, er wird noch vielen Nutzern helfen.
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Alt 31.07.2010, 02:04   # 17
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 4.147
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Zitat von Browserlauser Beitrag anzeigen
Das Anbringen der SAT-Schüssel war das geringste Problem. Das ging bei uns auf dem Terassendach stehend direkt an die Hauswand. Halter ran, Antenne drauf, LNB und Kabel ran - fertig. Und so sieht das jetzt aus:

Sat1
Schade, sehr schön verkabelt aber der Abstand der ungeedeten Antenne zum Regenfallrohr ist zu gering. Hier kommt es bei Blitzschlag in die Dachrinne zu Überschlägen.
Zitat:
Zitat von Browserlauser Beitrag anzeigen
Auch wenn es mit dem vierfach geschirmt 120db A+ Kabel übertrieben scheint, gehe ich da lieber auf Nummer sicher. Wir haben im Haus mehrere WLAN, DECT-Telefone, Handys etc. Ich will da nix riskieren.
Um die abzuschirmen reicht A-Class-Schirmung völlig aus. Ein wesentlich leichter zu verlegendes zwei- oder dreifach geschirmtes Kabel mit geklebter Folie ist in Kombination mit einem auch im Schirmungsmaß passenden Stecker immer vorzuziehen.
Zitat:
Zitat von Browserlauser Beitrag anzeigen
Toll ist auch die Montage der - gefühlt - 1000 F-Stecker. Durch den Einbau der Erdungsblöcke kommen da einige zusammen (ich glaub am Ende ca. 75). Mein Daumen und Zeigefinger sind vom vielen Aufdrehen der Stecker jetzt noch ganz blau
Ein vierfach geschirmtes Kabel mit angeblich 120 dB Schirmungsmaß und F-Aufdrehstecker mit bestenfalls 85 dB passen zusammen wie der Faust aufs Gretchen, die Kombination ist schlicht unzweckmäßig.
Zitat:
Zitat von Browserlauser Beitrag anzeigen
Was mir vorher auch nicht ganz klar war, war die Montage der F-Stecker auf das vierfach geschirmte Kabel. Dazu hab ich einiges im Internet gelesen. Offensichtlich gibt es da zum Thema umklappen der Schirmung auf das Kabel oder auch nicht, die verschiedensten Meinungen.
Profis zwirbeln das Drahtgeflecht offensichtlich zusammen, legen es um die weiße Isolierung des Innenleiters und drehen den Stecker auf das Kabel. So soll ein einschneiden der Schirmung durch den Stecker verhindert werden.
Wenn beim Aufdrehen des F-Steckers das Geflecht durchschnitten wird, ist das entweder ein Murkskabel oder der Stecker unpassend, oder auch beides. Bei einem Qualitätskabel mit dichter Geflechtbedeckung > 80 % und starken verzinnten Geflechtdrähten aus Kupfer ist ein Durchschneiden nicht zu befürchten, bei der Masse der 120 dB Billigkabel mit Alugeflecht allerings schon. Wer das Kabelgeflecht durch Zwirbeln passend macht, ist kein Profi auf aktuellem technischen Stand. Mit der Methode fällt man bei einer Dibkom-Zertifizierung durch!
Zitat:
Zitat von Browserlauser Beitrag anzeigen
Ich habe aber folgende Variante (für Nicht-Profis ) verwendet und bin damit sher gut gefahren:

1. Außenmantel ca. 1,5 cm abisolieren
2. Geflecht gleichmäßig nach hinten umschlagen
3. erste und zweite Folie sowie das innere Drahtgeflecht bis zum Innenleiter durchschneiden
4. Geflecht etwas in Drehrichtung des Steckers auf dem Kabel drehen
5. Stecker aufschrauben

Hat man entsprechend große Stecker passend zum Kabel gekauft, schneidet man so das Geflecht nicht durch und hat bombenfeste Verbindungen. Ob das nun dem einen oder anderen so nicht gefällt, ist mir Wurscht.
Es funktioniert jedenfalls prima.
Zum Glück ist die Sat.-ZF sehr robust und verkraftet auch solche Steckermontagen, sofern nicht Kabel mit Alu-Geflecht oder einem Innenleiter aus Stahlkupfer passive Intermodulationen verursachen.

http://www.gmbh.werner-electronic.de...mbh_telass.pdf
http://www.de-online.info/archiv/200...10_07_IT53.pdf

Bei aller Euphorie, für Sat.-ZF reichen zweifachgeschirmte A-Class Kabel mit Schirmungsmaß > 85 dB völlig aus. Umso mehr ein dreifach geschirmtes Kabel mit geklebter Folie und einem dazu passenden Kompressions- oder mindestens Crimp-Stecker. Wenn sich eine Zange wegen zu weniger Stecker nicht lohnt wenigstens Self-Install-Stecker, aber keine F-Aufdrehstecker als Sollbruchstellen. So ist es wirklich fachgerecht:

http://www.triax-gmbh.de/upload/push...hirschmann.pdf
http://www.cabelcon.dk/download/CX3Folder_6_Mar_09.pdf

Mit folgenden Links sollten selbst die Berührungsängste widerstrebender Fachleute vor der längst überfälligen Montage von Kompressions-Steckern an Hochschirmkabel zu überwinden sein:

http://www.cabelcon.dk/download/pps/...stallation.ppt
www.cablecon.dk/download/crimp.pps
http://www.preisner.de/downloaddp.php?id=87
http://www.kathrein.de/de/sat/produkte/doc/9362886.pdf
http://www.kabeltec.com/pdf/kompression.pdf
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Alt 31.07.2010, 17:51   # 18
Browserlauser
 
Registriert seit: 08.07.2010
Beiträge: 7
Hallo,

na das hab ich mir doch gedacht, das hier trotzdem einer was zu meckern hat...

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Schade, sehr schön verkabelt aber der Abstand der ungeedeten Antenne zum Regenfallrohr ist zu gering. Hier kommt es bei Blitzschlag in die Dachrinne zu Überschlägen.
Also der Abstand zum Fallrohr beträgt an der geringsten Stelle mind. 60cm.
Unser Haus steht außerdem in einem Tal. Rundrum sind sehr viel wesentlich höher gelegene Häuser und Bäume und seit ich hier wohne (15 Jahre), hat sich hier runter noch nie ein Blitz verirrt. Eh das passiert, habe ich wahrscheinlich eher nen 6er + ZZ im Lotto gewonnen oder die Schüssel ist abgegammelt.
Das irgendwann hier der Blitz einschlägt, auf die Antenne überspringt und nen Schaden verursacht, mit dem "Risiko" kann ich leben. Man will ja schliesslich auch irgendwann mal wieder ne neue Anlage bauen

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Um die abzuschirmen reicht A-Class-Schirmung völlig aus. Ein wesentlich leichter zu verlegendes zwei- oder dreifach geschirmtes Kabel mit geklebter Folie ist in Kombination mit einem auch im Schirmungsmaß passenden Stecker immer vorzuziehen....

... Ein vierfach geschirmtes Kabel mit angeblich 120 dB Schirmungsmaß und F-Aufdrehstecker mit bestenfalls 85 dB passen zusammen wie der Faust aufs Gretchen, die Kombination ist schlicht unzweckmäßig.
Mag ja alles richtig sein. Aber was bei der Verwendung von Billigkabeln (angebl. Typ A) mit zweifacher Schirmung passieren kann, konnte ich mir vor kurzem Live bei einem Bekannten ansehen. Hat der mit nem DECT Telefon hantiert, gabs Störungen im TV. Das war einfach gruselig und das wollte ich auf keine Fall.
Wenn ich mir jetzt die Installation einer solchen Anlage antue, dann verwende ich auch das, meiner Meinung nach, für mich geeignetste und beste Kabel. Den Stress mit der Installation des "dicken" Kabels habe ich nur einmal.

Ich habe übrigens folgendes Kabel (nich von eb*y oder so) verwendet: Shop SatConn SRT-120 Koax-Kabel Class A+, 120dB, 100m | SatConn, Koaxial-Kabel

- Innenleiter: 1,1mm
1. Schirm: Aluminium Folie
2. Schirm: Geflecht: 128 x 0,12
3. Schirm: Aluminium Folie
4. Schirm: Geflecht: 96 x 0,12
- Schirmungsmaß: 120dB
- Wellenwiderstand: 75 Ohm
- Aussendurchmesser: 8mm PVC weiß (8,2mm F-Stecker)
- Dämpfung bei 20°C in dB/100m:
100 MHz 4,9 dB / 200 MHz 6,7 dB / 300 MHz 8,5 dB
500 MHz 11,9 dB / 800 MHz 15,3 dB / 1000 MHz 17,4 dB
1350 MHz 21,3 dB / 1750 MHz 23,9 dB / 2050 MHz 27,3 dB
- 100% UV-beständig.

Die technischen Eigenschaften und am Ende auch der erschwingliche Preis haben mich da überzeugt. Ein, von den technischen Daten, ähnliches Kabel wie das Koka 120 hätte wesentlich mehr gekostet.

Und hier die verwendeten Stecker:

Shop 100 x F-Stecker 8,20 mm, 24K hartvergoldet | F-Stecker 8,2mm

Mag ja sein, dass die hypertollen Kompressions- oder Crimp-Stecker für Profis das Non plus Ultra sind, für mich sind sie das aufgrund des höheren Aufwandes mit Werkzeug usw. nicht. Meine Stecker sitzen auch so bombenfest. Und sollte mir wirklich mal so ein Aufdrehstecker als angebliche "Sollbruchstelle" abgehen, dann drehe ich in Nullkommanix ohne Werkzeug nen neuen drauf. Und ferdsch.

Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Wer das Kabelgeflecht durch Zwirbeln passend macht, ist kein Profi auf aktuellem technischen Stand. Mit der Methode fällt man bei einer Dibkom-Zertifizierung durch!
Cool, dann hab ich das ja wenigstens richtig gemacht!
Obwohl das oft im Internet anders beschrieben wird. Da ist das umschlagen eine Todsünde.

Aber egal, am Ende zählt für mich nur eins. Nämlich das Ergebnis. Ich wollte ein TOP-Fernsehbild und mehr Programme. Und das hab ich jetzt.

Grüße Browserlauser
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Alt 31.07.2010, 19:57   # 19
King W.
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OK, ich habe das mit der Antenne nahe am Fallrohr (wobei ich die tatsächliche Entfernung wegen des ungünstigen Schattenfalls nicht wirklich abschätzen konnte) auch gesehen und auch die Diskrepanz zwischen dem hoch geschirmten Kabel und den F-Steckern.

Ich sehe die Sache aber etwas pragmatischer. Es ist sauber ausgeführt und es funktioniert.
Also - was will man mehr.

Trotzdem noch ein kleiner Tip: Der Wetterschutz des Inverto-LNB ist nicht ganz optimal. Es besteht die Möglichkeit, daß der untere Teil der Stecker bei Regen naß werden könnte und das Regenwasser durch die Kapillarwirkung bis an die Verschraubung kommt. Dann fängt das Kabel innen an zu gammeln und es kommt zu Empfangsstörungen.

Mein Tip: Mit etwas gutem Isolierband die Stelle zwischen Kabel und Steckerende abdichten. Das verlängert die Lebensdauer.


P.S. Du wolltest doch die TechniSat Smiley-Antenne. Die hat sich aber sehr verwandelt.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


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Alt 31.07.2010, 20:24   # 20
Browserlauser
 
Registriert seit: 08.07.2010
Beiträge: 7
Hallo King W.,

das mit dem Wetterschutz werde ich nochmal in Angriff nehmen. Obwohl die vier Stecker dort schon wasserdichte Stecker mit Gummidichtung sind.
Ich werde aber nochmal Schrumpfschlauch drübermachen.

Nach langem hin und her mit meinen Kiddys und der Smiley-Antenne haben wir uns dann doch für den Fuba-Spiegel entschieden. Wahrscheinlich findet man das am Anfang recht Nett aber später geht einem der Grinsemann dann vieleicht auf den Wecker. Außerdem empfand ich nach direktem Vergleich im Laden die Fuba Halterung doch stabiler. Jetzt fällt der Spiegel an der Hauswand eigentlich kaum auf.

Zum Thema Blitzschutz habe ich ja an den Eingängen auch zusätzlich noch die SAT-Überspannungsschütze drin (s. Foto schwarze Knubbel an den Eingängen des MS). Ich hoffe das reicht.

Grüße Browserlauser
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Alt 28.05.2012, 11:08 # --
News Flash
 
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