Planung einer Unicable-Anlage - Bitte um Hilfe zum Kabel

Alt 08.02.2010, 23:04   # 1
elchelch
 
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Beiträge: 7
Hallo erstmal an alle,

ich lese schon länger bei Euch mit, toll welche Infos und Unterstützung man hier bekommt! Da fühlt man sich beim Planen doch nicht so planlos http://www.netzwelt.de/forum/images/...ticon_wink.gif.

Hier nun mal zu meinem Vorhaben und meinen Fragen:
Wie viele andere auch möchte ich mich von meinem Kabelanbieter trennen (KabelBW). Wir sind ein 3-Familienhaus, was auch nur von Familienmitgliedern bewohnt wird (zum Thema Teilnehmerdisziplin bei Unicable). Das Haus ist ca. 30 Jahre alt und die verlegten Kabel wohl auch. Wenn Umstieg auf SAT, dann kommt für mich nur eine Einkabellösung in Frage. Eine Chance auf Neuverkabelung habe ich nicht http://www.netzwelt.de/forum/images/...oticon_sad.gif. An einem Kabel hängen 6 Dosen. Vom dem verlegten Kabel habe ich mal versucht, ein Bild zu machen. Eine Schirmung ist wohl vorhanden, eine Folie leider nicht. Wie ist hier Eure Meinung, könnte die Unicable-Lösung hier funktionieren??

Hier sind mal die Komponenten, mit denen ich bisher plane (bin für Anregungungen sehr gern offen):
- Antenne triax TDA 88
- Alps Quattro LNB
- Technirouter 5-1 x 8G
- Technirouter 5-2 x 4K
- alle Dosen AntennenDurchg.dose, SAT/TV/RADIO,Unterp.,EN50494
- jeweils am Ende Abschlußwiderstand mit DC-Entkopplung

Im Anhang ist mal meine Planung und das fragwürdige Kabel, bitte mal um Kommentare, Vielen Dank schonmal an alle!

elchelch
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Antennenanlage_elchelch_unicable.pdf (26,4 KB, 13x aufgerufen)
Dateityp: pdf Antennenkabel.pdf (165,3 KB, 19x aufgerufen)
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Alt 09.02.2010, 11:19   # 2
Dipol
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 4.147
Zitat:
Zitat von elchelch Beitrag anzeigen
Im Anhang ist mal meine Planung und das fragwürdige Kabel, bitte mal um Kommentare, Vielen Dank schonmal an alle!
Das 60 Ohm Altkabel dürfte bei der geringen Geflechtbedeckung ein absolut ungenügendes Schirmungsmaß von ca. 45 dB haben. Die Kabeldämpfung liegt im Extremfall > 50 dB bei 2 GHz. Diese Altkabelanlage hätte auch nach früheren EMV-Bestimmungen zu keinem Zeitpunkt auf das BK-Netz aufgeschaltet werden dürfen. Dies weniger wegen der fehlenden Störimmunität, sondern weil die Anlagensignale durch die undichte Abschirmung als HF-Smog auch in die Nachbarschaft abgestrahlt werden.
Da die Sat ZF noch höher bedämpft wird werden Stammleitungs-Eingangspegel benötigt, die weit höher als die zulässigen SchuTSEV-Grenzwerte sind. Solche unzulässigen Stör-Emissionen der Anlagensignale bleiben zumeist -aber eben nicht immer- folgenlos.

Bei Satelliten-Direktempfang entstehen die haüfigsten Empfangsstörungen durch DECT-Schnurlos-Telefone, seltener auch durch E-Netz-Handys. Die UniCable-Userbänder wurden so festgelegt, dass man den Hauptstörern ausweicht. Die Dämpfung der Stammleitung mit 6 Steckdosen stellt das größte Problem dar. Daher sollte die Matritzenanordnung auf eine Kombination TechniRouter 5/1 x 8 K und 5/2 x 4 G umgestellt werden, das ergibt an der langen Leitung bis zu 5 dB(µV) mehr Pegel.

Für eine Prognose ob das mit den alten Kabeln klappen kann ist rechnen angesagt. Der ersten Steckdose wird die höchste Userbandfrequenz von 2.096 MHz, der letzen Dose die niedrigste mit 1.284 MHz zugeteilt. Nun musst du nur noch die Leitungslängen abschätzen und in die Formeln einsetzen:

1. Dose:
Leitungslänge in m * 50 dB/100 m + Steckdosen-Auskoppeldämpfung
6. Dose:
Leitungslänge in m * 34 dB/100 m + 5 * Steckdosen-Durchgangsdämpfung + Steckdosen-Auskoppeldämpfung.

Denn man ans Werk, die Kabeldämpfung ist relativ pessimistisch angesetzt! Der Router-Ausgangspegel beträgt bei den gewählten Komponenten ca. 92 dB(µV) auf 1.284 MHz und ca. 97 dB(µV) auf 2.096 MHz. Der Norm-Dosenpegel von 47 bis 77 dB(µV) ist mit 10 dB-Dosen nicht einzuhalten, insbesondere am Stammanfang ist eine höhere Auskoppeldämpfung erforderlich.
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Alt 10.02.2010, 05:25   # 3
elchelch
Threadstarter
 
Registriert seit: 23.01.2010
Beiträge: 7
Hallo Dipol,

Danke erstmal für Deine ausführliche Antwort. Irgendwas in der Art habe ich schon befürchtet. D.h. auf lange Sicht werde ich wohl mit dem schlechten Kabel in der Wand icht glücklich werden. Aber ich gebe nicht auf. Nun läuft die Planung, doch eine Sternverkabelung umzusetzen.

Ich schaue dann wieder rein.

Viele Grüße

elchelch
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Alt 28.05.2012, 11:07 # --
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