Kathrein Unicable


Alt 08.02.2010, 23:24   # 1
Monsta
 
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Beiträge: 4
Hallo zusammen,

ich hab mir mal meine Gedanken zum Umstieg von Kabel auf Sat gemacht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen (siehe Anhang): eine Unicable-Lösung ausschliesslich mit Kathrein-Komponenten
Leider ist das Bild wegen der max. Größe/Auflösung etwas klein geraten, deshalb hier kurz die Komponenten:
- Schüssel CAS 90
- LNB UAS 584
- Multischalter EXR 1581
- Verteiler: 2x EBC 10
- Durchschleifdose(n): ESU 33
- Enddose(n): ESU 34
Klappt das so oder habe ich mir das alles falsch zusammengereimt? Bin für alle möglichen Hinweise dankbar.

Danke & Grüße,
Tom
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Dateityp: gif Unicable - Kathrein - small.gif (13,8 KB, 38x aufgerufen)
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Alt 09.02.2010, 13:47   # 2
Dipol
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Beiträge: 3.792
Hallo Tom, herzlich Willkommen im Forum!

Zitat:
Zitat von Monsta Beitrag anzeigen
- Schüssel CAS 90
- LNB UAS 584
- Multischalter EXR 1581
- Verteiler: 2x EBC 10
- Durchschleifdose(n): ESU 33
- Enddose(n): ESU 34
Klappt das so oder habe ich mir das alles falsch zusammengereimt? Bin für alle möglichen Hinweise dankbar.
Dann starte ich mal wieder mit dem aussichtslosen Plädoyer eine Stichdose nicht als Enddose zu bezeichen.

Eine Stichleitungssteckdose hat am Stammleitungsende nix zu suchen, da gehört zur Vermeidung von Stehwellen eine Durchgangsdose mit Abschlusswiderstand hin. Bei UniCable ein kapazitiv getrennter ERA 14.

Dein Verteilkonzept ergibt wegen den beiden Zweifachverteilern eine sehr hohe Pegelspreizung zwischen den einzelnen Steckdosen. Mit diesem Equipment ist an der EXR 1581 auf dem Routerkanal 1.284 MHz ein Ausgangspegel von ca. 80 dB(µV) und auf 2.096 MHz von ca. 86 dB(µV) zu erwarten. Wenn keine dämpfungsarmen geschäumten Kabel installiert sind, kann es an langen Leitungen zu Unterschreitungen des Mindest-Normpegels von 47 dB(µV) kommen.

Selbst bei Installation in einem Einfamilienwohnhaus sollte man die UniCable-Tücken durch kleinere Cluster minimieren. Wenn man schaltungstechnisch auf zwei Stammleitungen mit einer EXR 1542 umstellen könnte, hätte das auch den Vorteil, dass nur niedriger bedämpfte Frequenzen genutzt werden.
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Alt 09.02.2010, 15:26   # 3
Monsta
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Beiträge: 4
Danke erstmal für den Hinweis.
Ich habe gerade noch dieses Bild http://www.netzwelt.de/forum/attachm...d-kathrein.jpg in diesem Thread gefunden: Uincable Abschlusswiderstand Jetzt bin ich trotzdem nicht schlauer.
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Alt 09.02.2010, 15:58   # 4
King W.
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Benutzerbild von King W.
 
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Beiträge: 8.842
Zu der Verwirrung habe ich auch -unabsichtlich- beigetragen. Ich habe mich dabei auf die Zeichnung von Kathrein verlassen. Möglicherweise funktioniert es auch so, wie in der Zeichnung angegeben, aber HF-technisch korrekt ist es nicht. Wenn eine Antennenleitung nicht korrekt abgeschlossen wird, bilden sich Stehende Wellen. Das kann zu Empfangsstörungen führen, bis hin zum Totalausfall, nämlich dann, wenn eine Dose genau dort montiert ist, wo sich ein Wellenknoten befindet.

Eine Stichleitungsdose führt nur dann nicht zu Problemen, wenn sie die einzige Dose nach einem LNB, Multischalter oder Abzweiger (nicht Verteiler) ist.

Nimm einfach ausschließlich ESU 33 Dosen und baue überall, wo keine abgehende Leitung vorhanden ist, einen ERA 14 Widerstand ein. Dann hast du es HF-mäßig korrekt installiert.

Ein anderes Thema ist der Pegel an den einzelnen Dosen. Hier könnte es in der Tat an den Dosen hinter dem letzten Verteiler eng werden. Läßt sich die Verkabelung irgendwie ändern?
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
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Alt 09.02.2010, 16:25   # 5
Monsta
Threadstarter
 
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Beiträge: 4
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Läßt sich die Verkabelung irgendwie ändern?
Leider nein. Immerhin weiss ich jetzt, dass ich entweder mit einem zu schwachen Signal oder aber stehenden Wellen kämpfen muss und kenne die jeweilige "Lösung" (Verwendung der korrekten bzw falschen Dosen). Versuch macht klug
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Alt 09.02.2010, 16:34   # 6
Dipol
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Beiträge: 3.792
Zitat:
Zitat von Monsta Beitrag anzeigen
Danke erstmal für den Hinweis.
Ich habe gerade noch dieses Bild http://www.netzwelt.de/forum/attachm...d-kathrein.jpg in diesem Thread gefunden: Uincable Abschlusswiderstand Jetzt bin ich trotzdem nicht schlauer.
Was auch kein Wunder ist, gilt doch der ehemalige DBP- und TELEKOM-Hoflieferant KATHREIN noch immer als der Hersteller mit der größten Normentreue.

Trotzdem ist auch die KATHREIN-Darstellung mit nur einer Stichdose auf einem Verteilerausgang normwidrig, auch wenn dabei keine Stehwellenprobleme an einer vorgeschalteten Durchgangsdose auftreten können. Das Normenbewusstsein hat insbesondere bei der Entkopplung nicht nur bei KATHREIN extrem nachgelassen, es gibt ja kaum mehr einen Multischalter mit normgerechter Entkopplung. Und u. a. wegen der KATHREIN-Grafik habe ich per E-Mail interveniert und kopiere hierzu die E-Mails rein:

Zitat:
Zitat von E-Mail an KATHREIN

Betreff: Korrekturbedarf in KATHREIN-Veröffentlichungen
Datum: 07. Dec 2009 02:56
________________________________________

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der Bedienungsanleitung für die CAS 90 http://www.kathrein.de/de/sat/produkte/doc/9363548b.pdf deuten die Formulierungen zur Verwendung von metallischen Hausinstallationen sehr viel eher auf einen überholten Normenstand als den Sachstand nach der letzten Ausgabe der EN 50083-1 oder der aktuellen EN 60728-11 hin.

Ich empfehle eine redaktionelle Änderung aus der unmissverständlich hervorgeht, dass wegen der heute üblichen Verbundrohre die Nutzung der Sanitärnetze für Erdung und Potenzialausgleich bei Neuinstallationen ohne Bestandsschutz unzulässig ist.


Seit einigen Jahren weisen Sie im Technischen Anhang darauf hin, dass bei der Windlastberechnung die Reflektormitte der Offsetantennen angesetzt werden muss. Die neuere Grafik leidet aber darunter, dass die Proportionen noch von der alten Falschdarstellung stammen, die lediglich um den Maßpfeil geändert wurde. Ihre Ursprungsdarstellung mit zu kurzer Längenangabe ist nicht nur zuhauf in diversen alten Druckschriften und Lehrgangsunterlagen abgebildet, sie ist auch noch heute im Internet zu aufzufinden. Damit nicht genug, in die brandneue Bedienungsanleitung der CAS 80 ist versehentlich die Altversion eingeflossen!

Leider ist mir unsere Korrespondenz zur Windlastberechnung einer CAS 120 auf dem **-****** Stuttgart einem Festplatten-Crash verloren gegangen. Ich erinnere mich aber noch gut daran wie eindringlich aus Ihrem Haus auf den richtigen Längenansatz hingewiesen wurde. Ist ja auch richtig, aber das wäre ja mal ein Anlass für eine neue Windlastgrafik, in der dann auch die Proportionen stimmen.


Bei meinem letzten Lehrgangsbesuch hatte ich bereits bei Herrn ********** Darstellungen zu UniCable kritisiert, bei denen nach einem Verteiler eine Stichdose eingezeichnet war. Anscheinend war das offenbar kein versehentlicher Einzelfall, denn diese schaltungstechnische Missachtung der Entkopplung wird auch in Einkabel-Druckschriften publiziert.


Es muss doch nicht sein, dass ausgerechnet KATHREIN diesen fachlichen Unfug anderer Hersteller nachahmt, dessen letzte Inkompetenz-Konsequenz der Direktanschluss aller Receiver an Verteilern ist. Einerseits die bisherigen KATHREIN-Appelle gegen die fälschlich als Enddosen bezeichneten Stichdosen und für terminierten Stammleitungsabschluss und dann so ein laxer Umgang mit einer Stichdose nach einem Verteiler.

Mit zunehmendem Einsatz der UniCable-Technik kann ich es abwarten bis wann mir in Fachbauleiterfunktion der erste Elektriker einen solchen Schaltungsvorschlag aus Ihrem Haus als Rechtfertigung unter die Nase hält

Mit freundlichen Grüßen

***
Die Passage mit dem Direktanschluss der Receiver an einen Vierfachverteiler bezieht sich auf Darstellungen von INVACOM.

Zitat:
Zitat von Antwort von KATHREIN
Sehr geehrter Herr ***,

auf Ihr Email vom 07.12.2009 möchten wir Ihnen gerne nachstehendes mitteilen.

Vielen Dank für Ihre Informationen.

Wir haben Ihr Schreiben an die zuständigen Abteilungen weitergeleitet.

Der erste von Ihnen aufgeführte Punkt wird bereits umgesetzt.

Den zweite Punkt - Windlastberechnung - werden wir auf Grund Ihrer Anregung entsprechend ändern.

Das Thema Enddosen bei Einkabelsystemen wird bei uns noch einmal diskutiert.

Mit freundlichem Gruß

***
Schlussbemerkung: In KATHREIN-Lehrgangsunterlagen taucht immer wieder mal der Satz auf: "Es gibt keine Enddosen!" Seit WISI mit der DD 09 M0650 eine intern mit Abschlusswiderstand terminierte Modem-Enddose herausgebracht hat stimmt das zwar auch nicht mehr, aber beachtlicher ist, dass die Sprachschluderei jetzt auch schon bei KATHREIN einreißt.
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Alt 09.02.2010, 18:11   # 7
King W.
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von King W.
 
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Beiträge: 8.842
Zitat:
Zitat von Monsta Beitrag anzeigen
[...] Versuch macht klug
Wie wahr.

Wenn du als letzte Dose eine Stichdose einsetzt, hast du dort zwar einen höheren Pegel, aber es bilden sich unweigerlich stehende Wellen. Deshalb ist so etwas abzulehnen.

Die stehenden Wellen lassen sich nur vermeiden, wenn die Leitung korrekt abgeschlossen ist. Auch eine Stichdose kann man korrekt terminieren, wenn man diesen Widerstand verwendet. Ist ein Receiver mit korrektem Eingangswiderstand angeschlossen, so übernimmt der die Terminierung. Nur offen bleiben darf die Dose nicht.

Wie gesagt, es ist nicht vorschriftsmäßig und ich rate auch nicht dazu. Aber in deinen eigenen 4 Wänden eine Notlösung auszuprobieren, kann ich dir nicht verbieten.
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Alt 08.03.2010, 22:53   # 8
Monsta
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N'Abend zusammen für Eure Tipps hier. Ich konnte am Wochenende alles problemlos in Betrieb nehmen!
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Alt 09.03.2010, 00:35   # 9
Dipol
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Glückwunsch und willkommen im Expertenkreis UniCable!
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