Kabel auf SAT umstellen – 40 Wohnungen mit je 4 Dosen

Alt 05.02.2010, 13:38   # 1
mgtaucher
 
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Hatt jemand einen Vorschlag wie man in einem 8-Stockwerke-Haus mit 40 Wohnungen und max. 4 An-schlußdosen je Wohnung unter Verwendung der bestehenden Verkabelung am besten auf SAT-Empfang umsteigt

Die bestehende Verkabelung sieht wie folgt aus:
Es gehen 6 Stammleitungen vom Dach bis in das Erdgeschoß.
An jeder Stammleitung befindet sich z.Zt. je Wohnung 1 Stechdose
Diese ist wiederum innerhalb der Wohnung auf weitere max .4 Steckdosen in Reihe verteilt.

MfG Manfred
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Alt 05.02.2010, 23:51   # 2
King W.
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Hallo Manfred,

Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru:
Bist ja schon länger registriert, aber dies ist dein erster Beitrag - und dann gleich solch ein Hammer!

Du schreibst "unter Verwendung der bestehenden Verkabelung". Bei der SAT-Verteilung ist es normalerweise so, daß jeder Receiver eine eigene Stammleitung braucht, aber das ist offensichtlich nicht möglich.

Kann denn die Verkabelung so geändert werden, daß wenigstens jede Wohnung einen eigenen Anschluß bekommt? Wenn ja, könnte man eine Unicable-Anlage installieren. Das wäre dann zwar eine aufwendige Sache, aber dann habt ihr für lange Zeit Ruhe, und zwar auch dann, wenn HDTV auf breiter Front eingeführt wird und auch, wenn die Analogprogramme abgeschaltet werden und die freiwerdenden Transponder mit digitalen Programmen bestückt werden. Irgendwelche Einschränkungen gibt es nicht, jedoch müssen die Receiver unicable-tauglich sein (trifft mittlerweile auf die meisten Fabrikate zu).

Wenn eine derartige Änderung ebenfalls nicht möglich ist, bleiben nur noch zwei Möglichkeiten:

Erste Möglichkeit: Eine "Einkabellösung" (nicht zu verwechseln mit unicable).
Hierbei muß das Kabelnetz durch Austausch der Verteiler, Abzweiger, Antennensteckdosen usw. SAT-tauglich gemacht werden. An der Verkabelung selbst ist normalerweise keine Änderung erforderlich, sofern mindestens doppelt geschirmte Leitung verlegt worden ist. Hierzu ist ein Einkabelsystem erforderlich. Dieses System wählt ein Band des zu empfangenden Satelliten aus, welches als Basis genommen wird. Dazu dient der Baustein "FIF 200". Zum Empfang der deutschen Programme nimmt man Horizontal/Hochband. Die Bausteine PFI 200 schneiden aus diesem Band weniger wichtige Teile heraus und fügen stattdessen Transponder von anderen Bändern dort ein. Mit drei PFI 200 sind zur Zeit alle wesentlichen deutschen Programme zu empfangen.

Das so manipulierte Band wird allen Receivern gemeinsam zur Verfügung gestellt.

Vorteile:
  • Die Installation gestaltet sich relativ einfach und preisgünstig.
  • Es sind keine besonderen Receiver erforderlich, jeder digitale SAT-Receiver ist tauglich.
Nachteile:
  • Es sind nicht alle Programme des Astra zu empfangen, sondern nur die deutschen und wenige ausländische. Da jeder Satellit, so auch Astra, auf 4 Bändern sendet, kann nur insgesamt 1/4 aller möglichen Programme empfangen werden, wenn nur ein Band übertragen werden kann.
  • Sobald ein Sender den Transponder wechselt, oder die analogen Programme abgeschaltet werden (im April 2012) und die Transponder neu belegt werden, ist eine Umprogrammierung oder sogar eine Ergänzung der Anlage erforderlich >-> Ihr schafft euch eine Dauerbaustelle.
  • Falls viele neue deutsche Digitalprogramme hinzukommen, ist es sogar möglich, daß eine Einkabellösung trotz Umbau gar nicht mehr alle Programme übertragen kann.
Immerhin: Die neuen HD-Programme können ebenso übertragen werden, wie die verschlüsselten SKY-Programme, die dann mit einem geeigneten Receiver und einem Abo empfangen werden können.

Zweite Möglichkeit:
Ihr setzt die SAT-Signale in DVB-T um.

Vorteil:
  • An der Verkabelung muß überhaupt nichts geändert werden.
Nachteile:
  • Für jeden umzusetzenden Transponder ist ein separater Umsetzer erforderlich, ihr braucht eine ganze Batterie an Umsetzern.
  • Mehr Programme als bei einer Einkabellösung sind auch nicht möglich.
  • Mir sind keine Umsetzer bekannt, die ein HD-Signal ohne Verlust an Bildqualität in DVB-T umsetzen können, auch kenne ich keine DVB-T Receiver, die ein HD-Bild liefern.
  • Mit den verschlüsselten Sky-Programmen gibt es ebenfalls Probleme: Zwar gibt es Umsetzer mit integriertem CI-Einschub, aber dann wäre das umgesetzte Programm frei und könnte mit einem DVB-T Receiver empfangen werden. Das setzt voraus, daß jeder im Haus ein gültiges Sky Abo hat. Ein Umsetzer, der die bestehende Verschlüsselung unverändert mit umsetzt, so daß jeder individuell Sky abonnieren könnte, ist mir nicht bekannt.

Ein Umsetzen in DVB-C ist ebenfalls möglich, die Signale können dann mit einem Kabelreceiver empfangen werden. Die Vorgehensweise ist ähnlich wie bei DVB-T, die spezifischen Vor- und Nachteile auch. Immerhin: Für DVB-C gibt es HD-Receiver.

Soviel erst einmal zu den grundsätzlichen Möglichkeiten.
Schreib mal zurück, wie es weiter geht, es interessiert mich.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
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Alt 06.02.2010, 17:00   # 3
mgtaucher
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Zitat:
Kann denn die Verkabelung so geändert werden, daß wenigstens jede Wohnung einen eigenen Anschluß bekommt?
Hallo King W.
Wie soll ich das verstehen?
Geht dabei vom Dach immer 1 Kabel in jede Wohnung und würde dort weiter verteilt werden? Das hiese, es gingen bei 40 Wohnungen auch 40 Kabel vom Dach weg!
Oder wie
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Alt 07.02.2010, 06:23   # 4
elo22
 
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Beiträge: 219
Zitat:
Zitat von mgtaucher
Geht dabei vom Dach immer 1 Kabel in jede Wohnung und würde dort weiter verteilt werden?
Nein, keine Weiterverteilung.

Zitat:
Zitat von mgtaucher
Das hiese, es gingen bei 40 Wohnungen auch 40 Kabel vom Dach weg!
Jo. Vielleicht könnte man mit kaskadierbaren MS arbeiten. Das weiss Dipol sicher besser.

Lutz
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Alt 07.02.2010, 09:26   # 5
mgtaucher
Threadstarter
 
Registriert seit: 06.11.2008
Beiträge: 7
Zitat:
Zitat von King W
Kann denn die Verkabelung so geändert werden, daß wenigstens jede Wohnung einen eigenen Anschluß bekommt? Wenn ja, könnte man eine Unicable-Anlage installieren.
Ich greife nochmals diese Variante auf weil ich sie nicht verstehe:
Es würden also 40 Kabel vom Dach zu den Wohnungen gehen (Je Wohnung 1 Kabel, was besser wäre als 160 Kabel bei 4 Anschlüsse je Wohnung).
Aber wie würde dann die Verteilung innerhalb der Wohnungen aussehen um 4 Anschlüsse je Wohnung zu bekommen?
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