Sat-Anlagenumbau, mit oder ohne Multischalter?

Alt 17.01.2010, 19:45   # 1
Panda
 
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Hallo,

ich trage mich mit dem Gedanken meine SAT Anlage auf digitalen Empfang umzurüsten. Dabei habe ich dieses Superforum entdeckt und mich gleich mal neu angemeldet. Daher erst mal ein freundliches Hallo an alle. Zu meinem Problem habe ich auch schon eine ganze Menge (in diesem und in älteren Threads) gefunden.

Da meine Frage im Grunde in diesen Thread gehört, wollte ich zunächst keinen Neuen aufmachen. Meine Frage ist, ob ich für vier Receiver besser ein Quad-LNB direkt anschließen sollte oder ob ein Quattro-LNB mit Multischalter Vorteile hat.

Der Hintergrund:
Ich habe eine 11 Jahre alte Sat-Anlage, bestehend aus Wisi-Antenne (Typ steht leider nicht auf der Rechnung), Wisi-Twin LNC (Typ kenne ich auch nicht), Ankaro Multischalter (SEB 402 A) und vier analogen Receivern.
Ich habe mal bei einem Receiver die 22kHz ein- und wieder ausgeschaltet. Hatte keinen Einfluss auf den Empfang. Also ist die Anlage wohl nicht digitaltauglich.

Wenn ich die Beiträge hier richtig verstanden habe, kann ich nun entweder:
Das alte LNC durch ein Quattro-LNB austauschen, den alten Multischalter muss ich dann wohl auch durch einen Neuen ersetzen. Dann die Receiver an den Multischalter anschließen und nach und nach digitale Receiver anschaffen.
Oder
Das alte LNC durch ein Quad-LNB ersetzen und die Receiver direkt anschließen.

Welchen Vorteil hat welche Methode? Der entfernteste Receiver ist übrigens mit ca. 25 m Leitung verbunden.

Ziel der ganzen Aktion ist, dass ich einen HD-tauglichen Receiver, der auch Dolby Digital empfängt und aufnimmt, anschließen kann (für Tipps zum Receiver bin ich auch dankbar). Ich hoffe, dafür reicht eine Leitung. Weitere Leitungen vom Dach zum Receiver zu verlegen wäre nämlich sehr aufwändig.

Noch eine letzte Frage: Worauf muss ich bei den Kabeln zum Anschluss des LNB achten (Wetterfest, etc.) und ist es schlau die beiden alten Leitungen weiter zu verwenden oder sollte man die lieber austauschen?

Ich freue mich auf Eure Antworten.

Vielen Dank

Panda

Edit by grimreaper:
Ich hab das Thema verschoben, daher ist mit "dieser Thread" der hier gemeint:
Sat-Anlagen Wechsel auf digital
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Alt 17.01.2010, 22:51   # 2
Dipol
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Zitat:
Zitat von Panda Beitrag anzeigen
Der Hintergrund:
Ich habe eine 11 Jahre alte Sat-Anlage, bestehend aus Wisi-Antenne (Typ steht leider nicht auf der Rechnung), Wisi-Twin LNC (Typ kenne ich auch nicht), Ankaro Multischalter (SEB 402 A) und vier analogen Receivern.
WISI kauft die Antennen nur zu, vor 11 Jahren waren nach meiner Erinnerung auch noch die KATHREIN CAS-Antennen im Programm. Etwas mehr Beschreibung oder ein Bild wäre gut. Bei einer GFK-Antenne mit dem länglichen MTI-LNB beim Umbaufeedhalter aufpassen, dass der LNB-Brennpunkt noch stimmt. Mehr Info bei Bedarf.
Zitat:
Zitat von Panda Beitrag anzeigen
Wenn ich die Beiträge hier richtig verstanden habe, kann ich nun entweder:
Das alte LNC durch ein Quattro-LNB austauschen, den alten Multischalter muss ich dann wohl auch durch einen Neuen ersetzen. Dann die Receiver an den Multischalter anschließen und nach und nach digitale Receiver anschaffen.
Oder
Das alte LNC durch ein Quad-LNB ersetzen und die Receiver direkt anschließen.

Welchen Vorteil hat welche Methode? Der entfernteste Receiver ist übrigens mit ca. 25 m Leitung verbunden.
Du hast das alles richtig verstanden. Mit einem Multischalter mit Netzteil ist die Anlage betriebsicherer. Bei Billig-LNB ist die Ausfallquote der Quad-Version deutlich höher, ebenso wird das von Octo-LNB behauptet. Mt ALPS habe ich auch von zig Quads noch keinen Ausfall erlebt. Mit Quatro-LNB ist die Multischalter-Auswahl größer, falls man mal erweitern muss.
Zitat:
Zitat von Panda Beitrag anzeigen
Ziel der ganzen Aktion ist, dass ich einen HD-tauglichen Receiver, der auch Dolby Digital empfängt und aufnimmt, anschließen kann (für Tipps zum Receiver bin ich auch dankbar). Ich hoffe, dafür reicht eine Leitung. Weitere Leitungen vom Dach zum Receiver zu verlegen wäre nämlich sehr aufwändig.
Noch eine letzte Frage: Worauf muss ich bei den Kabeln zum Anschluss des LNB achten (Wetterfest, etc.) und ist es schlau die beiden alten Leitungen weiter zu verwenden oder sollte man die lieber austauschen?
Wer bei der Hardware mit HD, Dollby-Digital wirbt arbeitet mit der gleichen unseriösen Masche wie bei den LNB-Rauschmaßangaben < 0,7 dB.

Wenn man schon mal zwei neue Kabel zu verlegt sollte man die paar Meter Altkabel gleich mit erneuern. Und falls doch mal eine Leitung mit UniCable für Twinbetrieb aufgebohrt werden soll, bietet die Multischalter-Variante ebenfalls mehr Möglichkeiten. Nachdem hier im Forum verschiedene Kabel mit Schirmungsmaß 80 dB empfohlen werden, muss ich doch mal aus der absoluten Fachbibel zitieren:

Zitat:
Zitat von Dibkom Kabelnetz-Handbuch
4.5.7 Koaxkabel für die Netzebene 4
Für die Netzebene 4 kommen bei Neuinstallationen ausschließlich Koaxkabel gemäß des Standards DIN EN 50117-2-1 sowie mit einem Schirmungsmaß im Bereich von 30 MHz bis 1000 MHz von 85 dB (Klasse A in Tabelle 22) zum Einsatz.

Bei der Auswahl der Kabel muss auf die folgenden Punkte geachtet werden:

Schirmungsmaß > 85 dB im Frequenzbereich ab 30 MHz (Klasse A der DIN EN 50117-Reihe)
Kopplungswiderstand < 5 mOhm/m im Bereich 5 MHz bis 30 MHz
Die Kabel sollen einen Kupferinnenleiter haben. Kabel mit Stahl-Kupfer-Innenleiter sind nur dann zu verwenden, wenn besondere mechanische Anforderungen gestellt werden z. B. bei Verlegung in unbenutzten Schornsteinen, wo die Kabel große Längen unbefestigt hängen.
FAZIT: Wer am Kabel zu sehr spart, spart an der falschen Stelle. Für Satellitenbetrieb genügt ein zweifach geschirmtes Kabel mit einem Schirmungsmaß > 85 dB und mit einer Dämpfung von < 30 dB/100 m bei 2 GHz. Es sollte auch eine Geflechtbedeckung > 80 % mit stabilen Drähten und eine geklebte Folie (bonded foil) haben. Gute Kabel sind inzwischen fast nur noch mit Dreifachschirmung zu haben, weil die großen Kabelnetzbetreiber wegen Störungsvermeidung im Rückkanalbetrieb darauf bestehen.

Ein UV-beständiges Kabel hält natürlich länger und kostet nicht so viel mehr. Vierfachschirmung schadet ebenfalls nicht, muss aber für Sat.-Betrieb nicht sein. Wenn das Schirmungsmaß > 100 dB beträgt verbietet sich die Montage eines F-Aufdrehsteckers, das ist dann blanker Unfug. Da gehören ausschließlich Kompressionsstecker, evtl. noch die neuen selbsthaftenden Schnellmontagestecker (z. B. PREISNER FS 2000) hin.

Die hier mehrfach empfohlenen Twin- und Vierfachkabel mit gerade mal 80 dB Schirmungsmaß entsprechen nicht dem Stand der Technik. Das gilt inzwischen auch für Kabel deren Folie nicht geklebt ist (Bonded foil). SEH wird in diesem Forum sicher nicht grundlos protegiert. Aber solche Kabel gehören schleunigst aus dem Sortiment genommen, die würde ich an keiner Baustelle abnehmen.
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Alt 17.01.2010, 22:54   # 3
grimreaper
 
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Herzlich Willkommen im Forum :liebegru:

Ob Multischalter oder nicht hängt grundsätzlich eigentlich von der Anzahl der Anschlüsse ab.
Ab 4 Anschlüsse muss es ein Multischalter sein, Ausnahme ist hier ein Octo LNB das 8 Anschlüsse für Receiver bietet, aber die sind die Dinger sind meistens etwas mäkelig was den Receiver angeht, weil die sehr viel Strom benötigen. Da kann der 25m Receiver schon problematisch werden.

Wenn du bereits 4 Receiver im Einsatz hast, dann sind 4 Anschlüsse doch ein wenig knapp. Warum? Weil du eventuell (später) im Wohnzimmer einen Twinreceiver haben möchtest, und der benötigt 2 eigene Kabel.
Bietet dann aber den Vorteil von Bild-in-Bild und du kannst was anderes aufnehmen als du gerade anschaust.
Eventuell soll auch der PC mal ne TV Karte bekommen und dann sind die 4 Anschlüsse schnell alle.
Die höherer Reserve hast du daher mit einem Multischalter.
4 Kabel müsstest du vom LNB zum aktuellen Standort des Multischalters sowieso ziehen, daher wäre das kein Unterschied.
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Alt 17.01.2010, 23:17   # 4
Panda
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Vielen Dank
für die superschnellen Antworten. Ich werde bei Tageslicht nochmal
schauen, ob ich die Antenne besser beschreiben oder fotografieren kann.
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Alt 18.01.2010, 05:55   # 5
King W.
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Die hier mehrfach empfohlenen Twin- und Vierfachkabel mit gerade mal 80 dB Schirmungsmaß entsprechen nicht dem Stand der Technik. Das gilt inzwischen auch für Kabel deren Folie nicht geklebt ist (Bonded foil). SEH wird in diesem Forum sicher nicht grundlos protegiert. Aber solche Kabel gehören schleunigst aus dem Sortiment genommen, die würde ich an keiner Baustelle abnehmen.

Wo du Recht hast, hast du Recht.

SEH ist aber bei der Angabe des Schirmungsmaßes sehr vorsichtig, der angegebene Wert wird über den gesamten nutzbaren Frequenzbereich eingehalten. Zudem ist jedes Kabel (bei gegebenem Durchmesser) ein Kompromiß: Macht man die Abschirmung dicker, geht das zwangsläufig auf Kosten des Dielektrikums, damit steigt aber die Kabeldämpfung.

Ein Kabel unter 5mm Dicke mit einem Schirmungsmaß von 85 dB und einer Kabeldämpfung < 30 dB bei 2 GHz ist vermutlich gar nicht machbar. So gibt z.B. Kathrein für sein LCD 89 zwar ein Schirmungsmaß von 90 dB an, aber auch eine Kabeldämpfung von 42,6 dB bei 2.150 GHz. Bei TechniSat sind es 100 dB Schirmungsmaß, bei 45,3 dB Kabeldämpfung.

Ein zu dünnes Kabel ist eben wie eine zu kurze Decke: Entweder man friert oben, oder unten.

Ausweg ist ein dickeres Kabel: dieses hier übertrifft mit 100 dB das geforderte Schirmungsmaß bei weitem und die Kabeldämpfung ist mit 17 dB bei 860 MHz und 27 dB bei 2 GHz auch deutlich im grünen Bereich.

Nur manchmal hat man keine Wahl, zum Beispiel dann, wenn ein dickes Kabel nicht durchs Leerrohr paßt.

Mit den Steckern hat Dipol ebenfalls Recht: Die Schraubstecker sind nicht das Non-Plus-Ultra in ihren technischen Eigenschaften. Immerhin - sie funktionieren. Wer will, kann auch dieseStecker verwenden, sie sind wasserdicht und hauptsächlich für die Außenmontage gedacht. Gleichzeitig sind sie aber auch länger, als die üblichen Stecker, und bieten aus diesem Grund schon eine bessere Abschirmwirkung. Mit den (richtigen) Kompressionssteckern können sie naturgemäß nicht ganz mithalten.

Aber auch hier wieder: Wer schafft sich schon solch ein Monster von Zange an, wenn er nur wenige Stecker montieren will und es eine, zwar nicht perfekte, aber brauchbare Alternative gibt.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
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Alt 19.01.2010, 00:13   # 6
Panda
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
WISI kauft die Antennen nur zu, vor 11 Jahren waren nach meiner Erinnerung auch noch die KATHREIN CAS-Antennen im Programm. Etwas mehr Beschreibung oder ein Bild wäre gut. Bei einer GFK-Antenne mit dem länglichen MTI-LNB beim Umbaufeedhalter aufpassen, dass der LNB-Brennpunkt noch stimmt. Mehr Info bei Bedarf.
Ich habe mal ein Bild gemacht und als Anhang hochgeladen. Ich hoffe man kann genug drauf erkennen. Über Infos was für LNBs passen würde ich mich freuen.

Die Kabel-Infos kann ich nicht gut einschätzen. Es geht hier ja nur um die Kabel vom LNB zum Multischalter (ca. 2-4 m, einmal durch den Mast und dann noch ca. 1 m bis zum Multischalter). Da scheint mir das Kabel und die F-Stecker, die King empfohlen hat ganz gut geeignet. Sollte man da nicht noch Gummitüllen als Wetterschutz drüber machen?

Zitat:
Zitat von grimreaper Beitrag anzeigen
Die höherer Reserve hast du daher mit einem Multischalter.
4 Kabel müsstest du vom LNB zum aktuellen Standort des Multischalters sowieso ziehen, daher wäre das kein Unterschied.
Das stimmt natürlich, kostet aber halt auch mehr. Andererseits will man ja nicht andauernd auf dem Dach rumklettern und irgendwelche Teile austauschen, weil sich eine neue Anwendung ergeben hat. Werde wohl die Multischalter Variante wählen. Spricht da etwas gegen eine eher günstige Variante wie zum Beispiel.

Wenn ich mich an das 100 dB Kabel und die Stecker halte, die King empfohlen hat fehlt mir auf meiner Einkaufsliste noch das LNB, der Multischalter und ein HD-Receiver. Habt ihr da irgendwelche Empfehlungen?

Apropos Receiver...
Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Wer bei der Hardware mit HD, Dollby-Digital wirbt arbeitet mit der gleichen unseriösen Masche wie bei den LNB-Rauschmaßangaben < 0,7 dB.
Wie muss ich das verstehen? Meinst du das können die Receiver alle nicht?

Vielen Dank schon mal für eure Antworten.
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Alt 19.01.2010, 02:47   # 7
Dipol
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Zitat:
Zitat von Panda Beitrag anzeigen
Ich habe mal ein Bild gemacht und als Anhang hochgeladen. Ich hoffe man kann genug drauf erkennen. Über Infos was für LNBs passen würde ich mich freuen.
Das ist eine Standardhalterung für 40 mm Feed, da gibt es beim LNB Wechsel keinerlei Probleme.
Zitat:
Zitat von Panda Beitrag anzeigen
Die Kabel-Infos kann ich nicht gut einschätzen. Es geht hier ja nur um die Kabel vom LNB zum Multischalter (ca. 2-4 m, einmal durch den Mast und dann noch ca. 1 m bis zum Multischalter). Da scheint mir das Kabel und die F-Stecker, die King empfohlen hat ganz gut geeignet. Sollte man da nicht noch Gummitüllen als Wetterschutz drüber machen?
Mindestanforderung ist ein Schirmungsmaß von 85 dB und Dämpfung von < 30 dB/100 m auf 2 GHz, besser darf aber muss ein Kabel für Satellitenempfang nicht sein.
Die LNB haben heute alle irgendeinen Wetterschutz, zumeist eine ausziehbare Steckerblende. Bei ALPS ist die aufsteckbare Kappe allerdings nicht der Gipfel des Komforts, der LNB ist trotzdem Spitze.
Zitat:
Zitat von Panda Beitrag anzeigen
Werde wohl die Multischalter Variante wählen. Spricht da etwas gegen eine eher günstige Variante wie zum Beispiel.
Von nix kommt auch nix, die Qualitätsschwankungen reichen vom Blech- oder Guss-Gehäuse über die Elektronik und der Langlebigkeit. Bei Digitalempfang egalisiert die Fehlerkorrektur des Receivers selbst Mängel die analog unerträglich wären. Neusat/Neuhaus ist bislang nicht gerade als High-End-Produzent in Erscheinung getreten, da würde ich z. B. einen TechniSwitch 5/8 mit Steckernetzteil allemal vorziehen.
Zitat:
Zitat von Panda Beitrag anzeigen
Wenn ich mich an das 100 dB Kabel und die Stecker halte, die King empfohlen hat fehlt mir auf meiner Einkaufsliste noch das LNB, der Multischalter und ein HD-Receiver. Habt ihr da irgendwelche Empfehlungen?
Als LNB rate ich zu ALPS, gute Multischalter erkennt man am ehesten an der Qualität des Gehäuses und der Teilnehmerentkopplung. Die muss nach Norm (mit Kabel und Steckdosen) terrestrisch 42 dB betragen, 25 dB werden uns in der Werbung als "hoch" angepriesen. Ich empfehle JULTEC (OEM DURA), TechniSat oder WISI. SPAUN und KATHREIN bieten inzwischen bei Kompaktschaltern nur noch 25 dB Teilnehmerentkopplung. Bei Receivern bin ich persönlich TechniSat-Fan, die haben aber ihren Preis.
Zitat:
Zitat von Panda Beitrag anzeigen
Apropos Receiver...

Wie muss ich das verstehen? Meinst du das können die Receiver alle nicht?
Die Werbung mit der HD-Tauglichkeit ist bei LNB, Multischaltern und Kabeln irreführend, wo SD übertragen wird kommt auch HD an. Bezogen auf Flats oder Receiver hat es schon eine Bedeutung.
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Alt 19.01.2010, 15:08   # 8
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
SEH ist aber bei der Angabe des Schirmungsmaßes sehr vorsichtig, der angegebene Wert wird über den gesamten nutzbaren Frequenzbereich eingehalten.
Der Bezugspunkt ist immer der schlechteste Wert. Aber kein Distributor oder Installateur kann die Schirmungsmaßangabe seines Lieferanten nachmessen. Und AXING hat mal vor ca. zwei Jahren in Kriebels Sat-Report verlauten lassen, dass bei den Schirmungsmaßangaben genauso gelogen würde wie beim LNB-Rauschmaß.

Wirklich sicher kann man sich nur sein wenn das Kabel von einem großen Netzbetreiber wie Kabel Deutschland oder Kabel BW zertifiziert wurde. Dabei gibt es aber auch wieder das gegenteilige Extrem. Es gibt gute zweifach geschirmte A-Class-Kabel die ausgelistet wurden. So z. B. das KATHREIN LCD 95 als es damals noch über keine geklebte Folie verfügte und auch das ausgezeichnete WISI MK 95 C als nur noch Dreifachschirmung angesagt war. Das MK 95 F ist es jetzt auch dreifach geschirmt.
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Zudem ist jedes Kabel (bei gegebenem Durchmesser) ein Kompromiß: Macht man die Abschirmung dicker, geht das zwangsläufig auf Kosten des Dielektrikums, damit steigt aber die Kabeldämpfung.
Ein Kabel unter 5mm Dicke mit einem Schirmungsmaß von 85 dB und einer Kabeldämpfung < 30 dB bei 2 GHz ist vermutlich gar nicht machbar. So gibt z.B. Kathrein für sein LCD 89 zwar ein Schirmungsmaß von > 90 dB an, aber auch eine Kabeldämpfung von 42,6 dB bei 2.150 GHz. Bei TechniSat sind es 100 dB Schirmungsmaß, bei 45,3 dB Kabeldämpfung.
Logo, je kleiner der Querschnitt umso höher fällt bei gleicher Dielektrikumgüte die Dämpfung aus. Die 30 dB /100 m auf 2 GHz beziehen sich auf gute 6,8 mm Kabel. Die niedrigste Dämpfung bei 5 mm Durchmesser bietet nach meiner Kenntnis das WISI MK 75 mit 38,5 dB/100 m bei 2.200 MHz und einem Schirmungsmaß von 90 dB. Mit dem Kabel muss man sich z. B. als Zuleitung zu einer AGC-geregelten UniCable-Matrix keine Gedanken machen. Selbst bei 50 m Länge sinkt der Pegel am Router nicht unter das Limit von 60 dBµV.

Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Ausweg ist ein dickeres Kabel: dieses hier übertrifft mit 100 dB das geforderte Schirmungsmaß bei weitem und die Kabeldämpfung ist mit 17 dB bei 860 MHz und 27 dB bei 2 GHz auch deutlich im grünen Bereich.
So wie ich das Foto deute ist die Folie nicht geklebt, was aber nur bei BK-Rückkanalbetrieb von Belang wäre. Das Schirmungsmaß ist absolut in Ordnung.
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Aber auch hier wieder: Wer schafft sich schon solch ein Monster von Zange an, wenn er nur wenige Stecker montieren will und es eine, zwar nicht perfekte, aber brauchbare Alternative gibt.
Sicher ist kein Laie begeistert, dass er sich für die Montage von ein paar F-Steckern eine Kompressionszange, ein Absetzmesser und am Ende gar noch einen Drehmomentschlüssel für die F-Stecker zulegen soll.
In der Profi-Installation von BK-Netzen ist diese Ausrüstung aber aus gutem Grund Pflicht. Nach gemeinsamen Untersuchungen der Dibkom und des ANGA-Kompetenzcenters kann ein nicht vollständig angezogener F-Stecker das Schirmungsmaß um 40 dB verschlechtern. Eben daher sind Gummiringe in F-Steckern problematisch, lt. KWS der Anlass für viele Fehler, weil der Massekontakt im Laufe der Jahre nachlässt.

F-Aufdrehstecker sind nach den Technischen Richtlinien von Kabel Deutschland und Kabel BW in deren Netzen tabu. Immer mehr Kabel sind drei- und vierfach geschirmt. Ab einem Kabelschirmungsmaß > 90 dB passen F-Aufdrehstecker und klassische Erdungsschienen nicht mehr zusammen, da beim Absetzen des Kabelmantels die äußere Folie entfernt und die EMV-Festigkeit nachhaltig geschmälert wird. Daher sollte man auch nur noch Erdblöcke zusammen mit Kompressionssteckern verwenden.

Auf der ANGA habe ich die steckbaren Schnellmontagestecker von PPC getestet, es ist mir schleierhaft wie die so gut halten. Die Firma PREISNER bietet mit dem FS 2000 einen zum SK 2000 plus passenden Schnellmontagestecker, der idiotensicher ohne Zange aufgesteckt werden kann, ohne dass dabei das Schirmungsmaß in den Keller geht. Link: www.preisner.de/downloaddp.php?id=86
An diesem dreifach geschirmten Kabel gibt es nichts zu kriteln, hohe Geflechtbedeckung, dicke Geflechtdrähte, pysikalisch geschäumtes und daher alterungsstabiles Dielektrikum und niedrige Dämpfung.

Nachtrag zu uv-beständigen Kabel für Außenmontage:
Der Kabelmantel eines PREISNER SK 2002 oder KATHREIN LCD 99 ist wesentlich härter und unflexibler, da gerät die Montage eines Crimp- oder Kompressionssteckers selbst mit Heißluftföhn-Einsatz zur Qual.
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Alt 20.01.2010, 11:27   # 9
King W.
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Nachtrag zu uv-beständigen Kabel für Außenmontage:
Der Kabelmantel eines PREISNER SK 2002 oder KATHREIN LCD 99 ist wesentlich härter und unflexibler, da gerät die Montage eines Crimp- oder Kompressionssteckers selbst mit Heißluftföhn-Einsatz zur Qual.
Zitat:
Zitat von Preisner, über das SK 2002
6,6 PE UV-beständig

Kein Wunder, daß man sich da die Finger abbricht. PE heißt Polyethylen, also Nylon. Daraus macht Fischer seine Dübel - und die halten! Abschleppseile für Autos sind aus dem gleichen Material, Nylon-Damenstrümpfe kann man, wenigstens für kurze Strecken, als Keilriemen-Ersatz verwenden usw.

Einen härteren und zäheren thermoplastischen Kunststoff gibt es kaum.

Aber einmal montiert, hält der Stecker bis in alle Ewigkeit.
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Alt 22.01.2010, 18:57   # 10
Panda
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Allen vielen Dank für die Antworten.

Ein, zwei kleine Zusatzfragen:

Kann ich zunächst auch einen QUAD-LNB direkt anschließen und bei Bedarf denselben LNB verwenden, wenn ich einen Multischalter dazwischen baue oder schließt sich das gegenseitig aus?

Kann ich vom Multischalter ins Wohnzimmer (das sind die 25 m) ein Unicable Lösung nutzen, um im Wohnzimmer zwei (oder einen Twin-) Receiver zu nutzen? Die anderen drei Räume sind über separate Leitungen angeschlossen.
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Alt 23.01.2010, 10:09   # 11
Dipol
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Zitat:
Zitat von Panda Beitrag anzeigen
Kann ich zunächst auch einen QUAD-LNB direkt anschließen und bei Bedarf denselben LNB verwenden, wenn ich einen Multischalter dazwischen baue oder schließt sich das gegenseitig aus?
Ja, aber nur wenn der Multischalter quadtauglich ist.
Zitat:
Zitat von Panda Beitrag anzeigen
Kann ich vom Multischalter ins Wohnzimmer (das sind die 25 m) ein Unicable Lösung nutzen, um im Wohnzimmer zwei (oder einen Twin-) Receiver zu nutzen? Die anderen drei Räume sind über separate Leitungen angeschlossen.
Auch das geht mit einer Kombination aus Quatro-LNB + Multischalter + UniCable-Matrix. Leider hat KATHREIN die Gussgehäusematritzen aufgegeben, da wäre eine steckbare Kombination mit den EXR 5xx-Typen möglich gewesen.

Leider gibt es sonst keine Matrix mit 1 x 4 oder 2 x 2 (Routerausgänge x Receiver) mehr, andere Matritzen sind dir vermutlich viel zu teuer. Lediglich mit einem INVACOM-LNB mit 1 bis 2 Legacy-Ausgängen könnte man noch bis zu zwei Altreceiver über separate Sternleitungen beibehalten.
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Alt 07.10.2010, 15:48   # 12
Panda
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Vielen Dank an alle, die geantwortet haben.

Hat zwar eine Weile gedauert, aber inzwischen habe ich meine Anlage dank der Tipps erfolgreich auf digital umgestellt.
Es funktioniert prima.
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Alt 21.10.2011, 00:39   # 13
schwonti
 
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Bei mir kommt nur eine Sat-Leitung (digital/HDTV) in der Wohnung an.

Kann ich mit einem Multischalter dann mehrere verbraucher (mind 3 - 1 x dig. Receiver, 1 x HDTV-Receiver und 1 x TV mit DVB - 2+) versorgen.
Sicherlich muss ich auf die freien Anschlüsse entsprechende Anschlusswiederstande montieren
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Alt 21.10.2011, 00:56   # 14
King W.
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Hallo und
nw welcome



Mit einem Multischalter funktioniert das nicht, ein solcher braucht nämlich alle 4 Bänder an seinem Eingang.

In deinem Fall die einzige Möglichkeit wäre Unicable. Von der Antenne geht es mit 4 Leitungen auf einen Unicable-Router, z.B. den TechniRouter. Von dort aus mit deiner Leitung in die Wohnung. In der Wohnung kannst du das Signal beliebig verteilen und bis zu 8 unicable-taugliche Receiver betreiben.

Eine andere sinnvolle Möglichkeit, mehrere Receiver an einem Kabel zu betreiben gibt es nicht.
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Alt 21.10.2011, 07:48   # 15
larac4
 
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Zitat:
Nachtrag zu uv-beständigen Kabel für Außenmontage:
Der Kabelmantel eines PREISNER SK 2002 oder KATHREIN LCD 99 ist wesentlich härter und unflexibler, da gerät die Montage eines Crimp- oder Kompressionssteckers selbst mit Heißluftföhn-Einsatz zur Qual.
Stimmt schon. Dennoch hab ich ca. 60 Self-Install Stecker auf ein PE Kabel "gewürgt". Links einen Latexhandschuh (rutscht am Kabel nicht) rechts einen dünnen Lederhandschuh (da tun dir die Pratzen weh).

Später hab ich die Montagehilfe gekauft und Kompressionsstecker ohne Innentülle (nur für Innenbereich). Die Halten auch recht gut und sind selbst auf diesen Kabeln fix und ohne Anstrengung montiert.

Einen Kompressionsstecker (noch längere Innentülle als Self-Install) auf ein PE Kabel würgen geht nur extremst schwer....wenn überhaupt (mit bloßen Händen).
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Alt 21.10.2011, 13:25   # 16
schwonti
 
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Hallo und
nw welcome



Mit einem Multischalter funktioniert das nicht, ein solcher braucht nämlich alle 4 Bänder an seinem Eingang.

In deinem Fall die einzige Möglichkeit wäre Unicable. Von der Antenne geht es mit 4 Leitungen auf einen Unicable-Router, z.B. den TechniRouter. Von dort aus mit deiner Leitung in die Wohnung. In der Wohnung kannst du das Signal beliebig verteilen und bis zu 8 unicable-taugliche Receiver betreiben.

Eine andere sinnvolle Möglichkeit, mehrere Receiver an einem Kabel zu betreiben gibt es nicht.
Vielen dank für die schnelle Antwort!!!
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Alt 28.05.2012, 12:38 # --
News Flash
 
Benutzerbild von News Flash
 
 
 
   
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