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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| In der Regel führt die Antennenleitung einmal das Signal für den Receiver und zum anderen eine Gleichspannung. Beides muß getrennt betrachtet werden. Die Gleichspannung wird normalerweise als Betriebsspannung des LNB benötigt, gleichzeitig bestimmt die Höhe der Gleichspannung die Polarisation. Beim TechniRouter funktioniert es etwas anders, hier wird das Netzteil zur Versorgung des LNB genutzt und ausgangsseitig liefern die angeschlossenen Receiver eine konstante Gleichspannung von 12 - 13V. Diese Spannung wird zum Transport der Schaltsignale benötigt. Das ist auch der Grund, warum alle in einem Unicable-System verwendeten Komponenten gleichspannungsdurchlässig sein müssen. Ein Widerstand zwischen dem Innenleiter und der Abschirmung wäre kontraproduktiv und würde nur die Netzteile der angeschlossenen Receiver belasten. Die Widerstände haben einen Wert von 75 Ohm, nach der Formel P=U²/R ergibt sich pro Widerstand im System eine Leistung von ca. 2W, die sinnlos verheizt würde. Aus Sicht der Gleichspannung machen die Widerstände jedenfalls keinen Sinn. Völlig anders sieht es mit den Signalen aus, das sind keine statischen Spannungswerte, sondern Wellen. Vergleichbar ist das z.B. mit einer mechanischen Welle, die man in einem gespannten Seil erzeugen kann. Ist nun das Seil an einem Ende fest eingespannt und man erzeugt eine Welle, indem man am anderen Ende mit der Hand eine entsprechende Bewegung macht, so läuft die Welle das Seil entlang bis zur Einspannstelle und wird dort reflektiert. Wenn weitere Wellen kommen, so überlagern sich die ankommenden mit den reflektierten Wellen und bilden Interferenzen. Man spricht dabei auch von "stehenden Wellen". Hier ist eine Graphik dazu. Stehende Wellen treten auch dann auf, wenn das Ende nicht fest eingespannt, sondern vollkommen frei ist. Der Unterschied besteht nur in einer Phasenverschiebung. Eine Übertragung der (mechanischen) Energie ohne stehende Wellen ist nur dann möglich, wenn das Ende weder fest eingespannt, noch vollkommen frei beweglich ist, sondern die Bewegung gegen einen bestimmten Widerstand arbeiten muß. Aus der Graphik geht auch hervor, daß es bei einer stehenden Welle Punkte gibt, wo überhaupt keine Auslenkung gegeben ist. Übertragen auf die Installation eines Unicable-Systems hat das zur Konsequenz, daß an diesen Punkten kein Empfang möglich ist. Bei der Suche nach einem solchen Fehler bekommt man graue Haare. Konsequenz: die Leitung muß mit einem Widerstand passender Größe abgeschlossen werden, um derartige Fehler zu vermeiden. Nun haben wir zwei widersprüchliche Forderungen: Wegen der konstanten Gleichspannung darf kein Widerstand vorhanden sein, zur Vermeidung stehender Wellen ist aber unbedingt einer erforderlich. Also braucht man einen frequenzabhängigen Widerstand, der für Gleichspannung unendlich groß ist, für die Signalspannung aber genau den vorgeschriebenen Wert von 75 Ohm hat. Man erreicht das, indem man einen Widerstand und einen Kondensator in Reihe schaltet. Der Kondensator blockt die Gleichspannung und läßt die Signalspannung nahezu ungehindert durch. Den Kondensator erwähnt man nicht besonders, vielmehr spricht man von einem DC entkoppelten Widerstand. Genau solche Widerstände sind jeweils in der letzten Dose eines Stranges für eine einwandfreie Funktion nötig. Alles klar?
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| | # 4 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
BEISPIEL: Coderate 1/2 = SNR 4,5 dB, Coderate 7/8 = SNR 8,5 dB. LINK: Verfahren zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit eines Viterbi Decoders und ein Viterbi Decoder - Dokument DE102004061830B4 Der Wert gilt für analoge und digitale DVB-S-Signale + DVB-C mit 64 QAM. Für DVB-T und QAM 256 gelten andere Mindestpegel. Zitat:
S/N = Signal to Noise Ratio = Güte des demodulierten Audio-/Video-Signals siehe hier: Signal-Rausch-Verhältnis ? Wikipedia Je mehr der Nutzpegel den Rauschpegel übersteigt umso besser die Signalgüte. Beide Werte hängen über den Modulationsgewinn zusammen: S/N = C/N + 1,5 dB (Analog) S/N = C/N + 32,2 dB (Digital bei 27 MHz Bandbreite) S/N = C/N + 37,4 dB (Digital bei 36 MHz Bandbreite) Unverändert gilt die alte Weisheit: Wer HF misst misst Mist! Immer den Marker korrekt auf analog oder digital einstellen! Und nie zwei verschiedene Digital-Messgeräte nutzen, sonst kommen heftige Zweifel auf! | ||
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