Kabel-TV Kabel für SAT Anlage hat Kurzschluss

Alt 01.01.2010, 13:22   # 1
palomeier
 
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Hallo zusammen,

auf Drängen meiner lieben Familie bin ich gerade dabei, bei uns eine SAT Anlage zu installieren.
Wir haben ein "gebrauchtes" Haus gekauft, in welchem schon Kabel-TV Kabel und Anschlussdosen verlegt sind.
Also dachte, prima, die Kabel zuindest kann ich bestimmt verwenden, muss keine neuen Löcher etc. bohren sondern nur noch rausfinden, welches wohin geht.
Als ich jetzt mit einem Widerstandsmessgerät an die Kabel/Dosen ging, musste ich feststellen, dass fast alle Kabel einen Kurzschluss haben .

Ich nehm doch mal an, dass sollte nicht so sein. Oder gibt es irgendeine spezial Konstellation mit Enddosensupraleitespeziallkurzschlusswiderstand o.ä. die dies herbeiführt.

Oder hat jemand eine Tipp, wie und was man da machen kann? Ich wollte ungern neue Löcher in die Hauswand bohren, weil dies andere Probleme wieder mit sich bringt (Perlite-Kerndämmung).

Noch eine andere Frage, kann ich die Kabeldosen auch verwenden? Ich hab da so einen adapter gefunden, der auf der einen seite mit dem f-stecker zusammenpasst und die andere in die Kabeldose (Koax-Buchse)?

Und zu guter Letzt, Frohes Neues Jahr noch.

Grüße
palo
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Alt 01.01.2010, 14:03   # 2
dancefan
 
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Hallo palomeier,

erst mal ein herzliches Willkommen im Forum. Hihi, bin zwar selbst erst seit ein paar Tagen dabei, aber Ordnung muss sein.

ein echter Kurzschluss oder vielleicht doch 75 Ohm.
Das wäre dann der Abschlusswiderstand in der Enddose.
Ich gehe mal davon aus, das Kabel bisher funktioniert hat.

Ich starte gerade ein ähnliches Projekt.
Die Dosen müssen auf jeden Fall getauscht werden, weil anderer Frequenzbereich für Sat.

Aus dem Beitrag schliesse ich mal, das das Projekt noch im Anfang steckt.
Also ein paar Fragen auch für die anderen:
1. laufen alle Kabel an einem zentraen Punkt zusammen? Keller oder Dach?
2. Kabel einfach geschirmt oder mehrfach?
3. Wieviele Anschlüsse sind vorhanden bzw. geplant?

Jedes Gerät braucht sein eigenes Kabel oder -> unicable Lösung (bei mir geplant).

Grüße
dancefan
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Alt 01.01.2010, 15:09   # 3
palomeier
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Hallo Dancefan,

ob es jetzt 75Ohm sind, muss ich nochmal nachprüfen. Ich hab die Genauigkeit des Multimeters nicht so genau angekuckt, der Zeiger schlug nur voll nach rechts aus.

Das Anfangsproblem ist ja, dass ich nicht genau weiss, welches Kabel wohin geht, da dies alles schon da war. Also wollte ich mittels 9v Batterie und messgerät einfach mal sehen, ob irgendwo spannung anliegt, wenn ich an einem ende des kabels die batterie anklemme und am anderen ende messe. Als die Batterie dann so heiss wurde und es beim anklemmen der kleinen batterie schon funken gab, bin ich stutzig geworden und hab mal den widerstand gemessen.

Es gehen halt aussen am haus 2 Kabel rein (eins ins EG das zweite nach oben unters dach), und innen drin sind 2 dosen (beide im EG).
Die eine Dose in der Küche hat nur ein Kabel rein, leitet also nicht weiter (+widerstand in der dose). Die 2.Dose im WZ leitet das Kabel an eine zusätzliche Dose weiter, wobei ein Kabel davon einen Kurzschluss hat und das andere nicht.

Wie und was wo in der wand verläuft, weiss ich nicht.
Die ganzen Verstärker und Verteiler der Kabel-TV anlage im Keller will ich ja gar nicht benutzen, also lass ich dies mal weg.

Als erste Tat werd ich jetzt mal prüfen, ob mein Kurzschluss 75Ohm hat und dann geb ich wieder bescheid.

Die Kabel sind soweit ich dies erkenne, einfach geschirmt.

Geplant ist, 2 single lnb's (astra 19,2+28,2->engl.) per diseqc schalter an einen receiver. Ein TeilnehmerAnlage.

grüße
palo
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Alt 01.01.2010, 15:30   # 4
Isomeer
 
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Fast alle Antennendosen (für BK oder Terrestrik) haben einen gleichspannungsmäßigen Kurzschluß, der aber für das Nutzsignal "unschädlich" ist.
Die 75 Ohm Wellenwiderstand werden im relevanten Frequenzbereich eingehalten, sind aber mit einem gebräuchlichen Widerstandsmeßgerät nicht messbar. Auch der Endwiderstand z.B. in der letzen Dose ist über den gesamten Strang meist nicht messbar, da die davorliegenden Dosen bereits einen DC-Kurzschluß darstellen.

Wenn eine Fernspeisung z.B. für ein LNB über das Kabel gehen soll, brauchts halt spezielle, DC-durchlässige Dosen oder z.B. auch Verteiler.

Ich würde erst einmal alle Dosen und Verteiler abklemmen und Stück für Stück eine Leitungsweg-Inventur machen.
Das kannst Du natürlich mit einem Ohmmeter machen, einfach ein Ende der zu messenden Strippe kurzschließen und am anderen Ende sollte dann der (fast-) Kurzschluß zeitgleich zu messen sein. Geht mit zwei Leuten ziemlich fix.

Unicable oder nicht ist eine Grundsatz- und Preisfrage. Ich halte eine z.T. neue Sternverteilung für den oft besseren Weg. Und gerade in einer Renovierungsphase sind neue Kabelwege doch das kleinste Problem.

Und bitte denke auch gleich an LAN-Verkabelung; Koax könnte auch schon eine aussterbende Technologie sein .
In drei Monaten willst Du einen zentralen Mediaserver für alle Familienmitglieder haben. Garantiert ...
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Alt 01.01.2010, 18:32   # 5
palomeier
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Hi Isomeer,

danke für den tipp mit den Leitungen, das beruhigt mich schon etwas.

Es war vielleicht etwas missverständlich, aber wir sind nicht in der renovierungsphase sondern wohnen schon ein paar jahre in dem haus. Bisher hatten wir dvb-t, was jetzt halt nicht mehr reicht. Dementsprechend soll sat her. Netzwerkkabel liegt schon überall. Ich wollte halt einfach das bestehende Kabel benutzen, da ich nicht in die hauswand bohren will. Die Dosen zu wechseln ist kein problem.

Grüße
palo
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Alt 01.01.2010, 19:04   # 6
Isomeer
 
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btw: Manchmal werden ja auch -bereits vorhandene- Durchgangsdosen aus BK- oder DVBT-Anlagen nicht mehr benötigt.

Zum Durchschalten des Antennenkabels eignen sich dann 2 F-Winkelstecker und ein normaler F-Verbinder oder auch, je nach Kabelführung, die U-förmigen F-Verbinder (ich kannte die bis dato nicht) ganz gut.

Ich hatte mir (mit dem Bestand meiner Bastelkiste und normalen F-Steckern bzw. Verbindern) beim Platzangebot einer normalen Schalterdose zunächst die Finger gebrochen .

Manchmal sind es die kleinen Dinge
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Alt 07.01.2010, 10:40   # 7
palomeier
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Danke für die tipps. Die vermeintlichen "Kurzschlüsse" waren weg, nachdem ich die Kabel von den Dosen abmontiert hatte (bis auf eines).

Es ist allerdings zum aus der Haut fahren. Ich kann nicht feststellen, welches Kabel wohin führt. Das einzige welches ich identifizieren konnte, führt in die Küche und bringt mir positionsmäßig nichts (es hat auch einen "Kurzschluss", obwohl ich alle mir ersichtlichen Dosen abmontiert habe.

Habe ich da vllt. einen Denkfehler?
Ich habe an ein Ende des Kabels eine 9V Blockbatterie angeklemmt, und dann die anderen Enden, die in verschiedenen Stellen des Hauses aus der Wand rauskommen per Multimeter gemessen, ob Spannung anliegt. Komplette Fehlanzeige , ich kann in keiner noch so beliebigen Kombination eine Spannung messen, obwohl zahlreiche Kabel das Haus rauf und runtergehen.
Ist diese Methode ungeeignet um einen Kabelverlauf festzustellen? Mit einem 10m Kabel das ich frei rumliegen habe ging's auch.

grüße
palo
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Alt 07.01.2010, 12:50   # 8
Dipol
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Zitat:
Zitat von palomeier Beitrag anzeigen
ich kann in keiner noch so beliebigen Kombination eine Spannung messen, obwohl zahlreiche Kabel das Haus rauf und runtergehen.
Ist diese Methode ungeeignet um einen Kabelverlauf festzustellen?
Die Methode ist schon o.k., zuerst würde ich aber mal an allen Dosen mit zwei Kabeln das Ausgangskabel abklemmen und feststellen an welchen Folgedosen der DVB-T- oder UKW-Empfang ausfällt. VORSICHT: Bei 60 Ohm-Altkabel wirken insbesondere die Anschlusskabel wie eine Zimmerantenne.
Damit müssten schon mal Teilstrukturen erkennbar werden. Falls die Gleichspannung durch verdeckt installierte Abzweiger geblockt oder Verteiler kurzgeschlossen wird, müssen die selbst für ein nicht zukunftssicheres statisches 1 GHz Einkabelsystem gewechselt werden. Für ein zukunftssicheres UniCable-System mit Vollbandempfang darf auch kein Feinschluss vorhanden sein.
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Alt 07.01.2010, 16:14   # 9
palomeier
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Nachdem meine Batterie Methode gescheitert ist, war mein nächster versuch, ein kabelende kurz zuschliessen, und dann an den anderen kabeln zu messen, ob irgendwo ein kurzschluss anliegt.

Genauso pustekuchen.

Ich hab also verschiedene kabel (die von uns noch nicht benutzt wurden) die aus verschiedenen ecken im haus aus der wand rauskommen, kann aber wie gesagt nicht feststellen, welches wohin führt. Dabei wäre eine Dose genau hinterm fernseher und dies natürlich bequem gewesen.

Ich hab jetzt angefangen, ein neues kabel zu ziehen, incl. wandbohrung etc. .... Da hätt ich gern drauf verzichtet, na ja.

grüße
palo
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Alt 08.01.2010, 00:34   # 10
King W.
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Ist jedenfalls die sauberste Lösung. Wie du schreibst, ist das alte Kabel nur 1-fach geschirmt. Das reicht auf keinen Fall, sondern schnappt Störungen auf und produziert selbst auch welche.

Ich würde an deiner Stelle gar nicht mehr lange herumsuchen, das bringt sowieso nichts. Von einer zentralen Stelle aus, am besten unter dem Dach, ein Kabel an jede Stelle, wo mal ein Fernseher stehen könnte. Zumindest ins Wohnzimmer sollten zwei Kabel verlegt werden, in Verbindung mit solch einer Antennensteckdose. Daran kannst du dann auch problemlos einen Twin-Receiver anschließen. Für die übrigen Räume genügt diese Steckdose.

Unter das Dach kommt ein Multischalter mit 8 SAT-Eingängen und soviel Ausgängen, wie Anschlüsse vorhanden sind. dieser hier wäre zum Beispiel perfekt geeignet.

Jetzt brauchst du noch eine Antenne, z.B diese hier, dazu einen Feedhalter und 2 LNB's. Und natürlich auch etwas zum Festmachen, eine Aufdachhalterung oder einen Wandarm. Hier wirst du fündig.

Dann noch Kabel von den LNB's zum Multischalter, z.B. dieses hier mit den passenden F-Steckern (16 Stück). Für die verlegten Kabel brauchst du auf der Seite des Multischalters ebenfalls F-Stecker, wobei sich der Durchmesser nach der Dicke des Kabels richtet. Zum Anschluß der Receiver an die Antennensteckdosen ist ebenfalls etwas Kabel erforderlich, mit je einem F-Stecker an jeder Seite.

Ich hoffe, jetzt nichts vergessen zu haben.

Ein kleiner Tip noch: Oft sind in älteren Häusern ungenutzte Kamine vorhanden, die sich prima zur Kabelverlegung eignen. Ein paar kleine Tricks, wie man am besten dabei vorgeht, sind in dem Beitrag über die Drehanlage beschrieben. Du benötigst nur oben im Kamin ein kleines Loch und in der Wohnung auch nicht mehr.

Genau so gut kannst du auch mit einer Bohrkrone von passendem Durchmesser ein größeres Loch bohren und eine UP-Dose dort eingipsen - natürlich erst, wenn du das Kabel aus dem Kamin hervorgeholt hast. Die Antennensteckdose wird anschließend in die UP-Dose eingesetzt und verschließt das Loch wieder. Das funktioniert perfekt - eigene Erfahrung!
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
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Alt 08.01.2010, 11:57   # 11
palomeier
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Hallo King,

Tausend Dank für die vielen Tipps, kommt leider zu spät. Ich hab das ganze Zeugs schon gekauft und die Anlage soll auch viel einfacher werden.
Das Kabel liegt schon, geht unten rum durch den Keller ins Wohnzimmer.

Die Antenne hängt an der Hauswand, zwei Single-LNB's (es soll nur 1 Fernseher versorgt werden) mit einem Diseqc Schalter, weil ich Astra 28,2°O und 19,2°O einrichten will (19,2 soll schielen, Standort Jork bei Hamburg).

Ich hab mal gelesen, man soll die Anlage erden. Kann mir da jemand was genaueres sagen was und wie man erden soll? Die Schüssel, die LNB's?

Heute will ich mich dann ans Schüssel ausrichten machen, mal sehen wieviel graue Haare dies einbringt.

grüße
palo

-----Doppelpost zusammengeführt am 8.1.2010 um 12:32:09-----

Ich hab gerade ein paar threads zum Thema Erdung gelesen.

Also solangsam wird mir schwindlig, wir wollen doch nur MTV+VIVA kucken und kein Echelon installieren.

Frevelfrage: Kann ich den Aussenmasthalter auch an der Dachrinnenabflussleitung erden? Die läuft nömlich schön nebendran runter

(Ich kann mir die Antwort schon denken)

grüße
palo
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Alt 08.01.2010, 17:57   # 12
Dipol
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Zitat:
Zitat von palomeier Beitrag anzeigen
IFrevelfrage: Kann ich den Aussenmasthalter auch an der Dachrinnenabflussleitung erden? Die läuft nömlich schön nebendran runter
Das lass mal lieber im eigenen Interesse "schön" bleiben.
  • Jede Antenne die außerhalb des Schutzbereichs der Fassade (Abstand zur Dachkante < 2 m oder Wandabstand > 1,5 m) installiert wurde ist erdungspflichtig.
  • Die Kabel sind unabhängig von der Erdungspflicht in den Potenzialausgleich einzubeziehen.
  • Die Erdung hat mit mind. 16 mm² Cu-Draht massiv (nicht mehrdrahtig!) an den Schutzpotenzialausgleich und sonst nirgendwohin zu erfolgen. Getrennte Erdungspunkte würden einen Potenzialunterschied verursachen und sind miteinander zu verbinden.
  • Bei Gebäuden mit Blitzschutzanlage ist bei neu installierten Dachantennen eine isolierte Erdung vorzusehen.
Der PA der Kabel oder eine Multischalters darf bei einer erdungspflichtigen Antenne nur am Antennenmast erfolgen, bei nicht erdungspflichtigen Antennen ist der PA mit mind. ein 4 mm² Cu-Draht an den Schutzpotenzialausgleich zu verbinden.

Echelon hin oder her, eine Regenfallrohr ist kein wirksamer Erder und deshalb absolut unzulässig. Zur Vermeidung von Überschlägen sind sogar zur Antenne und den Kabel 0,5 m Schutzabstand einzuhalten. Die "Erdung" an Regenrohre kann sogar höhere Schäden durch Blitzstromeintragung verursachen.

Denn mal auch hier einige Links zu Erdung und PA:
http://dehn.de/newsletter/3_05/3_05_top3.pdf
Blitzschutz ? Wikipedia
http://www.rfe-online.de/rfedownload...6-37-38332.pdf
http://www.voltimum.de/files/de/file...inorms0725.pdf
http://www.thormaehlen.de/Unterseiten/blitzschutz.htm
Normgerechter Schutzpotenzialausgleich an den Komponenten eines Kabelnetzes für Fernsehanlagen &mdash; elektrofachkraft.de

-----Doppelpost zusammengeführt am 8.1.2010 um 18:18:48-----

Seltsam dass der Link zu Thormählen verkrüppelt wurde: Hier ein Ersatz Äußerer Blitzschutz
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Alt 08.01.2010, 18:22   # 13
King W.
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Besser als Dipol es beschrieben hat, kann man die Erdung nicht erklären. Die einfachste Lösung wäre, die Antenne im Schutzbereich zu montieren (mindestens 2m unter der Dachkante und mit einem ausreichend kurzen Wandarm, so daß der äußerste Punkt nicht mehr als 1,50m übersteht).

Noch ein kleiner Tip, der dir das Ausrichten etwas erleichtern kann: Beginne bei der Ausrichtung mit Astra2. Den Feedhalter (die Stange für das 2. LNB) montierst du so, daß er nach links übersteht (vom Mast aus gesehen) und zwar um 12° nach links geneigt. Das Astra-LNB muß also tiefer stehen, als das Astra2-LNB. Dann sollte es klappen. Den Potentialausgleich kannst du mit solch einem Erdungsblock durchführen. Das Antennenkabel auftrennen, zwei F-Stecker montieren und ein (grün-gelbes) 4mm Kabel an die Klemme anschließen. Bei einer erdungspflichtigen Antenne kommt das andere Ende dieses Kabels dorthin, wo auch die Erdleitung angebracht ist, ansonsten an die PA-Schiene im Keller.

Der Potentialausgleich dient deiner Sicherheit, er sorgt dafür, daß du auch bei einem defekten Receiver nie einen Stromschlag bekommen kannst, wenn du mal an der Antenne arbeitest.
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Alt 08.01.2010, 19:51   # 14
palomeier
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Huch, da hab ich wohl eine heftige reaktion ausgelöst.
Ich kann euch beruhigen, das Fallrohr war nie eine ernsthafte Alternative (nur sehr verlockend devielbae.

Ich hab mal ein Bild gemacht, wie ich mir das vorstellen würde.

Ich hab im Keller eine Potentialausgleichsschiene gefunden, neben der ein flachstahl im Boden versinkt. Es gehen auch einige dicke Kabel davon weg, einer z.B. in den Sicherungskasten. Ich nehm mal an, dass dies die Erdung ist. Also würde ich ein 16mm2 Kabel vom SAT Halter zu dieser Schiene legen.

Kann ich mir die Erdung für die Antennenleitung aus einer Steckdose abzwacken, oder muss auch von dem Erdungsblock ein Kabel zu dieser Potentialausgleichsschiene? Ich hab mal gelesen, die Steckdose würde als Erdung für diesen Zweck genügen.

Der AusrichtungsHORROR kommt dann leider erst morgen dran.

grüße
palo
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Alt 08.01.2010, 20:24   # 15
King W.
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Das 16 mm² Kabel ist schon richtig. Es muß laut Vorschrift ein Einzelmassivdraht sein, also z.B. so etwas. Bitte, achte auf guten Kontakt!

Das Kabel für den Potentialausgleich darf nicht an die Steckdose angeschlossen werden, sondern es ist dort anzuschließen, wo auch das Erdkabel angeschlossen wird.

Sonst ist alles OK.
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Alt 09.01.2010, 10:57   # 16
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Das Kabel für den Potentialausgleich darf nicht an die Steckdose angeschlossen werden, sondern es ist dort anzuschließen, wo auch das Erdkabel angeschlossen wird.

Sonst ist alles OK.
Aua, der PA-Anschluss am Schutzleiter ist nicht nur total normwidrig, er kann auch Brummspannungen eintragen und ist bei "Klassischer Nullung" geradezu lebensgefährlich.

Leider ist sonst nicht alles okay, die EN 60728-11 hat so ihre Tücken! Nach dem Stand von 1984 wäre der direkte PA-Anschluss am Schutzpotenzialasugleich noch zulässig gewesen aber seit einigen Jahren erfordert das Schleifenverbot eine aufwändigere Ausführung.
  • Der PA muss auch nach dem Ausbau des DiSEqC-Schalters erhalten bleiben, weshalb auch das Ausgangskabel des DiSEqC-Schalters über einen Erdblock geführt werden muss.
  • Die Erdblöcke dürfen nach EN 60728-11 nicht direkt an den Schutzpotenzialausgleich, sondern zur Vermeidung von Schleifen nur am Mast (In diesem Fall am Wandhalter) angeschlossen werden. So ist es auch in allen Normgrafiken dargestellt.
Der PA ist somit nur dann normkonform, wenn alle drei Kabel über Erdblöcke geführt und am Halter geerdet sind. Bei meiner privaten Einzelantenne habe ich eine nicht normgerechte Kompromisslösung gewählt:
DiSEqC-Schalter mit Wetterhäuse an der Antenne postiert und das Gehäuse über eine SPAUN EDKL 1-Klemme und 4 mm² Cu-Draht am geerdeten Wandhalter angeschlossen. Statt der nur im Fünferset verpackten EDKL 1 kann man notfalls den PA-Draht auch auf eine Unterlagscheibe auflöten.

Mein normwidriger Kompromiss-PA bietet nur so lange Sicherheit, wie der DiSEqC-Schalter kraftschlüssig eingebaut ist. Das Risiko nehme ich bei meiner eigenen Einzelanlage in Kauf, bei wohnungsübergreifender Installation würde ich diesen Kompromiss rigoros ablehnen.
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Alt 09.01.2010, 16:14   # 17
palomeier
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Nun denn, anbei das Bild Version 2 mit den Änderungen so wie ich's verstanden habe.

Kann ich nicht ein PA Kabel von Erdungsblock B zu Erdungsblock A legen, und nur das PA Kabel von A zur Wandhalterung? Muss ein extra PA Kabel vom Erdungsblock B zur Wandhalterung? Das sollte doch auf's gleiche rauskommen?

Das 16mm2 Kabel ist ja gar nicht so einfach zu bekommen. Mein Baumarkt hat nix, da muss wohl da I-net ran.

Und noch ne Frage bzgl. PA Ausgleich.
Wenn ich an den Leitungen rummontiere und vorher beim Receiver den Stromstecker ziehe, dann sollte es doch keinerlei Probleme mit Strömen jeglicher Art geben, oder lieg ich da falsch? Die SAT Antenne zieht ja keinen Strom aus der Luft (sonst meld ich das zum Patent an und werd schweinereich).

grüße
palo
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Alt 09.01.2010, 20:04   # 18
King W.
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Die Baumärkte sind da etwas rückständig und haben nur Kabel bis 10 mm².

Ein bißchen OT:
Komisch auch, daß sich die Baumärkte in ihren Produkten kaum unterscheiden: Was einer hat, haben alle und was einer nicht hat, haben alle nicht. So bekommt man, soweit ich weiß, nicht mal eine Profi-Bohrmaschine, z.B. die "blaue" Bosch, eine Hilti oder gar eine Duss. Oder hast du dort schon mal so etwas gesehen?

Das 16er Kabel bekommst du hier, ebenso wie die 1-fach und 2-fach Erdungsblocks. Du mußt übrigens nicht 2 getrennte PA-Kabel zur Antennenhalterung ziehen, du kannst die Erdungsblocks einfach miteinander verbinden und mit einem Kabel weiter gehen. Wie du das Kabel konkret verlegst, ist dabei relativ egal.

Das Erdkabel allerdings darf nicht so verlegt werden, wie eingezeichnet. Es muß auf dem kürzesten Weg nach unten geführt und dort an die Hauserdung angeschlossen werden.

@ Dipol:
Stimmt schon, was du schreibst. Mit "wo auch das Erdkabel angeschlossen wird", meinte ich den Punkt an der Antenne, habe mich da aber wohl offensichtlich unklar ausgedrückt. Der Anschluß an die Potentialausgleichsschiene ist dann OK, wenn die Antenne nicht erdungspflichtig ist und auch nicht geerdet wird.
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Alt 10.01.2010, 10:23   # 19
Dipol
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Zitat:
Zitat von palomeier Beitrag anzeigen
Kann ich nicht ein PA Kabel von Erdungsblock B zu Erdungsblock A legen, und nur das PA Kabel von A zur Wandhalterung? Muss ein extra PA Kabel vom Erdungsblock B zur Wandhalterung? Das sollte doch auf's gleiche rauskommen?
Na klar, zwei Kabel sind völlig unnötig. Du kannst auch nur einen 4er-Erdblock verwenden, da bleibt dann eben ein Anschluss frei.
Zitat:
Zitat von palomeier Beitrag anzeigen
Das 16mm2 Kabel ist ja gar nicht so einfach zu bekommen. Mein Baumarkt hat nix, da muss wohl da I-net ran.
Ein bekanntes Problem, 16 mm² Cu massiv (Endung U) ist sogar im Fachgroßhandel äußerst schwierig zu bekommen.
Zitat:
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Und noch ne Frage bzgl. PA Ausgleich.
Wenn ich an den Leitungen rummontiere und vorher beim Receiver den Stromstecker ziehe, dann sollte es doch keinerlei Probleme mit Strömen jeglicher Art geben, oder lieg ich da falsch?
Danach könnten aber immer noch Kriechströme vom TV oder VCR über die Verbindungskabel eingetragen werden.
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Alt 10.01.2010, 11:36   # 20
palomeier
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Nochmals vielen Dank für eure Mühe.

Das Erdkabel werde ich auf kürzestmöglichem Weg legen. Allerdings geht es nur 2m vertikal abwärts, und dann ca. 15m quer durch den Keller, da die Antenne und Potentialschiene in genau entgegengesetzten Ecken des Hauses sind.

Ich hatte mir ja schon überlegt 2 so Kreuzstaberder im Garten zu vergraben, aber das ist um die Jahreszeit schierig und sollte besser auch vom Fachmann gemacht werden. Also doch ein weiteres Kabel ziehen.

grüße
palo
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Alt 28.05.2012, 12:33 # --
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