| | # 1 |
| Registriert seit: 09.12.2009
Beiträge: 4
| Hallo Experten, ich möchte ein Satellitenkabel von meiner Satellitenschlüssel bis zur meiner Dreambox verlegen.Das Kabel muss vom Balkon, durch das Wohnzimmer, Flur und ins Kinderzimmer verlegt werden. Da ich aber nicht den Parkettboden aufreißen kann, möchte ich das Kabel hinter der Wandleiste entlang der Wände der jeweiligen Zimmer verlegen. Dafür bräuchte ich ca. 50m +/-10m. Das Problem ist das hinter den Leisten max. 5mm Platz ist, das Kabel darf also maximal 5mm dick sein.Je dünner umso besser!!! Kann mir jemand ein gutes Kabel empfehlen? Ich hab keine Ahnung was diese Rauschen, Dämpfung usw. Angaben bei den Kabeln bedeuten!!! Bitte gebt immer einen Link dazu an, damit ich es finden/bestellen kann. Was denkt ihr von diesem Kabel http://www1.westfalia.de/shops/techn...m_je_meter.htm Ist das gut genug um alle Signale/Transponder usw. ohne Probleme zur Dreambox zu leiten? Danke im Voraus. Gruss TKu12 |
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| | # 2 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 555
| Erstmal willkommen im Forum, ein LNB gibt ungefähr einen Pegel in der Größenordnung um die 60dBµV ab. Wie viel am Receiver benötigt wird, hängt von dessen Tunerqualität ab. Die Norm schreibt mindestens 47dBµV an einer Antennensteckdose vor. Oft gehts aber bis 35dBµV problemlos. Gute Receiver gehen noch weit drunter, die Dreambox ist aber je nach Modell extremst anfällig. Meine Dreambox 7000 z.B. mag lange Leitungen gar nicht. Die eingebaute Verstärkerschaltung hat nämlich einen Fehler, weswegen die Dreambox einen recht starken Pegel benötigt. Außerdem ist das Netzteil recht schwach, warum das ein Problem ist erkläre ich gleich. Zunächst mal ein paar Worte zum Pegel. Um auf Nummer Sicher zu gehen, würde ich mindestens ein 5,4mm Kabel nehmen. Das Technisat Mini-Coax hat ein solides Schirmungsmaß von 100dB und einen 0,8mm Innenleiter. Bei geringerem Durchmesser des Innenleiters wird die Dämpfung ansonsten zu hoch. Die von TechniSat ist mit 45,3dB auf 100m angegeben, würde also bei 60m ca. 28dB dämpfen, bei einem Standard LNB mit 60dBµV Ausgang kommen noch 32dBµV beim Receiver an, das sollte also passen. Kritischer wird auf diese Länge aber die Stromversorgung des LNB. Auf 60m haben Mini Koax Kabel einen extrem großen Gleichspannungswiderstand. Die Spannung ist aber wichtig, um vom vertikalen ins horizontale Band zu schalten. Dazu gibt der Receiver je nach Band 14V oder 18V auf das Kabel. Kommen jetzt aber von den 18V, durch den Widerstandsbedingten Spannungsabfall nur noch 16V oder weniger an, schaltet das LNB nicht mehr um. Dann werden die horizontalen Sender unzugänglich. Abhilfe würde hier ein Multischalter schaffen, welcher die Versorgung des LNB direkt in Schüsselnähe übernimmt. Dann stellen auch 60m kein Problem dar. Abzuraten wäre von ferngespeisten Inline Verstärkern. Die erhöhen zwar den Pegel, gleichzeitig aber auch den Strombedarf, was das eigentliche Problem verschlimmert. Wenn schon einen mit externer Stromversorgung nehmen (z.B. Axing SVS 1-00). Ob dieser auch die Spannung nochmal erhöht weiß ich nicht, ich glaube nicht. Dafür gabs von Spaun mal ein Fernspeisenetzteil, das wurde inzwischen aber eingestellt. Müsstest du Notfalls noch einen Multischalter nachrüsten. Dann wärst du auf der sicheren Seite, sollte es zu Spannungsproblemen kommen. - polskafan -----Doppelpost zusammengeführt am 9.12.2009 um 03:19:38----- Gerade nochmal kurz zum Spannungsabfall, auch den kann man berechnen. Ohmsche Formel Spannungsabfall = Widerstand * Stromstärke (U=R*I), ein LNB nimmt ca. 300mA auf (ist verschieden, gute Single LNB ~150mA, gute Twin ~200mA, den meisten Quattro Switch LNB und Octo LNB brauchen wir nicht drüber reden, da gibts bei deutlich kürzeren Leitungen schon Spannungsprobleme). Ein 0,8mm² Innenleiter hat auf 100m ca. 40 Ohm/km Widerstand. Die Strecke musst du doppelt rechnen, da ja ein Stromkreis gebildet wird, also 120m in deinem Fall, macht rund R = 5 Ohm. U = 5 Ohm * 300mA = 1,5V. Du merkst das wird schnell kritisch, da die Schwelle auch mal über 16V liegen kann. Bei einem 0,65mm² Kabel wäre der Widerstand und der Spannungsabfall nochmal ca. 20% höher (52Ohm/km => R=6,24Ohm, U=1,9V bei 300mA), dass Risiko wäre mir persönlich zu hoch. - polskafan |
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| | # 5 |
| Threadstarter Registriert seit: 09.12.2009
Beiträge: 4
| Hab heute mal genau nachgemessen wie lang es sein muss. Also ich brauche 32,86m also 35m!!! Was meint ihr? Ist das noch "kurz" genug um ohne Verstärker usw. ein dünnes Kabel zu ziehen? Ich ziehe in Betracht das Preisner Mini-Koaxkabel SK 0729 plus Sp100BW dafür zu kaufen. Sind dennoch Probleme zu erwarten? (Info: Mini-Koaxkabel SK 0729 plus Sp100BW Innenleiter-Durchmesser 0,65mm, Innenleiter-Material Cu, blank, Außenleiter-Durchmesser 3mm, Außenleiter-Form Folie + Geflecht, Dielektrikum Zell-PE, Mantel-Material PVC, Mantel-Farbe weiß, Wellenwiderstand 75Ohm, Außendurchmesser ca. 4,3mm, Lieferform Spule) |
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| | # 6 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 555
| Wie gesagt, der Pegel ist kein Problem. Selbst mit den vorsichtigen 60dBµV und auf 60m ginge das noch ohne Verstärker. Auf 40m mit dem 0,65mm² Kabel von Preisner kämen ca. 50dB/100m, macht 20dB auf 40m zusammen. Da bist du höchstwahrscheinlich sogar noch beim Normpegel, maximal knapp drunter. Das macht sogar die Dreambox mit. Aber beim Preisner ist der Widerstand sehr groß. Nutzt du einen Multischalter oder willst du das LNB direkt anschließen? Beim Multischalter Betrieb ist das Kabel ok, wenn du direkt das LNB fernspeisen musst, nimm lieber das Preisner SK0837 plus. Das ist ein 5mm Kabel mit 0,8mm² Innenleiter. Würde ich aufgrund des Widerstands bevorzugen (SK0729: 2*40m*52Ohm/km=4,16Ohm ~1,25V Verlust bei 300mA oder SK0837: 2*40*39Ohm/km=3,12Ohm ~0,94V Verlust bei 300mA). Zu den Verlusten musst du noch die Übergangsdämpfung an den Steckern hinzuzählen, und den Spannungsabfall den eh jedes Netzteil unter Last hat. Außerdem kann die Schaltschwelle zwischen ver/hor auch mal bei 16,5V liegen wenns blöd läuft. Da zählt jedes Millivolt. Wisi hab ich den Widerstand jetzt nicht nachgeschlagen, ich nehme aber an, dass der auch bei 39 Ohm/km liegt, da es sich hierbei um eine Materialkonstante von Kupfer handelt. Der ist also bei jedem 0,8mm² Kabel gleich groß. - polskafan |
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| | # 7 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
In den Schleifenwiderstand geht doch nicht nur die Kabelseele, sondern auch das Geflecht und die Folie mit ein. Und da spielt dann sowohl die prozentuale Geflechtbedeckung und auch die Leitfähigkeit des Materials eine Rolle. Bei den Katastophenkabeln kommt dann als Nebenwirkung noch der Innenleiter aus Staku dazu. Weder mit dem Preisner SK 0837 plus oder dem WISI MK 75, auch nicht mit einem KATHREIN LCD 89 (Schleifenwiderstand 65 Ohm), würde ich mir bei unter 50 m Länge irgendwelche Sorgen wegen der DC-Übertragung machen. Selbst bei 250 mA LNB-Stromstärke ergibt sich erst bei einem Schleifenwiderstand von 4 Ohm 1 Volt Spannungsabfall. Die Norm-Schaltschwelle von 15,5 Volt für die horizontale Polarisation wird da im Regelfall locker überschritten. | |
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| | # 8 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 18.03.2009
Beiträge: 555
| War nur grob überschlagen, der Schleifenwiderstand wird ja nirgends angegeben, außer bei Wisi. Fakt ist aber, dass die Dreamboxen teilweise ein extrem schwaches Netzteil haben. Da würde ich lieber auf ein Kabel mit niedrigerem Widerstand gehen. 4,3mm ist doch arg dünn. Da die meisten Werte wie Geflechtbedeckung und der daraus abgeleitete Widerstand für den Rückweg in der Schleife zwischen den Kabeln fast konstant ist, bleibt immernoch der Unterschied zwischen 0,3V zwischen dem Preisner 0729 und dem 0837 bzw. den dir genannten 5mm Kabeln. Wenn für 5mm Platz ist, auf jeden Fall so eins nehmen, die 0,3V können über Funktion und nicht Funktion entscheiden! Das ein Receiver normal 18,5V abgibt und ein LNB bis 15,5V Schaltet ist korrekt. In der Theorie. In der Praxis brauchst du nur im Forum mal nach horizontale Programme können nicht empfangen werden zu suchen. Das Problem gibts leider oft, also drauf ankommen lassen würd ichs nicht. Ich hab bei meiner Dreambox DM7000 mal den Test mit mehreren Octo LNB gemacht. Ich hatte schon bei 20m Spannungsprobleme mit einem Kathrein LCD 111 mit 1,13mm² Innenleiter und 3facher Schirmung, sowie den passenden Kompressionssteckern. Da ist der Kabelwiderstand extrem gering und fast zu vernachlässigen. Der Tuner der Dreambox ist leider extrem schlecht, was die Versorgungsspannung angeht. Deshalb bleibe ich bei meinem Tipp: lieber den ca. 20% bessern Widerstand eines 5mm Kabels mitnehmen, anstatt bei einem 4,3mm Kabel dann noch einen Multischalter nachrüsten zu müssen, weils mit der Fernspeisung nicht klappt. - polskafan |
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| | # 9 | ||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Zitat:
Zitat:
Dort, wo die DC-Leitfähigkeit keine große Rolle spielt, bestehen aus meiner Sicht keine großen Bedenken gegen Staku. Die mechanischen Eigenschaften von Stahl sind einfach besser, als die von Kupfer. Die HF-Eigenschaften dürften wegen des Skin-Effektes annähernd gleich sein. Das Problem bei Staku-Kabeln ist m.E. nicht der Innenleiter, sondern die Abschirmung. Leider findet man Staku-Kabel meist im untersten Preissegment. Hier wird fast immer an der Abschirmung gespart, die aber bildet ein wichtiges Qualitätskriterium. Meiner Meinung nach sind Staku-Kabel nur deswegen in Verruf geraten.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! | ||
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| | # 10 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Staku-Kabel sind in der Schrottkategorie zahlreich vertreten, mit HQ-Hochabschirmung und niedriger Dämpfung ist das Angebot äußerst mager. | |
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| | # 11 |
| Threadstarter Registriert seit: 09.12.2009
Beiträge: 4
| So seit heute ist alles fertig.Hab das 4mm Kabel.35m und 2 Stecker haben mich ca 31Euro gekostet mit Porto. Empfang ist mit Humax 5400 und Dreambox TOP und das sogar mit 60er Schüssel!!! Nochmals Danke an alle. Gruss TKu12 |
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| | # 14 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Staku-Kabel sind üblicherweise "Günstig"-Kabel, da wird dann zumeist noch an anderen Stellen gespart. Ein hyperdämpfungsarmes Staku-Kabel mit Geflechtbedeckung > 80 % habe ich noch nicht entdeckt. So ist das KATHREIN LCD 90 zwar relativ dämpfungsarm, hat aber nur 66% Geflechtbedeckung. Aufpassen, unter der gleichen Typenbezeichnung gibt es noch alte Fertigungsmargen bei denen die Folie noch nicht geklebt ist (Bonded Foil)! Diese Ausführung hat nur ein B-Class-Schirmungsmaß > 75 dB! |
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