SAT-Antenne für 4 Satelliten

Alt 08.12.2009, 14:32   # 1
klozamatthias
 
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Beiträge: 1
Hallo zusammen!!!

ich plane bereits meine neue SAT-Anlage und würde gerne sehr gute und nachhaltig zuverlässige Komponenten kaufen.
Mein Standort ist 67574 Osthofen und ich möchte deutsche, polnische, russische, englische Programme empfangen. Sind folgende Satelliten dazu richtig???

astra 1
astra 2
eutelsat w2
hotbird 1,2

Ich bin da praktisch ein Laie und habe gehört, das sich die Lage manchen Satelliten künftig ändern soll.


Ich wollte eine SAT-Antenne mit 120 cm Durchmesser von Kathrein mit einer Wandhalterung und wollte daran 4 Quatro-LNB's als Multifeed montieren (weiter mit 16 Kabeln zu einem kaskadierten Multischalter, 17 Ein- und 16 Ausgänge). Nun laut der Beschreibung sind bei der Antenne nur 3 LNB's möglich. Wie kann ich das Problem lösen?

Wäre eine Wavefrontier Antenne eine Alternative? Wenn ja, was gibt es gutes auf dem Markt???

Vielleicht habt Ihr andere Vorschläge???



Mit freundlichen Grüßen,

Matthias
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Alt 12.12.2009, 07:37   # 2
King W.
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Hallo Matthias,

Die 120er Kathrein ist schon eine gute Antenne, aber sie wiegt auch fast 20 kg. Ein normaler Wandarm stößt da schnell an seine Grenzen. Wenn diese Antenne an der Wand befestigt werden soll, nimm bitte solche Masthalter (gibts von 12 bis 60 cm Ausladung) Die Dinger werden einfach senkrecht übereinander an die Wand geschraubt und dann ein Stück Mast dazwischen. Das ist sogar für eine 120er Kathrein stabil genug.

Zur Montage der LNB's kannst du diesen Halter verwenden. Weitere LNB-Träger dazu sind bei SEH zu bekommen, allerdings sind die recht teuer.

Diese LNB-Träger passen auch - und haben sogar noch einen Vorteil: Sie sind etwas höher als die Original-Träger. Wenn du die nach außen montierst, also für Astra2 und Hotbird, sind die LNB's auf einer Kurve angeordnet, die zur Position der Satelliten am Himmel besser spiegelbildlich ist, als eine Gerade. Die Adapterplatte muß etwas verdreht montiert werden, und zwar um 11° links herum, wenn man von hinten auf die Schüssel blickt. Nun wird genau in der Mitte ein LNB angebracht (mit der Original-Halterung), die Elevation (seitliche Skala an der Antenne) auf 31,5° eingestellt und damit die Antenne auf Astra3 (23,5°) ausgerichtet. Ist das geschehen, kannst du das LNB langsam nach links unten verschieben, bis Astra empfangen wird. Wenige cm sollten reichen. Noch weiter links (wiederum vom Mast aus gesehen), ca. 3 fingerbreit Abstand, wird das Hotbird-LNB montiert. Genau dazwischen kommt das W2 LNB. Das LNB auf der anderen Seite, also rechts oben, empfängt Astra2.

Der Empfang wird durch Verschieben der LNB's optimiert. Nimm bitte diese Alps-LNB's. Aufgrund der schmalen Bauform bereiten sie keine Schwierigkeiten bei der Montage. Außerdem stimmen Preis und Qualität. Besonders hervorzuheben ist der perfekte Wetterschutz, der jedes Eindringen von Regenwasser zuverlässig verhindert.

Dann brauchst du noch einen Multischalter. Der Emp-Centauri 17x12 ist gut geeignet. Der Vorteil bei diesem Schalter ist die Möglichkeit, die Pegel der einzelnen Satelliten einzustellen. Damit ergibt sich die Möglichkeit, unterschiedliche Pegel (der Astra2 kommt bei euch schlechter herein) auszugleichen, was für einen störungsfreien Empfang aller 4 Satelliten sorgt. Der Schalter ist bei SEH zwar noch nicht gelistet, kann aber mit ein paar Tagen Lieferfrist besorgt werden. Einfach telefonisch nachfragen (02323/61887).

Die 120er Kathrein wird einen Super-Empfang liefern, auch bei schlechtem Wetter, und sehr lange halten. Gegen die Entscheidung für diese Antenne gibt es nichts einzuwenden.

Schreib mal zurück, wenn du noch weitere Infos brauchst.

P.S. Erdung und Potentialausgleich nicht vergessen.
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Albert Einstein


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Alt 12.12.2009, 11:18   # 3
Dipol
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Hallo Matthias,

Die 120er Kathrein ist schon eine gute Antenne, aber sie wiegt auch fast 20 kg. Ein normaler Wandarm stößt da schnell an seine Grenzen. Wenn diese Antenne an der Wand befestigt werden soll, nimm bitte solche Masthalter (gibts von 12 bis 60 cm Ausladung) Die Dinger werden einfach senkrecht übereinander an die Wand geschraubt und dann ein Stück Mast dazwischen. Das ist sogar für eine 120er Kathrein stabil genug.
KATHREIN meint zwar dass dafür nur die eigene teure Halterung ZAS 16 tauglich ist aber wenn die CAS 120 zwischen zwei normalen Wandhalterungen oder wie im angehängten Bild kurz darüber angebracht wird und das zulässige Biegemoment von 1.650 Nm nicht überschritten wird, reduziert sich das Problem auf die Befestigung. Plastikdübel sind ohnehin verboten, in Beton sind Schwerlastdübel erforderlich und in Mauerwerk können sogar durchgehende Gewindestangen sinnvoll sein.

Wer nicht auf die semiprofessionellen Original-UAS-LNB verzichten möchte kann alternativ auch die neue Universal-Adapterplatte von ASSAT verwenden. Wie man im Anhang an dem Experimentalaufbau für 13° + 19,2° + 28,2° Ost erkennen kann, passt zwischen den mittleren und rechten LNB noch ein weiterer hinein, bei dieser Reflektorgröße ist für 3°-Duofeedempfang kein Raketenfeed-LNB erforderlich.

Dass der LNB für 28,2° Ost so weit außen sitzt hängt damit zusammen, dass der Empfang von 13° bereits durch eine große Richtfunkantenne verschattet wurde. Wenn die Verschatztung beseitigt ist werden 13° und 28,2° Ost mit der neuen ASSAT-Schiene symmetrischer angeordnet.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg CAS120-SI.jpg (76,8 KB, 11x aufgerufen)
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Alt 12.12.2009, 14:57   # 4
King W.
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Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
[...] reduziert sich das Problem auf die Befestigung. Plastikdübel sind ohnehin verboten, [...]
Richtig. Eine vernünftige Befestigung ist auf jeden Fall erforderlich.
Bei einer Antenne dieser Größe und einem Gewicht von fast 20 kg sind Schwerlastdübel dringend anzuraten.

Dennoch sollte es erlaubt sein, den Sinn dieses Verbotes zu hinterfragen. Ein guter Nylondübel, z.B. der Fischer SX 12x60 in Verbindung mit einer 10x70 oder 10x80 Schraube in einer Beton- oder massiven Kalksandsteinwand hält problemlos einer Zugbelastung von 3 kN und mehr stand. Bei zu hoher Last gibt bei diesem Dübel die Wand nach, oder die Schraube reißt. Der Dübel hält jedoch. Ich könnte mir lediglich theoretisch vorstellen, daß der Dübel nicht langzeitstabil ist und sich unter ständiger hoher Belastung plastisch verformt. Ob das tatsächlich der Fall ist, weiß ich nicht, müßte man mal bei Fischer nachfragen.

Die Tatsache, daß die Dübel existieren bedeutet doch offensichtlich auch, daß man sie anwenden kann und daß es Einsatzbereiche dafür gibt.
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Alt 28.05.2012, 12:28 # --
News Flash
 
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