| | # 1 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Zur Zeit gibt es bei Multischaltern eine ziemliche Bewegung auf dem deutschen Markt und in einigen Bereichen sogar Lieferengpässe. Dies hat verschiedene Gründe. Der Reihe nach: Im Februar 2008 ist die Firma Ankaro Otto Wolf KG aus Lünen in Konkurs gegangen. Die Firma wurde erst 1980 gegründet und hat Antennen, Kabel und Rotore hergestellt, daher auch der Name. Unsere türkischen Mitbürger werden sich sicherlich noch an die knubbelförmigen Motoren für die SAT-Schüsseln erinnern und an die Steuergeräte mit dem großen Drehknopf. Die Ankaro-Produkte waren von Anfang an von hoher Qualität, durchaus mit den Erzeugnissen anderer namhafter deutscher Firmen vergleichbar. Bei der Vermarktung wurden allerdings anfangs Fehler gemacht und die Produkte in Baumärkten verkauft. Dies führte teilweise zur Ablehnung dieses Fabrikats durch die Handwerker, die wohl die Konkurrenz der Selber-Macher fürchteten. Dieser Marketing-Fehler führte dann wohl letztendlich zur Insolvenz. Im Zuge des Insolvenzverfahrens hat die deutsch/spanische Firma FTE, die ebenfalls eine breite Palette hochwertiger SAT-Produkte anbietet, die Vermögenswerte von Ankaro aufgekauft, mit der Folge, daß sie nunmehr in Lünen, nahe der Stadtgrenze zu Dortmund, über eine hochmoderne Fabrik mit gutem Personal verfügt. Hier ist eine Pressemitteilung von FTE über den Kauf. Bislang hat FTE die beliebten und gern gekauften Multischalter der Serien MFP für einen Satellit, MEP für 2 Satelliten und MSP für 4 Satelliten nicht selbst hergestellt, sondern in Tschechien von der Firma Emp Centauri bauen lassen. Die Zusammenarbeit der beiden Firmen beim Bau der Schalter besteht nicht mehr und die genannten Serien werden nicht mehr produziert. Stattdessen nimmt FTE zur Zeit in Lünen die Produktion von Multischaltern wieder auf. Es handelt sich dabei um die Original Ankaro-Schalter, die auch im Ausland unter dem Label Ankaro, in Deutschland aber unter FTE verkauft werden sollen. Im Moment besteht folgendes Problem: die neuen Schalter aus Lünen sind noch nicht und die alten Schalter aus Tschechien sind, bis auf Restposten, nicht mehr verfügbar. Die nunmehr fehlenden Schalter haben zu einigen Verwerfungen auf dem Markt geführt, so gibt es z.B. bei diesen TechniSat Schaltern im Moment auch Lieferschwierigkeiten. Verschärfend kommt hinzu, daß jeder Hersteller und Händler bestrebt ist, zur Bilanz am Jahresende seine Lagervorräte möglichst klein zu halten. Emp Centauri bietet nun seinerseits unter der Bezeichnung Profi Line Multischalter an, die bis auf das Gehäuse zu den FTE-Schaltern baugleich sind. SEH hat diese Schalter ins Lieferprogramm aufgenommen. Sie sind jetzt schon telefonisch bestellbar und werden nach und nach auch auf der Internet-Seite gelistet. Der Vorteil dieser Schalter gegenüber den "alten" FTE-Schaltern: Sie sind merklich günstiger, weil der Vertriebskanal von FTE wegfällt und es ist eine größere Typenvielfalt verfügbar. So gibt es Schalter mit Eingängen für 2 Satelliten und bis zu 26 Ausgängen und auch Schalter mit Eingängen für 3 Satelliten. Diese Schalter fehlten bislang. Noch ein Vorteil: Auf diese Schalter gibt es 4 Jahre Garantie. Ab Januar sind dann die neuen FTE/Ankaro-Schalter aus Lünen verfügbar. Sie werden etwas teurer sein, als die bisherigen FTE-Schalter, dafür aber auch über Eigenschaften verfügen die den bisherigen Top-Fabrikaten Spaun und TechniSat vorbehalten waren. So werden die Eingangssignale gefiltert, um Störungen zu vermeiden, eine AGC-Schaltung gleicht unterschiedliche Eingangspegel an und eine Energiesparschaltung unterbricht die Stromzufuhr zu den LNB's, wenn kein Receiver eingeschaltet ist. Außerdem wird es auch eine Unicable-Lösung für einen oder 2 Satelliten geben, damit steht eine Alternative zum TechniRouter zur Verfügung. Die "fetten" Ankaro's mit 16 SAT-Eingängen und bis zu 32 Ausgängen, allesamt kaskadierbar, mit einem Prozessor ausgestattet und für große Verteilnetze gedacht, wird es unter dem Label FTE auch weiterhin geben. Lieferbeginn ist vermutlich Januar 2010. Freuen wir uns also auf die neuen Schalter von FTE, von höchster Qualität, "made in Germany". P.S. Zumindest eine Firma bleibt von den Geschehnissen am Markt unbeeindruckt und verkauft ihre Produkte weiter in bewährter Qualität: Spaun.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
|
| | # 2 | |||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Zitat:
Zitat:
Unbeeindruckt ist der ehemalige Referenz-Multischalterhersteller jedenfalls schon lange nicht mehr. Wer hätte auch gedacht, dass ausgerechnet SPAUN vor den Entwicklungsproblemen von UniCable kapituliert? | |||
|
| | # 3 | |||||
| Team SAT-Technik Threadstarter Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Zitat:
Man lernt nie aus... Die Frage stellt sich in der Tat. FTE hätte hier normalerweise schon viel früher aktiv werden sollen. Warum das nicht geschehen ist und sie stattdessen die Multischalter weiter in Tschechien haben bauen lassen, wird wohl deren Geheimnis bleiben. Möglicherweise ist es ja gerade die Mitarbeitersituation, die dazu geführt hat. Wie will man denn auch die Produktion wieder hochziehen, wenn die kompetenten Mitarbeiter fehlen und abgewandert sind. Die Problematik mit den Namensrechten könnte auch die Ursache dafür sein, daß hier in Deutschland die Produkte unter FTE-Label verkauft werden. Die Tatsache, daß der Name Ankaro durch fehlerhaftes Marketing beim Fachhandel und beim Handwerk "verbrannt" worden ist, läßt sich aber auch nicht leugnen. Es ist auch relativ egal, welches Etikett auf einem Produkt pappt, solange es nur einwandfrei funktioniert. Bislang konnte ich mich bei Ankaro-Produkten noch nie beklagen. Zitat:
Die Wahrheit sieht aber anders aus - leider. Manche Hersteller verkaufen einfach nur gnadenlos über den Preis und lassen alles weg, was das Produkt irgendwie verteuert. Da bleiben dann schon mal ein paar Filter für das terrestrische Signal, das Schaltnetzteil oder die Energiesparschaltung auf der Strecke. Der Kunde bezahlt dann seine falsche Sparsamkeit mit einer höheren Stromrechnung oder, noch schlimmer, er hat Probleme beim Empfang. Zitat:
Meiner Erfahrung nach legen aber auch nur wenige Kunden Wert auf eine gute Terrestrik. Weder das Kabelfernsehen noch DVB-T kann ja in Bezug auf die Bildqualität mit DVB-S oder DVB-S2 mithalten. In den weitaus meisten Fällen bleibt der terrestrische Eingang leer, oder es hängt allenfalls eine UKW-Antenne daran. Ich selbst habe bislang zwar schon viele Multischalter verbaut, aber erst ein einziges mal 16 Fernsehprogramme, generiert von einer Kathrein UFO-compact Aufbereitung, eingespeist, mit einem TechniSat GigaSwitch 11/20. Das hat problemlos funktioniert. Hier im Forum hat auch noch niemand danach gefragt, z.B. das komplette Kabelfernseh-Signal mit zu übertragen. Die Problematik mit der Terrestrik sehe ich zwar auch, halte sie aber nicht für so entscheidend wichtig. Ist natürlich nur meine private Meinung. Zitat:
Das glaube ich auch. Über die Rolle von ASTRO auf dem Markt bin ich mir ehrlich gesagt nicht so ganz klar. Haben die überhaupt selbst eine nennenswerte Produktion oder verkaufen sie hauptsächlich OEM-Teile unter eigenem Namen? Von den Astro-Antennen weiß ich, daß sie mit den Kathrein CAS-Serien baugleich waren und auch in etwa zu gleichem Preis verkauft wurden. Mittlerweile gibt es diese Antennen nicht mehr, die jetzigen ASTRO's sehen sehr nach Fuba aus ... Die LNB's sind auch nicht auf deren Mist gewachsen. dieses hier ist dem alten UAS 485 von Kathrein schon sehr ähnlich, um nicht zu sagen, sie sind identisch. Dieser Multischalter ist zweifellos ein Spaun. Allzuviel wird da aber nicht herauskommen, bei 50 dB Anschlußdämpfung. Zitat:
Fraglich auch, ob Spaun wirklich kapituliert hat, oder ob sie solch ein Produkt nach kurzem Experimentieren eingestampft haben, weil sie es gar nicht anbieten wollen. Bei einem Anruf der - übrigens sehr freundlichen und kompetenten - Hotline habe ich ganz stark den Eindruck gewonnen, daß Spaun sowohl Unicable als auch die herkömmlichen Einkabellösungen nur als Notlösung ansieht und stattdessen voll auf Verteilung des SAT-ZF-Signals setzt. Zumindest bei herkömmlichen Einkabellösungen kann ich mir auch kaum vorstellen, daß Spaun nicht in der Lage wäre, z.B. das Hochband/Horizontal als Basis zu nehmen, dort einige Transponder auszufiltern, ein paar andere Transponder dort einzubauen und das so gewonnene neue Band zu verstärken und verteilen. Etwas anderes macht z.B. FTE mit seinem PFI-KIT auch nicht. Fazit: Abwarten und Tee trinken. Im Januar wissen wir mehr.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! | |||||
|
| | # 4 | ||||
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
| ||||
|
| | # 7 |
| Team SAT-Technik Threadstarter Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| ![]() Ich finde auf der Seite von Ftemaximal noch die alten Multischalter. Im neuen Katalog, Edition 1.5, sind die neuen Schalter allerdings schon eingepflegt. Der Katalog kann von dieser Seite als PDF heruntergeladen werden.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
|
| | # 8 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
FTE gibt bei allen Unicable-Matritzen für Terrestrik und UniCable die Anschlussdämpfungen mit jeweils 6 dB +/- 2 dB an. Bei vorhandenen Mehrbereichsverstärkern kann diese Dämpfung zumeist noch ausgeglichen werden. FTE hält mit diesen Matritzen den Negativrekord bei den UniCable-Ausgangspegeln, also vor einer Bestellung erst mal rechnen ob ca. 70 dBµV ausreichend sind. | |
|
| | # 9 |
| Team SAT-Technik Threadstarter Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Ist mir bislang noch gar nicht aufgefallen, danke für den Hinweis. Vielleicht sollten wir die Unicable-Matritzen von FTE vorläufig nicht empfehlen. Zumindest bei längeren Strängen reichen 70 dBµV jedenfalls nicht, das zeigt schon eine einfache Überschlagsrechnung. Ich stelle mir gerade vor, was an der letzten Dose bei einem 8er Strang herauskommt. Da sind erst einmal 7 Dosen vorher, macht bei 3 dB Durchgangsdämpfung 21 dB, hinzu kommt noch die Auskoppeldämpfung von mindestens 10 dB. Da sind wir schon bei 39 dBµV, ohne daß auch nur ein einziges dB für die Kabeldämpfung und für den Verlust an den Schraubanschlüssen mitgerechnet worden ist. Von den minimal erforderlichen 47 dBµV sind wir da schon weit entfernt. Zumindest in dieser Beziehung ist der TechniRouter einwandfrei besser. Übrigens gibt Inverto für seinen Router eine Anschlußdämpfung von 10 dB an. Wer will, kann sich das Datenblatt hier herunterladen (unter Product support). Ich frage mich nur, warum die -10 dB "Gain", also "Gewinn" anstatt 10 dB Anschlußdämpfung schreiben. :vogel:
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
|
| | # 10 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Damit könnten 10 bis 20 dB Verstärkung gemeint sein, wie dies z. B. vom Großhändler SL angegeben wird. Wenn es aber stimmt dass der ENTROPIC-Chip eingebaut ist muss die Matrix geregelt sein, was weder zu einer Verstärkungs- noch Dämpfungsangabe passt. Alles unklar? Obwohl der im INVERTO- und HiFi-Forum als Moderator engagierte Joeben bei INVERTO tätig ist, harre ich seit Wochen auf die Beantwortung welche Angabe nun zutrifft. Drei unvereinbare Aussagen und weder Joeben noch sonst wer ist imstande diesen einfachen Sachverhalt aufzuhellen. Unverändert geistern auf der INVERTO-Homepage die 10 dB Dämpfung und bei den Distributoren die unterschiedlichsten Verstärkungsangaben herum. Sollten die 7 dB (bzw. 1 bis 7 dB bei SL) Verstärkung im Legacy-Betrieb stimmen, müsste der UC-Pegel nach Logik höher sein. WARNUNG: Die Netzteile der ersten Serien dieser Matrix waren nicht kurzschlussfest, in Verbindung mit dem F-Stecker der Stromversorgung sind die Dinger wie die Fliegen gestorben. | |
|
| | # 13 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.147
| Zitat:
Den 2006 abgekündigten quadtauglichen Matritzen SFC 4140 und SFC 4180 hätte ich persönlich mehr Marktchancen als der von 3x3 auf 1x8 Receiver umschaltbaren SUS 5581/33 NF eingeräumt. Ich lasse mich überraschen wie lange das Konzept im Markt bleibt. Vielleicht folgt ja eine Matrix nach, bei der im 3 x 3 Modus nur niedrige Routerfrequenzen genutzt werden. | |
|
| | # 14 |
| Team SAT-Technik Threadstarter Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Möglicherweise, wenngleich es nicht sonderlich von Interesse ist. Zum SUS 5581/33 NF gibt es Alternativen: Der Jultec JPS0504-3TN ist zwar etas teurer, als der Spaun-Router, hat aber auch ein paar wesentliche Vorteile:
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
|
| | # -- |
| News Flash | Das könnte Dich auch noch interessieren:
Nicht fündig geworden? Dann ohne Anmeldung in unserem Gast-Forum nachfragen. |





