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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo und Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru: Ich weiß nicht, ob das mit der Hauswand eine gute Idee ist. Zwar gibt es Wandarme in großer Auswahl, aber wenn du einen Neubau hast, willst du sicher die Außenwände anständig gegen Wärmeverlust dämmen. Auf der Dämmung kannst du den Wandarm nicht anbringen, denn das hält nicht. Auf der Wand festschrauben und dann "drumherum" dämmen ist auch nicht gerade prickelnd. Metall leitet recht gut und es entsteht eine Wärmebrücke. Im Winter wird die Wand hinter der Dämmung wesentlich wärmer sein, als der Wandarm, mit der Gefahr, daß dort Feuchtigkeit kondensiert. Außerdem kommst du an die Befestigungsschrauben nicht mehr heran, wenn die Wand fertig ist. Wenn sich dort etwas lockert, zum Beispiel durch Sturmeinfluß, hast du ein Problem. Meiner Meinung nach ist eine Befestigung auf dem Dach besser. Mit einem solchen Aufdachhalter ist die Montage möglich, ohne die Dachisolierung zu beschädigen. Wie es gemacht wird, kannst du dir hier ansehen. Du müßtest lediglich mit 4 Kabeln (oder mit einem 4 in 1 Kabel) nach innen gehen. Am Besten, du legst die Kabel bereits, wenn die Dachisolierung noch nicht fertig ist. Dann kann der Dachdecker diese Kabel bei seiner Arbeit berücksichtigen. Bitte, vergiß auch das Erdungskabel nicht. Während des Rohbaus läßt es sich noch sehr einfach von der Erdungsschiene im Keller zum Dach führen, später wird es schwieriger. Der Elektriker sollte sich damit auskennen, frage ihn im Zweifel einfach. Der Multischalter wird zweckmäßigerweise unter dem Dach in der Nähe der Antenne untergebracht. Ideal wäre z.B. ein kleiner Technikraum irgendwo unter dem Dach. Dort laufen alle Kabel zusammen. Auch ein Stromanschluß ist erforderlich. Zur Not geht auch ein Technikraum im Keller, das ist aber mit einem beträchtlichen Mehraufwand an Kabeln verbunden. Mit den Anschlüssen bitte nicht sparen: Verlege einfach je ein Kabel vom Technikraum überall dort hin, wo mal ein Fernseher stehen könnte. Eine Antennensteckdose die man nicht nutzt, ist weit weniger ärgerlich, als eine, die man gern hätte, die aber nicht da ist. Mindestens ins Wohnzimmer solltest du zwei Kabel legen, damit auch mal ein Twin-Receiver angeschlossen werden kann. Soviel zum Grundsätzlichen. Was du nun konkret an Geräten brauchst, hängt zum einen davon ab, wie viele Satelliten du empfangen möchtest, zum anderen, wie dein Anspruch an die Qualität ist (möglichst günstig >--> gute, aber bezahlbare Qualität >--> Spitzenqualität ohne Kompromisse, auch wenn es etwas teurer ist). Die üblichen deutschen Programme findest du ausnahmslos auf Astra. Wenn du keine oder nur wenige ausländischen Programme benötigst, genügt dieser Satellit vollkommen. Wenn du an Programmen aus ganz Europa und darüber hinaus interessiert bist, kannst du zusätzlich den Hotbird empfangen. Astra2 ist dann empfehlenswert, wenn du hauptsächlich an englischen Sendern interessiert bist. Dieser Satellit strahlt zwar hauptsächlich nach Großbritannien, Schottland und Irland, ist aber im größten Teil Deutschlands ebenfalls gut zu empfangen. Schreib mal zurück, was du konkret haben möchtest, ich stelle dir dann gern eine passende Anlage zusammen.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| | # 4 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Mit der Qualität hast du Recht: Aufhängen und für 20 Jahre vergessen sollte die Devise sein. Von einer ausgesprochenen Billiganlage hätte ich ohnehin abgeraten. Sowohl Kathrein wie auch TechniSat liefern Qualität auf sehr hohem Niveau. Mit beiden Anbietern machst du nichts falsch. Was mich allerdings bei beiden stört ist die Befestigung: Beide Firmen kochen da ihr eigenes Süppchen. An eine Kathrein-Antenne passen nur Kathrein-LNB's und bei TechniSat ist es auch so. Wenn du ein anderes LNB montieren möchtest - und es gibt gute Gründe dafür - brauchst du einen Adapter. Das sieht dann aus, wie gewollt und nicht gekonnt. Mein Vorschlag wäre deshalb eine TDE 88 Antenne von Triax/Hirschmann und dazu ein Feedhalter für das Hotbird-LNB. Die Antennen werden leider nicht mehr hergestellt, SEH hat aber noch rechtzeitig größere Mengen einkaufen können und noch einige Exemplare am Lager. An diese Antenne passen alle LNB's mit 40 mm Hals. Sehr gut geeignet sind z.B. diese Alps-LNB's. Sie zeichnen sich aus durch niedrigen Stromverbrauch, sehr hohe Lebensdauer und einen perfekten Wetterschutz für die F-Stecker. Der günstige Preis schließlich macht diese LNB's endgültig zur ersten Wahl. Als Multischalter kannst du den TechniSat 9x8G nehmen. Zwei Eigenschaften zeichnen diesen Schalter aus: 1) Die aktive Schräglagenentzerrung. Jedes Antennenkabel hat eine gewisse Signaldämfung. Diese ist um so größer, je höher die Übertragungsfrequenz ist. Der TechniSat Schalter hat nun für niedrige Frequenzen eine leichte Dämpfung (-2dB) und für hohe Frequenzen eine Verstärkung (+3dB). Damit wird die ungleichmäßige Kabeldämpfung ausgeglichen und als Resultat bekommst du einen beinahe perfekt geraden Frequenzverlauf. An diesen Schalter sind deshalb ohne weiteres auch lange Kabel > 25m anschließbar, ohne daß es zu einer Empfangsbeeinträchtigung kommt. 2) die Energiesparschaltung. Der Multischalter wird durch ein sparsames Steckernetzteil mit Strom versorgt. Zusätzlich wird die Versorgung der internen Verstärkerstufen und der LNB's unterbrochen, wenn kein Receiver eingeschaltet ist. Das spart, je nach Fernsehgewohnheit 20 oder mehr an Stromkosten pro Jahr. Auf diese Weise rechnet sich der Schalter auch gegenüber ausgesprochenen Billigfabrikaten recht schnell. Zur Montage der Antenne auf dem Dach eignet sich eine solche Aufdachhalterung. Gegenüber der herkömmlichen Montage mit einem Mast ragen keine Teile in den Innenraum, es entsteht keine Wärmebrücke und der Ausbau des Dachgeschosses ist nicht behindert. Dazu benötigst du noch eine passende Dachpfanne mit Mastdurchgang und eine Mastdichtung. Falls dein Haus mit "Frankfurter Pfannen" gedeckt wird, kannst du diese Dachpfanne verwenden (in schwarz oder rot lieferbar), ansonsten sollte der Dachdecker dir eine passende Pfanne liefern können. Noch ein paar Worte zur Verkabelung: Lege bitte vom Dach aus, wo der Multischalter hinkommt, Leerrohre an alle Stellen, wo mal ein Fernseher stehen könnte. Eine nicht genutzte Antennensteckdose ist weit weniger ärgerlich als eine, die man mal gern hätte, die aber nicht da ist. diese Dosen (sowohl auf- wie auch unterputz verwendbar) bzw. diese Dosen sind geeignet. Welches Kabel du benötigst, hängt davon ab, ob du ein Funktelefon (Siemens Gigaset) einsetzen möchtest. Diese Telefone sind dafür bekannt, in ungünstigen Fällen den Satellitenempfang zu stören. In diesem Fall ist das hoch abgeschirmte Premium Kabel die beste Wahl, ansonsten ist das doppelt geschirmte Kabel vollkommen ausreichend. Darüber hinaus benötigst du noch: 72 F-Stecker (bei einer voll ausgebauten Anlage mit Potentialausgleich) 4 Masseblocks 4-fach 1 Erdungsschelle Bitte, nimm die Erdung und den Potentialausgleich ernst. Es ist nicht nur lästige Vorschrift, sondern dient auch deiner Sicherheit. Falls mal der Blitz in die Antenne einschlägt, verhindert eine gute Erdung größere Folgeschäden, während der Potentialausgleich dafür sorgt, daß die Anlage immer gefahrlos angefaßt werden kann, auch dann, wenn mal die Isolierung eines Receivers defekt ist und Netzspannung auf das Antennenkabel gelangt (ist mir übrigens schon selbst passiert). Mit den vorgeschlagenen Komponenten wirst du eine perfekt funktionierende und langlebige Antennenanlage aufbauen, die dir viele Jahre problemloses Fernsehvergnügen bereiten wird. Schreib mal zurück, wie es weiter geht, es interessiert mich.
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| | # 6 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Ich bin da auch eher skeptisch. Die Octo-LNB's genießen keinen besonders guten Ruf. Der Stromverbrauch ist zwar etwas geringer, als bei einem Quattro-LNB und dem vorgeschlagenen TechniSat Multischalter, aber verglichen mit anderen LNB's, doch recht hoch. Zudem ist die Betriebssicherheit nicht unbedingt gewährleistet. SEH hat schon zwei Fabrikate ausgelistet, wegen höherer Rücklaufquoten und hat jetzt nur noch den Best Octo im Angebot. Ich habe mal einen verbaut, er hat auch funktioniert, fraglich aber, wie lange. Der höhere Stromverbrauch birgt eine Gefahr: Falls nur ein Receiver eingeschaltet ist und die LNB-Stromversorgung allein übernehmen muß, könnte es passieren, daß von den 18V, die der Receiver abgibt, nur noch 16 V oder gar weniger am LNB ankommen. Das gilt besonders dann, wenn es der Receiver an der längsten Leitung ist. In diesem Fall kann das LNB nicht mehr einwandfrei ins Hochband schalten, die entsprechenden Programme werden unzugänglich. Dieser Fehler, so er denn auftritt, kann zwar durch das Einschalten weiterer Receiver behoben werden, aber das kann ja nicht Sinn der Sache sein. Ich hatte dir seinerzeit einen TechniSat 9x8 G Multischalter empfohlen. Der ist zwar immer noch gut und auch nach wie vor eine Empfehlung wert, aber wie sagt man so schön: Das Bessere ist des Guten Feind. Mittlerweile macht ein kleiner aber erstklassiger Hersteller von sich Reden: Jultec. Mit der JRM-Reihe stehen Multischalter zur Verfügung, deren Stromverbrauch mit nur 65 mA so niedrig ist, daß keine eigene Stromversorgung gebraucht wird. Das Netzteil des Receivers reicht voll und ganz aus. Durch eine trickreiche Schaltung versorgt jeder Receiver maximal das LNB, was gerade für den Empfang zuständig ist. Falls z.B. ein oder mehrere Receiver eingeschaltet sind, und gerade nur Astra empfangen werden soll, so bekommt das Hotbird-LNB keinen Strom. Sparsamer geht es nicht. Mit einem Multischalter dieser Reihe kannst du die bewährten ALPS-LNB's verwenden, ohne auf den Vorteil, keine Stromversorgung zu benötigen, verzichten zu müssen. Für deine Zwecke wäre der JRM0908T das Richtige, oder, wenn du mit einem Satellit auskommst, der JRM0508T. Hier ist ein Katalog zur Info. Die Jultec-Schalter sind bei SEH auf telefonische Bestellung zu bekommen (02323/61887) und vom Preis her mit den TechniSat Schaltern in etwa vergleichbar. Vorteil auch: Die Schalter haben einen terrestrischen Eingang, so daß eine DVB-T oder UKW-Antenne mit angeschlossen werden kann.
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