Frage zur F-Stecker Montage

Alt 23.08.2009, 16:45   # 1
JAG
 
Registriert seit: 05.08.2009
Beiträge: 5
Hallo, Ich habe mir folgendes Sat Kabel 25m SatConn Koax-Kabel 130dB, (Class A+), Gelschutz, "4-fach gesch." von SatConn, Koaxial-Kabel Shop und diese F-Stecker 50 x F - Stecker 8,2 mm, 24K hartvergoldet | Shop gekauft. Nun meine Frage, in den ganzen Anleitungen zur F-Stecker Montage z.B http://www.netzwelt.de/forum/lexikon...-steckers.html wird das Geflecht und die Folie umgeklappt, ist dies bei meiner Kabel F-Stecker Kombi auch nötig ?
Ich wüsst nähmlich nicht wie das passen soll.

MFG

Jan
  Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2009, 16:59   # 2
KDSAT
 
Registriert seit: 28.03.2009
Ort: Mühlhausen/Thüringen
Beiträge: 9
Hallo Jag,

das passt schon, Geflecht muß umgeklappt werden wegen Abschirmung
besorg Dir eine Aufdrehhilfe aus Metall für die F-Stecker das hilft ungemein.

Gruß KDSAT
  Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2009, 17:16   # 3
JAG
Threadstarter
 
Registriert seit: 05.08.2009
Beiträge: 5
Hallo zurück,

Das Kabel ist doch schon 4-Fach geschirmt, reicht das nicht ? Ich glaub nähmlich nicht das man den F-Stecker noch drauf bekommt wenn man die 4 Abschirmungen zurück zieht. Hab den F-Stecker mal ohne Abschirmung nach hinten ziehen draufgeschraubt, der sitzt Bombenfest.

MFG Jan
  Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2009, 20:17   # 4
KDSAT
 
Registriert seit: 28.03.2009
Ort: Mühlhausen/Thüringen
Beiträge: 9
Hallo

ich hatte am Anfang die gleiche Denkweise aber zwischen Schirmung und Stecker soll so weit ich gelesen habe eine innige Verbindung bestehen = korrekte Schirmung. D.H. Die Schirmung muß durchgehend geschlossen sein.

Ohne Hilfmittel geht das sicher schlecht bis garnicht aber mit einenm ordentlichen Abisolierer und einer Aufdrehhilfe wird der F-Stecker auf das Kabel "aufgeschraubt"

Übung macht den Meister

Gruß
KDSAT

PS die Fachleute hier im Forum werden sicher noch Ihre Meinung kund tun
  Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2009, 22:24   # 5
grimreaper
 
Benutzerbild von grimreaper
 
Registriert seit: 20.04.2007
Ort: Harz
Beiträge: 2.741
Wie KDSAT schon geschrieben hat muss die Abschirmung komplett durchgehend sein. Wenn die F-Stecker nicht richtig angeschlossen werden kommt es zu den seltsamsten Fehlern, da bitte nicht "ausprobieren"

Das Vergolden der F-Stecker hat nur den Zweck, dass der nicht mehr korrodieren kann, das hat nichts damit zu tun, dass man die Abschirmung nicht mehr benötigt.
Das Gold hat auch den zusätzlichen Vorteil die Abschirmung mit einer möglichst guten Leitfähigkeit herzustellen.
  Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2009, 22:57   # 6
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
Zitat:
Zitat von KDSAT Beitrag anzeigen
PS die Fachleute hier im Forum werden sicher noch Ihre Meinung kund tun
Ab und an startet auch heute noch die Fundi-Diskussion pro und contra Schirmumschlagen. Laut Dibkom sind F-Aufdrehstecker schon lange technisch überholt, nach den Technischen Richtlinien der Kabelnetzbetreiber sind nicht mal mehr die deutlich besseren Crimp-, sondern ohnehin nur noch Kompressions-Stecker zulässig.

Für Satelliten-Empfang reicht ein doppelt geschirmtes Kabel mit Schirmungsmaß nach Class A mit 85 dB fast immer aus. WISI hat vor Jahren messtechnisch nachgewiesen, dass sich mit nicht umgeschlagenem Geflecht in Verbindung mit den hauseigenen konisch ausgeformten DV-Steckern ein besseres Schirmungsmaß als bei umgeschlagenen Schirm und zylindrischer Steckerausformung ergibt. Durch die Vorteile der Crimp- und Kompressions-Stecker ist der Uraltdisput müssig. Für einen Laien ohne Absetzwerkzeug ist die Umschlagmethode einfacher zu handhaben, Billigkabel mit dünnem Geflechtdrähten und geringer Geflechtbedeckung werden aber beim Aufdrehen des Steckers relativ schnell durchtrennt. Bei KATHREIN wird der Aufdrehstecker zum Missfallen der Dibkom überproportional propagiert, KATHREIN vertreibt ansonsten auch die Kompressionsions-Stecker von Cablecon, welche mit ihrer Nitin-Beschichtung m. E. das Non-Plus-Ultra sind.

Laut AXING wird bei der Angabe des Schirmungsmaßes genauso betrogen wie beim LNB-Rauschmaß. Unabhängig davon, wie ehrlich eine 130 dB Schirmungsmaß-Angabe ist bleibt festzuhalten, dass die Kombination eines High-End-Kabels mit Schirmungsmaß-Kategorie A++ mit einem F-Aufdrehstecker widersinnig ist.

Jeder F-Stecker muss 100-tig zum Kabel passen. Wenn man die Haftung eines Aufdrehsteckers durch Geflechtsverdrillung verbesssern kann/muss, hat man einen falschen Stecker ausgesucht!!!
  Mit Zitat antworten
Alt 24.08.2009, 23:32   # 7
grimreaper
 
Benutzerbild von grimreaper
 
Registriert seit: 20.04.2007
Ort: Harz
Beiträge: 2.741
Zitat:
[...] sondern ohnehin nur noch Kompressions-Stecker zulässig.
Die spannende Frage ist ja nun: Ab wann merke ich denn Unterschied?
Nur weil man einen Unterschied messen kann, muss der ja nicht unter allen Umständen eine Rolle spielen...
  Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2009, 00:15   # 8
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
Zitat:
Zitat von grimreaper Beitrag anzeigen
Die spannende Frage ist ja nun: Ab wann merke ich denn Unterschied?
Wie schon erwähnt, für Satellit reicht ein zweifach geschirmtes A-Klasse-Kabel mit korrekt montiertem F-Aufdrehstecker zumeist aus. Aber zu dem 4-fach (!) geschirmten Kabel ist selbst ein mechanisch passender 7,8 mm-Aufdrehstecker fehl am Platz, weil er unter EMV-Gesichtspunkten als Sollbruchstelle anzusehen ist.
Zitat:
Zitat von grimreaper Beitrag anzeigen
Nur weil man einen Unterschied messen kann, muss der ja nicht unter allen Umständen eine Rolle spielen...
Aus der gleichen Nonchalance heraus werden ja auch heute noch noch von SCHWAIGER und Co. Unmengen ungeschirmter normwidriger Plastikstecker verkauft. Bis dass ein DECT-Telefon oder E-Netz-Handy in der Nähe ist...

Schlecht montierte F-Stecker sind heute die Fehlerquelle in BK-Netzen. Das fängt beim unsachgemäßen Absetzen der Kabel an und selbst für den in diversen Technischen Richtlinien geforderten Drehmomentschlüssel für die F-Stecker gibt es leider gewichtige Gründe.
  Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2009, 01:20   # 9
King W.
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von King W.
 
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Zitat:
Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
Ab und an startet auch heute noch die Fundi-Diskussion pro und contra Schirmumschlagen.
Das ist im Prinzip die gleiche Diskussion wie die von Zeit zu Zeit aufkommende Diskussion um das "beste" Betriebssystem: Linux oder Windows.

Wenn man es vernünftig macht, funktioniert beides ganz gut. Ich selbst verwende in der Regel 4-fach geschirmtes Kabel und die vergoldeten Aufdrehstecker. Den äußeren Schirm schlage ich um, die beiden Folien und den inneren Schirm schneide ich durch. Dann drehe ich den Stecker auf, und zwar so, daß die Innenisolierung mit dem inneren Loch bündig ist oder ganz leicht übersteht. Das hat den Vorteil, daß die Innenisolierung gegen den Schraubstutzen (z.B. des LNB) gedrückt wird und den Innenleiter zusätzlich schützt. Bislang bin ich damit ganz gut gefahren.
Zitat:
Laut Dibkom sind F-Aufdrehstecker schon lange technisch überholt, nach den Technischen Richtlinien der Kabelnetzbetreiber sind nicht mal mehr die deutlich besseren Crimp-, sondern ohnehin nur noch Kompressions-Stecker zulässig.
Dennoch sind die Aufdrehstecker für einen "Heimanwender", der sich seine SAT-Anlage selbst zusammenbauen möchte immer noch erste Wahl. Wer kauft sich schon für 5 oder 10 Anschlüsse eine Kompressionszange, um damit die Stecker zu montieren? Kabelnetzbetreiber hin oder her - wenn die Montage vernünftig gemacht wird, tun auch die Aufdrehstecker ihre Pflicht. Natürlich sollte man dabei nicht die billigste Flohmarkt-Qualität kaufen, die beim Hinsehen schon auseinanderfällt. Sonst ist die Enttäuschung vorprogrammiert.
Zitat:
Für Satelliten-Empfang reicht ein doppelt geschirmtes Kabel mit Schirmungsmaß nach Class A mit 85 dB fast immer aus. WISI hat vor Jahren messtechnisch nachgewiesen, dass sich mit nicht umgeschlagenem Geflecht in Verbindung mit den hauseigenen konisch ausgeformten DV-Steckern ein besseres Schirmungsmaß als bei umgeschlagenen Schirm und zylindrischer Steckerausformung ergibt.

Ob man Wisi wirklich trauen kann? Sie messen ihre eigenen Stecker nach ihrer eigenen Methode. Wer soll da schon gewinnen?

Anderes Beispiel: Wisi verkauft eine Antenne, die OA 85. Sie geben in ihrem Hauptkatalog auch 85 cm als Durchmesser an. Wie aber paßt der Öffnungswinkel (für Nicht-Insider: Das ist der Winkel, innerhalb dessen die Leistung der Antenne um nicht mehr als 3 dB abfällt) von 2,2° (Wisi-Angabe) zu einem Durchmesser von 85 cm? Wenn mich meine Rechenkünste nicht im Stich lassen, gehört zu diesem Öffnungswinkel eine 81 cm Antenne. Und wie sieht es mit der Verstärkung aus? Wisi gibt 37 dB bei 12 GHz an. Auch dieser Wert paßt nicht. Kathrein gibt beispielsweise für die neue CAS 80 einen Antennengewinn von 37,3 dB bei 11,70-12,50 GHz an. Verstärkt eine kleinere Antenne jetzt höher, als eine größere? Des Rätsels Lösung ergab sich beim Auspacken: Eine prima Antenne, mit Top-Verarbeitung und eigentlich ein würdiger Nachfolger für die nicht mehr produzierte TDE 88. Aber: von wegen 85er Antenne, beim Nachmessen ergab sich ein Durchmesser von unter 80 cm. Nun stimmen auch die technischen Angaben von Wisi. Nur welcher Teufel reitet die, ihre Antenne als 85er zu verkaufen? Haben die einen anderen Zollstock als ich? Haben die das wirklich nötig?
Zitat:
Durch die Vorteile der Crimp- und Kompressions-Stecker ist der Uraltdisput müssig. Für einen Laien ohne Absetzwerkzeug ist die Umschlagmethode einfacher zu handhaben, Billigkabel mit dünnem Geflechtdrähten und geringer Geflechtbedeckung werden aber beim Aufdrehen des Steckers relativ schnell durchtrennt. Bei KATHREIN wird der Aufdrehstecker zum Missfallen der Dibkom überproportional propagiert, KATHREIN vertreibt ansonsten auch die Kompressionsions-Stecker von Cablecon, welche mit ihrer Nitin-Beschichtung m. E. das Non-Plus-Ultra sind.

Wer die Kompressionsstecker von Kathrein herstellt, wußte ich bislang noch nicht. Danke für die Info. Die Stecker sind wirklich nicht schlecht. Mir gefallen auch die Stecker von Spaun (FKS 53) sehr gut. Schon probiert?

Wer "Billigkabel mit dünnen Geflechtdrähten und geringer Geflechtbedeckung" verwendet (Flohmarkt-Kabel) hat selbst Schuld und muß sich nicht wundern, wenn er Probleme bekommt. So teuer ist Kabel doch gar nicht, als daß man ausgerechnet hier sparen muß.
Zitat:
Laut AXING wird bei der Angabe des Schirmungsmaßes genauso betrogen wie beim LNB-Rauschmaß.

Korea-Norm halt. Die drucken einfach alles drauf, was der Kunde sehen will. Und wenn der Kunde 140 dB-Kabel verlangt, dann wird es eben angeboten. :vogel:
Kaufleute, noch dazu aus Fernost und Ehrlichkeit - das ist ein Kapitel für sich.
Zitat:
Unabhängig davon, wie ehrlich eine 130 dB Schirmungsmaß-Angabe ist bleibt festzuhalten, dass die Kombination eines High-End-Kabels mit Schirmungsmaß-Kategorie A++ mit einem F-Aufdrehstecker widersinnig ist.
Nicht unbedingt.
Ich gebe dir zwar Recht, daß der Aufdrehstecker nicht mit dem Schirmungsmaß eines Premium-Kabels mithalten kann, aber darauf kommt es auch nicht unbedingt an. Die "Störenfriede", die ein hoch abschirmendes Kabel verlangen, sind doch meist diese berüchtigten DECT-Telefone. Wenn nun eine Basisstation massiv HF-Umweltverschmutzung betreibt, so bedarf es halt der Gegenmaßnahme, sprich: hohe Abschirmung. Betrachten wir die Basisstation näherungsweise als punktförmigen Strahler, so breiten sich die Wellen kugelförmig aus mit der Folge, daß die Feldstärke mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt. In der Regel ist es aber so, daß das Telefon sich nicht direkt neben dem Receiver mit seiner F-Verschraubung befindet. Wohl aber kommt es häufiger vor, daß das Antennenkabel in der Nähe der Basisstation vorbeiführt. Deshalb kann es m.E. durchaus Sinn machen, hochwertiges Kabel zu verwenden, auch wenn Aufdrehstecker zum Einsatz kommen.
Zitat:
Jeder F-Stecker muss 100-tig zum Kabel passen. Wenn man die Haftung eines Aufdrehsteckers durch Geflechtsverdrillung verbesssern kann/muss, hat man einen falschen Stecker ausgesucht!!!
Oder ein falsches Kabel.
Der Stecker muß sich mit etwas Kraft, aber nicht mit roher Gewalt aufdrehen lassen. Dann werden auch die Drähtchen des Abschirmgeflechts kaum abgerissen und der gute Kontakt bleibt erhalten. Eins darf jedenfalls nicht sein, nämlich daß sich der Stecker nach dem Aufdrehen so ohne weiteres vom Kabel abziehen läßt. Wenn doch, ist was faul.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
  Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2009, 11:20   # 10
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen

Ob man Wisi wirklich trauen kann? Sie messen ihre eigenen Stecker nach ihrer eigenen Methode. Wer soll da schon gewinnen?
Die Messreihe wurde mit dem absolut verlässlichen System von Bedea durchgeführt, die Werte wurden seriös ermittelt.
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Kathrein gibt beispielsweise für die neue CAS 80 einen Antennengewinn von 37,3 dB bei 11,70-12,50 GHz an. Verstärkt eine kleinere Antenne jetzt höher, als eine größere? Des Rätsels Lösung ergab sich beim Auspacken: Eine prima Antenne, mit Top-Verarbeitung und eigentlich ein würdiger Nachfolger für die nicht mehr produzierte TDE 88. Aber: von wegen 85er Antenne, beim Nachmessen ergab sich ein Durchmesser von unter 80 cm.
Das Thema wäre einen eigenen Thread wert. Es wäre wünschenswert, wenn die Hersteller immer den kleinsten Durchmesser angeben würden. Aber wie die Praxis zeigt muss man eher vom umgekehrten Fall ausgehen. KATHREIN hat zur ANGA die CAS 80 als Nachfolger der CAS 75 herausgebracht. Wer denkt, dass die die CAS 80 größer ist liegt falsch, der Reflektor wurde kleiner! Man passt sich ohne Skrupel an, auch andere renommierte Hersteller verwenden den kleineren Durchmesser für das Nennmaß. Schon mal eine SATMAN 850 nachgemessen?
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Wer die Kompressionsstecker von Kathrein herstellt, wußte ich bislang noch nicht. Danke für die Info. Die Stecker sind wirklich nicht schlecht. Mir gefallen auch die Stecker von Spaun (FKS 53) sehr gut. Schon probiert?
Womit wir ebenfalls bei Nitin-beschichteten Cablecon-Steckern angekommen sind!
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Deshalb kann es m.E. durchaus Sinn machen, hochwertiges Kabel zu verwenden, auch wenn Aufdrehstecker zum Einsatz kommen.
Das ist aber eben schon lange nicht mehr Stand der Technik und daher nur für Selbstinstallationen von Laien tolerierbar. Ein Profi schuldet seinem Auftraggeber aber ein Werk nach den anerkannten Regeln der Technik und das heißt, dass heute im Normalfall Kompressions-Stecker zu verwenden sind.
Zitat:
Zitat von Dibkom Kabelnetz Handbuch

4.5.1 Steckerauswahl
Auf das Kabel aufzuschraubende F-Stecker werden heute in NE-4-Installationen nicht mehr verwendet, weil die meisten Kabelnetzbetreiber großen Wert auf hochwertige Sterckerverbindungen legen und jedes Risiko durch unsachgemäße Steckermontage ausschließen wollen,

Gecrimpte Stecker sind seit Jahren im Einsatz und haben gegenüber den geschraubten den Vorteil, dass sie wesentlich fester sitzen, ....

Die beste Lösung sind die verpressten Steckverbinder. Diese mögen zunächst als die teuerste Wahl erscheinen, die Mehrkosten sind aber schnell durch Vermeidung von Fehlern und den Aufwand für deren Beseitigung kompensiert.

4.5.3 Montage von F-Steckverbinder in Compressions-Technik
Als Hauptqualitätsmerkmale der Compressions-Technik sind die wesentlich besseren übertragungstechnischen Eigenschaften, die große Zugfestigkeit zwischen Kabel und Stecker sowie die hohe Feuchteresistenz zu nennen. Hervorzuheben ist vor allem die über den gesamten betriebsfrequenzbereich (besonders auch Rückweg) gewährleistete hohe Schirmungsmaß von weit über 100 dB
Wer am Antennenkabel spart ist nach einhelliger Ansicht selbst schuld. Warum nur setzt sich diese Erkenntnis angesichts eindeutiger Messergebnisse und Qualitätsvorteile bei den Kompressionssteckern so schwer durch? Mit Routine ist die Montage einfacher als mit Aufdrehstecker und mit den kostengünstigen PPC-Steckern auch nur unwesentlich teuerer:

http://www.kabeltec.com/pdf/kompression.pdf
http://www.kathrein.de/de/sat/produkte/doc/9362886.pdf
  Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2009, 11:51   # 11
KDSAT
 
Registriert seit: 28.03.2009
Ort: Mühlhausen/Thüringen
Beiträge: 9
Also eine Grundsatzdiskussion zum F-Stecker wollte ich nicht vom Zaun brechen

1. Ein Heimhandwerker wie ich bin, interessieren die Richtlinien der Kabelnetzbereiber überhaupt nicht mehr.

2. JAG hatte lediglich gefragt wie das passen soll diese Frage habe ich mir vor einigen Monaten auch gestellt und aus meiner Sicht beantwortet.

Für meine Installation habe ich mir die entsprechenden Produkte lange genug ausgesucht und trage somit das volle Risiko

Etwa 50 F-Stecker wurden bisher aufgeschraubt und funktionieren.
und sollte eine "Sollbruchstelle" auftreten, nun gut dann nehme ich einen neuen Stecker und montiere einen Neuen "Kabelreserven" vorausgesetzt.

Gruß
KDSAT
  Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2009, 13:49   # 12
JAG
Threadstarter
 
Registriert seit: 05.08.2009
Beiträge: 5
Hallo nochmal, hab sie jetzt aufgedreht und funktioniert alles bestens.

- Innenleiter ca 8 mm freigelegt
- Außenisolierung ca 6-8 mm abgetrennt
- und dann die Stecker aufgedreht

muss jetzt nur noch feintunen hab ca. 84 Signalstärke und 74 Signalqualität, welche Werte sind den akzeptabel ?

btw: Jetzt hab ich nen Muskelkater in den Händen.
  Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2009, 14:05   # 13
King W.
Team SAT-Technik
 
Benutzerbild von King W.
 
Registriert seit: 01.01.2006
Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
Zitat:
Zitat von JAG Beitrag anzeigen
muss jetzt nur noch feintunen hab ca. 84 Signalstärke und 74 Signalqualität, welche Werte sind den akzeptabel ?
Bei der Anzeige kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen.

Die Signalstärke ist nicht sonderlich interessant, solange der Signalpegel innerhalb der vorgeschriebenen Grenzen liegt. Die Signalqualität sollte möglichst hoch sein. Beim Feintuning die Antenne einfach so einstellen, daß sich die Signalqualität verschlechtert, gleichgültig in welche Richtung du sie drückst. Der Wert von 74 ist aber schon ganz OK - je nach Receiver und den Eigenarten der Anzeige.
Zitat:
btw: Jetzt hab ich nen Muskelkater in den Händen.
Das ist halt einer der Nachteile bei den Aufdrehsteckern.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
  Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2009, 19:41   # 14
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Das ist halt einer der Nachteile bei den Aufdrehsteckern.
Also dass sich Schreibtischtäter von Aufdrehsteckern Blasen an den Fingern einhandeln können war mir bekannt, aber jetzt auch noch gleich einen Muskelkater

Heute habe ich gerade mal 8 Kompressionsstecker auf uv-beständige schwarze Kabel PREISNER SK 2002 montiert. Bei der Kabeltype habe ich für jeden Verständnis, der Aufdreh-Stecker verwendet. So schnell wie die Kompressionsmontage bei weißen Kabeln flutscht, bei diesem störrischen Kabelmantel müssen Stecker und SK 2002 mit Föhn aufgewärmt werden und selbst dann ist es noch eine Quälerei!
  Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2012, 13:19   # 15
totto214
 
Registriert seit: 05.01.2012
Beiträge: 5
Hi und frohes neues Jahr!

Habe scheinbar auch ein Problem mit der Steckermontage am bisher nicht genutzten Kabel im Keller (andere Zimmer funktionieren).

Habe nur auf ARD zeitweise Empfang, schlecht und gestört. Pegel mit 70-80 von 100 recht hoch. Qualität meist bei Null. Wenn man am Kabel drückt/biegt, geht Qualität bis zu einer Minute auf 30-80 hoch, schwankt aber sehr stark.

Habe verschiedene Montagevarianten ausprobiert und erkenne keinen Fehler im Vergleich zu den Tips hier.

Kabel ist wie folgt aufgebaut: Außeniso, Geflecht, Folie, Geflecht, Folie, Inneniso, Seele, 120dB. Stecker sind zum Aufdrehen.

Kein Kontakt zwischen Seele und Stecker oder Geflecht. Kontakt Geflecht/Stecker scheint mir gut.

Zur Anleitung oben "Den äußeren Schirm schlage ich um, die beiden Folien und den inneren Schirm schneide ich durch. Dann drehe ich den Stecker auf, und zwar so, daß die Innenisolierung mit dem inneren Loch bündig ist oder ganz leicht übersteht. "
habe ich einige Fragen:

Schirm = Geflecht ?
Folie+Schirm durchschneiden = komplett abschneiden, so dass kein Kontakt zum Stecker ?

Was soll ich tun ?
  Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2012, 15:15   # 16
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
Hallo und nw welcome

Zitat:
Zitat von totto214 Beitrag anzeigen
Kabel ist wie folgt aufgebaut: Außeniso, Geflecht, Folie, Geflecht, Folie, Inneniso, Seele, 120dB.
Geiz ist geil, dann darf man wohl zum minderwertigen Kabel mit Alu-Geflecht kondolieren.

Wenn das Kabel kein CE-Zeichen und eine nachvollziehbare Class A/A+/A++ Einstufung hat, sind die 120 dB Schirmdämpfung lediglich vereinzelte Spitzenwerte.
Zitat:
Zitat von totto214 Beitrag anzeigen
Stecker sind zum Aufdrehen.
Aufdrehstecker sind schirmungstechnisch aus der Steinzeit der 60 Ohm-Kabel und Class B-Schirmdämpfung und an vierfach geschirmten Kabeln einfach fehlplatziert
Zitat:
Zitat von totto214 Beitrag anzeigen
Zur Anleitung oben "Den äußeren Schirm schlage ich um, die beiden Folien und den inneren Schirm schneide ich durch.
Die innere Folie sollte, das innere Geflecht muss Massekontakt haben! Die äußere Folie ist grundsätzlich abzusetzen, das äußere Geflecht ist je nach Steckerabmessung meistens auch abzusetzen, seltener kann es auch umgeschlagen werden.

Nur wenn das Kabel und der Stecker von den Abmessungen und dem Schirmungsmaß harmonieren, ist das keine Sollbruchstelle.
Zitat:
Zitat von totto214 Beitrag anzeigen
Dann drehe ich den Stecker auf, und zwar so, daß die Innenisolierung mit dem inneren Loch bündig ist oder ganz leicht übersteht. "
Die Innenisolierung darf nicht überstehen!
  Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2012, 16:01   # 17
totto214
 
Registriert seit: 05.01.2012
Beiträge: 5
Wieso sollte das Kabel ein Alu-Geflecht haben? Es hatte glaube ich eine Class A-Einstufung, aber ich kann mich an die Details nicht erinnern, ist etliche Jahre her...

Mit äußere Folie "absetzen" meinst Du, "abschneiden"?

Vielleicht liegt der Fehler in der Folie. Ich war immer der Meinung, dass das eine Art Isolierung ist und habe sie meist abgeschnitten.

Dürfen äußeres und inneres Geflecht Kontakt haben?
  Mit Zitat antworten
Alt 05.01.2012, 20:20   # 18
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
Zitat:
Zitat von totto214 Beitrag anzeigen
Wieso sollte das Kabel ein Alu-Geflecht haben?
Weil man Schirmungsmaß nach Class A+ mühelos mit einem zweifach geschirmte HQ-Kabel mit hoher Geflechtbedeckung > 80 % verzinntem Kupfer erreichen kann. Schon Class A reicht für Sat.-Betrieb vollkommen aus. Und mehr als ein Geflecht und zwei Folien verlangen nicht mal die Kabelnetzbetreiber für ihre interaktiven Rückkanal-Verteilsysteme

Vierfachschirmung hat entschieden mehr Nachteile als Vorteile, ist somit kropfunnötig und dient allein dazu ahnungslose Laien zu beeindrucken.
Zitat:
Zitat von totto214 Beitrag anzeigen
Mit äußere Folie "absetzen" meinst Du, "abschneiden"?
Jede Folie ist abzuschneiden, ansonsten bewirkt dies einen schlechteren Kontakt womit auch die Gefahr passiver Intermodulationen zunimmt.
Zitat:
Zitat von totto214 Beitrag anzeigen
Dürfen äußeres und inneres Geflecht Kontakt haben?
Ja, aber eine Geflechtlage mehr erfordert einen um 0,2 mm größeren Stecker-Querschnitt.

Gängige Kabeldurchmesser von F-Aufdrehsteckern lt. Transmedia-Katalog: 4,0; 5,0; 5,2; 5,5; 5,8; 6,0; 6,6; 6,8; 7,0; 7,4; 8,2 mm
  Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2012, 12:58   # 19
totto214
 
Registriert seit: 05.01.2012
Beiträge: 5
Erstmal sorry für die blöden Fragen und Danke für die Tips.

Du meintest ja, die innere Folie sollte Massekontakt haben.
Ist das so gemeint, dass ich sie zwar abschneide, aber sie über den Kontakt zum inneren Geflecht noch indirekt Kontakt zum Massekontakt des Steckers hat?

Das erscheint mir insgesamt logisch. Nur erkenne ich immer noch nicht, warum es nicht funktioniert.
So'n Mist.
Gibt es eine Erklärung, dass die Qualität kurzzeitig sehr hoch ist, wenn man am Kabel drückt? Außer, dass der Stecker schlecht montiert ist?

Es sind auch keine Störquellen in der Nähe oder sowas außer einer Steckdose in 50cm Abstand.
  Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2012, 14:55   # 20
Dipol
Team SAT-Technik
 
Registriert seit: 19.03.2007
Beiträge: 4.144
Zitat:
Zitat von totto214 Beitrag anzeigen
Du meintest ja, die innere Folie sollte Massekontakt haben.
Bei Crimp-, Kompressions- und Self-Install-Stecker ist der Kontakt zwangläufig gegeben, weil die Steckerhülse zwischen die Folie und das Geflecht geschoben wird. Indbesondere deswegen ist ha auch deren Schirmungsmaß besser.
Zitat:
Zitat von totto214 Beitrag anzeigen
Ist das so gemeint, dass ich sie zwar abschneide, aber sie über den Kontakt zum inneren Geflecht noch indirekt Kontakt zum Massekontakt des Steckers hat?
Die Folie dient der Abschirmung und leitet wesentlich schlechter. Manche Folien sind auch nur einseitig beschichtet. Darum:
Zitat:
Zitat von Dipol
Jede Folie ist abzuschneiden, ansonsten bewirkt dies einen schlechteren Kontakt womit auch die Gefahr passiver Intermodulationen zunimmt.
Nur bei absoluten Katastrophenkabeln mit spärlichstem Geflecht könnte bei Montage von F-Aufdrehsteckern das Umschlagen einer Folie sinnvoll sein, sofern diese beidseitig leitfähig ist und den Gleichstromwiderstand verringert. Ansonsten stets alle Folien abschneiden.
Zitat:
Zitat von totto214 Beitrag anzeigen
Gibt es eine Erklärung, dass die Qualität kurzzeitig sehr hoch ist, wenn man am Kabel drückt? Außer, dass der Stecker schlecht montiert ist?
Ein labiler Wackelkontakt kann durch schlechte Montage und bei empfindlicherem Alu-Geflecht auch durch Oxydationseffekte oder Geflechtbruch verursacht sein. Bei Alu-Billigkabeln sollte man deshalb nach jedem Abdrehen eines F-Aufdrehsteckers neu Absetzen, da jede Drehung eine Rasur des Geflechts bewirkt.
  Mit Zitat antworten

Alt 28.05.2012, 07:48 # --
News Flash
 
Benutzerbild von News Flash
 
 
 

Das könnte Dich auch noch interessieren:

Nicht fündig geworden? Dann ohne Anmeldung in unserem Gast-Forum nachfragen.

   
Antwort
Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 07:48 Uhr.