Umstieg von DVB-C auf Satellit - Anspruch: maximale Bildqualität


Alt 02.08.2009, 18:22   # 1
Schlaudi
 
Registriert seit: 02.08.2009
Beiträge: 2
Hallo zusammen, ich habe diesen Beitrag bereits in einem anderen Forum gepostet und würde gerne Eure Meinung zu meinem Problem hören bzw. Empfehlungen von Euch. Eine hochwertige neue Sat-Anlage ist mir äußerst wichtig. Vielen Dank für Eure Hilfe!


Hallo zusammen,

die Zeiten sind gekommen und der Löwe Arcada hat schön langsam immer mehr Aussetzer, um sich Gedanken eines Einstiegs in die Welt von DVB-S inkl. HDTV Empfang zu machen. Ich lese schon immer wieder mal einige Zeit hier mit, allerdings bin ich auf dem Satellitengebiet ein Newbie.

Ich habe mich die letzten Tage verstärkt mit dem Thema auseinandergesetzt (Pioneer Plasma LX5090D, Sat-Empfang, Verkabelung, Sat-Receiver etc.) und bräuchte von den Profis hier einige kleine Hilfestellungen bzw. Kaufempfehlungen. Ich danke Euch schon vorab für Tipps. Ziel soll ein perfekter Sat-Empfang mit bestmöglicher Hardware sein - Kosten spielen keine Rolle. Ich habe äußerst hohe Ansprüche in Sachen Qualität (Hifi) und möchte nun auf den neuesten und hochwertigsten Stand gebracht werden. Die Anlage wird selbst montiert und die Spiegeljustage inkl. Einmessen (Bitfehlerrate etc.) lasse ich von einem Fachmann machen.

Als Sat-Receiver habe ich mir die Dreambox DM 8000 HD überlegt, da in diversen Tests das SD-Bild immer als Referenz angegeben wurde und vom sonstigen Funktionsumfang ideal ist. Ein hochwertiger Scaler wäre die zweite Überlegung, soll aber vorerst noch aussen vor gelassen werden. Die SD-Bildqualität sollte auf Grund der meisten Nutzung (ca. 95%) ganz im Vordergrund stehen.

So und nun zur eigentlichen Sat-Anlage, bei der ich eigentlich nur Astra 19,2° empfangen möchte. Die restlichen Sender auf anderen Satelliten sind mir egal, da nur deutschsprachige Sender empfangen werden sollen.

1.) Schüssel: Ich habe mit meinem Nachbarn gesprochen, der mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass eine große Schüssel (z.B. CAS-120cm Kathrein) schwieriger auf den Satelliten zu justieren sei, da der Brennpunkt auf den LNB kleiner sei. Er empfehle daher maximal 100cm (z.B. Gibertini OP100L). Was ist an dieser Sache dran und welche Spiegelgröße (in Hintergedanken und bestmöglichen Empfang) und Hersteller/Typ könnt ihr mir empfehlen?

2.) LNB: So wie ich das den Fachzeitschriften und co. entnommen habe, sollte auf einen LNB geachtet werden, der ein möglichst niedriges Rauschmaß und Bitfehlerraten aufweist. Welche Empfehlung an einen Quattro-LNB (zum Anschluss an Multiswitch) könnt ihr empfehlen? Die Zeitschrift "DigitalFernsehen" hat soeben einen Test über vier LNB's, dessen Hersteller mir als Newbie natürlich kaum etwas sagen. Allerdings wird der Inverto Black-Ultra-Quattro-LNB als Referenz angepriesen. Ist dies so oder gibt es einen noch besseren?

3.) Multiswitch: Der Markt bei den Multiswitches ist mir ehrlich gesagt auch sehr neu und unbekannt. Allerdings lese ich immer wieder von Spaun und Kathrein. Leider habe ich keine aussagekräftigen aktuellen Tests gefunden die ein weiteres Referenz Gerät empfehlen. Fakt ist, dass ich ein MS mit 8 Ausgängen benötige (meine Anforderung) und evtl. noch ausbaufähig (kaskadierbar?) ist. Ah ja, kein Unicable Gerät! Im Internet steht, dass Spaun noch etwas hochwertigere MS herstellt?!

4.) Verkabelung: Aus dem High-End Hifi (Burmester und co.) Bereich ist mir bestens bekannt, dass höchstwertige Kabel eine entscheidende Klangverbesserung bringen. Um die Kette der perfekten Sat-Anlage zu vervollständigen, soll natürlich auch hier nicht gespart werden. Einziges Problem sind bei mir die leider recht dünnen Leerrohre in meinem Haus - hier muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Dennoch möchte ich nicht an einer geeigneten Kabelschirmung sparen. Hier ist das Schirmungsmaß und die Dämpfung entscheidend, soweit ich das mitbekommen habe. Wenn ich ein LCD99 (UV-beständig und 100db) oder LCD17 von LNB zu MultiSwitch nehme und dann ein LCD111(120db) vom Multiswitch zu den Endgeräten, ist das so richtig? Gibts ein noch besseres bzw. empfehlenswerteres?

Auf Anschlussdosen werde ich verzichten, also direkt verbunden von Multiswitch zu den Receivern, um Qualitätsverluste nochmals zu minimieren. Als F-Stecker suche ich mir noch eine hochwertige Ausführung. Wenn hier auch jemand noch eine Empfehlung hat, wäre ich sehr dankbar.

Vielen Dank für Eure Antworten und ich hoffe in den nächsten Wochen den Umstieg auf Satellit komplett geschafft zu haben.

Freundliche Grüße und ein sonniges Wochenende.

DANKE AN DEN USER KING W. !!! DEINE HILFREICHEN KOMMENTARE BEI ANDEREN USERN KONNTEN MIR BEREITS IN EINIGEN SACHEN SEHR WEITERHELFEN!
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Alt 02.08.2009, 18:41   # 2
SmilingBoy
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Ort: Brüssel
Beiträge: 754
Astra 19.2° ist in Deutschland sehr einfach empfangbar. Man braucht keine große Schüssel, und auch nicht das beste LNB. Die Bildqualität ist bei digital entweder perfekt - oder es ist kein Bild da. Eine größere Schüssel bringt da nur etwas mehr Schlechtwetterreserve. Größere Schüsseln sind aber tatsächlich schwieriger zu justieren, und müssen stabiler angebracht werden, da sie eine deutlich größere Windlast haben. Sie werden auch vom Wind eher mal verstellt. Ansonsten kann es auch vorkommen, dass eine große Schüssel kombiniert mit einem LNB mit hoher Verstärkung bei Astra 19.2° einen zu hohen Pegel liefert, der den Receivern übersteuert und zu Bildausfall führt. Viel hilft also nicht unbedingt viel!

An Deiner Stelle würde ich eine 75-80cm-Schüssel nehmen (z.B. die Triax TDA-78), das gibt Dir eine gute Schlechtwetterreserve. Geh nicht über 90cm. Zum Vergleich: Die meisten Schüsseln, die man so montiert sieht, sind 60cm-Schüsseln. In England werden sogar meistens 45cm-Schüsseln verwendet.

Nimm einfach ein Alps oder ein MTI LNB, damit fährst Du gut, und gibst nicht unnötig Geld aus.

Beim Multischalter ist Spaun erste Wahl. Ansonsten gäbe es noch Technisat oder FTE, die recht gut sind.

Kabel: Wie lang sind denn die Wege? Vierfach abgeschirmt sollte (wenn es geht) schon sein; diese Kabel sind aber auch mindestens 7mm dick.
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Alt 02.08.2009, 19:39   # 3
Schlaudi
Threadstarter
 
Registriert seit: 02.08.2009
Beiträge: 2
Vielen Dank SmilingBoy für die schnelle und verständliche Antwort. So kann ich mit Deiner Aussage auch etwas anfangen im Gegensatz zu anderen Foren! Wie ich schon geschrieben habe, ist mir zukunftssicherheit gepaart mit Referenzklasse Produkten sehr wichtig. Lieber einmal ein paar Euro mehr ausgeben und das perfekte Bild genießen, als später nochmals nachzuarbeiten.

Also das mit der Schlechtwetterreserve wäre mir schon sehr wichtig, da ich gerne bei Schnee und Regen dennoch einen sehr guten Empfang möchte. Gerade dann sitzt man ja vor dem TV im Gegensatz zu Sonnenschein und 30°C. Dann würde ich mich jetzt für eine 90cm Schüssel entscheiden (z.B. Kathrein CAS90) mit dem dazugehörigen UAS584 LNB. So bin ich an Deiner maximalen Empfehlung dran

Beim Multischalter werde ich dann zu einem Spaun greifen. Hier habe ich noch eine Frage bzgl. Pegelstärke, die auch gleich deine Frage bzgl. Kabellänge beantwortet: Die Kabellängen ab Multiswitch zu den Receivern (LNB=MS: 10 Meter) varieren zwischen 3 und ca. 13 Metern (insgesamt 7 Kabel). Wie wird hier der Pegel richtig eingestellt, dass die längste Leitung auch einen sehr guten Pegel hat? Oder sollten möglichst alle Leitungen gleich lang sein (würde sich theoretisch machen lassen)? Du hast geschrieben, dass der Receiver auch nicht übersteuert wird: Wäre das denn bei der CAS120 der Fall gewesen und wie kann man dem entgegenwirken?

Wie Du geschrieben hast, sollte das Kabel 4-fach geschirmt sein (auch wegen 4 DECT-Telefonen im Haus). Das LCD111 von Kathrein hat allerdings nur eine dreifach(?) Schirmung. Ist das denn genug oder ist ein anderes qualitativ hochwertiges Kabel empfehlenswert (Kabeldicke ist nach genauer Montageüberlegung kein Hindernis)?

Vielen Dank für Deine Antwort!
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