Reihenhaussiedlung - analog auf digital -> Herausforderung! ;)


Alt 08.06.2009, 18:05   # 1
michim
 
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Hallo,

ich bin neu hier im Forum und verblüfft, wie schnell und kompetent hier geholfen wird.
Ich habe schon ein bischen gestöbert und mir Gedanken gemacht, bin aber immer noch etwas unschlüssig, was am sinnvollsten ist.
Daher habe ich gedacht, ich wende mich mal an Euch, obwohl es doch ein etwas kompliziertes Szenario ist:
Wir haben in unserer Reihenhaussiedlung (Baujahr 2001) eine analoge SAT-Anlage mit Kopfstation. Diese verteilt das Signal mit einem einfachen Kabel an die Häuser. In den Häusern wird wiederum auf 5 Dosen verteilt.
Es geht um 50+21 Häuser. Die 50 gehören zu einer Eigentümergemeinschaft. Die 21 sind zwar angeschlossen, haben aber wohl alle eine eigene Schüssel auf dem Dach, wäre also dankbar, wenn sie bei einer neuen Lösung außen vor bleiben. Auch von den übrigen 50 haben etliche kein Interesse an der gemeinsamen Anlage, da sie schon eigene Anlagen haben.

Es gab letztes Jahr bereits ein Initiative bzgl. der Umrüstung. Damals wurden 2 Varianten vorgeschlagen.
1. Digitale Kopfstation mit zusätzlichem 2. Kabel in die Häuser (ca. 50.000 € davon ein Großteil für das zusätzliche Kabel ca. 40.000 €)
2. Unicabel über bestehende Kabel (ca. 12.000 €)

Beide Varianten wurden verworfen, da die Kosten zu hoch bzw. das Interesse relativ gering war (s.o.).

Da wir mit der bisherigen Lösung ganz zufrieden sind, wollte ich mich da mal reinhängen, um zumindest einen Teil zu überzeugen.

Ich wollte zunächst mal klären ob meine bisheriges Verständnis korrekt ist. Es gibt m.E. 4 Varianten von denen 2 sofort ausscheiden:
1. Digitale Kopfstation
2. Multiswitche
3. Unicabel
4. Jeder eine eigene Schüssel (ist auch relativ einfach möglich, da Halterung und Leerrohr zum Verteiler in jedem Haus vorhanden ist)

Da die ersten beiden auf Grund der zusätzlich benötigten Leitung und der langen Wege zu hohe Kosten verursachen, scheiden sie wie gesagt wohl aus.
Ich hätte Interesse an der Unicabel-Lösung, falls das finanziell nicht viel teurer als eine eigene Schüssel ist. Wir benötigen nur Astra.

Nun meine Fragen:
- Welche Lösung würdet Ihr empfehlen?
- Falls doch alle mitchen würden (71 Häuser mit je 5 Dosen) wäre dann doch eine der ersten Varianten zu bevorzugen?
- Kann ich die Unicabel-Lösung so flexibel auslegen, das je nach Rückmeldung der übrigen Eigentümer mehr oder weniger mitmachen können bzw. später bei Eigentümerwechsel, wieder jemand "einsteigen" kann?
- Mit welchen Fixkosten wäre zu rechnen (LNB o.ä.?)?
- Wie hoch sind die Kosten pro Teilnehmer?
- Kann man die vorhandene Anlage parallel weiternutzen, bis analog komplett abgeschaltet ist?
- Mit welcher Variante kann ich auch HDTV empfangen?

Ich hoffe ihr könnt diesen Roman nachvollziehen und seid nicht schon beim lesen eingeschlafen...

Falls ich was vergessen habe bin ich natürlich auch für Hinweise dankbar.

Schon mal vielen Dank für Eure Hilfe!

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Alt 08.06.2009, 19:48   # 2
King W.
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Zitat:
Zitat von michim Beitrag anzeigen
Hallo,

ich bin neu hier im Forum und verblüfft, wie schnell und kompetent hier geholfen wird.
Na ja, wir tun, was wir können ...

Aber erst einmal Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru:

Um deine letzte Frage vorwegzunehmen: Eingeschlafen bin ich nicht, aber jetzt brauche ich einen nassen Lappen, mir raucht der Kopf.

Die digitale Kopfstation würde ich auch verwerfen wollen, nicht allein wegen des Preises, sondern auch wegen einiger Nachteile, die damit verbunden sind. Eine solche Kopfstation, gleich ob analog oder digital, setzt ja die Signale von den Satelliten in normale Fernsehsignale (FBAS) um, wie sie von jedem Fernseher empfangen werden können. Diese FBAS-Signale haben nur "normale" Bildqualität, ein HD-Empfang ist nicht möglich - und die Anzahl der empfangbaren Programme ist grundsätzlich auf das begrenzt, was die Kopfstation anbietet.

Daß damit nicht alle zufrieden sind, zeigt sich ja darin, daß schon viele eine eigene Schüssel haben.

Die Verteilung über Multiswitche wäre, falls technisch machbar, die sauberste Lösung. Hier kommt es natürlich darauf an, wie die Kabel verlegt werden können, und wie lang die Strecken sind. Die Anzahl der Teilnehmer, also max. 71, ist nicht das entscheidende Problem.

Unicable läßt sich dann problemlos machen, wenn von der Kopfstation aus wenigstens ein Kabel in jedes Haus geht. Dieses neue Unicable-System läßt den Betrieb von bis zu 8 voneinander unabhängigen Receivern an einem einzigen Kabel zu. Auf gut Deutsch: Nur, wenn die vorhandene Verkabelung so beschaffen ist, daß an einer Stammleitung nicht mehr als 8 Receiver betrieben werden müssen, oder die Verkabelung mit halbwegs vertretbarem Aufwand so umgebaut werden kann, ist Unicable möglich.

Etwas anderes ist die herkömmliche Einkabellösung. Hierbei wird aus den 4 "Bändern" des Astra ein einziges Band gemacht. Das geschieht, indem ein Band (Horizontal/Hochband) als Basis genommen wird, aus diesem Band werden weniger interessante Bereiche ausgeschnitten und dort Transponder von anderen Bändern eingefügt. Auf diese Weise ist es möglich, alle deutschen Programme (einschließlich Premiere und HD) auf ein Band zu packen. Eine bidirektionale Kommunikation ist damit nicht erforderlich und die vorhandene Kabelstruktur kann beibehalten werden.

Der Nachteil, daß bei einem Frequenzwechsel oder bei einer Neubelegung die Anlage umprogrammiert werden muß, oder ein neuer Kanalzug einzusetzen ist, relativiert sich bei so vielen Teilnehmern.

Noch ein weiterer Nachteil kann aber nicht verschwiegen werden: Die Bandbreite beträgt tatsächlich nur 1/4 dessen, was der Satellit hergibt. Für die deutschen Programme reicht das, aber ausländische Programme in nennenswerter Zahl sind damit nicht möglich.

Als letztes bleibt die Alternative "eine Schüssel pro Haus". Diesen Gedanken kann man aufgreifen und noch etwas erweitern zu "eine Schüssel pro Hausgruppe".

Spricht denn etwas dagegen, mit einer Schüssel und einem - sagen wir mal - solchem Multischalter 4 Familien mit je 4 Anschlüssen zu versorgen? Wenn mehrere Familien in einem Haus wohnen, oder mehrere Häuser dicht beieinander stehen, wäre diese Lösung doch auch gangbar, oder sehe ich da was falsch?

Bei einer so "dicken" Anlage hätte ich große Lust, mal vorbei zu kommen und mir das anzusehen, wenn es nicht allzu weit weg ist. Wo stehen denn die Häuser? (nächste größere Stadt genügt erst einmal)

So auf "blauen Dunst" hin irgend einen Betrag in den Raum zu stellen, ohne die Anlage genau zu kennen, halte ich für wenig seriös. Trotzdem: 50.000€ ist zu viel - eindeutig.

Schreib mal zurück, wie es weiter geht, es interessiert mich sehr. Wäre ein neuer Rekord für mich, bislang habe ich nämlich erst Anlagen für bis zu 40 Teilnehmer realisiert.
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Alt 09.06.2009, 09:35   # 3
michim
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Vielen Dank für die Antworten / Anregungen.
Also die digitale Kopfstation scheidet aus (HD sollte bei einer neuen Lösung auf jeden Fall möglich sein).
Ich muß mich allerdings korrigieren. Die billigere Lösung war eine "digitale Aufbereitung in DVB-C" (12.000 €). Die teure Lösung eine "Sat-ZF Anlage" (44.000 € davon ca. 20.000 € für zusätzliche Kabel - 4,8 km , Stecker, Wanddurchbrüche etc.).
Schüssel auf Hausreihe scheidet auch aus, da der Verteiler in den Keller eines Hauses und wiederum neue Kabel von Haus zu Haus inkl. Wanddurchbrüche legen müßten (wir haben Flachdächer). Dann schon lieber eine ganz eigene Schüssel.
Am interessantesten wäre wohl die Einkabellösung oder eben Unicable.
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Alt 09.06.2009, 13:36   # 4
King W.
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Zitat:
Zitat von michim Beitrag anzeigen
Die billigere Lösung war eine "digitale Aufbereitung in DVB-C" (12.000 €).
a) mit 12.000€ viel zu teuer, wenn die Infrastruktur (sprich: Kabel) schon gegeben ist
b) nicht HD-fähig, jedenfalls bislang noch nicht. Mir sind zwar Umsetzer von DVB-S auf DVB-C bekannt, jedoch kenne ich (bislang) noch keinen, der auch DVB-S2 auf HD-taugliches DVB-C umsetzt. Einen HD-tauglichen Kabelreceiver gibt es aber schon, den Humax PRHD-1000C.
Zitat:
20.000 € für zusätzliche Kabel - 4,8 km

Wollt ihr das Kabel in einer Apotheke kaufen?
Wenn ihr dieses Kabel nehmt, braucht ihr 48 Rollen. Das wären 2.832€, wenn ich richtig gerechnet habe. Bei einer derartigen Menge bekommt ihr natürlich Mengenrabatt, ein Preis von 2.500€ oder sogar noch etwas weniger dürfte da schon drin sein.

Von FTE gibt es übrigens spezielles, besonders dämpfungsarmes Erdkabel auf 300m Rollen. Das ist nicht einmal teurer, als das oben angegebene Kabel Bei Bedarf kann SEH dieses Kabel kurzfristig beschaffen.

Oder beziehen sich die 20.000€ auch auf den Arbeitslohn (Straße aufreißen, Kabel rein und wieder zumachen)? Dann könnte es vielleicht hinkommen.

Wenn Unicable gehen würde, wäre das natürlich optimal, das hängt aber von der Struktur der Verkabelung ab. Wenn sie so ist, daß an einer Stammleitung, d.h. an einer Leitung die von der Kopfstation abgeht, nicht mehr als 8 Receiver angeschlossen sind, funktioniert es, ansonsten nicht. Dann wäre vielleicht noch zu prüfen, ob die Struktur so umgebaut werden kann, daß die Bedingung erfüllt ist.

Die Einkabellösung funktioniert hingegen immer, d.h. bei jeder Topologie des Kabelnetzes. Es muß lediglich dafür gesorgt sein, daß die Verteiler, Abzweiger usw. für eine Frequenz bis 2.400 MHz geeignet sind. In der Regel sind das aber Pfennigartikel, verglichen mit dem übrigen Aufwand.
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Alt 09.06.2009, 14:18   # 5
michim
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King W. Du bist echt schnell

Ich habe mal noch ein paar zusätzliche Infos angehängt:
- Das Angebot mit den 2 Varianten
- Ein Schema der bisherigen Anlage, wobei mir da noch ein paar wichtige Infos fehlen (insbesondere die Verkabelung von der Anlage zu den Häusern). Da werde ich versuchen über unseren Verwaltungsbeirat schnellstmöglich etwas herauszufinden.

Ich denke das Kabel ist inkl. Verlegung, außerdem kommen ja noch so "Kleinigkeiten" wie Wanddurchbrüche hinzu.
Aber schau Dir das Angebot mal an.

Was mich bzgl. der Einkabellösung noch interessieren würde, wäre die Zahl der Programme und ab ungefähr wieviel Teilnehmern es sich rechnet (gegenüber Unicabel).

Außerdem wäre interessant, in wie weit wir in den Häusern Änderungen an der Verkabelung, den Dosen, dem Verteiler (Bild stimmt nicht) vornehmen müssen.
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf AngebotSat_clean.pdf (295,7 KB, 7x aufgerufen)
Dateityp: pdf Schema SatAnlage.pdf (48,3 KB, 6x aufgerufen)
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Alt 09.06.2009, 14:56   # 6
michim
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Die Anlage steht übrigens in Stuttgart, ist also wohl etwas zu weit, um es sich mal kurz anzuschauen...
Ich habe kann Dir aber mal 2 Links geben:
1. Zentriert auf die Schüssel (an Tiefgaragenabgang)
2. Die 50 Häuser. Wobei sich die zusätzlichen 21 oben anschiliessen (nicht alle sichtbar).
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Alt 09.06.2009, 15:35   # 7
King W.
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Das rechnet sich eigentlich sofort. Bei der Einkabellösung entfallen zumindest die aufwendigen Kabelarbeiten. Die allein sind teurer, als das Einkabelgerät selbst.

Wenn ihr dieses Gerät verbaut, könnt ihr damit nahezu alle deutschen Programme empfangen. Hier ist mal eine Liste, direkt von FTE. Auf Seite 4 sind die empfangbaren Sender angegeben. Zum Empfang sind ganz normale SAT-Receiver zu verwenden, z.B. die an anderer Stelle beschriebenen Smart MX 04 +.

Das eigentliche Problem habe ich aber schon angesprochen: Es steht nur ein Frequenzband zur Verfügung, mit maximal 30 Transpondern. Jeder Transponder kann so ca. 5-10 Sender übertragen. Ihr habt nun eine Astra/Hotbird-Anlage. Die macht Sinn, wenn außer den deutschen auch andere europäische Programme empfangen werden sollen. Ist das der Fall, d.h. leben in den Häusern auch Angehörige anderer Nationalitäten? In diesem Fall wäre eine aufwendigere Anlage erforderlich.

Da über die Anlage lediglich das SAT ZF-Signal übertragen wird, ist prinzipiell jeder Sender empfangbar, auch die verschlüsselten (mit entsprechendem Abo) und die HD-Sender. Ihr müßt euch nur einigen, welche 30 Transponder es sein sollen.

Das ganze Teil funktioniert nun folgendermaßen: Das Bauteil "FIF 200" bekommt von der SAT-Antenne den Bereich Hochband/Horizontal des Astra-Satelliten angeliefert. Das Signal wird aufbereitet, verstärkt und zum nächsten Bauteil, dem PFI 200 weitergeleitet. Dieses Bauteil schneidet aus dem Signal eine weniger wichtige Frequenz aus und fügt dort die Frequenz eines anderen Bandes ein, z.B. DSF auf 11.597, Vertikal. Dann gelangt das Signal zum nächsten PFI 200, der sich ebenfalls Platz verschafft und dort z.B. Viva auf 11.973 V einfügt. Der nächste PFI 200 macht dasselbe mit dem Transponder 10.744 H (Tiefband). Das so zusammengesetzte Frequenzband wird durch den letzten Baustein, den Verstärker APS 200 kräftig verstärkt und dann auf die Leitung gegeben. Von dort aus gelangt das Signal in die einzelnen Häuser. Das Ganze wird durch ein Netzteil FAL 205 mit Strom versorgt. Ändert sich nun eine Frequenz, so wird ein PFI 200 neu programmiert - und gut. Das ist in 10 Minuten von jedem technisch halbwegs begabten Menschen zu schaffen. Kommt eine Frequenz ganz neu hinzu, wird ein PFI 200 ergänzt. Das kostet weniger als 100€, verteilt auf alle Teilnehmer. Eigentlich also auch Peanuts.

Voraussetzung für das System ist natürlich eine einwandfreie und SAT-taugliche Verkabelung. Die Hirschmann-Verteiler müßten z.B. ersetzt werden, sie sind meines Wissens nur für Frequenzen bis 1000 MHz vorgesehen. Ist aber kein Akt: Passende Verteiler kosten nicht viel. Eventuell muß das Signal unterwegs noch einmal verstärkt werden, z.B. mit dem Verstärker SAM 1118 von FTE, für 30€.

Die Antennensteckdosen müßten auch gewechselt werden, aber bei einem Stückpreis von unter 5€ ist auch das zu verschmerzen.

Du siehst, es muß gar nicht unbedingt so teuer sein. Gerade bei sehr vielen Teilnehmern ist die Einkabellösung, so wenig geeignet sie auch bei sehr kleinen Anlagen ist, erste Wahl.
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Alt 09.06.2009, 15:56   # 8
King W.
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Zitat:
Zitat von michim Beitrag anzeigen
Die Anlage steht übrigens in Stuttgart, ist also wohl etwas zu weit, um es sich mal kurz anzuschauen...
850 km hin und zurück.

Das wären 100€ Fahrtkosten - und ich müßte irgendwo übernachten. Hin und zurück an einem Tag tu ich mir nicht an, bin schließlich nicht mehr der jüngste.

Prinzipiell aber kein Problem. Die Anlage interessiert mich jedenfalls.
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Alt 09.06.2009, 16:46   # 9
michim
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Das klingt alles schon mal ziemlich interessant!

Wenn ich das richtig verstanden habe lägen die Kosten bei 400 € geteilt durch die Anzahl der Teilnehmer + 10 € für Splitter + 5 € pro Dose?!

Das wäre ja genial günstig!

Was doch auf jeden Fall noch dazukommt ist die Umrüstung des/der LNBs?! Wieviel ist dafür zu veranschlagen?

Die ausländischen Sender sind eigentlich unwichtig, wäre aber vielleicht trotzdem interessant, wenn es problemlos machbar ist. Ich verstehe die Beschreibung in dem Link so, daß man nur ein weiteres Kit benötigt?!

Was noch ein Knackpunkt sein könnte wären die maximal 50 Reciever lt. Beschreibung bei SEH. Wenn plötzlich doch alle mitmachen wollen, könnte ja nur jeder 1 Reciever betreiben.

Ist es sicher, daß die Dosen gewechselt werden müssen, die haben nämlich zumindest 3 Anschlüsse (einer mit Gewinde - der ist doch für Sat, oder?)?
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Alt 09.06.2009, 18:37   # 10
King W.
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Zitat:
Zitat von michim Beitrag anzeigen
Das klingt alles schon mal ziemlich interessant!

Wenn ich das richtig verstanden habe lägen die Kosten bei 400 € geteilt durch die Anzahl der Teilnehmer + 10 € für Splitter + 5 € pro Dose?!

Das wäre ja genial günstig!
Na gut, das sind die reinen Materialkosten für das Gerät. Ganz sicher ist da aber auch noch einiges an Arbeit erforderlich, bis alles tadellos läuft. Das muß natürlich auch bezahlt werden. Allerdings - in fünfstellige Größenordnungen kommt ihr auf keinen Fall.

Zitat:
Was doch auf jeden Fall noch dazukommt ist die Umrüstung des/der LNBs?! Wieviel ist dafür zu veranschlagen?
Das sollte mit Umbau und neu einmessen nicht mehr als 100-150€ kosten.

Zitat:
Die ausländischen Sender sind eigentlich unwichtig, wäre aber vielleicht trotzdem interessant, wenn es problemlos machbar ist. Ich verstehe die Beschreibung in dem Link so, daß man nur ein weiteres Kit benötigt?!
Ein paar ausländische Sender vom Astra bleiben bei der Schnippelei und neu zusammenfügen ja noch übrig. Für Sender von anderen Satelliten sind auf jeden Fall weitere Module erforderlich. Aber die machen auch nichts anderes, als aus dem bestehenden Band etwas herausschneiden um dafür dort etwas anderes wieder einzufügen. Mehr Programme, als die 30 Transponder hergeben, bekommt ihr auf diese Weise jedenfalls nicht - nur andere
Zitat:
Was noch ein Knackpunkt sein könnte wären die maximal 50 Reciever lt. Beschreibung bei SEH. Wenn plötzlich doch alle mitmachen wollen, könnte ja nur jeder 1 Reciever betreiben.
Öhm, ist mir jetzt erst aufgefallen...
Es muß natürlich 500 heißen, da hat sich eine Null davongemacht. Etwas mehr, als 50 sollte man dieser Einkabellösung schon zutrauen. Die Dinger sind ja gerade für solche Fälle konzipiert: Empfang der wichtigsten Programme per Satellit ohne neu verkabeln zu müssen, bei großen bis sehr großen Anlagen.

Zitat:
Ist es sicher, daß die Dosen gewechselt werden müssen, die haben nämlich zumindest 3 Anschlüsse (einer mit Gewinde - der ist doch für Sat, oder?)?
Stimmt. Wenn schon SAT-taugliche Dosen liegen, ist das OK. Vermutlich sind das dann aber Dosen mit Gleichspannungsdurchgang, damit der Receiver darüber ein LNB oder Multischalter ansteuern kann. Diese Ansteuerung fällt bei einer Einkabellösung flach, denn jeder Receiver bekommt das gleiche Band.

Nun gibt es 3 Möglichkeiten:
1) Ihr verwendet Receiver, bei denen sich die LNB-Versorgung abschalten läßt
2) Ihr tauscht die Steckdosen gegen Einkabel-taugliche (das sind übrigens andere, als für das Unicable-System erforderliche)
3) Beste Lösung: Ihr schließt die Receiver über DC-Blocker (die werden an den Verteilern montiert) an. Dann kann es auch dann keine Probleme geben, wenn mal eine falsche Steckdose vorhanden ist und ein Receiver mit LNB-Versorgung angeschlossen wird.
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Alt 10.06.2009, 11:00   # 11
michim
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Ich würde die 3. Lösung mit den DC-Blockern bevorzugen!
Mich würde aber trotzdem interessieren, was passiert, wenn keine DC-Blocker vorhanden ist und jemand dort einen Receiver mit LNB-Versorgung anschließt.

Worüber ich mir schon Gedanken mache, seit ich mich etwas mehr mit dem Thema beschäftige ist folgendes:
Wenn ich nur Programme aus einer Lage (nur horizontal oder nur vertikal) haben möchte, müßte es doch reichen einen digital LNB an die vorhandenen Kabel anzuschließen.

Dieser Gedanke wurde jetzt durch Deine Ausführungen
Zitat:
Das Bauteil "FIF 200" bekommt von der SAT-Antenne den Bereich Hochband/Horizontal des Astra-Satelliten angeliefert. Das Signal wird aufbereitet, verstärkt und zum nächsten Bauteil, dem PFI 200 weitergeleitet. Dieses Bauteil schneidet aus dem Signal eine weniger wichtige Frequenz aus und fügt dort die Frequenz eines anderen Bandes ein,...
nochmals genährt.

Wenn ich das richtig verstehe , sind eh die meisten Programme auf Horizontal, mir würden also nur DSF, Viva etc. fehlen, oder?

Außerdem ist mir noch eingefallen, das ich völlig unterschlagen habe, daß an dem Mast mit der Schüssel noch eine terrestrische Antenne angebracht ist. Diese läßt sich doch bei einer Unicabel-Lösung mit einschleifen, oder?
Und wie ist es bei der vorgeschlagenen Einkabel-Lösung?

Wie ist es eigentlich mit der bestehenden Anlage, müssen wir die zwingend abschalten, oder kann man das Signal auch irgendwie einschleifen?
Es wäre ja echt praktisch im Wohnzimmer richtig schön HD schauen zu können, aber trotzdem im Schlafzimmer den kleinen alten Röhrenfernseher ohne Receiver betreiben zu können.

Fragen über Fragen... Ich hoffe es nervt nicht langsam!

Ich komme aber immer mehr zu dem Schluß, daß ohne Kenntnis der bestehenden Verkabelung und Komponenten, eine genaue Planung sehr schwierig ist... vielleicht kann ich ja heute Abend mal jemand vom Verwaltungsbeirat erwischen...
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Alt 10.06.2009, 15:44   # 12
King W.
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Zitat:
Zitat von michim Beitrag anzeigen
Ich würde die 3. Lösung mit den DC-Blockern bevorzugen!
Mich würde aber trotzdem interessieren, was passiert, wenn keine DC-Blocker vorhanden ist und jemand dort einen Receiver mit LNB-Versorgung anschließt.
Schwer zu sagen. Dem Gerät wahrscheinlich nicht viel, bei einem Receiver. Allerdings wird - außer bei der Einkabellösung - über die Betriebsspannung des LNB auch die Polarisation gesteuert, und über eine zusätzliche 22 kHz Spannung von Tief- auf Hochband umgeschaltet. Bei mehreren Receivern wird es dann sicher vorkommen, daß einige 14V (für vertikal), andere 18V (für Horizontal) und noch einige Receiver 22 kHz für Hochband abgeben und diese Spannungen nutzlos im Netz vagabundieren. Im schlimmsten Fall könnten die angeschlossenen Receiver beschädigt werden.
Zitat:
Worüber ich mir schon Gedanken mache, seit ich mich etwas mehr mit dem Thema beschäftige ist folgendes:
Wenn ich nur Programme aus einer Lage (nur horizontal oder nur vertikal) haben möchte, müßte es doch reichen einen digital LNB an die vorhandenen Kabel anzuschließen.
Theoretisch ja. Wenn du z.B. das Signal Horizontal/Hochband von einem Quattro-LNB nimmst und es kräftig verstärkst, könntest du es in das Netz einspeisen. Trotzdem muß das Netz SAT-tauglich gemacht werden, d.h. es muß für Frequenzen bis 2.400 MHz ausgelegt sein.
Zitat:
Wenn ich das richtig verstehe , sind eh die meisten Programme auf Horizontal, mir würden also nur DSF, Viva etc. fehlen, oder?
Mittlerweile fehlen auch Arte, Phoenix, eins extra, eins plus und eins festival. Vermutlich werden es noch mehr und vor allen Dingen HD-Sender, wenn die Analogprogramme abgeschaltet werden. Das wird vermutlich 2010, spätestens aber 2012 passieren. Die freiwerdenden Transponder, allesamt im Tiefband, werden dann wieder neu belegt. Auf Astra wird dann ein heftiges "Stühlerücken" stattfinden und es kann nicht sichergestellt werden, daß alle Sender dann noch da sind, wo sie sich jetzt befinden. Einfach nur eine Ebene einzuspeisen, kann deshalb nur als äußerste Notlösung gelten.
Zitat:
Außerdem ist mir noch eingefallen, das ich völlig unterschlagen habe, daß an dem Mast mit der Schüssel noch eine terrestrische Antenne angebracht ist. Diese läßt sich doch bei einer Unicabel-Lösung mit einschleifen, oder?
Und wie ist es bei der vorgeschlagenen Einkabel-Lösung?
Das funktioniert auch. Das Einkabelgerät selbst bietet diese Möglichkeit zwar nicht, aber dafür gibt es Einschleusweichen.
Zitat:
Wie ist es eigentlich mit der bestehenden Anlage, müssen wir die zwingend abschalten, oder kann man das Signal auch irgendwie einschleifen?
Es wäre ja echt praktisch im Wohnzimmer richtig schön HD schauen zu können, aber trotzdem im Schlafzimmer den kleinen alten Röhrenfernseher ohne Receiver betreiben zu können.
Siehe oben.
Zitat:
Ich komme aber immer mehr zu dem Schluß, daß ohne Kenntnis der bestehenden Verkabelung und Komponenten, eine genaue Planung sehr schwierig ist...
Da hast du allerdings Recht.
Gibt es denn irgendeinen Verkabelungsplan, also einen Plan, wo die einzelnen verbauten Komponenten aufgeführt sind? Dann könnte man vorher eine Pegelberechnung machen, danach die einzusetzenden Komponenten bestimmen, um hinterher keine bösen Überraschungen erleben zu müssen.
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Alt 10.06.2009, 16:10   # 13
michim
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Zunächst nochmal

Zitat:
Mittlerweile fehlen auch Arte, Phoenix, eins extra, eins plus und eins festival. Vermutlich werden es noch mehr und vor allen Dingen HD-Sender, wenn die Analogprogramme abgeschaltet werden.
Bekomme ich da mit der Einkabel-Lösung nicht auch Probleme?
Ich habe es so verstanden, daß man mit dem ProfiKit Plus maximal 3 Transponder umwandeln kann (allerdings beliebige)?!
Wenn jetzt die Programme dummerweise so umverteilt werden, daß ich aus 4 Transpondern Programme haben möchte, muß ich die Anlage doch erweitern.
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Alt 10.06.2009, 16:27   # 14
King W.
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Zitat:
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Zunächst nochmal



Bekomme ich da mit der Einkabel-Lösung nicht auch Probleme?
Ich habe es so verstanden, daß man mit dem ProfiKit Plus maximal 3 Transponder umwandeln kann (allerdings beliebige)?!
Wenn jetzt die Programme dummerweise so umverteilt werden, daß ich aus 4 Transpondern Programme haben möchte, muß ich die Anlage doch erweitern.
Richtig. Das ist der Nachteil der Einkabellösung. FTE bietet deshalb auch Geräte an, die in das Basisband bis zu 9 Transponder anderer Herkunft einbauen können.

FTE schreibt wörtlich:
Zitat:
Zitat von FTE Maximal
Natürlich kann auch die Grundplatte jederzeit gewechselt werden, um weitere Steckplätze und damit Raum für Ergänzungen zu schaffen. Auch individuelle Lösungen mit bis zu 30 Transpondern sind mit dem modularen PFI-System möglich.
Siehe hier.

Ihr müßt also keine Angst haben, daß ihr in wenigen Jahren wieder umbauen müßt; daß die Anlage aber bei Frequenzwechseln umprogrammiert und eventuell ergänzt werden muß ist sicher richtig, aber angesichts der Größe der Anlage und des vergleichsweise geringen Preises wohl zu verschmerzen.
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Alt 10.06.2009, 17:04   # 15
michim
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Ihr müßt also keine Angst haben, daß ihr in wenigen Jahren wieder umbauen müßt; daß die Anlage aber bei Frequenzwechseln umprogrammiert und eventuell ergänzt werden muß ist sicher richtig, aber angesichts der Größe der Anlage und des vergleichsweise geringen Preises wohl zu verschmerzen.
Dann paßt es!
Die Zukunftsicherheit und die HD-Fähigkeit sind für mich die entscheidenden Kriterien. Die Anzahl der Sender liegt derzeit eh unter 30 und genutzt werden - zumindest von uns - maximal 20 davon 10 äußerst selten.
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