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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Hallo Peter, Für große Wohnanlagen gibt es in der Tat Einkabelsysteme, nicht nur von Polytron, sondern z.B. auch von FTE. Diese funktionieren folgendermaßen: Von allen zu empfangenden Satellitenbändern wird eins sozusagen als Basisband ausgewählt. Falls hauptsächlich deutsche Programme gefragt sind, ist das Hochband/Horizontal vom Astra. Anschließend werden aus diesem Band weniger wichtige Frequenzbereiche herausgefiltert und durch Transponder von anderen Bändern oder sogar anderen Satelliten ersetzt. Das auf diese Weise zusammengesetzte neue Band wird über das bestehende Kabelnetz verteilt. Dabei müssen lediglich die Komponenten (Verteiler, Verstärker usw.) für Frequenzen bis 2,4 GHz tauglich sein. Das so zusammengesetzte Signal wird zunächst hoch verstärkt und dann auf das Kabelnetz gegeben. Zum Empfang ist jeder SAT-Receiver geeignet. Einzige kleine Einschränkung: Der Receiver darf keine Betriebsspannung für das LNB abgeben. Wenn sich diese nicht abschalten läßt, muß der Receiver über einen DC-Blocker angeschlossen werden. Selbstverständlich können auch HD-Receiver, Twin-Receiver usw. genutzt werden, kurz, alles, was der Markt zu bieten hat. Eine solche Einkabellösung eignet sich für Anlagen bis ca. 500 Teilnehmer. Die Vorteile: Die bestehende Kabelstruktur kann, ggf. nach ein paar kleinen Änderungen, beibehalten werden. Für große und sehr große Anlagen ist dies mit Abstand die preisgünstigste Art, die SAT-Signale zu verteilen. Dem stehen ein paar Nachteile gegenüber: Die Receiver können nicht mehr individuell wählen, was gesehen werden soll, sondern bekommen alle das Einheitsband. Bei geschicktem Aufbau sind aber zumindest alle deutschen Programme empfangbar. Auf einem Band ist für ca. 30 Transponder Platz, jeder Transponder kann, je nach Datenrate und Bildqualität, ca. 5 - 10 Programme übertragen. Das reicht für mindestens 150 Programme. Aber, wie gesagt, es steht insgesamt nur ca. 1/4 der Kapazität eines kompletten Satelliten zur Verfügung. Als weiterer Nachteil ist die mangelnde Flexibilität zu nennen. Bei einem Transponderwechsel oder Neubelegung muß die Anlage umprogrammiert, oder sogar ergänzt werden. Solch eine Ergänzung schlägt pro Modul mit ca. 300€ zu Buche, das ist aber bei 140 Teilnehmern wohl zu verschmerzen. Ich denke, so ab ca. 50 Wohneinheiten ist das ideal. Für wenige Wohnungen, du schreibst so ca. 8 - 10, gibt es andere Möglichkeiten. Was nun konkret gemacht werden kann, hängt davon ab, wie die Verkabelung aussieht und ob sie geändert werden kann. Ideal wäre eine Sternverteilung, d.h. zu jeder Wohnung gehen, von einem zentralen Punkt aus, so viele Leitungen, wie Receiver angeschlossen werden sollen. Dann nimmt man einfach einen großen Multischalter, z.B. diesen hier und schließt die Antenne und die Teilnehmerleitungen daran an - fertig. Bei 10 Wohnungen mit je 2 Anschlüssen hat dieser Schalter sogar noch einiges an Reserve. Bei gutem Kabel können die einzelnen Längen durchaus 40 - 50m betragen. Ist eine solche Verkabelung nicht gegeben und auch nicht mit vertretbarem Aufwand herzustellen, bleibt noch die Möglichkeit, eine Unicable-Anlage aufzubauen. Das Herz einer solche Anlage ist ein Router, der nur einen Ausgang hat. Dort kann dann ein Teilnehmerkabel (mit maximal 8 Dosen) angeschlossen werden. An dieses Kabel können bis zu 8 Receiver (wobei Twin-Receiver doppelt zählen) angeschlossen und unabhängig voneinander betrieben werden. Reichen diese 8 Anschlüsse nicht, kann der Router mit einer oder 2 Kaskade(n) ergänzt werden, für je weitere 8 Anschlüsse. Die Vorteile: Die bestehende Verkabelung kann in der Regel so bleiben, lediglich die Antennensteckdosen sind gegen unicable-taugliche Dosen zu tauschen. In die jeweils letzte Dose eines Strangs kommt ein Abschlußwiderstand. Die Receiver können, obwohl sie am gleichen Kabel hängen, unabhängig voneinander betrieben werden. Die Nachteile: Es ist etwas teurer, als eine Verteilung per Multischalter, die Receiver müssen unicable-tauglich sein, wobei ein einziger falscher Receiver den gesamten Strang lahmlegen kann. Eine solche Anlage erfordert von den einzelnen Teilnehmern etwas Disziplin. Die vorgegebenen Kanäle und Empfangsfrequenzen dürfen nicht eigenmächtig geändert werden. Werden diese Punkte eingehalten, funktioniert solch ein Unicable-System tadellos. Soviel zu den technischen Möglichkeiten. Zum Empfang kann ich nicht viel sagen, es wurde hier im Forum aber schon berichtet, daß der Astra-Empfang in Moskau mit einer 1,40m Antenne durchaus möglich ist. Natürlich sollte ein sehr leistungsfähiges LNB verwendet werden. Hier bietet sich in erster Linie das Hirschmann Quattro oder eventuell das Invacom Quattro an. Damit sollte es keine Probleme geben. Schreib mal zurück, wie es weiter geht, es interessiert mich. P.S. SEH liefert selbstverständlich auch nach Rußland und erledigt auch die Versandformalitäten. Wenn du willst, kannst du bis auf die Antenne alles dort beziehen. Eine Antenne dieser Größenordnung kann nicht mehr normal per DHL verschickt werden und der Versand per Spedition ist einfach zu teuer. Am besten, eine entsprechend große Antenne vor Ort erwerben.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| Registriert seit: 02.11.2009
Beiträge: 4
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Wieder zurück von der Reparatur? Ich wärte Dir für die versprochene Antwort sehr dankbar. Ich brauche das morgen für eine Besprechung. Beste Grüße, StPete | |
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wurden. Meine Idee wäre der Einsatz eines programmierbaren Einkabelsystems (z. Bsp. Polytron TSM1000) und umsetzen der benötigten deutschen Digitaltransponder in den Sat-ZF-Bereich. Des weiteren sollen die vorhanden terrestrischen Antennen wieder mit eingebunden werden, und ein Empfang von DVB-T sichergestellt werden (leider nur öffentlich-rechtliche Sender da im Bereich Halle/Salle). Des Weiteren müssten bei dem Umbau natürlich alle Verstärker und Verteiler/ Abzweiger getauscht werden, die vorhanden sind nicht SAT-ZF geeignet. Auch müssten sicherlich alle Dosen getauscht werden. Digitalreceiver sind bei vielen Mietparteien vorhanden, welche alle ihre eigne Schüssel am Balkon haben. Dieser Schüsselwald soll verschwinden und durch den Umbau ersetzt werden. Meine Frage ist nun wer schon solche Umbauten erfolgreich gemeistert hat, ob es vielleicht noch ganz andere Lösungsansätze gibt und wer schon Erfahrungen mit Komponenten von Polytron gesammelt hat, oder mir andere Hersteller von programmierbaren Einkabellösungen nennen kann. Des weiteren bin ich auf der Suche nach einem Tool zur
