DVBS-Aufrüstung EFH; wie wären eure Praxistipps ?


Alt 18.05.2009, 15:33   # 1
Isomeer
 
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Erst einmal MOIN allerseits und Grüße vom Neuen

Bin per Google-Zufall hier reingestolpert und habe, nach diversen bereits gelesenen Infos hier noch einmal Bedarf an einer Bestätigung meiner Überlegungen oder natürlich auch nach besseren Ideen und Erfahrungen eurerseits.

Situation:
Ich nutze im Wohnzimmer überwiegend IPTV (aber derzeit auch DVB-S über eine 60er Schüssel) und im Rest des Hauses (Baumnetz ca. 25 Dosen) noch Kabel analog.
Ethernet ist im ganzen Haus vorhanden.

Jetzt wird auch im Rest des Hauses der Bedarf an besserer Qualität und mehr Programmen deutlich (Beamer, PCs der Kids haben SAT-Karten usw.).
Astra reicht völlig aus; Kabelanschluß kommt nicht weiter in Frage.
IPTV geht nicht wegen Bandbreitenthematik.
Das bestehende Baumnetz ist nicht änderbar (z.T im Estrich) und soll ggf. noch für DVBT&UKW verwendet werden; neues Sternnetz für SAT parallel ist aber machbar.

Die 60er Schüssel steht momentan bombenfest und einfach zugänglich auf dem Garagendach. Von dort komme ich zwar über kurzen Weg in´s Wohnzimmer, aber nicht so einfach zu den restlichen, neu ca. 8 erfoderlichen DVBS-Empfangsstellen.
Da müsste ich ca. 10m durch die Garage, dann 10m bis auf den Dachboden und von dort ggf. sternförmig über einen Versorgungsschacht zu den Zimmern. Maximale Länge wäre ca. 40m.

Die Antenne könnte ich zwar auch auf das Hausdach verfrachten, wäre aber später schwerer erreichbar, aufwändig und ich investiere dann lieber in gute Kabel, LNBs usw. statt in den Dach-Eingriff. Ich denke, bei 40m Kabellänge sollte das (die etwas entferntere Garage als Antennenstandort) die bessere Variante sein.


Frage 1: Multiswitch wohin ?
a) Besser in die Garage (stromversorgt, trocken, aber unbeheizt) 2m hinter die Antenne, dann 8*Kabel (20m-38m) zu den Empfängern ?
b) Besser auf den Dachboden ?
Vorteil: Kein Frost, zentraler Verteilpunkt für weitere, ggf. über die geplanten 8 Strippen hinausgehende Bedarfe. Weniger Kabel insgesamt, da ich nur mit 4-5 Leitungen von der Antenne bis zum Switch gehen muss.
Allerdings ca. 15-20m vom LNB bis zum Switch.
btw: Was ist eigentlich das Problem bei der Entfernung LNB/Switch ?
Die HF-Dämpfung kann es doch nicht sein; eher die H/V-Steuerspannung oder die Diseq-Signalisierung ? Also der rein ohmsche Anteil ? Gibt es da Grenzwerte ? Ließe sich dann ja berechnen…


Frage 2: Welche Antenne ?
Die Größe spielt keine Rolle, lieber etwas Reserven.
Die Qualität spielt eine Rolle, aber nur dann, wenn ich auch etwas davon habe. Ich habe selbst in den Anfangstagen der SAT-Technik (lange vor Astra...) mit 180cm-Segment(parabol)spiegeln angefangen, an der Massenmakterkteroberung mit Kathrein- und Fubaware selbst mitgebaut; dann die Aldi-/Baumarktszene nur noch passiv mitverfolgt.
Auch wenn ich qualitätsorientiert denke frage ich mich: Wenn ich mit Stehleiter und 10min Zeit einen Spiegel wechseln kann, reicht dann nicht eine 70€ / 120cm Stahlschüssel ?
Oder gibt es elektrische, relevante Unterschiede zwischen einem 120cm Billigteil und einer „Premiumantenne“ für 150-250€ ?
Wäre eine 125cm Gibertini der vielleicht beste Kompromiß ?

Frage 3: LNB ?
Die Dinger kosten nichts mehr, Frage wäre lediglich, mit welchem LNB die Leitungslänge bis zum Switch am ehesten zu meistern wäre.
Wenn nichts dagegen spricht, ein Inverto Black Ultra Quattro ?

Bin gespannt auf eure Anregungen (die gern auch kürzer als meine „Einführung“ ausfallen dürfen )) )
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Alt 18.05.2009, 17:18   # 2
SmilingBoy
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Also wenn Du Dich auf Astra 19.2° beschränkst, ist 120cm total überdimensioniert. Das macht die Einstellung deutlich schwieriger (kleinerer Einfallswinkel), die Schüssel ist schwerer und windanfälliger. Und was bringt Dir der Antennengewinn einer Riesenschüssel, wenn die sich dann bei starkem Wind leicht bewegt und dann das Signal trotzdem weg ist?

Ich habe ein 88cm-Schüssel für vier Satellitenpositionen, und die reicht dafür auch mit Wetterreserve noch aus. Bei mir sind es ca. 28m Kabel von LNB zu Receiver, und da ist noch ein DiSEqC-Schalter und eine Fensterdurchführung dabei, welche eigentlich nie so ideal ist. Trotzdem keine Probleme.

Eine größere würde ich an Deiner Stelle auch nicht nehmen, und schon gar nicht eine vom Baumarkt, weil wenn eine so große Schüssel nicht genau gearbeitet ist, bekommst Du eventuell gar kein Bild rein. Ich habe die 88cm-Schüssel von Triax, die ist jedenfalls gute Qualität. Eigentlich würde für Astra 19.2° auch die 78cm-Schüssel reichen.

Ich denke 20m von LNB zu Multischalter dürften kein Problem sein, ebenso die 20m von Multischalter zu Receiver.
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Alt 18.05.2009, 18:40   # 3
Isomeer
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Zitat:
Zitat von SmilingBoy Beitrag anzeigen
Also wenn Du Dich auf Astra 19.2° beschränkst, ist 120cm total überdimensioniert. Das macht die Einstellung deutlich schwieriger (kleinerer Einfallswinkel), die Schüssel ist schwerer und windanfälliger. Und was bringt Dir der Antennengewinn einer Riesenschüssel, wenn die sich dann bei starkem Wind leicht bewegt und dann das Signal trotzdem weg ist?
Danke für den Tipp !

Ich hatte es so gesehen: Für weniger Aufpreis kann man an keiner Stelle mehr Nutzen bekommen als an der Antenne selbst. Gerade wegen der etwas größeren Leitungsdämpfung zwischen LNB und Switch.

Mechanisch ist die Größe absolut kein Problem (steht windgeschützt zwischen Häusern in nur 3m Höhe).

Und: Klar, die Schüssel sollte natürlich nicht bei Wind gleich die Ohren anlegen. Das genaue Einstellen ist allerdings kein Thema, habe noch professionelles Equipment verfügbar.

Wenn allerdings nach allen Erfahrungen (die ich seit Jahren nicht mehr habe...) für die gegebenen Anforderungen auch zB eine 1m-Schüssel sicher ausreicht ist das genau der Grund, warum ich hier gefragt habe
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Alt 18.05.2009, 19:26   # 4
King W.
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Hallo Nachbar,

erst einmal Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru:

Die Idee, auf SAT umzusteigen und dem Kabel ade zu sagen, ist schon mal nicht schlecht.

Den Standpunkt der Antenne würde ich an deiner Stelle auf der Garage belassen, wenn sie dort sicher steht. 60 cm ist für eine Mehrteilnehmeranlage aber arg klein. 80-90 cm sind angemessen, alles darüber hinaus nur unnötig teuer und windempfindlich, ohne daß du einen wirklichen Vorteil davon hast. Die 88er Schüssel, auf die SmilingBoy verlinkt hat, ist schon ganz OK: nicht zu teuer und von guter Qualität, auf die der Hersteller 5 Jahre Garantie gibt. Die ersten, von mir aufgebauten Triax-Antennen stehen mittlerweile schon über 10 Jahre, bislang ohne Probleme.

Natürlich kann man das Ganze noch steigern: Die TDE 88 ist noch deutlich stabiler und läßt eine Lebensdauer von 25 Jahren oder noch mehr erwarten. Da an der Antenne nichts aus Kunststoff ist, hat sie auch ein entsprechendes Gewicht (ca. 10 kg) und erfordert eine sehr stabile Befestigung. In der Empfangsleistung unterscheidet sich die Antenne aber kaum von ihrem "kleineren Bruder". Ob du den Mehrpreis zahlen möchtest, entscheide bitte selbst.

Der Multischalter sollte allerdings auf den Dachboden. Den Grund hast du ja schon selbst genannt: Dort hast du einen zentralen Punkt für die weitere Verteilung. Bleibt noch die Frage nach der Größe: Bis zu 16 Anschlüsse gibt es Schalter von FTE. Vorteil dieser Schalter: Bei ordentlicher Qualität sind diese Schalter relativ günstig zu bekommen, günstiger jedenfalls, als ein entsprechender Schalter von TechniSat, Spaun oder Kathrein. Bei Spaun bekommt man Multischalter für bis zu 22 Anschlüsse. Werden noch mehr gebraucht, kann man kaskadierbare Schalter nutzen.

Zu der Frage nach den LNB's: Du hast recht, die Teile sind nicht mehr allzu teuer (Ausnahme: Kathrein). Recht gut bewährt haben sich die LNB's von MTI, Alps (sehr guter Wetterschutz) und besonders auch Hirschmann. Letztere verstärken höher, als üblich und werden individuell ausgemessen. Das Meßprotokoll wird mitgeliefert.
Satfreak hat über das Hirschmann-LNB mal geschrieben:
Zitat:
[...] Da denkst Du es fährt ein Rohrblitz durch das Kabel [...]
Kannst ja mal hier nachlesen. Ich selbst habe das Hirschmann-LNB auch schon verbaut und kann die Aussage nur bestätigen.
(auch wenn ich bis heute noch nicht wirklich weiß, was ein Rohrblitz ist)

Wenn du nicht unbedingt auf den Cent gucken mußt, ist Hirschmann erste Wahl, mit Alps oder MTI machst du aber auch nichts falsch.

Dringend abzuraten ist aber von den ausgesprochenen Billigangeboten, wie sie manchmal in ebay-shops auftauchen. Hier im Forum wurde schon einige male von Problemen damit gesprochen.

Bitte, investiere auch etwas in gutes Kabel: Das 4-fach geschirmte Klasse A Kabel ist bestimmt kein überflüssiger Luxus, sondern gewährleistet eine problemlose Signalübertragung auch über längere Strecken. Störungen von außen, z.B. durch Funktelefone, haben da keine Chance.

Die Sachen kannst du dir alle von SEH schicken lassen, oder auch selbst abholen, von Recklinghausen aus ist es ja nicht weit und du sparst die Versandkosten. Zu finden ist es auch ganz einfach: A42 bis Herne-Börnig, nach der Ausfahrt rechts, 6. Ampel links (die kleinen Fußgängerampeln bitte mitzählen) und dann nach ca. 500m das freistehende Haus auf der linken Seite. Übrigens: Netzwelt-Leser bekommen bei SEH noch etwas Rabatt, so ca. 4 - 5%, je nach gekaufter Ware. Einfach danach fragen.
__________________
Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


Nokia? Nein danke!
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Alt 18.05.2009, 20:17   # 5
Isomeer
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Danke euch, das geht ja ratzfatz hier !

Dann wäre die Einkaufsliste
  1. Die "kleine" 88er Triax
  2. Hirschmann-LNB
  3. 200m Kabel (klaro, da würde ich nie sparen!)
  4. 30 F-Stecker

Multiswitches habe ich hier aktuell noch zwei rumliegen (Triax TMS 5*6P neu und einen Tenstar (???)) 5*8 mit unbekannter Vergangenheit.
Für das Experimentalstadium sollten die reichen, oder spricht was dagegen ?

Den Weg nach Herne findet mein Navi sicher auch noch; ist ja kaum weiter als bis zur nächsten Packstation. Und da passen keine Satantennen rein

Leicht OT:
Gibt es eine Weiche oder einen Trick, mit der/dem ich DVBT ggf. parallel zum analogen Kabel in das Baumnetz einspeisen kann ?
Da sich DVBT hier ja im UHF-Bereich abspielt, wäre das doch denkbar. Verstärker ist ein VOS 135F, mit Entzerrung usw.
Ein eingangsseitiger, rückwärts betriebener 2fach-Verteiler (BK und DVBT) hat nix gebracht ausser Überlagerungen und wilde Schwingungen .
Kann aber auch sein, dass heutige F-Verteiler nur noch "ohmsche" Impedanzwandler sind und keine echten Trafos mehr haben. Vielleicht ginge es mit einem entsprechenden Bauteil, dann eben auch mit Entkopplung ?
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Alt 19.05.2009, 14:56   # 6
King W.
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Zitat:
Zitat von Isomeer Beitrag anzeigen
Ein eingangsseitiger, rückwärts betriebener 2fach-Verteiler (BK und DVBT) hat nix gebracht ausser Überlagerungen und wilde Schwingungen.
Logisch.

DVB-T, das Kabelfernsehen und das analoge terrestrische Fernsehen arbeiten im gleichen Frequenzbereich. Wenn du die zusammenschaltest, bekommst du auf jeden Fall Streß.
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Alt 19.05.2009, 17:08   # 7
Isomeer
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Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Logisch.

DVB-T, das Kabelfernsehen und das analoge terrestrische Fernsehen arbeiten im gleichen Frequenzbereich. Wenn du die zusammenschaltest, bekommst du auf jeden Fall Streß.
Analog terrestrisch ist klar, aber bei BK ?
Da ist doch bei 330 MHz/VHF schluß, und DVB-T geht -meines Wissens- hier erst bei 530 MHz/UHF los.

Müsste doch eigentlich schon über eine VHF/UHF-Mastweiche (habe ich vor 20 Jahren noch entsorgt ) klappen...
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Alt 12.02.2012, 10:17 # --
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