Neuaufbau Sat-Anlage - Kabelfragen


Alt 16.02.2009, 00:06   # 1
Nightwing
 
Registriert seit: 15.02.2009
Beiträge: 9
Hallo zusammen,

wir haben vor kurzen ein Haus (Neubau) gekauft und müssen uns nun u. a. um die Installaton einer Sat-Anlage kümmern. Die Komponenten machen mir weniger Sorgen (angedacht: 85er Antenne von Astro oder Gibertini, Quatro-LNB von ALPS oder TITANIUM, Multischalter von SPAUN) - anders sieht es da bei den Kabeln aus.

Vom Dachgeschoss geht ein Leerrohr in den Keller und von dort aus sind Leerrohre in die einzelnen Zimmer gelegt. Die Idee war nun vom DG in den Keller zu gehen (Kabellänge 12-18m), dort den Multischalter zu installieren und von dort dann die Kabel in die einzelnen Zimmer zu legen.

Da der Dachboden ausgebaut werden soll, muss ich in dem Leerrohr dort noch Platz für mindestens ein Koax- und ein CAT-5-Kabel haben. Wenn ich aber bereits vier 7mm Koax-Kabel im Leerrohr habe, könnte es eng werden. Ich habe dann im Netz ein 4-fach Koaxkabel (Durchmesser 17mm, die einzelnen Kabel 7mm, Dämpfung 100 DB) gefunden und würde jetzt gerne wissen, ob ich ein solches Kabel für die Verbindung zwischen LNB und Multiswitch nehmen kann, oder besser nicht nehmen soll.

Das zweite Problem ist dann das Wohnzimmer: Zwei 7mm Kabel passen theoretisch ins Leerrohr, aber auch hier würde ich lieber auf Nummer sicher gehen und ggf ein TwinKoaxkabel nehmen (2mal 4mm, aber nur doppelt geschirmt - leider keine Angaben zur Dämpfung). Die Kabellänge würde hier ca. 8m betragen.

Kann vielleicht jemand etwas zu den geplanten Kabeln sagen oder hat gar selbst Erfahrung damit gemacht? Gäbe es Alternativen?

Ich wäre für Erfahrungen und Tipps sehr dankbar.
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Alt 16.02.2009, 11:52   # 2
uwe c.
 
Registriert seit: 25.10.2008
Beiträge: 19
Hallo,

Zitat:
Zitat von Nightwing Beitrag anzeigen
...Die Idee war nun vom DG in den Keller zu gehen (Kabellänge 12-18m), dort den Multischalter zu installieren und von dort dann die Kabel in die einzelnen Zimmer zu legen.

Da der Dachboden ausgebaut werden soll, muss ich in dem Leerrohr dort noch Platz für mindestens ein Koax- und ein CAT-5-Kabel haben. Wenn ich aber bereits vier 7mm Koax-Kabel im Leerrohr habe, könnte es eng werden. Ich habe dann im Netz ein 4-fach Koaxkabel (Durchmesser 17mm, die einzelnen Kabel 7mm, Dämpfung 100 DB) gefunden und würde jetzt gerne wissen, ob ich ein solches Kabel für die Verbindung zwischen LNB und Multiswitch nehmen kann, oder besser nicht nehmen soll.

Das zweite Problem ist dann das Wohnzimmer: Zwei 7mm Kabel passen theoretisch ins Leerrohr, aber auch hier würde ich lieber auf Nummer sicher gehen und ggf ein TwinKoaxkabel nehmen (2mal 4mm, aber nur doppelt geschirmt - leider keine Angaben zur Dämpfung). Die Kabellänge würde hier ca. 8m betragen.
Ich möchte vorwegschicken, dass ich Dir Deine eigentliche Frage, ob das alternative Kabel funktionieren wird, leider nicht beantworten kann.

Ich wollte aber etwas zu den Begrifflichkeiten beisteuern:
Bei den 100dB handelt es sich - zum Glück - nicht um das, was man im allgemeinen mit Dämpfung bezeichnet. Bei Koaxialkabel sind zwei Werte wichtig: Zum einen das Schirmmaß oder auch Schirmdämpfung. Das ist der hohe Wert, mit dem meist geworben wird. Der besagt, wie gut das Kabel gegen Störsignale abschirmt. 100dB sind da auf jeden Fall ein guter Wert. Der andere Wert ist die eigentliche Dämpfung, auch Durchgangsdämpfung. Und das könnte eventuell Dein Problem darstellen. Angegeben wird diese in dB/100m. Sie besagt, wie viel von dem Signal, das auf der einen Seite eingespeist wird, an dem anderen Ende noch ankommt. Die Dämpfung ist sehr frequenzabhängig. Beim Kathrein LCD111 liegt sie z.B. im Frequenzbereich von 5 bis 2400 MHz zwischen 1 und 31 dB/100m. Bei 1000 MHz sind es 19,3 und bei 2150 MHz 29,3 dB/100m. Bei 18m Leitungslänge kommt Dein Signal also mit sehr gutem Kabel im ungünstigsten Fall mit ca. 5,3 dB weniger an.
Bei dem 4-fach Kabel wird die Durchgangsdämpfung aber erheblich größer sein und Dein Signal entsprechend gedämpfter im Keller ankommen. Und schwache Signale sind störanfälliger. Ein zweites Problem mit langen, dünnen Kabeln betrifft Dich zum Glück nicht: Die Receiver schalten mit der Versorgungsspannung auch die Polarisationsebene geschalteter LNBs um. Da kann schon mal die Spannung im Kabel verbraucht werden und das LNB schaltet nicht mehr. Da Du aber einen Multischalter und ein Quattro LNB planst, gibt es hier kein Problem. Bei meinem Spaun Schalter, kann man sogar die LNB-Versorgungsspannung einstellen.

Wie gesagt, ob das dünne Kabel bei Dir nun funktioniert oder nicht, können Dir besser die Praktiker beantworten. Sicherlich können die Dir auch ein LNB empfehlen, dass das Problem vielleicht schmälert.

Viel Glück

Uwe
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Alt 16.02.2009, 13:52   # 3
Nightwing
Threadstarter
 
Registriert seit: 15.02.2009
Beiträge: 9
Danke erstmal für die Infos! Einige (wenn auch dumm erscheinende Fragen hab´ ich aber immer noch:

Zitat:
Zitat von uwe c. Beitrag anzeigen
Bei 18m Leitungslänge kommt Dein Signal also mit sehr gutem Kabel im ungünstigsten Fall mit ca. 5,3 dB weniger an.
Bei dem 4-fach Kabel wird die Durchgangsdämpfung aber erheblich größer sein und Dein Signal entsprechend gedämpfter im Keller ankommen.
Aus welchem Grund ist die Durchgangsdämpfung hierbei größer?
Laienhaft gefragt: Macht es wirklich der Unterschied, dass die vier Kabel (einzeln abgeschirmt - nur eben nicht drei- oder vierfach) zusammen in einem Kuststoffmantel liegen? Oder liegt es dann "nur" an der Tatsache, dass die einzelnen Koaxkabel eben nicht dreifach/vierfach abgeschirmt sind?
Oder lieg´ ich damit wieder falsch und es liegt schlicht an der Länge des Kabels und seiner "minderen" Qualität?

Zitat:
Zitat von uwe c. Beitrag anzeigen
Wie gesagt, ob das dünne Kabel bei Dir nun funktioniert oder nicht, können Dir besser die Praktiker beantworten. Sicherlich können die Dir auch ein LNB empfehlen, dass das Problem vielleicht schmälert.
Dann kommen jetzt die Fragen an die Praktiker:

1. Könnte es mit dem Twin-Koaxkabel (zweimal 4mm) klappen, oder soll ich
versuchen doch lieber 2 einzelne 7mm Kabel in´s Leerrohr zu quetschen?
2. Hat jemand schon mit dem Vierfach-Kabel (vier 7mm Einzelkabel in einem
Mantel) Erfahrungen und falls ja: Über welche Entfernung?
3. Gibt es ein empfehlenswertes LNB, welches das Problem der höheren
Durchgangsdämpfung in meinem Fall ganz oder teilweise kompensiert?
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Alt 16.02.2009, 16:22   # 4
satfreak
 
Registriert seit: 04.01.2009
Ort: Randberlin
Beiträge: 51
Hallo Nightwing,

Herzlichen Glückwunsch zum Erwerb Eures Hauses

Dann wollen wir mal die Sat-Anlage installieren.

1. Wo soll denn die Antenne hin, auf`s Dach oder an die Wand?
Das ist aus Versicherungsgründen wichtig. http://www.blitzschutz.com/infos/dow...SatAnlagen.pdf
2. Wieviele Anschlüsse sollen es denn werden? Bitte an die Entwicklung der Kinder, Einzug der Eltern, Gästezimmer und die Sehgewohnheiten(Twinreceiver, Aufzeichnung von Sendungen) denken.

Zur Technik:

1. zur Antenne - die Auswahl ist o.k., wobei, Astro, ist baugleich Fuba Fuba DAA 850G Sat-Spiegel 85 cm Alu hellgrau: Amazon.de: Elektronik , bevorzugen würde. Erste Wahl wäre diese 0,88m, Triax, Alu, hellgrau, TDE-88 - Antennen - SEH Produkte Detail , bei Interesse bitte beeilen, wird leider nicht mehr produziert.

2. zum Multischalter(MS) - ziehe ich mal vor, merkst Du dann beim LNB. Spaun ist die Nr.1. Für max. 8 Teilnehmer empfehle ich diesen:5x 8, Spaun SMS-5808 NF - Multischalter - SEH Produkte Detail.
Der ist sehr sparsam und hat auch noch eine Standbyschaltung, dann ca. 3 Watt Verbrauch. Außerdem kann man daran ein Quad-LNB, bei Erhöhung der Teilnehmer über 4 anschließen, geht bei anderen MS nur mit Quattro. Für Multifeed und noch mehr Teilnehmer bitte auf die Homepage von Spaun oder mail. Die sind sehr kooperativ!.

3. zum LNB - mit ALPS machst Du nichts falsch. Die sind gut beim Empfang und schlank in der Bauart, günstig für Multifeed. Wenn es "nur" Astra 19,2 sein soll, dann dieses http://www.hirschmann-multimedia.de/Hirschmann%20Products/Satellite%20Components/Low%20Noise%20Converter.aspx?productId={956118B2-E232-4F89-8BFF-344AEAAE0C00}&Tab=0, Habe ich gerade selbst verbaut. Da denkst Du es fährt ein Rohrblitz durch das Kabel. Bei der von Dir geplanten Konfiguration würde es für 4Teilnehmer ausreichen, falls, wider erwarten nicht, kannst Du immer noch den oben erwähnten MS nachrüsten. Du könntest also unter Umständen sogar noch etwas(den MS) einsparen!

4. zum Kabel - generell würde bei den von Dir genannten Kabellängen die Anlage so funktionieren. Perspektivisch würde ich anders vorgehen. Ca. 2025 kommt die nächste neue TV-Sendenorm mit noch größeren Datenraten. Deshalb wird die Kabelqualität immer wichtiger! Dieses milan-berlin - Kathrein LCD 111 100m-Spule Kabel liegt bei mir im Keller und wartet auf seinen Einbau Die Qualität ist unbestritten Kathrein LCD 111 Test Digital-Kabel . Im Wohnzimmer wird der "wichtigste" TV stehen, deshalb bitte keine Experimente! Es gibt zwar dieses:
TechniSat Doppel-Mini-Coaxkabel, (100 dB) [0001/3022] gute Twinkabel, aber die Zukunft. Deshalb empfehle ich Dir diese Variante:https://www.xmediasat.com/shop/artik...et-xm27599.htm , das paßt auf jeden Fall, benötigt natürlich 2 Zuleitungen vom LNB oder MS.

Ich hoffe, Dir/Euch ein wenig geholfen zu haben

Mit besten Grüßen

satfreak
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Alt 17.02.2009, 05:05   # 5
King W.
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Zitat:
Zitat von satfreak Beitrag anzeigen
[...] Da denkst Du es fährt ein Rohrblitz durch das Kabel. [...]
Der ist gut, den muß ich mir merken.
(wenn ich auch nicht wirklich weiß, was ein Rohrblitz ist)

Ich selbst habe letzten Freitag auch eins verbaut, nämlich dieses hier, in Verbindung mit dieser Antenne. Der daran angeschlossene Vantage 8000S Receiver zeigte eine Signalqualität von 98%. Hier geht es kaum noch besser, denn für einen einwandfreien Empfang sind 30 - 35% Signalqualität schon vollkommen ausreichend. Die Signalstärke von 93% bringt den Receiver schon fast an die Grenze, wo er übersteuert wird.

Natürlich war auch die Bildqualität, in Verbindung mit einem großen Panasonic Plasmafernseher jenseits von gut und böse. Das glaubt man einfach nicht, wenn man es vorher noch nie gesehen hat.

Bei dem längeren Kabel ist das Hirschmann-LNB mit seiner hohen Verstärkung und dem niedrigen Rauschmaß ideal, auch wenn es etwas teurer ist. Du benötigst natürlich das Quattro, nicht das Twin.
Zitat:
Bei der von Dir geplanten Konfiguration würde es für 4Teilnehmer ausreichen, falls, wider erwarten nicht, kannst Du immer noch den oben erwähnten MS nachrüsten. Du könntest also unter Umständen sogar noch etwas(den MS) einsparen!
Bei den von dir genannten Kabellängen, wobei eventuell auch dünnes Kabel eingesetzt werden soll, kannst du die Lösung mit QUAD-LNB unter Verzicht auf den Multischalter vergessen. Der Grund: Die LNB's verbrauchen etwas Strom. Deshalb kann es passieren, daß von den 18V, die der Receiver abgibt, aufgrund des Kabelwiderstands nur 16V oder weniger am LNB ankommen. Das LNB schaltet aber über die Betriebsspannung die Polarisation: 18V entsprechen horizontal und 14V vertikal. Unter 16V kann das LNB nicht mehr auf horizontal umschalten, die zugehörigen Programme werden unzugänglich.

Ein Quattro-LNB hingegen gibt an jedem seiner 4 Ausgänge immer nur genau ein Band aus, unabhängig von der Versorgungsspannung. Damit sind auch Kabel mit einem relativ hohen elektrischen Widerstand kein Problem.

Zum Verbinden des LNB mit dem Multischalter kannst du bei einer Kabellänge von ca. 15m sogar ohne weiteres dieses Kabel verwenden. Der Vorteil hierbei sind die 4 farblich unterschiedlichen Leitungen dieses Kabels, das verringert die Gefahr von Verwechslungen. Die Dämpfung ist zwar etwas höher, als bei dem dickeren Kabel, das macht bei der relativ geringen Entfernung aber nicht viel aus. Bei der höchsten, normalerweise vorkommenden Frequenz beträgt die Dämpfung 45,3 dB auf 100m. Das macht bei 20m nur 9,6 dB aus. Ein normal dickes Kabel, z.B. das Kathrein LCD 111 hat knapp 30 dB unter gleichen Bedingungen, d.h. du hast eine Signaldämpfung um ca. 6 dB.

Der Unterschied macht nicht einmal 4 dB und wird durch die hohe Verstärkung des LNB locker wieder wettgemacht. Ich empfehle deshalb das Hirschmann-LNB in Verbindung mit dem dünnen 4 in 1 Kabel. Damit gibt es weder Platzprobleme im Leerrohr und auch keine Probleme mit einer eventuell zu hohen Kabeldämpfung.

Das Kabel vom Multischalter zu den einzelnen Abnehmern sollte natürlich auch von guter Qualität sein. Ich selbst verwende - wenn möglich - immer dieses 4-fach geschirmte Kabel. Die elektrischen Werte sind hierbei sogar noch geringfügig besser, als beim LCD 111 (in der Praxis kaum relevant).

Bei Platzproblemen kann aber durchaus auch dieses Doppel-Mini-Kabel genommen werden. Hier gilt das Gleiche, wie für das 4-fach-Kabel: Die Qualität stimmt, lediglich die Dämpfung ist etwas höher. Das begrenzt zwar die mögliche Länge, aber bei Entfernungen von max. 10 m vom Multischalter zum Wohnzimmer sind keine Schwierigkeiten zu erwarten. (Zum Vergleich: Mit dem 4-fach geschirmten Kabel habe ich bereits einmal eine Entfernung von 60m überwunden, davon ca. die Hälfte unterirdisch in einem Installationsrohr. Das geht mit dem dünnen Kabel natürlich nicht.)

Wie die Technik im Jahre 2025 aussehen wird, wissen wir jetzt noch nicht genau. Die Atmosphäre besitzt außer im Bereich um 3 - 4 GHz (C-Band) und 10,7 - 12,7 GHz (Ku-Band) auch im Bereich 40 - 50 GHz (U-Band) ein "Fenster", wo elektromagnetische Wellen passieren können, es sind aber, um diesen Bereich nutzbar zu machen, Sendeenergien erforderlich, die im Kilowatt-Bereich liegen - und zwar für jeden Transponder. Zum Vergleich: Ein Transponder auf Astra und anderen Satelliten sendet mit ca. 40 - 70W.

Ob es überhaupt jemals technisch möglich sein wird, kilowattstarke Transponder mit derartigen Frequenzen zu bauen, ist nicht sicher. Darauf würde ich, zumindest jetzt, nicht spekulieren. Und wenn sich in etlichen Jahren wirklich etwas tut, was das Auswechseln des Kabels erfordert, ist das ja auch nicht weiter tragisch, es liegen ja Leerrohre.

Die Idee mit dem Stacker ist im Prinzip nicht schlecht, in diesem Fall aber weniger gut geeignet. Der Stacker packt ja das Hoch- und Tiefband hintereinander auf das Kabel. Dadurch wird das Kabel mit Frequenzen bis deutlich über 3 GHz beansprucht. Nun hat aber jedes Kabel mit höherer Frequenz stark ansteigende Dämpfungswerte: Auf dieser Seite befindet sich unten eine Tabelle, die das verdeutlicht (Leistungsmerkmale anklicken).

Zwar reicht der Frequenzbereich bei der Tabelle nicht bis 3 GHz, es läßt sich aber unschwer erahnen, daß die Dämpfung selbst eines Premium-Kabels bei einer derartigen Frequenz deutlich höher liegt, als die Dämpfung eines Mini-Kabels bei gut 2 GHz. Der Stacker muß also die höheren Frequenzen überproportional verstärken, wenn nicht am Ende des Kabels ein völlig verzerrtes Frequenzspektrum herauskommen soll. Unglücklicherweise wird auch die Abschirmwirkung geringer, je höher die Frequenz ist. Damit wird die Anlage anfälliger gegen Störungen von außen. In der Produktbeschreibung steht ja nicht umsonst "für Kabellängen bis 30m" - und die sind auch nur unter sehr günstigen Bedingungen mit exzellentem Kabel zu erreichen.

Meiner Meinung nach ist das eine Notlösung, die nur dann angewendet werden soll, wenn definitiv nicht mehr als zwei Kabel verwendet werden können.

Kathrein hat übrigens etwas ähnliches herausgebracht: den Umsetzer UWS 78. Das Twin-LNB UAS 474 konnte den kompletten Empfangsbereich quasi "in einem Rutsch" abdecken und mit einer Mischfrequenz von 9.750 GHz herabsetzen. Bei einem Empfangsbereich von 10.700 - 12.750 GHz ergaben sich so Frequenzen von 950 MHz bis 3 GHz auf dem Antennenkabel. Das LNB selbst wirkte sozusagen als Stacker, das UWS 78 als De-Stacker.

Kathrein hat die Produktion des UWS 78 mittlerweile wieder eingestellt - warum wohl?

Lange Rede, kurzer Sinn: Mach dir keine allzu großen Sorgen um das Kabel: Wo es geht, nimm das dickere Kabel, wo nicht, das 4-fach oder 2-fach Kabel. Es wird funktionieren. Auf der Seite von SEH sind dafür übrigens 4mm F-Stecker angegeben. Die funktionieren zwar, es ist aber eine ziemliche Quälerei, diese Stecker zu montieren. Besser geeignet sind die 5mm-Stecker.

Noch ein Wort zur Antenne: Die Astro ist in der Tat mit der fuba DAA 850 baugleich. Fuba gibt an:
Zitat:
Zitat von fuba
Rückenteilmaterial: Stahl verzinkt mit Kunststoffverbindungen
Leider ist die Rückseite auf der fuba-Homepage nicht abgebildet, ich kann deshalb nicht nachvollziehen, was diese "Kunststoffverbindungen" bewirken. Meiner Meinung nach wäre es jedenfalls besser, wenn sich dort kein Kunststoff, sondern solider Stahl befinden würde. Bei der Gibertini gibt es keinen Kunststoff, jedenfalls nicht an tragenden Teilen. Wenn die Entscheidung zwischen diesen beiden Antennen fallen soll, halte ich die Gibertini für die bessere Wahl. Das Optimum ist natürlich die TDE 88 von Triax/Hirschmann, eine stabilere und langlebigere Antenne wirst du nicht finden.

Aber, wie gesagt, beeil dich, wenn du eine willst, sonst sind sie weg.

Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu sagen. Als Multischalter hast du dir ja schon das richtige Fabrikat herausgesucht. dieser hier ist optimal geeignet.

Mit diesen Komponenten bekommst du eine SAT-Anlage, die sich sehen lassen kann und die dir viele Jahre Freude bereiten wird.
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Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.
Albert Einstein


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