| | # 1 |
| Gastposter | Hallo allerseits, ich habe da ein Problem mit einer Mehrteilnehmer SAT-Anlage, und einem Wissensdefiziet, wobei letzteres wohl der eigentliche Bestandteil meines Problems darstellt Folgendes: - 8 Parteien Mehrfamilienhaus (Kabellängen sicher nicht mehr als max.40m) - alte SAT Anlage von ca. 1995 (genauere Angaben können morgen nachgereicht werden) - umrüsten von Analog auf Digital Digitale Receiver zeigen, nach Versuchen in verschiedenen Wohnungen, "kein Signal" an. Beim Versuch einen bereits vorhandenen Receiver (Zehnder BTX250: Bedienungsanleitung) zu betreiben (natürlich Analogreceiver) waren SAT1, pro7 und weitere sichtbar, ARD, ZDF, RTL nicht. Es wurde dann versucht, wie unter Punkt 9.8 (in der Bedienungsanleitung) beschrieben, die 22kHz Umschaltung zu aktivieren, und wie sich zeigte auch mit Erfolg. Allerdings ist für mich die Beschreibung, in der Bedienungsanleitung etwas irreführend. Wenn ich mir diesen Thread durchlese, bin ich doch sehr geneigt den Inhalt bedingungslos als wahr hinzunehmen. Aber was dann diese merkwürdige Beschreibung im Bedienungshandbuch zu bedeuten hat, verstehe ich dann nicht mehr. Dort ist von der Umschaltung zwischen 2 LNBs mittels der 22kHz Umschaltung die Rede. Und da fangen auch meine Verständnisprobleme an. Ich schreibe im Folgenden jetzt einfach mal ein paar hoffentlich verständlich formulierte Fragen auf. Vielleicht blicke ich dann besser durch. 1a. Sind 4 Leitungen von LNB zum Multiswitch (MS) zwingend nötig, um Digital und Analog zu empfangen? (kurze Erklärung warum das so ist, oder nicht so ist, wäre nett)? Ich meine, dass ich auch schon mal ein LNB gesehen habe, dass mit lediglich 2 Leitungen auskommt, und dennoch beide Technologien bietet. 1b. Dann aber auch noch einmal anders herum gefragt: WENN denn 4 Leitungen von einem SingleLNB (also lediglich 1 Satellit) zum MS führen, MUSS es dann zwangsläufig eine Anlage sein, die Analog / Digital tauglich ist? Ich frage das nur so deutlich, weil ich schon einen möglicherweise nicht digital tauglichem MS in Verdacht habe. Was mir sehr merkwürdig erscheint, ist das tadellose TV Bild, in Verwendung von Analogreceivern, und anderer Seits eine "kein Signal"-Anzeige, bei der Verwendung von Digitalreceivern. Ich weiß natürlich schon was ich eigentlich bestellt habe, nur ist als MS ein Gerät an mich geschickt worden, dass im Aussehen von der Abbildung abweicht. Bestellt habe ich bei Pollin. MS: 570043, LNB: 570842. Ich kann leider nicht die direkten Links zu den Artikeln posten. Aber auf der seite von Pollin kann man einfach die beiden Best.Nr. einfügen und die Artikel dann direkt anzeigen lassen. 2. Wofür genau ist diese 22kHz Umschaltung nötig. (Wenn wie im Thread erklärt nicht darauf antworten) 3. Wenn ich ein wirklich tadelloses Bild auf dem TV mit einer Digital/Analog tauglichen Anlage und einem Analogreceiver habe, kann es dann wirklich sein, dass ein Digitalreceiver, an der selben Anlage zu wenig Eingangspegel haben kann? 4. Frage 3 führt zu Frage 4: wie groß müssen die Pegel für digitalen Empfang denn überhaupt sein? Vielleicht kann ich mir ein Messgerät ausleihen, und einmal nachmessen. Als Hinweis: Grundsätzlich würde mich zu den gegebenen Antworten, schon ein bisschen die technik im Hintergrund interessieren. Wer da also etwas dazu schreiben mag, nur zu. Falls sonst noch jemand einen Tipp hat, was man mal überprüfen könnte ebenfalls: nur zu. Vielen Dank im Vorraus, IceRage |
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| Registriert seit: 20.04.2007 Ort: Harz
Beiträge: 2.741
| Herzlich Willkommen im Forum :liebegru: Ich versuche mal die Fragen 1a und b und 2 in einem Abwasch zu beantworten. Für analoges TV wird ein Frequenzband (das Lowband) mit zwei unterschiedlichen Polarisationen benötigt. Das ist das was man bei den Receiver mit Vertikal und Horizontal einstellen muss(te). Für digitales TV wurde ein zusätzliches Frequenzband geschaffen, das Highband. Auch hier wieder mit vertikaler und horizontaler Polarisation. Auf dem Kabel kann aber immer nur ein bestimmtes Frequenzband und eine bestimmte Polarisation übertragen werden. Es gibt daher (vom Sonderfall Unicable LNB abgesehen) zwei grundsätzlich verschiedene Arten von LNB. An die erste Sorte von LNB können direkt die Receiver angeschlossen werden. Daher kann das LNB das entsprechende Frequenzband was der Receiver anfordert auf diesem Ausgang alleine bereitstellen. Die Anzahl der Ausgänge entspricht dann dem Namen des LNB: 1 Ausgang = Single LNB 2 Ausgänge = Twin LNB 4 Ausgänge = Quad LNB oder auch Quattro Switch LNB 8 Ausgänge = Octo LNB Die zweite Sorte LNB hat immer 4 Ausgänge. Auf diesen 4 Ausgängen wird jeweils aber nur eine Frequenzband bereitgestellt. Daher können an dieses LNB keine Receiver angeschlossen werden, die würden dann nur 1/4 der Sender empfangen. Diese LNB benötigen immer einen Multischalter - den Switch. Die heißen daher Quattro LNB. Etwas verwirrend, weil die auch 4 Ausgängen haben wie das Quattro Switch LNB - aber daher hat das ja zusätzlich den "Switch" im Namen. Ganz korrekt müssten daher die LNB für den direkt Anschluss an den Receiver Single Switch, Twin Switch etc. heißen, hat sich aber nunmal nicht so durchgesetzt. So, was macht der Receiver nun. Er gibt dem LNB (bzw dem Multischalter, der hat ja auch alle 4 Freqenzbänder vom Quattro LNB bekommen) 14 V für die vertikalen Sender und 18V für die horizontalen Sender. Zusätzlich wird das 22kHz Signal benötigt um vom Lowband (ohne) in das Highband (mit) umzuschalten. Ganz genau auch nochmal hier erklärt: http://de.wikipedia.org/wiki/DVB-S Das heißt aber auch, dass die 4 Kabel vom LNB nicht bedeuten müssen, dass ein Multischalter verbaut wurde, bei weniger als 4 Kabeln muss es aber auch keine analoges LNB sein. Die beiden Pollin Artikel sind aber einwandfrei digitaltauglich. Hast du bei dem digitalen Receiver auch auf eine "Universal LNB" umgestellt? Wichtig bei der Verkabelung des Multischalters ist, dass die 4 Kabel auch genau an die richtigen Eingänge kommen. Funktioniert es wenn du das Kabel das HH Kabel vom LNB direkt mit dem Receiver verbindest? Dann solltest du bei einem Sendersuchlauf die meisten dt. Programme finden. Zur Frage 3/4: Möglich ist das. Du brauchst für Digitalempfang ca. 30% Signalqualität und ca. 30% Signalstärke, was zeigt der Digitalreceiver da so an? Es kann auch an nicht digitaltauglichen Sat Dosen liegen, daher am besten mal die oben beschriebene Direktverkabelung zwischen LNB und Receiver testen. |
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