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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Hallo und Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru: Deine Entscheidung, sich vom Kabel zu trennen und auf SAT umzusteigen, ist auf jeden Fall vernünftig. Mit den Kosten hast du Recht, eine SAT-Anlage amortisiert sich relativ schnell, normalerweise in ca. 3 - 4 Jahren. Die Unabhängigkeit von den Kabelanbietern und deren oft undurchsichtigen Geschäftsgebaren ist ein weiterer Punkt. Hinzu kommt das Programangebot: Schon allein auf Astra gibt es hunderte Programme aus verschiedenen Ländern, nimmt man den Hotbird noch hinzu (problemlos mit einer Antenne machbar), so sind es weit über 1000, aus ganz Europa und noch darüber hinaus. Wenn du schon neu baust, willst du sicher eine Anlage von exzellenter Qualität die, einmal installiert, die nächsten 20 Jahre oder auch noch länger problemlos ihren Dienst verrichtet. Natürlich soll die Anlage auch uneingeschränkt HD-tauglich sein und eine gute Schlechtwetterreserve haben. Wenn sie sich jetzt auch noch gut in die Optik des Hauses integriert, sind deine Wünsche wohl erfüllt - stimmts? Eine vernünftige SAT-Anlage will ich dir gern zusammenstellen. Ich gehe dabei von einer Astra/Hotbird Anlage aus mit maximal 8 Anschlüssen. * Damit kannst du dann leicht alle Zimmer versorgen und hast sogar noch etwas Reserve. Du benötigst: eine vernünftige Antenne zwei Quattro-LNB einen 2-fach Schielhalter einen Multischalter 9x8 10m 4x1 Kabel 16 F-Stecker 1 Rolle Premium-Kabel 26 F-Stecker ** dazu 2-fach oder 1-fach Antennendosen, je nach Bedarf. Dann muß die Antenne noch befestigt werden. Eine herkömmliche Montage mit Mast, Dachsparrenhalter und Mastfuß ist zwar möglich, aber wenig ratsam. Einerseits müßte der Mast aufgrund seiner Länge als Sperrgut verschickt werden - und das kostet... Andererseits stört der Mast bei einem eventuellen Dachausbau und bildet eine unerwünschte Wärmebrücke. Besser ist es auf jeden Fall, die Montage mit einem der neuen Aufdachhalter durchzuführen. Diese Halter werden einfach auf die Dachbalken geschraubt und ragen nicht in den Innenraum. Dann brauchst du noch eine Dachpfanne mit Mastdurchführung und eine Dichtmanschette. Meist gibt es solche Dachpfannen passend zum übrigen Dach vom Dachdecker, der die Arbeiten ausführt. Natürlich ist es auch möglich, eine Universal-Dachpfanne zu verwenden. Diese wird einfach entsprechend den übrigen Dachziegeln zurecht gebogen und erfüllt genau so ihre Pflicht. Die Frankfurter Pfanne wird aber wahrscheinlich nicht passen, ich glaube, diese häufig vorkommende Dachziegelform gibt es nicht in schwarz glasiert ... Frage doch einfach mal den Dachdecker, vielleicht übernimmt der ja die Montage der Antennenhalterung und liefert auch gleich das passende Zubehör. Die Montage der Antenne gestaltet sich sehr einfach, allerdings ist sie äußerst stabil und mit fast 10 kg alles andere als ein Leichtgewicht. Bitte, sichert euch bei der Montage gut ab. Ein dickes Seil um den Bauch, das andere Ende an einem Dachbalken festgemacht, ist zwar nicht der Weisheit letzter Schluß, aber immer noch besser, als nichts. Der Multischalter wird in der Nähe der Antenne angebracht und braucht etwas Strom. Deshalb muß dort eine Steckdose vorhanden sein. Die Installation ist nicht besonders schwierig: Zunächst werden die beiden LNB's am Feedarm angebracht und die 4x1 - Kabel angeschlossen (pro LNB ca. 5m). Dann wird der komplette Feedarm am Mast installiert und der Elevationswinkel korrekt eingestellt. Dieser Winkel ist durch den Aufstellungsort und den zu empfangenden Satelliten vorgegeben und berechnet sich ungefähr 82° - Breitengrad des Aufstellungsortes. Wenn ich den Aufstellungsort weiß (nächste größere Stadt genügt), kann ich dir den Wert auch genau ausrechnen. Die ganze Anordnung wird nun grob nach Süden ausgerichtet. Anschließend montiert man die eigentliche Schüssel. Einfach einhängen und mit dem beigefügten Imbusschlüssel festziehen. Jetzt bitte einen Receiver an den Ausgang Horizontal/Hochband des rechten (vom Mast aus auf die Schüssel gesehen) LNB anschließen, daran einen Fernseher und versuchen, ein Programm vom Astra zu empfangen. Gut hierfür geeignet ist eins der Regionalprogramme, z.B. NDR, WDR, HR oder BR. Danach die Antenne langsam ostwärts drehen. Immer nur ein paar cm drehen, einen Moment warten, drehen, warten usw. Wenn du kontinuierlich drehst, findet der Receiver nichts. Sobald Empfang gegeben ist, die Antenne festziehen. Dabei die Signalqualität vom Receiver anzeigen lassen und beim Festziehen beobachten. Die Antenne ist optimal eingestellt, wenn die Signalqualität abnimmt, egal in welche Richtung man sie bewegt. Das Hotbird-LNB wird eingestellt, indem man es auf der Stange verschiebt, bis optimaler Empfang möglich ist. Jetzt werden die beiden LNB's und das Netzteil an den Multischalter angeschlossen. Dann stehen an allen Ausgängen die Signale der beiden Satelliten zur Verfügung. Anschließend sind nur noch die Kabel zu verlegen, die Antennensteckdosen einzubauen und die Receiver anzuschließen. Einem ungetrübten Fernsehgenuß steht jetzt nichts mehr im Weg. Bei den angegebenen Komponenten handelt es sich ausschließlich um Sachen bester Qualität von namhaften Herstellern. Damit bekommst du eine sehr leistungsfähige Anlage, die viele Jahre problemlos ihren Dienst tun wird. Eine hohe Schlechtwetterreserve sorgt dafür, daß auch bei stärkerem Regen ungestörter Empfang möglich sein wird. Zugegeben - es geht auch billiger, aber wenn du schon neu baust, sollte in erster Linie die Qualität und die Leistungsfähigkeit optimal sein. Nach diesen Kriterien habe ich die Bauteile zusammengestellt. Genau mit diesen Komponenten habe ich schon mehrere Anlagen aufgebaut, ohne jedes Problem. Als Receiver taugt - jedenfalls bei dem Fernseher im Wohnzimmer nur ein Spitzengerät. Von den zur Zeit erhältlichen Geräten hat der TechniSat DigiCorder HD S2 im Moment die Nase vorn. Die Ausstattung läßt kaum Wünsche offen und die Bildqualität zieht dir glatt die Socken aus. Ich habe den Receiver auf der letzten CeBit in Aktion gesehen, an einem HD-Vision 40. Er hat mich restlos überzeugt. Eine Alternative wäre vielleicht noch die neue DreamBox DM-8000, die nächsten Monat auf den Markt kommen soll. Bevor ich die aber guten Gewissens empfehlen kann, möchte ich sie erst einmal in Aktion sehen ... * Wenn es eine reine Astra-Anlage werden soll, entfällt ein LNB und der Schielhalter, von dem 4x1-Kabel benötigst du nur ca. 5m und von den 5mm F-Steckern werden nur 8 Stück gebraucht. Der Multischalter wird durch diesen hier ersetzt. Zwar gehört der 5 x 8 TechniSwitch nicht zum Standardprogramm bei SEH, er kann aber dort - allerdings mit ein paar Tagen Lieferzeit - bestellt werden. Ob dir das "nice to have" gut 100 Aufpreis wert ist, entscheide bitte selbst. ** 26 Stück benötigst du nur bei einer voll ausgebauten Anlage - eingerechnet sind auch je 2 Stecker für die Anschlußkabel, womit die Receiver an die SAT-Dosen angeschlossen werden müssen. Auch mit eingerechnet sind 2 F-Stecker zum Anschluß einer UKW-Antenne an den Multischalter. Wird eine solche Antenne (ebenfalls bei SEH zu bekommen) mit angeschlossen, so verteilt der Schalter das Signal direkt mit und es kann an den Antennensteckdosen abgegriffen werden, beispielsweise, um eine Stereoanlage daran anzuschließen. Im Moment fällt mir nicht mehr viel ein und ich hoffe, daß du mit meinen Tips etwas anfangen kannst. Schreib mal zurück, es interessiert mich, wie es weiter geht.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| Registriert seit: 20.04.2007 Ort: Harz
Beiträge: 2.741
| Sollte dich der Preis der Schüssel etwas abschrecken, kannst du auch den "kleinen Bruder" der TDE88 nehmen. Das ist die TD88. http://www.seh1.de/detailar.asp?AN=470 Die ist nicht ganz so stabil wie die TDE, aber dafür deutlich preiswerter. Der Kabelausstieg soll sich ja finanziell nicht erst 2017 rechnen Außer den Preis gibt aber ansonsten nix gegen die TDE88 zu sagen, die ist wirklich schön massiv und komplett aus Alu ohne labbrigen Kunststoff |
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