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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Hallo Thorsten, erst einmal Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru: Deine Fragen will ich gern beantworten. Zunächst zur Antenne: Kathrein liefert schon gute Produkte - keine Frage. Leider wissen die das auch und sind entsprechend teuer. Hinzu kommt noch, daß die Firma ziemlich konservativ ist und bewährte Produkte lange Zeit unverändert baut. Dazu zählt auch z.B. das LNB UAS 485. Die mechanische Ausführung ist über jeden Zweifel erhaben, aber die technischen Daten, z.B. das Rauschmaß, sind einfach nicht mehr zeitgemäß, auch wenn es mittlerweile - im Gegensatz zu der alten Angabe auf der SEH-Seite - auf 0,8 dB gesenkt wurde. Hier sind andere Firmen weiter. Hirschmann, auch nicht irgendwer, sondern ein alteingesessener deutscher Antennenhersteller, bietet auch ein Quad-LNB an, zu einem Drittel des Preises, mit einer höheren Verstärkung und geringeren Rauschzahlen (<0,2 dB). Wenn es bei maximal 4 Anschlüssen bleibt, ist das Hirschmann-LNB in Verbindung mit einer exzellenten Antenne, z.B. dieser TDE 88 erste Wahl. Dazu noch das Premium-Kabel und vergoldete F-Stecker - und du hast eine Anlage, die sich wirklich sehen lassen kann und viele Jahre gut und störungsfrei funktionieren wird. Für den Fall, daß es mehr als 4 - bis zu 8 - Anschlüsse werden sollen, gibt es in der Tat die Octo- oder Double-Quad LNB's. Von unseren deutschen Premium-Herstellern, Kathrein Hirschmann und TechniSat werden solche LNB's allerdings nicht angeboten - aus gutem Grund. Solch ein LNB verbraucht logischerweise mehr Strom als ein Single, Twin oder Quad-LNB. Der eingebaute Multischalter will schließlich auch gefüttert werden. Das kann zu Problemen führen. Dazu etwas Theorie, dann wird das klar und beantwortet auch deine Fragen nach den Bezeichnungen. Etwas zur Übertragungstechnik: Ein herkömmliches Koax-Kabel kann Frequenzen bis ca. 2 GHz übertragen. Bei noch höheren Frequenzen wird die Kabeldämpfung auch bei gutem Kabel so groß, daß von dem eingespeisten Signal nicht mehr viel herauskommt. Gänzlich ungeeignet ist das Kabel jedenfalls für das vom Satelliten verwendete Frequenzband von 10.700 GHz bis ca. 12.750 GHz. Bei der SAT-Technik muß nun, damit eine strikte Trennung zum normalen terrestrische Fernsehen gewährleistet ist, ein gewisser Mindestabstand zur höchsten UHF-Frequenz eingehalten werden. Der Frequenzbereich auf dem Kabel beginnt für SAT-Signale deshalb erst bei 950 MHz. Folglich enthält das LNB einen internen Oszillator, der mit einer bestimmten festen Frequenz arbeitet. Diese Frequenz wird mit dem Empfangssignal gemischt und nur die Differenz auf das Kabel gegeben. Die Signalqualität leidet durch diesen Mischvorgang nicht. Die nötige Frequenz kann man leicht ausrechnen, man kennt ja die niedrigste SAT-Frequenz (10.700 GHz) und die Frequenz auf dem Kabel, die nicht unterschritten werden darf (950 MHz). Als Differenz ergibt sich 9.750 GHz. Vermutlich wird dir diese Zahl schon einmal begegnet sein. Was ist aber bei der höchsten Frequenz? Hier ergibt die Rechnung 12.750 GHz - 9.750 GHz = 3 GHz. Also zu viel für ein Koax-Kabel, jedenfalls dann, wenn das Signal über längere Strecken übertragen werden soll. Was tun? Die Lösung ist einfach: Sobald Frequenzen über 11.700 GHz empfangen werden sollen, wird der Oszillator von 9.750 auf 10.600 GHz umgeschaltet. Das geschieht "auf Befehl" des Receivers, der einfach ein 22 KHz Signal an das LNB (oder den Multischalter) schickt. In diesem Zusammenhang spricht man vom Tiefband (Low), wenn die Empfangsfrequenz zwischen 10.700 und 11.700 GHz liegt und vom Hochband (High), wenn sie darüber ist. Wie gesagt: Mit den 22 KHz wird das "Band" ausgewählt. Um nun die Sender dichter packen zu können (solch ein Satellit ist teuer und daher ist man bestrebt, möglichst viele Sender darauf unterzubringen), ohne daß sie sich gegenseitig beeinflussen, werden die Signale horizontal polarisiert oder vertikal polarisiert abgestrahlt. Auch die Tatsache, ob gerade horizontal (H) oder vertikal (V) polarisierte Wellen empfangen werden sollen, muß das LNB (oder der Multischalter) "wissen". Die Information gibt es wiederum vom Receiver über die Betriebsspannung für das LNB. Dabei entsprechen 18V horizontal und 14V vertikal. Nun werden, glaube ich jedenfalls, auch die Bezeichnungen klar: 14V/22KHz entspricht demnach V-High, 18V/0KHz wäre H-Low usw. Das allein beantwortet aber noch nicht die Frage, warum die Premium-Hersteller keine OCTO's anbieten. Stelle dir bitte folgende Situation vor: Eine Antenne ist mit einem OCTO-LNB ausgestattet, welches im Vergleich zu anderen LNB-Typen relativ viel Strom verbraucht. Von den angeschlossenen Receivern sind alle, bis auf einen, ausgeschaltet, so daß dieser eine Receiver die Stromversorgung allein übernehmen muß. Normalerweise kein Problem - aber wenn ausgerechnet dieser eine Receiver an einer recht langen Leitung hängt, kann es sein, daß der Spannungsabfall auf dieser Leitung so groß wird, daß von den 18V nur noch weniger als 16V am LNB ankommen. Das LNB erkennt dann diese Spannung nicht mehr als Schaltspannung "Horizontal" und die entsprechenden Programme werden unzugänglich. Unglücklicherweise sind die meisten deutschen Programme bei H-High zu finden, die dann nicht mehr gesehen werden können. Meist läßt sich dieser "Fehler" beheben, indem ein zweiter Receiver eingeschaltet wird, der den ersten bei der Stromversorgung des Octos unterstützt. Mit Energiesparen hat das dann aber nichts mehr zu tun. Ehrlich gesagt - auf die Probleme kannst du getrost verzichten. Gut sind die Octos nur, wenn die Receiver mit nicht allzu langen Kabeln angeschlossen werden können und immer mehrere Receiver in Betrieb sind ... Eine vernünftige Antenne habe ich dir schon empfohlen, an das angegebene Hirschmann-LNB kannst du erst einmal 4 Receiver (oder 2 TWIN-Receiver) anschließen. Falls du später noch mehr Anschlüsse brauchst, installierst du einfach einen Multischalter, z.B. diesen hier. Du mußt beim Kauf des Multischalters darauf achten, daß er QUAD-tauglich ist. Normalerweise werden Multischalter mit Quattro-LNB's betrieben. Diese geben, unabhängig von den Schaltkriterien an ihren Anschlüssen, an jedem Ausgang ein bestimmtes Band ab. QUAD-taugliche Multischalter liefern an den LNB-Eingängen die passenden Schaltkriterien, um sich vom QUAD-LNB die richtigen Signale zu holen. Der angegebene Multischalter ist selbstverständlich QUAD-tauglich. Ich hoffe, du kannst mit meinen - zugegeben ziemlich lang gewordenen - Ausführungen etwas anfangen. Schreib mal zurück.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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Die Halterung selbst ist aus massivem Aluminium gefertigt und mit einer Schwalbenschwanzführung befestigt. Die Stabilität steht der Kathrein in nichts nach. Wenn man nur die Antennen betrachtet, so sind sie sich ebenbürtig. Die Triax habe ich empfohlen, wegen der LNB-Halterung. Zwar lassen sich an der Kathrein auch Fremd-LNB's verwenden, aber dazu braucht man dann einen solchen Adapter. Für eine ältere Kathrein-Antenne, an der das LNB gewechselt werden soll ist das akzeptabel, aber bei einer Neuinstallation sieht das aus wie gewollt und nicht gekonnt. Wenn es denn Kathrein sein soll, dann aber bitte auch mit dem UAS 485. Alles andere ist Murks, da gebe ich dem Monteur vollkommen Recht. Aber es gibt ja die Alternative. Meiner Meinung nach ist das UAS 485 zweifellos ein sehr gutes LNB, aber zu teuer und technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand. Einen Fehler machst du aber bei beiden Antennen nicht. Sowohl die Kathrein als auch die Hirschmann wirst du aufhängen und dann für viele Jahre vergessen. Die werden einfach funktionieren - und gut. Im Prinzip ist es wie mit den Autos: Was ist besser - Mercedes oder BMW? Der Streit ist so alt, wie es Autos gibt und wird wohl nie entschieden. Mit beiden kommst du aber bequem von A nach B - und darauf kommt es letztlich an. Zitat:
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Kathrein schreibt selbst dazu: Zitat:
Bei Astra/Hotbird gibt es dieses Problem allerdings nicht, die beiden Satelliten stehen etwa gleich hoch am Horizont. Zitat:
Multifeed-Halterungen gibt es bei fast jedem Hersteller, wenn man mal von den ausgesprochenen Baumarkt-Billigangeboten absieht. Multischalter mit mehr als 4 SAT-Eingängen gibt es natürlich auch, z.B. diesen hier. Der kann den Receiver dann auf einen der 8 Eingänge routen. Somit hast du 2 Satelliten im Zugriff. Der Receiver muß dazu lediglich ein DiSEqC-Steuersignal abgeben können. DiSEqC 1.0 reicht schon. Mittlerweile ist das Standard. Mir ist auch kein Receiver mehr bekannt, der nicht DiSEqC-fähig ist. Bei einem solchen Multischalter wird am Receiver einfach die DiSEqC-Steuerung aktiviert und im Einstellmenü für jeden Satelliten die entsprechende DiSEqC-Steuerung gewählt. Normalerweise kommt Astra auf 1 und der andere Satellit auf 2. Das Signal wird dann vom Receiver zusätzlich zu den 14/18V und den 22 KHz genutzt, um noch mehr Positionen auf dem Multischalter anfahren zu können. DiSEqC steht übrigens als Abkürzung für Digital Satellit Equipment Control, also frei übersetzt "digitale Steuerung für Satellitenzubehör". Das DiSEqC-Protokoll wurde von Eutelsat entwickelt und hat sich auf breiter Front zur Steuerung hauptsächlich von Multischaltern und Drehmotoren durchgesetzt. Wenn du also später erweitern willst und dabei auch einen zweiten Satelliten empfangen möchtest brauchst du nur noch ein zweites LNB (in deinem Fall sogar egal, ob Quattro oder QUAD), die passende Multifeed-Halterung und einen Multischalter mit 8 SAT-Eingängen. Zitat:
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