Miserable Bildqualität bei Umstieg von Analog auf Digital?

Alt 21.02.2008, 19:58   # 1
Julienne
 
Registriert seit: 21.02.2008
Beiträge: 4
Hallo zusammen,

ich habe seit Jahren nur mit analogem Satellitenempfang zu tun gehabt und war bei gut ausgerichteter Antenne eigentlich voll zufrieden. Weil ich manchmal was mit dem Notebook aufnehmen möchte, hatte ich den analogen Receiver auch per Capture-Karte angeschlossen, funktionierte perfekt, nur der Rechner rödelte dabei fast bis zum Qualmen.
Beim Umstieg auf Vista ging die Karte nicht mehr, also hab ich mir den Technisat Skystar USB plus gekauft und das vorhandene LNB gegen ein Grundig- Digi LNB getauscht. Bildqualität ist am Notebook etwas schlechter als gewohnt, aber aufnehmen funktioniert einwandfrei ohne grossartige Prozessorbelastung, im Gegensatz zu früher.

Also hab ich mir auch für den TV einen Digi-Receiver gekauft (Palcom DSL 5 Plus). Das Bild wirkt jedoch irgendwie unscharf, flau, selbst bei voll aufgedrehtem Kontrast am TV. Im Gegensatz zum alten Analogreceiver gibt es jedoch überhaupt kein Farbrauschen - das ist mal positiv.

Ein derart flaues Bild kenn ich nur von passiven Scart-Verteilern aus den 80ern, also mit zu geringem FBAS-Signal.
Ich hab ihn an zwei verschiedenen TVs angeschlossen, die allerdings beide nur FBAS-Signal können, beidesmal das gleiche flaue Bild. Könnte es sein dass der Receiver defekt ist? Was dagegen spricht ist allerdings dass auch ein paar Bekannte von mir Sat-Digital haben und mir das Bild ähnlich unangenehm aufgefallen ist, was mich auch bis vor kurzem dran gehindert hat von Analog auf Digital umzusteigen? oder ist das Bild bei Digital durch die hohe Datenkompression tatsächlich schlechter wie bei einem analogen?

Danke
  Mit Zitat antworten
Alt 21.02.2008, 23:16   # 2
grimreaper
 
Benutzerbild von grimreaper
 
Registriert seit: 20.04.2007
Ort: Harz
Beiträge: 2.741
Herzlich Willkommen im Forum :liebegru:

Jein

Das digitale Bild ist prinziell schlechter als das analoge Bild weil es komprimiert ist.
Aber: Wenn die Schüssel richtig ausgerichtet ist und man auch die richtigen Kabel verwendet, dann sieht man kaum einen Unterschied. Zumindest bei Sendern die nicht zu RTL gehören (RTL hat mit die geringste Datenrate).
Bei sehr schnellen Bewegungen sieht man die bekannten Artefakte wie auch beim JPEG (so leichtes Krissel um die bewegten Objekte). Aber ansonsten schaut das digitale Bild ruhiger aus als das analoge, weil das Farbrauschen fehlt.
Im Normalfall hat das Bild annähernd DVD Qualität.

Wenn das Bild flau ist, würde ich zuerst auf das Scartkabel tippen.

Wäre bis vor kurzen nicht mehr erster Tipp gewesen, aber man lernt ja nie aus.
Ich hatte mir im letzten Jahr einen neuen Digitalreceiver gekauft. Bildqualität war top. Nun ist Anfang des Jahres mein Röhrenfernseher kaputtgegangen, also habe ich einen anderen Röhrenfernseher gekauft.
Ergebnis: Bild total verschwommen, Geisterbilder etc. Konnte ja nun nicht am Receiver liegen. Also habe ich mir ein richtig gutes (4fach geschirmt) Scart Kabel gekauft - und siehe da, das Bild war sogar besser als mit dem alten Fernseher.
Das das soviel ausmacht hätte ich nie gedacht.
Daher das bitte wenn möglich mal testen.

Dann sollte man beachten, dass nicht alle Receiver eine gute Bildqualität liefern. Auch bei den Decoderchips schient es Einsparpotenzial zu geben

Da das Bild aber auch mit der Technisat Skystar flau ist, gibt es noch eine andere Erklärung. Du hast bisher analoges TV auf dem Notebook geschaut. Das hatte nur eine Auflösung von 352x288 oder so in der Art. Das digitale TV hat aber (bei 16:9) 1024x576. Das Anzeigefenster ist dementsprechend größer.
Da sieht man natürlich am Monitor schon mehr oder weniger deutlich die Komprimierung und dass es ebend kein HD ist, mach mal das Fenster so groß wie du es bei analogem TV hattest...
  Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2008, 00:20   # 3
Julienne
Threadstarter
 
Registriert seit: 21.02.2008
Beiträge: 4
Danke für den Tip, das mit dem Scartkabel werd ich auf jeden Fall mal ausprobieren, eventuell kann mein TV ja auch RGB und ging vielleicht nur deshalb nicht, weil es auch ein Uralt-Scartkabel ist das nicht voll beschaltet ist und nur Composite überträgt.
Was den Empfang am Notebook angeht, die Capture-Karte war auch früher schon auf 720x576 Pixel eingestellt, was der analoge Receiver ihr gegeben hat und wie sie es umrechnete, keine Ahnung. Hab aber beides nochmal verglichen, der optische Eindruck ist bei Digital um Welten schlechter als bei Analog. Was allerdings seltsam ist: hab beide Signale mal aufgenommen und auf DVD gebrannt und wiedergegeben (am TV via DVD-Player) , da ist die per digital-Sat erstellte DVD sogar etwas besser als die Analoge, was die Bildqualität angeht....vor allem deutlich besser wie das Live-Bild vom Palcom-Receiver? Also entweder der Receiver ist echt kaputt und liefert ein Composite-Signal <1Vss oder er mag keine alte alten Röhrenfernseher^^...oder halt die Kabelverbindung
  Mit Zitat antworten
Alt 22.02.2008, 20:30   # 4
grimreaper
 
Benutzerbild von grimreaper
 
Registriert seit: 20.04.2007
Ort: Harz
Beiträge: 2.741
Aha, wenn das Bild nur am Notebook schlecht ist kann das noch eine andere Ursache haben.
Die meisten Notebook Displays haben nur billige TFT Technik eingebaut. Meistens sind die Kontrastverhältnisse und die Umschaltzeiten von Schwarz auf Weiß nicht so berauschend.
Man bekommt dann häßliche Schlieren bei schnellen Bewegungen. Das macht sich bei Videos natürlich bemerkbar.
Die fieseste Seite für diesen Test ist heise online - einfach mal die Seite schnell nach unten scrollen. Wenn die Überschriften dann total verschwimmen, ist es ein TFT mit langsamer Reaktionszeit. Dann kann das Bild, obwohl es einwandfrei ist, total matschig abgespielt werden. Machen kannst Du dagegen allerdings nix.
  Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2008, 03:37   # 5
Julienne
Threadstarter
 
Registriert seit: 21.02.2008
Beiträge: 4
Hab den Palcom-Receiver heute mal aufgeschraubt, in der Hoffnung einen Trimmer zu finden der die Höhe des FBAS-Signal regelt. Leider Fehlanzeige, den gibts nicht. Die Ursache ist tatsächlich der geringe Pegel, habs heute mal nachgemessen bei einem Labersender (mehr Kontrast hat kein normales TV-Programm) Ergebniss: 0,5 Volt pp, also nicht mal die Hälfte der Norm für Composite bzw FBAS. Und in den Service-Mode bei einem Palcom Receiver zu kommen ist wohl schwerer als Merkel persönlich anzurufen...leider...habs aufgegeben, ich hab mir wieder den Analog-Receiver angeschlossen und den Digi-Receiver ins Gästezimmer verbannt...und freu mich über die Super-Qalität des bilds vom Analog-Receiver...hoffentlich schaltet die SES das nicht so schnell ab.
So ein Scheissdreck!
  Mit Zitat antworten
Alt 23.02.2008, 19:51   # 6
grimreaper
 
Benutzerbild von grimreaper
 
Registriert seit: 20.04.2007
Ort: Harz
Beiträge: 2.741
Da es nicht mein Geld ist, kann ich das ja gnadenlos vorschlagen:
Einen neuen Receiver kaufen.

Diesmal vorzugsweise ein Markengerät von Technisat, Topfield, Humax, Kathrein etc. Die "kleinen" Ausführungen sind auch mal gar net so teuer (<100€) und haben wenigstens gutes Bild.
Du könntest auch mal bei ebay schauen, da gibt es gute etwas ältere Markengeräte für wenig Geld.
  Mit Zitat antworten

Alt 28.05.2012, 16:25 # --
News Flash
 
Benutzerbild von News Flash
 
 
 
   
Antwort
Themen-Optionen



Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 16:25 Uhr.