Wer hat denn zum Kabelfernsehen geraten? Ich vermute mal, der Kabelanbieter selbst, d.h. die "Beratung" verfolgt die eigenen wirtschaftlichen Interessen des Beratenden.
Ich könnte mir allenfalls vorstellen, daß Teile des Strommastes die Schüssel abschatten und es deshalb zu Störungen kommt. Jedes massive Hindernis zwischen Schüssel und Satellit beeinträchtigt den Empfang. Ein einzelner Draht wird nicht viel ausmachen, selbst dann nicht, wenn er haargenau in der Sichtlinie zum Satellien liegt. Notfalls könnte die Schüssel immer noch ein paar cm seitlich oder in der Höhe versetzt werden, um Empfang zu gewährleisten. Eine unmittelbare elektrische Beeinflussung durch die Hochspannungsleitung ist nicht gegeben.
Auch Störungen durch Flugzeuge oder andere Satelliten sind zumindest extrem selten und hier noch nie berichtet worden. Gelegentlich treten Störungen durch Vögel auf, die den Feedarm als Sitzstange mißbrauchen und das LNB abschatten. Auch eine massive Gewitterwolke ist nicht gerade empfangsfördernd. Andere Beeinträchtigungen in der Sichtlinie zwischen Schüssel und Satellit sind extrem selten und müssen bei der Planung nicht berücksichtigt werden.
Falls noch möglich, sollte dein Sohn die Verkabelung der Antenne sternförmig durchführen, d.h. von einem Verteilpunkt unter dem Dach aus führt zu jedem Antennenanschluß ein eigenes Kabel. Falls die Möglichkeit, an bestimmten Anschlüssen TWIN-Receiver zu verwenden, gegeben sein soll, sind sogar zwei Kabel vorzusehen. Wenn dann noch ein zusätzliches Kabel vom Verteilpunkt in den Keller gezogen wird und SAT-taugliche Antennensteckdosen verwendet werden, ist die Verkabelung sowohl für SAT wie auch fürs Kabelfernsehen geeignet.
Vor der endgültigen Entscheidung könnte dann der Empfang mit einer kleinen, provisorisch am Empfangsort befestigten Antenne überprüft werden. Das ist schnell gemacht und gibt die nötige Sicherheit.
Schreib mal zurück, wie es weiter geht, die Sache interessiert mich.