Reihenhaus von Kabel auf SAT umrüsten

Alt 20.01.2008, 01:01   # 1
hhjake
 
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Hallo,
hier kommt noch ein Frischling in SAT-Angelegenheiten. Ich habe mir gedacht wenn schon umrüsten dann gleich richtig, darum ist mein Ziel, die bereits vorhandenen Anschlüsse mit SAT-Empfang zu versehen. Ich möchte digitalen HD-Empfang, wobei ersteinmal im Wohnzimmer und im Keller HD-Receiver stehen sollen.
Ich hoffe mir kann geholfen werden.
Folgende Ausgangslage:
Ein Reihenhaus mit Kabelanschluss im Keller dort ist auch die erste Verteilerstelle. Hier sind Keller (Enddose), Wohnzimmer (Enddose) und Weiterleitung in den ersten Stock angeschlossen. Diese Kabel sind verhältnismäßig neu also ca. 3 oder 4 Jahre alt. Im ersten teilt sich die Leitung zu einer Enddose und eine Weiterleitung in ein anderes Zimmer wiederrum mit einer Enddose.

Das ist also die Lage, Frage nun was brauche ich SAT-Receiver und Schüssel ist klar, aber was weiter. Und kann ich eigentlich die alten Kabel weiterhin nutzen? Ich hab gelesen, das dies möglich ist, aber haben die den richtigen Querschnitt? Und was ist eigentlich mit dem Radio-Empfang. Achso die Schüssel soll auf das Dach, habe aber keinen Schornstein an dem die Schüssel angeschraubt werden kann. Hier in Hamburg ist es oft regnerisch und windig.

Viele Fragezeichen, ich hoffe mir kann geholfen werden.
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Alt 20.01.2008, 16:40   # 2
King W.
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Zitat:
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Ich hoffe mir kann geholfen werden.
Das hoffe ich auch, also versuchen wir es einmal.
Zitat:
Folgende Ausgangslage:
Ein Reihenhaus mit Kabelanschluss im Keller dort ist auch die erste Verteilerstelle. Hier sind Keller (Enddose), Wohnzimmer (Enddose) und Weiterleitung in den ersten Stock angeschlossen. Diese Kabel sind verhältnismäßig neu also ca. 3 oder 4 Jahre alt. Im ersten teilt sich die Leitung zu einer Enddose und eine Weiterleitung in ein anderes Zimmer wiederrum mit einer Enddose.

Eine vernünftige SAT-Verteilung setzt sternförmig verlegte Kabel voraus. Zwar gibt es, als Notbehelf sozusagen, Einkabellösungen bei denen mehrere Dosen an einem Kabel angeschlossen werden können, jedoch bedeutet eine solche Einkabellösung immer einen Kompromiß. Es ist teurer, als eine normale Verteilung und es sind weniger Programme empfangbar (die deutschen Programme sind aber alle zu bekommen).
Die wichtigste Frage deshalb: Ist die vorhandene Verkabelung mit einigermaßen vertretbarem Aufwand zu ändern, so daß jede Dose ihre eigene Verbindung zum Schalter bekommt? Optimal wäre es, wenn Leerrohre vorhanden sind, in die neue Kabel eingezogen werden können. Bei Platzproblemen kann auf das dünne 4,8 mm Kabel zurückgegriffen werden, wenn die Entfernungen nicht allzu groß sind (so bis ca. 10m).

Wegen der Montage mache dir mal keine Kopfschmerzen, das ist nicht besonders kompliziert. Hier empfiehlt sich eine Aufdachhalterung, die auch bei ausgebautem Dachgeschoß verwendet werden kann. Die Montage ist sehr einfach: Der Rahmen wird auf die Dachbalken aufgeschraubt, der Mast hochgeklappt und festgezogen, die vorher entfernten Dachpfannen wieder aufgelegt. Eine der Dachpfannen wird duch eine Kunststoff-Pfanne mit Mastdurchführung ersetzt, eine Dichtmanschette übergezogen - und fertig. Dann mußt du dir nur noch überlegen, wie du mit den Kabeln (4 Stück) vom Dach zum Keller kommst.

Schreib mal zurück, wie das mit der Verkabelung aussieht, dann sehen wir weiter. Gern stele ich dir dann eine passende Anlage zusammen.
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Alt 20.01.2008, 19:40   # 3
hhjake
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Danke das du dich des Problems annimmst!!!
Was ich bisher gelesen habe, führt dies immer zu einer guten Lösung, ich freue mich!
Also an der ersten Verteilerstelle im Keller folgt eine Verlegung in Leerrohren, welche jedoch unter einer Deckenverkleidung, teilweise abgeknickt verlaufen. Ein nachschieben eines neuen Kabel scheint mir also, ohne die Deckenverkleidung abzureißen, kaum möglich. Daher ja meine Frage, ob die Möglichkeit besteht die vorhandenen Kabel zu nutzen. Nach der Verteilung haben zwei Dosen jeweils eigene Verbindungen. Zwei weitere Verbindungen nach einer erneuten Abzweigung. Oberhalb des Kellers gibt es auch keine Leerrohre.
Scheint also Neuverlegung angesagt zu sein?!
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Alt 20.01.2008, 19:45   # 4
hhjake
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Ach so noch dies, vom Dach zum Keller ist kein Problem. Die Kableführung geht durch den Schornstein/Lüftungsschacht. Da liegen allerdings Stromkabel der Solaranlage vom Dach und LAN-Kabel.
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Alt 20.01.2008, 21:24   # 5
King W.
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Stimmt. Ein Hinzuschieben eines weiteren Kabels klappt unter diesen Umständen nicht. Trotzdem ist es nicht unmöglich, zwei Kabel ins Leerrohr zu bekommen. In den Baumärkten gibt es spezielle Einzugskabel aus Nylon mit einer sehr stabilen Metallöse. An dieser Öse das alte Kabel befestigen und dann herausziehen. Dann ist das Einzugskabel im Leerrohr. Die neuen Kabel so weit abisolieren, daß die Innenleiter ca 10 cm frei sind. Durch die Öse stecken und verrödeln. Das Ganze vom Kabel zur Öse hin stramm mit Isolierband umwickeln, damit sich beim Einziehen nichts verhakt. Wenn man nun mit 2 Mann arbeitet, indem einer zieht und einer die beiden Kabel geradehält und nachdrückt, funktioniert es recht gut. Voraussetzung ist natürlich ein ausreichender Querschnitt des Leerrohres. Die beiden Kabel müssen schon hineinpassen. Notfalls auf dünnere Kabel ausweichen.

Eins der Kabel wieder an die Antennensteckdose anschließen, das andere mit einer Kupplung und 2 F-Steckern mit dem weiterführenden Kabel verbinden. Auf diese Weise haben beide Dosen ihre eigene Zuführung. Kupplung und zwei F-Stecker, fertig montiert, passen allerdings nicht in eine normale Installationsdose. Vielleicht kann man die Wand hinter der Dose etwas ausarbeiten, bis es paßt.

Eine weitere Möglichkeit ist die Benutzung eines "Vorrangschalters". Das ist ein kleiner Schalter mit einem Eingang und zwei Ausgängen. An den Eingang kommt das Kabel vom Keller, an die Ausgänge die beiden Antennensteckdosen. Der Receiver an Ausgang A ist der Master, er bestimmt das Band, das beim Schalter angefordert wird, B kann ein Programm vom gleichen Band empfangen. Wird "A" ausgeschaltet, so wird "B" zum Master und kann nun selbst den Multischalter betätigen. Da ohnehin fast alle deutschen Programme (Ausnahme: DSF, Viva und einige Exoten) auf Horizontal/Hochband senden, ist dies nicht einmal eine deutliche Einschränkung. Zur Not lassen sich auch 2 Vorrangschalter hintereinander anbringen.

Allerdings - das ist nur die zweitbeste Lösung. Erfreulich aber: Ein derartiger Vorrangschalter kostet weniger als 15€.

Noch eine Möglichkeit bietet seit einiger Zeit der Hersteller Kathrein: Mit einer speziellen Technik ist es möglich, bis zu 4 Receiver an einem Kabel zu betreiben. Diese Receiver müsen den Standard EN 50494 unterstützen, es ist also nicht jeder Digitalreceiver tauglich. Einige gute und bekannte Firmen unterstützen diesen Standard aber schon (u.a. der Marktführer TechniSat).

Das entsprechende Bauteil von Kathrein, EXR 551 bzw. EXR 552 ist auch nicht ganz billig (ca 120€). Ein EXR 551 unterstützt bis zu 4 Receiver an einem Kabel, ein EXR 552 bis zu 2 Reciver an einem Kabel, hat dafür aber zwei Ausgänge.

Ich fasse die drei Möglichkeiten mal zusammen:

1) Kabel neu verlegen
Vorteile: relativ preisgünstig, alle Receiver können unabhängig voneinander betrieben werden, keine Einschränkung hinsichtlich der Auswahl der Receiver.
Nachteil: Einiges an Arbeitsaufwand.
2) Vorrangschalter
Vorteil: Preisgünstig, wenig Arbeitsaufwand, jeder Receiver kann genutzt werden
Nachteil: die Receiver sind nicht völlig unabhängig voneinander
3) EXR 551 / 552
Vorteile: kaum Arbeit, die vorhandene Installation kann weiter genutzt werden, bis zu 4 Receivern pro Kabelstrang nutzbar, die Receiver sind voneinander unabhängig.
Nachteile: recht teuer, spezielle Receiver, die EN 50494 unterstützen, sind notwendig.

Die drei Möglichkeiten beziehen sich nur auf die Installation ab Keller. Eine Antenne, ein LNB und einen Multischalter brauchst du in jedem Fall.

Sei nicht böse, aber jetzt mußt du entscheiden, was du möchtest. Schreib mal zurück, dann stelle ich dir gern eine für dich optimal geeignete Anlage zusammen. Ich gehe mal davon aus, daß das Haus dein Eigentum ist und du nach der Installation von der Antennenanlage für die nächsten 20 Jahre oder noch länger erwartest, daß sie problemlos ihren Dienst tut. Auf gut Deutsch: Spitzenqualität ist angesagt.
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Alt 20.01.2008, 22:53   # 6
hhjake
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Oha ich glaube da kommt etwas auf mich zu!
Auf jeden Fall hast du recht, das Haus gehört mir und ich will anschl. Ruhe haben vor Kabeldeutschland.
Die wesentliche Frage die sich mir noch stellt, müssen an jeder Enddose zwei Kabel ankommen?
Das Kabel ins Wohnzimmer ist einfach nur durch die Kellerdecke geführt, läuft dort an der Fußleiste bis zur Aufputzdose.
Im Keller kommt das Kabel aus dem Leerrohr und verläuft auf der Wand in die Aufputzdose.
Bleib nur noch das Kabel in den ersten Stock. Hier bietet sich m.E. eine Neuverlegung zurück durch den Schornstein über den Dachboden in die beiden Zimmer.
Ich habe in der Anlage mal versucht meine "Kabellage" mit einem Plan zu erläutern. Vielleicht hab ich mich vorher nicht richtig ausgedrückt. Ich hoffe das die Datei hilfreich ist. Leider bin ich in diesen Datenangelegenheiten auch kein Könner.
Angehängte Dateien
Dateityp: zip Kabelplan.zip (2,7 KB, 15x aufgerufen)
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Alt 21.01.2008, 01:14   # 7
King W.
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Nein. Ideal wäre es, wenn zu jeder Dose ein Kabel führt, das vom Kellerverteiler - wenn der Verteiler denn dort bleibt - abgeht. Mehr ist nicht nötig.

Ausnahme:
Wenn im Wohnzimmer ein Twin-Receiver angeschlossen werden soll (ein Programm sehen, ein anderes aufnehmen), sind zwei Kabel wünschenswert, diese werden dann an eine Doppelsteckdose angeschlossen und ermöglichen den Betrieb der beiden Empfangsteile unabhängig voneinander. Mit nur einem Anschluß kann man die beiden Empfangsteile überbrücken und dann vom gleichen Band aufnehmen und sehen. Möglich z.B. ZDF sehen und SAT1 aufnehmen oder N3 sehen und Eurosport aufnehmen, aber nicht DSF sehen und RTL aufnehmen (verschiedene Bänder).

Wenn du über den Schornstein zurück willst bis unters Dach und von dort zurück in den 1. Stock, so gibt es doch eine einfachere und technisch viel bessere Möglichkeit: Bringe den Multischalter doch direkt unter dem Dach an.

Der Multischalter, den ich dir empfehlen möchte, hat 8 Ausgänge, d.h. es ist genügend Reserve vorhanden. Mit zwei oder drei Kabeln gehst du von dort aus direkt in die 1. Etage, entweder an passender Stelle durch die Decke, oder aber durch den Schornstein. In meinem Beitrag über die vollautomatische Drehanlage habe ich beschrieben, wie das relativ problemlos funktioniert, ohne ein Riesenloch machen zu müssen.

Mit den übrigen Kabeln gehst du vom Dachboden aus ebenfalls durch den Schornstein in den Keller und von dort aus direkt weiter zum Kelleranschluß und zu den Anschlüssen im Wohnzimmer. Ruhig mal ein Kabel mehr ziehen, als unbedingt erforderlich ist, der Schalter hat genügend Reserve. Vielleicht wird ja irgendwann mal umdisponiert und in den Keller kommt ebenfalls ein Twin-Receiver. Angenehm, wenn dann schon ein Kabel im Keller liegt ...

Langsam wird die Sache spannend, schreib mal zurück.
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Alt 21.01.2008, 06:47   # 8
hhjake
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Das hört sich gut an.
Ich glaube diese Situation hast Du auch schon einmal beschrieben.
Multischalter auf dem Dachboden. Frage Stromanschluss?
Von dort in die beiden Zimmer im ersten Stock und ein Kabel oder mehr in den Keller zum Verteiler. Dieser muss sicherlich auch ausgetauscht werden.
Twin oder zweiter Receiver im Wohnzimmer ist auch richtig. Nur dort soll ggf. auch mal etwas aufgezeichnet werden.
Ich glaube diese Lösung ist gut.
Nun bleibt nur noch die Frage was brauche ich alles.
Von einem Bekannten kann ich folgenden Receiver bekommen:
Quali-TV QS 1080 IR Dekodiert QPSK (Keller)
Weiterhin habe ich mich aufgrund Deiner Beiträge für einen:
PACE DS810XE HDMI (Wohnzimmer)
entschieden.
Für die anderen Zimmer langt erst einmal ein einfacher SAT-Receiver.
Ich bin gespannt auf Deine Antwort.- DANKE!!!
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Alt 22.01.2008, 20:48   # 9
King W.
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So, dann wollen wir mal:

Antenne: Das Wetter bei euch oben an der Waterkant kenne ich - war schon ein paarmal da. Da brauchst du was Stabiles und Wetterfestes. Zur Zeit eine der besten Antennen auf dem Markt ist die TDE 88 von Triax/Hirschmann. Aufgrund ihrer Konstruktion ist sie absolut wetterfest und korrosionsbeständig. Du kannst mit einer Lebensdauer von über 20 Jahren rechnen, auch bei Seeklima. Die Antenne ist in hellgrau, anthrazit oder ziegelrot lieferbar. Die Montage bitte mit 2 Mann durchführen, das Teil ist wirklich schwer (~ 10 kg)

LNB: Hier kann man sparen. Das MTI Supreme Blue Quattro eignet sich für deinen Einsatzzweck ganz hervorragend - trotz des niedrigen Preises. Ein geringes Rauschmaß und eine hohe Polarisationsentkopplung zeichnet dieses LNB aus. Für den Betrieb mit einem Multischalter ist es optimal geeignet.

Multischalter: Hier mischt zur Zeit der renommierte spanische Hersteller FTE mit guter Qualität zu recht günstigen Preisen den Markt auf. Für deinen Zweck ist dieser Schalter der richtige. Vorteilhaft ist die Einstellmöglichkeit der Eingangssignale: Die Regler werden bei der Montage zunächst in Mittelstellung gebracht, nach Fertigstellung wird der Empfang überprüft. Die Regler werden dann experimentell so eingestellt, daß auch bei schlechtem Wetter der Empfang einwandfrei ist, daß aber nichts übersteuert.

Das wären die wichtigsten Komponenten.

Für den Schalter ist ein Stromanschluß erforderlich, allerdings ist der Stromverbrauch gering. Jede ordnungsgemäß installierte Stromleitung ist geeignet.

Für die Montage der Antenne eignet sich ein Dachsparrenhalter. Einfach ein paar Dachpfannen abnehmen, den Rahmen aufschrauben, den Mast an geeigneter Stelle aufrichten und festziehen. Die Dachpfannen wieder auflegen, eine davon durch eine Kunststoff-Pfanne und eine Manschette ersetzen - fertig. Die Montage mit einem herkömmlichen Mast ist natürlich auch möglich, allerdings müßte ein solcher Mast als Sperrgut verschickt werden - das kostet ... Deshalb: wenn du einen normalen Mast verwenden möchtest, den bitte im örtlichen Handel besorgen.

Dann benötigst du noch gutes Antennenkabel. Wenn ein Funktelefon im Haus ist (speziell Siemens Gigaset), sollte schon hoch geschirmtes Kabel verwendet werden. Darüber hinaus zeichnet sich das Kabel durch eine geringe Dämpfung aus - wichtig bei größeren Kabellängen. Bei einer Anlage deiner Größenordnung kommst du mit 2 Rollen gut hin. Weiterhin erforderlich: F-Stecker. Bei einer voll ausgebauten Anlage sind es 34 Stück. Mit dabei sind die Stecker für die Anschlußleitungen der Receiver, herzustellen aus je einem Stück Antennenkabel und 2 Steckern.

Vermutlich müssen die Antennendosen noch durch SAT-taugliche Exemplare ersetzt werden. Für die Stellen, wo mal ein Twin-Receiver stehen soll, nimm bitte diese Dosen.

Mit den angegebenen Komponenten bekommst du eine gute und tadellos funktionierende Anlage, die viele Jahre störungsfrei funktionieren wird.

Als Wohnzimmerreceiver kannst du selbstverständlich den 810XE verwenden. Trotz seines -gemessen an anderen HD-Receivern - sehr geringen Preises sind Bildqualität und Bedienung schon überzeugend. Allerdings ist es kein TWIN-Receiver, d.h. ein Programm sehen und gleichzeitig ein anderes aufzeichnen funktioniert mit diesem Receiver nicht.

Für die übrigen Räume kann ich dir im Moment einen guten Markenreceiver empfehlen, zum Schnäppchenpreis. Es handelt sich um den Humax CR-Fox, der normalerweise in der 80 - 100€ Klasse angesiedelt ist, also keineswegs zu den Billigangeboten zählt. Zur Zeit wird dieser Receiver von Arena subventioniert und ist deshalb hier praktisch um halben Preis zu bekommen. Eine Verpflichtung, Arena deswegen auch zu abonnieren, besteht nicht. Ohne Arena-Karte empfängt der Receiver die freien Programme in tadelloser Qualität.

Ich hoffe, deine Vorstellungen einigermaßen getroffen zu haben. Schreib mal zurück, wie es weiter geht, es interessiert mich.
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Alt 22.01.2008, 21:46   # 10
hhjake
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Vielen Dank für die Einkaufsliste! Dann werde ich mich mal ans Werk machen.

Eine Frage noch zum Radioempfang und zur Absicherung der Antenne.
Muß ich noch eine gesonderte Antenne für den Radioempfang installieren. Muß die Antenne auf dem Dach geerdet werden?

Und wenn es dann endlich aufhört zu regnen geht es los!
Bis hierhin erst einmal herzlichen Dank!
Selbstverständlich werden ich ggf. auch nach Bauabschnitten berichten!
DANKE!!!
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Alt 22.01.2008, 22:17   # 11
King W.
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Für den Radioempfang kannst du einen UKW-Ringdipol montieren und an dem Multischalter anschließen. Dieser verteilt dann das Signal mit und es steht an jeder Antennensteckdose zur Verfügung.

Das lohnt aber nur für die regionalen UKW-Programme. Die überregionalen Programme, darunter z.B. auch alle Programme vom NDR, werden vom Astra übertragen - in digitaler Qualität, kannst du mit jedem Receiver empfangen. Einmal gehört, wirst du die nicht mehr über UKW empfangen wollen ...

Eine UKW-Antenne kann SEH auch liefern (knapp 20€), sie ist aber noch nicht gelistet. Wenn du bestellst, einfach in das Feld Bemerkungen "1 UKW-Antenne" eintragen, oder telefonisch bestellen (02323/61887).

Das Erden der Antenne als Blitzschutz ist zwar vorgeschrieben (mit 16 Quadratmillimeter-Kabel), aber man kann diese Vorschrift auch hinterfragen: Der Blitz sucht sich immer die einfachste Verbindung zur Erde. Es könnte deshalb sein, daß der Blitz gerade durch die Erdung angezogen wird. Liegt denn das Haus besonders exponiert oder blitzgefährdet? Dann solltest du die Antenne in der Tat erden. In meinem Beitrag über die vollautomatische Drehanlage habe ich etwas dazu geschrieben.
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Alt 23.01.2008, 19:24   # 12
hhjake
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Hallo King W.

unter den genannten Bedingungen kann ich das mit der Radioantenne getrost vergessen, denn bei uns wird enjoy gehört oder ähnliches.

Tja, und das mein Reihenhaus nun exponierter Lage liegt kann ich wirklich nicht behaupten. Ein Mittelreihenhaus unter vielen Reihen, mit hohen Bäumen und noch höheren Antennen. D.h. das kann ich mir auch sparen. Im übrigen habe ich gehört, das dieser Anschluss, soll er dann anschließend ggf. versicherungstechnisch relevant werden, auch durch einen "Fachmann" durchgeführt werden muss.

Bis später - DANKE!!!
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Alt 23.01.2008, 21:13   # 13
hhjake
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Sorry, jetzt habe ich doch noch Fragen, weil sie auch den Einkauf betreffen werden:
Zur Verkabelung
Vom Multischalter auf dem Dachboden geht ein Kabel durch den Schornstein in den Keller zum Verteiler (der müsste sicherlich auch noch gewechselt werden) . Von dem Verteiler gehen zwei Kabel zu einer Doppelsteckdose im Wohnzimmer um ggf. Twin-Receiver anzuschließen und ein Kabel zur Enddose im Keller?!
Zur Antenne
Hast du da noch eine Alternative? Die vorgeschlagene Antenne ist sicherlich ein super Teil, aber vielleicht doch etwas heftig im Preis

Gruß aus Hamburg
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Alt 23.01.2008, 22:25   # 14
King W.
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Nein, nicht richtig.
Der Verteiler im Keller entfällt ersatzlos. Du müßtest mit 3 Kabeln in den Keller und weiter zur Twin-Dose und zur Enddose im Keller. Ein Kabel vom Schalter in den Keller reicht auf keinen Fall. Wie gesagt, jeder Receiver braucht eine eigene, durchgehende Anschlußleitung bis an den Multischalter. Die Leitung arbeitet in beide Richtungen: Vom Multischalter kommt das SAT-Signal zum Receiver und vom Receiver zum Multischalter gehen die Steuersignale, um das richtige Band anzufordern. Hängen nun z.B. zwei Receiver an einem Kabel, so kann es dazu kommen, daß z.B. ein Receiver Hochband/Horizontal anfordert, weil ARD empfangen werden soll und der andere Receiver Hochband/Vertikal, um DSF zu empfangen. Es entsteht ein Konflikt auf der Leitung und der Multischalter "weiß" dann nicht mehr, was er machen soll. Zumindest ein Receiver wird nicht mehr funktionieren.

Also, das Kabel bitte reichlich disponieren. Erfahrungsgemäß braucht man immer mehr, als man vorher berechnet hat. Geht mir jedenfalls immer so.

Als günstige Alternative zur TDE 88 kann ich dir die Alcan-Antenne empfehlen. Auch von diesen Antennen habe ich schon etliche verbaut, ein paar hängen mittlerweile über 10 Jahre und funktionieren nach wie vor. Wenn du etwas sparen möchtest, ist diese Antenne ein guter Kompromiß zwischen Kosten und Haltbarkeit.

Gruß von Herne (ein Steinwurf vom Noch-Nokia-Werk entfernt) nach Hamburg zurück.
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Alt 10.02.2008, 21:09   # 15
hhjake
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Hallo King W.

hier mal ein Zwischenbericht.
Die Einkäufe sind erledigt. Die ersten Kabel verlegt, Dosen gesetzt. Teilweise waren die alten Kabelwege nicht nutzbar, da half dann 14mm zum Deckendurchbruch. Ich werde erst einmal die Innenarbeiten abschließen, am Ende kommt die Schüssel aufs Dach.
So weit erst einmal bis später!!
Gruß aus Hamburg
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Alt 22.02.2008, 13:17   # 16
hhjake
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Hallo King W.,

es ist vollbracht!!!!!!!!!!!
Alle Kabel sind verlegt, die Schüssel ist auf dem Dach, der Multischalter ist eingeschaltet. Soweit hat alles, dank des guten Rates und der Empfehlung, geklappt. Die Schüssel sitzt fest, obwohl wir heute wieder echtes Hamburg-Wetter haben.
Ich habe mir bei ASTRA die erforderlichen Daten geholt, damit ich die SAT-Antenne nach den Grad-Angaben einrichten kann.
Der Receiver zeigt mir eine fast vollständige Signalstärke an, jedoch keine Qualität - also kein Bild.
Hast Du auch hier noch einen Rat?
Gruß
hhjake
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Alt 22.02.2008, 20:37   # 17
grimreaper
 
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Die Signalstärke ist, wenn ich mich noch recht an die Einstellung meiner Schüssel entsinne nur das Signal vom Multischalter.
Du musst also wahrscheinlich nochmal die Schüssel einstellen.
Nur mit den errechneten Werten wird das meistens nix.

Hast Du mal mit einem analogem Receiver geschaut ob Du überhaupt ein Bild hast?
Nicht, dass doch irgendetwas am Receiver verstellt ist und es deshalb nicht funktioniert.
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Alt 26.02.2008, 21:42   # 18
hhjake
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Hallo an alle die mich unterstützt haben,


D A N K E !!!!!

Für die Einstellung habe ich mir nun doch noch einen Bescheidwisser aufs Dach geholt.
Leider musste ich mir sagen lassen, dass ich besser auf die Anschlüsse LH/HH/LV/HV hätte achten müssen. Die Anschlüsse müssen passend sein mit dem Mulitschalter, sonst funktioniert nichts. Das stand leider bei der Beschreibung des LNB nicht dabei. Egal jetzt passt alles.
Der Bescheidwisser hatte auch einen SAT-Finder mit so war die Schüssel nach 10 Minuten fertig ausgerichtet.

Noch einmal vielen Dank für die Unterstützung.

Gruß aus Hamburg
hhjake
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Alt 26.02.2008, 21:51   # 19
grimreaper
 
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Na das ist ja super. Viel Spaß.

Man kann ebend nicht alles wissen, und die Einstellung der Schüssel kostet schon Nerven, wenn man das noch nie gemacht hat, da ist es doch gut wenn man das machen lässt
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Alt 18.07.2010, 15:28   # 20
hhjake
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Nachdem meine SAT-Anlage nun über 2 Jahre dank des Forums störungsfrei funktioniert. Komme ich heute noch einmal auf das Thema Radioempfang.

Für die verschiedenen Zimmer habe ich für den TV-Empfang unterschiedliche Receiver beschafft.

Für den Radioempfang habe ich Sony STR-DB 790 angeschlossen an die bis dato noch vorhandene Kabelanschlussdose.

Im Rahmen einer Wohnzimmerrenovierung ist dieser Anschluss nicht mehr vorhanden. Ich möchte den Receiver aber weiterhin verwenden um Radiosender zu empfangen. Mit der einfachen Verbindung mit einem Koaxialkabel zwischen Sat-Anschlussdose und Receiver funktioniert der Empfang von z.B. Radio Hamburg etc. nicht.

Hier benötige noch einmal Eure Unterstützung.
Vielen Dank im Voraus.

[QUOTE=King W.;487042]Für den Radioempfang kannst du einen UKW-Ringdipol montieren und an dem Multischalter anschließen. Dieser verteilt dann das Signal mit und es steht an jeder Antennensteckdose zur Verfügung.

Das lohnt aber nur für die regionalen UKW-Programme. Die überregionalen Programme, darunter z.B. auch alle Programme vom NDR, werden vom Astra übertragen - in digitaler Qualität, kannst du mit jedem Receiver empfangen. Einmal gehört, wirst du die nicht mehr über UKW empfangen wollen ...

Eine UKW-Antenne kann SEH auch liefern (knapp 20€), sie ist aber noch nicht gelistet. Wenn du bestellst, einfach in das Feld Bemerkungen "1 UKW-Antenne" eintragen, oder telefonisch bestellen (02323/61887).
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Alt 28.05.2012, 16:25 # --
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