| | # 2 | |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Das hoffe ich auch, also versuchen wir es einmal. Zitat:
Eine vernünftige SAT-Verteilung setzt sternförmig verlegte Kabel voraus. Zwar gibt es, als Notbehelf sozusagen, Einkabellösungen bei denen mehrere Dosen an einem Kabel angeschlossen werden können, jedoch bedeutet eine solche Einkabellösung immer einen Kompromiß. Es ist teurer, als eine normale Verteilung und es sind weniger Programme empfangbar (die deutschen Programme sind aber alle zu bekommen). Die wichtigste Frage deshalb: Ist die vorhandene Verkabelung mit einigermaßen vertretbarem Aufwand zu ändern, so daß jede Dose ihre eigene Verbindung zum Schalter bekommt? Optimal wäre es, wenn Leerrohre vorhanden sind, in die neue Kabel eingezogen werden können. Bei Platzproblemen kann auf das dünne 4,8 mm Kabel zurückgegriffen werden, wenn die Entfernungen nicht allzu groß sind (so bis ca. 10m). Wegen der Montage mache dir mal keine Kopfschmerzen, das ist nicht besonders kompliziert. Hier empfiehlt sich eine Aufdachhalterung, die auch bei ausgebautem Dachgeschoß verwendet werden kann. Die Montage ist sehr einfach: Der Rahmen wird auf die Dachbalken aufgeschraubt, der Mast hochgeklappt und festgezogen, die vorher entfernten Dachpfannen wieder aufgelegt. Eine der Dachpfannen wird duch eine Kunststoff-Pfanne mit Mastdurchführung ersetzt, eine Dichtmanschette übergezogen - und fertig. Dann mußt du dir nur noch überlegen, wie du mit den Kabeln (4 Stück) vom Dach zum Keller kommst. Schreib mal zurück, wie das mit der Verkabelung aussieht, dann sehen wir weiter. Gern stele ich dir dann eine passende Anlage zusammen.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! | |
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| | # 5 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Stimmt. Ein Hinzuschieben eines weiteren Kabels klappt unter diesen Umständen nicht. Trotzdem ist es nicht unmöglich, zwei Kabel ins Leerrohr zu bekommen. In den Baumärkten gibt es spezielle Einzugskabel aus Nylon mit einer sehr stabilen Metallöse. An dieser Öse das alte Kabel befestigen und dann herausziehen. Dann ist das Einzugskabel im Leerrohr. Die neuen Kabel so weit abisolieren, daß die Innenleiter ca 10 cm frei sind. Durch die Öse stecken und verrödeln. Das Ganze vom Kabel zur Öse hin stramm mit Isolierband umwickeln, damit sich beim Einziehen nichts verhakt. Wenn man nun mit 2 Mann arbeitet, indem einer zieht und einer die beiden Kabel geradehält und nachdrückt, funktioniert es recht gut. Voraussetzung ist natürlich ein ausreichender Querschnitt des Leerrohres. Die beiden Kabel müssen schon hineinpassen. Notfalls auf dünnere Kabel ausweichen. Eins der Kabel wieder an die Antennensteckdose anschließen, das andere mit einer Kupplung und 2 F-Steckern mit dem weiterführenden Kabel verbinden. Auf diese Weise haben beide Dosen ihre eigene Zuführung. Kupplung und zwei F-Stecker, fertig montiert, passen allerdings nicht in eine normale Installationsdose. Vielleicht kann man die Wand hinter der Dose etwas ausarbeiten, bis es paßt. Eine weitere Möglichkeit ist die Benutzung eines "Vorrangschalters". Das ist ein kleiner Schalter mit einem Eingang und zwei Ausgängen. An den Eingang kommt das Kabel vom Keller, an die Ausgänge die beiden Antennensteckdosen. Der Receiver an Ausgang A ist der Master, er bestimmt das Band, das beim Schalter angefordert wird, B kann ein Programm vom gleichen Band empfangen. Wird "A" ausgeschaltet, so wird "B" zum Master und kann nun selbst den Multischalter betätigen. Da ohnehin fast alle deutschen Programme (Ausnahme: DSF, Viva und einige Exoten) auf Horizontal/Hochband senden, ist dies nicht einmal eine deutliche Einschränkung. Zur Not lassen sich auch 2 Vorrangschalter hintereinander anbringen. Allerdings - das ist nur die zweitbeste Lösung. Erfreulich aber: Ein derartiger Vorrangschalter kostet weniger als 15€. Noch eine Möglichkeit bietet seit einiger Zeit der Hersteller Kathrein: Mit einer speziellen Technik ist es möglich, bis zu 4 Receiver an einem Kabel zu betreiben. Diese Receiver müsen den Standard EN 50494 unterstützen, es ist also nicht jeder Digitalreceiver tauglich. Einige gute und bekannte Firmen unterstützen diesen Standard aber schon (u.a. der Marktführer TechniSat). Das entsprechende Bauteil von Kathrein, EXR 551 bzw. EXR 552 ist auch nicht ganz billig (ca 120€). Ein EXR 551 unterstützt bis zu 4 Receiver an einem Kabel, ein EXR 552 bis zu 2 Reciver an einem Kabel, hat dafür aber zwei Ausgänge. Ich fasse die drei Möglichkeiten mal zusammen: 1) Kabel neu verlegen Vorteile: relativ preisgünstig, alle Receiver können unabhängig voneinander betrieben werden, keine Einschränkung hinsichtlich der Auswahl der Receiver. Nachteil: Einiges an Arbeitsaufwand. 2) Vorrangschalter Vorteil: Preisgünstig, wenig Arbeitsaufwand, jeder Receiver kann genutzt werden Nachteil: die Receiver sind nicht völlig unabhängig voneinander 3) EXR 551 / 552 Vorteile: kaum Arbeit, die vorhandene Installation kann weiter genutzt werden, bis zu 4 Receivern pro Kabelstrang nutzbar, die Receiver sind voneinander unabhängig. Nachteile: recht teuer, spezielle Receiver, die EN 50494 unterstützen, sind notwendig. Die drei Möglichkeiten beziehen sich nur auf die Installation ab Keller. Eine Antenne, ein LNB und einen Multischalter brauchst du in jedem Fall. Sei nicht böse, aber jetzt mußt du entscheiden, was du möchtest. Schreib mal zurück, dann stelle ich dir gern eine für dich optimal geeignete Anlage zusammen. Ich gehe mal davon aus, daß das Haus dein Eigentum ist und du nach der Installation von der Antennenanlage für die nächsten 20 Jahre oder noch länger erwartest, daß sie problemlos ihren Dienst tut. Auf gut Deutsch: Spitzenqualität ist angesagt.
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| | # 7 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Nein. Ideal wäre es, wenn zu jeder Dose ein Kabel führt, das vom Kellerverteiler - wenn der Verteiler denn dort bleibt - abgeht. Mehr ist nicht nötig. Ausnahme: Wenn im Wohnzimmer ein Twin-Receiver angeschlossen werden soll (ein Programm sehen, ein anderes aufnehmen), sind zwei Kabel wünschenswert, diese werden dann an eine Doppelsteckdose angeschlossen und ermöglichen den Betrieb der beiden Empfangsteile unabhängig voneinander. Mit nur einem Anschluß kann man die beiden Empfangsteile überbrücken und dann vom gleichen Band aufnehmen und sehen. Möglich z.B. ZDF sehen und SAT1 aufnehmen oder N3 sehen und Eurosport aufnehmen, aber nicht DSF sehen und RTL aufnehmen (verschiedene Bänder). Wenn du über den Schornstein zurück willst bis unters Dach und von dort zurück in den 1. Stock, so gibt es doch eine einfachere und technisch viel bessere Möglichkeit: Bringe den Multischalter doch direkt unter dem Dach an. Der Multischalter, den ich dir empfehlen möchte, hat 8 Ausgänge, d.h. es ist genügend Reserve vorhanden. Mit zwei oder drei Kabeln gehst du von dort aus direkt in die 1. Etage, entweder an passender Stelle durch die Decke, oder aber durch den Schornstein. In meinem Beitrag über die vollautomatische Drehanlage habe ich beschrieben, wie das relativ problemlos funktioniert, ohne ein Riesenloch machen zu müssen. Mit den übrigen Kabeln gehst du vom Dachboden aus ebenfalls durch den Schornstein in den Keller und von dort aus direkt weiter zum Kelleranschluß und zu den Anschlüssen im Wohnzimmer. Ruhig mal ein Kabel mehr ziehen, als unbedingt erforderlich ist, der Schalter hat genügend Reserve. Vielleicht wird ja irgendwann mal umdisponiert und in den Keller kommt ebenfalls ein Twin-Receiver. Angenehm, wenn dann schon ein Kabel im Keller liegt ... Langsam wird die Sache spannend, schreib mal zurück.
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| So, dann wollen wir mal: Antenne: Das Wetter bei euch oben an der Waterkant kenne ich - war schon ein paarmal da. Da brauchst du was Stabiles und Wetterfestes. Zur Zeit eine der besten Antennen auf dem Markt ist die TDE 88 von Triax/Hirschmann. Aufgrund ihrer Konstruktion ist sie absolut wetterfest und korrosionsbeständig. Du kannst mit einer Lebensdauer von über 20 Jahren rechnen, auch bei Seeklima. Die Antenne ist in hellgrau, anthrazit oder ziegelrot lieferbar. Die Montage bitte mit 2 Mann durchführen, das Teil ist wirklich schwer (~ 10 kg) LNB: Hier kann man sparen. Das MTI Supreme Blue Quattro eignet sich für deinen Einsatzzweck ganz hervorragend - trotz des niedrigen Preises. Ein geringes Rauschmaß und eine hohe Polarisationsentkopplung zeichnet dieses LNB aus. Für den Betrieb mit einem Multischalter ist es optimal geeignet. Multischalter: Hier mischt zur Zeit der renommierte spanische Hersteller FTE mit guter Qualität zu recht günstigen Preisen den Markt auf. Für deinen Zweck ist dieser Schalter der richtige. Vorteilhaft ist die Einstellmöglichkeit der Eingangssignale: Die Regler werden bei der Montage zunächst in Mittelstellung gebracht, nach Fertigstellung wird der Empfang überprüft. Die Regler werden dann experimentell so eingestellt, daß auch bei schlechtem Wetter der Empfang einwandfrei ist, daß aber nichts übersteuert. Das wären die wichtigsten Komponenten. Für den Schalter ist ein Stromanschluß erforderlich, allerdings ist der Stromverbrauch gering. Jede ordnungsgemäß installierte Stromleitung ist geeignet. Für die Montage der Antenne eignet sich ein Dachsparrenhalter. Einfach ein paar Dachpfannen abnehmen, den Rahmen aufschrauben, den Mast an geeigneter Stelle aufrichten und festziehen. Die Dachpfannen wieder auflegen, eine davon durch eine Kunststoff-Pfanne und eine Manschette ersetzen - fertig. Die Montage mit einem herkömmlichen Mast ist natürlich auch möglich, allerdings müßte ein solcher Mast als Sperrgut verschickt werden - das kostet ... Deshalb: wenn du einen normalen Mast verwenden möchtest, den bitte im örtlichen Handel besorgen. Dann benötigst du noch gutes Antennenkabel. Wenn ein Funktelefon im Haus ist (speziell Siemens Gigaset), sollte schon hoch geschirmtes Kabel verwendet werden. Darüber hinaus zeichnet sich das Kabel durch eine geringe Dämpfung aus - wichtig bei größeren Kabellängen. Bei einer Anlage deiner Größenordnung kommst du mit 2 Rollen gut hin. Weiterhin erforderlich: F-Stecker. Bei einer voll ausgebauten Anlage sind es 34 Stück. Mit dabei sind die Stecker für die Anschlußleitungen der Receiver, herzustellen aus je einem Stück Antennenkabel und 2 Steckern. Vermutlich müssen die Antennendosen noch durch SAT-taugliche Exemplare ersetzt werden. Für die Stellen, wo mal ein Twin-Receiver stehen soll, nimm bitte diese Dosen. Mit den angegebenen Komponenten bekommst du eine gute und tadellos funktionierende Anlage, die viele Jahre störungsfrei funktionieren wird. Als Wohnzimmerreceiver kannst du selbstverständlich den 810XE verwenden. Trotz seines -gemessen an anderen HD-Receivern - sehr geringen Preises sind Bildqualität und Bedienung schon überzeugend. Allerdings ist es kein TWIN-Receiver, d.h. ein Programm sehen und gleichzeitig ein anderes aufzeichnen funktioniert mit diesem Receiver nicht. Für die übrigen Räume kann ich dir im Moment einen guten Markenreceiver empfehlen, zum Schnäppchenpreis. Es handelt sich um den Humax CR-Fox, der normalerweise in der 80 - 100 Klasse angesiedelt ist, also keineswegs zu den Billigangeboten zählt. Zur Zeit wird dieser Receiver von Arena subventioniert und ist deshalb hier praktisch um halben Preis zu bekommen. Eine Verpflichtung, Arena deswegen auch zu abonnieren, besteht nicht. Ohne Arena-Karte empfängt der Receiver die freien Programme in tadelloser Qualität. Ich hoffe, deine Vorstellungen einigermaßen getroffen zu haben. Schreib mal zurück, wie es weiter geht, es interessiert mich.
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| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
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| Nein, nicht richtig. Der Verteiler im Keller entfällt ersatzlos. Du müßtest mit 3 Kabeln in den Keller und weiter zur Twin-Dose und zur Enddose im Keller. Ein Kabel vom Schalter in den Keller reicht auf keinen Fall. Wie gesagt, jeder Receiver braucht eine eigene, durchgehende Anschlußleitung bis an den Multischalter. Die Leitung arbeitet in beide Richtungen: Vom Multischalter kommt das SAT-Signal zum Receiver und vom Receiver zum Multischalter gehen die Steuersignale, um das richtige Band anzufordern. Hängen nun z.B. zwei Receiver an einem Kabel, so kann es dazu kommen, daß z.B. ein Receiver Hochband/Horizontal anfordert, weil ARD empfangen werden soll und der andere Receiver Hochband/Vertikal, um DSF zu empfangen. Es entsteht ein Konflikt auf der Leitung und der Multischalter "weiß" dann nicht mehr, was er machen soll. Zumindest ein Receiver wird nicht mehr funktionieren. Also, das Kabel bitte reichlich disponieren. Erfahrungsgemäß braucht man immer mehr, als man vorher berechnet hat. Geht mir jedenfalls immer so. Als günstige Alternative zur TDE 88 kann ich dir die Alcan-Antenne empfehlen. Auch von diesen Antennen habe ich schon etliche verbaut, ein paar hängen mittlerweile über 10 Jahre und funktionieren nach wie vor. Wenn du etwas sparen möchtest, ist diese Antenne ein guter Kompromiß zwischen Kosten und Haltbarkeit. Gruß von Herne (ein Steinwurf vom Noch-Nokia-Werk entfernt) nach Hamburg zurück.
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