Sat Anlage für Balkon. Bitte Feedback zu meiner Lösungsidee

Alt 07.12.2007, 20:35   # 1
DoLittle
 
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Beiträge: 4
Hallo zusammen,
schön, dass es dieses Forum mit so kompetenten Teilnehmern gibt. Daher hoffe ich auch ein paar konstruktive Antworten und Ideen zu meinem Vorhaben zu bekommen.
Vorneweg muss ich vorausschicken, dass ich bisher nur wenig Erfahrung mit Antennenbau habe und die bezieht sich auf terrestrische, analoge Installationen in Busbauweise. Also quasi alte Schule.

Ausgangssituation und Zielsetzung
Wir haben eine Eigentumswohnung mit Südbalkon. In unserer Anlage werden die Programme zwar vom Satelliten empfangen, aber nur analog und dann auch noch umgesetzt in ich glaube VHF, also den Bereich, in dem normale terrestrische Programme laufen. Die Leute sind sehr konservativ, was Fernsehen angeht. Daher möchte ich mich sozusagen programmtechnisch selbstständig machen. Worte digital und HDTV sind hier ebenfalls fremd.

Es gilt insgesamt bis zu 4 Zimmer zu versorgen, davon das Wohnzimmer auch mit mehreren Anschlüssen z.B. für Twin Receiver. Eine Sternverkabelung in die Räume existiert bereits mit einem modernen 8 Jahre alten doppelt geschirmten Kabel. Daher sollte dies kein Problem sein. Die Nachbarn über uns haben grundsätzlich auch Interesse, daher sollte die Anlage so ausgelegt sein, dass dies theoretisch als Erweiterung auch machbar sein sollte.

Lösungsidee
Nach vielen Recherchen und Messungen habe ich derzeit folgenden Plan entwickelt:
  • Schüssel DigiDish 45, weil unser Balkon recht klein ist und sie auch recht unauffällig montierbar ist.
  • Quattro LNB für den Multischalter.
  • Multischalter 5/12 um die eigenen Räume versorgen zu können und auch die Nachbarn zu bedienen, wenn gewünscht. Dieser wird im Wohnzimmer montiert, wo schon heute ein Verstärker den bestehenden wohnungsinternen Stern zentral versorgt.
  • Austausch der Antennendosen

Macht ein derartiger Aufbau aus Eurer Sicht Sinn, um das Ziel zu erreichen?
Welche Produkte für Multischalter, LNB und die Dosen könntet Ihr empfehlen? Ich möchte hier schon qualitativ gute Produkte einsetzen.
Und noch eine Frage, die sicher viele hier beantworten können. Bei der Bustopologie von Antennenanlagen kenne ich das so, dass die Dosen in Reihe geschaltet werden und die letzte Dose war eine besondere mit einem eingebauten Terminator. Gibt es so etwas bei Sat Dosen auch, obwohl es sich hier um eine Sterntopologie handelt, oder gibt es da nur eine Sorte, die man einfach anklemmt und fertig?

Vielen Dank jetzt schon einmal für Eure Antworten.

DoLittle
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Alt 09.12.2007, 13:46   # 2
DoLittle
Threadstarter
 
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Hallo zusammen,
gibt es irgendeinen Grund, der Euch davon abhält etwas zu meinem Beitrag zu schreiben? Es wäre wirklich nett, wenn Ihr mir zumindest ein paar Produktempfehlungen geben könntet.

Vielen Dank

DoLittle
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Alt 09.12.2007, 18:50   # 3
King W.
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Beiträge: 9.170
Hallo und erst einmal Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru:

Nein, es gibt keinen solchen Grund, selbstverständlich bekommst du auch Antwort. Ich hatte nur jetzt am Wochenende einiges um die Ohren, da ist das Forum ein bißchen zu kurz gekommen. Das betrifft aber nicht nur deinen Beitrag.

Da ich selbst eine Eigentumswohnung habe, ist mir ein derartiges Problem nicht unbekannt. Auch hier war zunächst nur eine Kanalaufbereitung mit 16 Programmen installiert. Ich habe dann das Problem so gelöst, daß ich das vorhandene LNB gegen ein (Invacom) Quattro ausgetauscht habe, mit Tiefband/Horizontal und Vertikal über einen 2x1 Splitter sowohl wieder in die Kanalaufbereitung wie auch auf einen separaten (Technisat 11x20) Multischalter gegangen bin. Die beiden Hochbänder habe ich direkt an den Multischalter angeschlossen. Nun bin ich mit dem Ausgang der Kanalaufbereitung in den terrestrischen Eingang des Multischalters gegangen, der jetzt die 16 aufbereiteten Programme mit verteilt. Nun steht an jedem Anschluß sowohl das SAT-Signal wie auch das Signal der Kanalaufbereitung zur Verfügung. Wer will, kann jetzt einen SAT-Receiver anschließen, für die übrigen ändert sich nichts.

Vielleicht ist etwas ähnliches bei euch ja auch zu machen.

Deine Idee, eine separate Verteilung für 2 Familien zu machen, ist natürlich auch durchführbar. Es könnte aber der Effekt auftreten, daß andere Mitbewohner dann, wenn sie die Bildqualität und die Programmvielfalt erst einmal kennengelernt haben, auch so etwas haben wollen und die Umbauerei dann weiter geht. Mein Vorschlag wäre auf jeden Fall, falls irgendwie machbar, die Hausanlage zu modifizieren.

Nun aber zu deiner Lösungsidee:

Bis auf den 1. Punkt ist alles OK und so machbar.

Die Digidish 45 ist allerdings recht klein und eigentlich nur für eine Einzelanlage gedacht. Ihr müßt bei einer dermaßen kleinen Antenne auf jeden Fall damit rechnen, bei schlechtem Wetter Empfangsstörungen zu haben. Verschärft wird die Situation noch dadurch, daß das Signal auf 12 Ausgänge verteilt werden soll.

Meine dringende Bitte: Tut euch das nicht an, ihr ärgert euch hinterher garantiert.

Für Mehrteilnehmerempfang nimmt man normalerweise eine Antenne in der Größenordnung 80 - 90 cm um auch noch etwas Schlechtwetterreserve zu haben. Bei beengten Platzverhältnissen geht es, insbesondere mit einem sehr leistungsfähigen LNB, auch noch etwas kleiner. Unter 60cm würde ich aber keinesfalls gehen. Deine Entscheidung für ein Produkt von TechniSat ist aber vollkommen in Ordnung, dieser Hersteller bietet wirklich Top-Qualität. Meine Empfehlung geht deshalb in Richtung Satman 650 plus. Ein Quattro-LNB ist mit dabei. Als Multischalter empfehle ich den FTE 5x12 NT. Der Vorteil speziell dieses Multischalters besteht in der Regelbarkeit der Eingangssignale. Bei unzureichendem Signalpegel kann mit den Reglern einfach die Verstärkung erhöht werden. Zu den Antennendosen gibt es nicht viel zu sagen: diese hier sind geeignet. Darüber hinaus benötigst du noch 44 F-Stecker und Kabel, Länge je nach örtlicher Gegebenheit. Du mußt 4x von der Antenne zum Multischalter und vom Multischalter aus zu den einzelnen Abnahmestellen. Hier kannst du das vorhandene Kabel weiter nutzen. Wenn es 8 Jahre alt ist, sollte es schon SAT-tauglich sein. Ferner brauchst du noch Verbindungsleitungen von den Dosen zu den Receivern, herzustellen aus einem Stück Antennenkabel und zwei F-Steckern. Bei der Berechnung der Anzahl dieser Stecker bin ich vom Maximalausbau der Anlage ausgegangen.

Die TechniSat-Antenne ist übrigens bei SEH nicht gelistet, aber zu bekommen. Einfach danach fragen (02323/61887).

Darüber hinaus benötigst du noch etwas zum Aufstellen der Antenne, also z.B. einen Balkongeländerhalter, eine Wandhalterung oder einen Standfuß.

Schreib mal zurück, wie es weiter geht, es interessiert mich.
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Alt 12.12.2007, 18:26   # 4
DoLittle
Threadstarter
 
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Beiträge: 4
Vielen Dank für die umfangreiche Antwort.
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
...Da ich selbst eine Eigentumswohnung habe, ist mir ein derartiges Problem nicht unbekannt. Auch hier war zunächst nur eine Kanalaufbereitung mit 16 Programmen installiert. Ich habe dann das Problem so gelöst, daß ich das vorhandene LNB gegen ein (Invacom) Quattro ausgetauscht habe, mit Tiefband/Horizontal und Vertikal über einen 2x1 Splitter sowohl wieder in die Kanalaufbereitung wie auch auf einen separaten (Technisat 11x20) Multischalter gegangen bin. Die beiden Hochbänder habe ich direkt an den Multischalter angeschlossen. Nun bin ich mit dem Ausgang der Kanalaufbereitung in den terrestrischen Eingang des Multischalters gegangen, der jetzt die 16 aufbereiteten Programme mit verteilt. Nun steht an jedem Anschluß sowohl das SAT-Signal wie auch das Signal der Kanalaufbereitung zur Verfügung. Wer will, kann jetzt einen SAT-Receiver anschließen, für die übrigen ändert sich nichts.
Sorry, aber hier hast Du mich etwas abgehängt. Verstehe ich Dich richtig, wenn Du Dir hier effektiv eine eigene Einkanallösung gebaut hast?

Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Vielleicht ist etwas ähnliches bei euch ja auch zu machen.
Eher nicht, mehr dazu weiter unten.

Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Deine Idee, eine separate Verteilung für 2 Familien zu machen, ist natürlich auch durchführbar. Es könnte aber der Effekt auftreten, daß andere Mitbewohner dann, wenn sie die Bildqualität und die Programmvielfalt erst einmal kennengelernt haben, auch so etwas haben wollen und die Umbauerei dann weiter geht. Mein Vorschlag wäre auf jeden Fall, falls irgendwie machbar, die Hausanlage zu modifizieren.
Hier liegt der Hase im Pfeffer. Wir reden hier über eine Eigentümergemeinschaft mit 74 Parteien. Vorwiegend alte Leute, denen ARTE am wichtigsten ist. Sicherlich wird auch hier in den nächsten Jahren wieder eine Umstellung anstehen. Alleine schon, weil die analogen Satellitensender sukzessive abgeschaltet werden. Dann kommt aber das nächste Problem, nämlich die Leitungen im Haus. Wir haben hier im schlechtesten Fall 8 Wohnungen, die über eine Reihenschaltung miteinander verbunden sind. Mit fast 40 Jahre alten Kabeln :cry:. Das bedeutet bei einer Umstellung, dass auch die Leitungen raus müssen. Ist sowiso mal fällig, aber die Leerrohre in der Wand haben 13mm. Das bedeutet, dass man im besten Fall 4 Kabel einziehen kann. Somit ist bei 8 Stockwerken eine Sternverkabelung unmöglich.
So wie ich das sehe haben wir hier nun folgende Möglichkeiten:
  1. Einkabellösung. Davon bin ich nicht wirklich begeistert.
  2. Ziehen der Kabel in neuen Schächten. Auch schwierig, da Betonbau.
  3. Einziehen von vier Kabeln und in jeder Wohnung wird das Signal extra aufbereitet. Puuuhh €€€€€€:schock: Teuer.
  4. Aufbereitung der digitalen Satelitensignale analog den analogen (schönes Wortspiel hihi). Darauf wird es vermutlich hinauslaufen, da die Leute erfahrungsgemäß kein Geld für Fernsehen ausgeben wollen. Ich bin hier Verwaltungsbeirat und bekomme das alles voll mit. Daher die Idee der Eigenversorgung, denn andernfalls muss ich die Kanäle nehmen, die von der Gemeinschaft in Abstimmung gewählt wurden, von HDTV ganz zu schweigen. Daher sind mir auch die anderen Nachbarn schlicht egal.

Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Bis auf den 1. Punkt ist alles OK und so machbar.

Die Digidish 45 ist allerdings recht klein und eigentlich nur für eine Einzelanlage gedacht. Ihr müßt bei einer dermaßen kleinen Antenne auf jeden Fall damit rechnen, bei schlechtem Wetter Empfangsstörungen zu haben. Verschärft wird die Situation noch dadurch, daß das Signal auf 12 Ausgänge verteilt werden soll.

Meine dringende Bitte: Tut euch das nicht an, ihr ärgert euch hinterher garantiert.

Für Mehrteilnehmerempfang nimmt man normalerweise eine Antenne in der Größenordnung 80 - 90 cm um auch noch etwas Schlechtwetterreserve zu haben. Bei beengten Platzverhältnissen geht es, insbesondere mit einem sehr leistungsfähigen LNB, auch noch etwas kleiner. Unter 60cm würde ich aber keinesfalls gehen. Deine Entscheidung für ein Produkt von TechniSat ist aber vollkommen in Ordnung, dieser Hersteller bietet wirklich Top-Qualität. Meine Empfehlung geht deshalb in Richtung Satman 650 plus. Ein Quattro-LNB ist mit dabei.
Hast Du selber Erfahrung mit der DigiDish, oder kennst Du jemanden. Denn in Fachzeitschriften wurde die Aussage von TechniSat, dass sie von der Empfangsleistung einer 60 cm Schüssel entspräche, angeblich messtechnisch bestätigt und auch verschiedene Forenbeiträge haben dies wohl im Grundsatz subjektiv bestätigt. Mir ist das deshalb so wichtig, da die 45 cm der Digidish eigentlich das Maximum darstellt, was ich von unserem 4 qm Balkon opfern wollte. 60 cm hab ich mal mit dem Meterstab simuliert und da wurde es mir echt übel. Der beinahe quadratische Schnitt des Balkons ist hier sehr ungünstig.
Darüber hinaus dachte ich, dass die Anzahl der angeschlossenen Teilnehmer eigentlich keine Rolle spielen würde, da die "Last" der Receiver meinem Verständnis nach der Multischalter tragen würde. Kannst Du mir bitte den Zusammenhang erklären? Außerdem sind die 12 Teilnehmer eher unwahrscheinlich. Ich habe mir nur gedacht lieber etwas zu groß, als zu klein zu Dimensionieren, da der preisliche Unterschied zwischen 8 und 12 Teilnehmer Multischaltern recht klein ist. Am Anfang werden es zwei oder drei Teilnehmer sein.
Zitat:
Zitat von King W. Beitrag anzeigen
Als Multischalter empfehle ich den FTE 5x12 NT. Der Vorteil speziell dieses Multischalters besteht in der Regelbarkeit der Eingangssignale. Bei unzureichendem Signalpegel kann mit den Reglern einfach die Verstärkung erhöht werden. Zu den Antennendosen gibt es nicht viel zu sagen: diese hier sind geeignet. Darüber hinaus benötigst du noch 44 F-Stecker und Kabel, Länge je nach örtlicher Gegebenheit. Du mußt 4x von der Antenne zum Multischalter und vom Multischalter aus zu den einzelnen Abnahmestellen. Hier kannst du das vorhandene Kabel weiter nutzen. Wenn es 8 Jahre alt ist, sollte es schon SAT-tauglich sein. Ferner brauchst du noch Verbindungsleitungen von den Dosen zu den Receivern, herzustellen aus einem Stück Antennenkabel und zwei F-Steckern. Bei der Berechnung der Anzahl dieser Stecker bin ich vom Maximalausbau der Anlage ausgegangen.

Die TechniSat-Antenne ist übrigens bei SEH nicht gelistet, aber zu bekommen. Einfach danach fragen (02323/61887).

Darüber hinaus benötigst du noch etwas zum Aufstellen der Antenne, also z.B. einen Balkongeländerhalter, eine Wandhalterung oder einen Standfuß.

Schreib mal zurück, wie es weiter geht, es interessiert mich.
Gehe ich recht in der Annahme, dass ich die Dosen einfach anklemmen muss und gut, oder? Es ist kein Terminator o.ä. notwendig?

Vielen Dank

DoLittle
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Alt 12.12.2007, 21:37   # 5
King W.
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74 Parteien - das verkompliziert die Situation natürlich. Andererseits ist gerade die Einkabellösung unter den gegebenen Umständen m.E. die beste Alternative. Natürlich richtet es sich auch danach, was empfangen werden soll. Wenn es hauptsächlich um die deutschen Programme geht, bedeutet die Einkabellösung nicht einmal eine große Einschränkung, denn alle gängigen deutschen Programme sind damit empfangbar. In der Regel ist nicht einmal ein Austausch der Kabel nötig, lediglich die Steckdosen müßten getauscht werden. Die analoge Kanalaufbereitung (mit Arte) kann auch bleiben, deren Ausgang wird einfach an die Einkabellösung angeschlossen und mit verteilt.

Für die 74 Parteien, die keinen Receiver wollen, ändert sich an der Empfangssituation zunächst nichts, aber wer will, kann einen Digitalreceiver anschließen und alle deutschen Programme (auch HD) damit empfangen. Hier sind unten auf der Seite die empfangbaren Programme verzeichnet.

Mit einer Investition von deutlich unter 2.000€, wobei der Löwenanteil auf die Steckdosen entfällt, wäre das gesamte Haus auf Digitalempfang umzustellen. Zusätzlicher Vorteil: Wenn die Analogprogramme abgeschaltet werden, funktioniert die Einkabellösung weiter. Dann müßten nur diejenigen, die bis dahin noch keinen Receiver haben, sich einen solchen zulegen.

Letztendlich müßt ihr aber selbst entscheiden, was ihr macht.

Zu mir: Ich habe keine Einkabellösung. Auch bei uns im Haus ist zunächst (gegen meinen Widerstand, aber ich bin überstimmt worden), eine Kanalaufbereitung von 16 Kanälen gemacht worden. Natürlich waren viele von mir bevorzugte Kanäle nicht dabei. Ich gehöre, nebenbei gesagt, auch zu der Fraktion, die sich aus den Dauerwerbesendern mit ein bißchen Programmeinlage nichts macht. Deshalb habe ich die Verkabelung auf "Stern" geändert (die Leerrohre waren dick genug ) und Astra/Hotbird mit einem Multischalter verteilt. Die Kanalaufbereitung habe ich an den terrestrischen Eingang des MS angeschlossen, dieser verteilt die Signale einfach mit. Jetzt kann jeder im Haus 16 Kanäle direkt und weitere Kanäle (insgesamt mehr als 1000) mit einem Receiver empfangen. Und alle sind zufrieden.

Zu der 45er Antenne: Für eine Einteilnehmeranlage geht es einigermaßen, wenn auch ohne nennenswerte Schlechtwetterreserve. Bei einer Mehrteilnehmeranlage verschlechtern die Verteilkomponenten das Signal-Rauschverhältnis. Jedes elektrische Bauteil (selbst ein popliger Widerstand) hat ein gewisses Eigenrauschen, das dem Nutzsignal hinzugefügt wird. Das kann im Extremfall dazu führen, daß der Receiver Nutz- und Rauschsignal gar nicht mehr unterscheiden kann und folglich nichts mehr empfängt.

Ich kenne die Antenne schon, habe sie auch schon selbst (als Einzelanlage) aufgebaut. Die Empfangsleistung ist - entgegen eventuell anders lautenden Testergebnissen - nicht ganz einer guten 60er ebenbürtig. Diese Antenne als Basis für eine Verteilung zu machen, würde ich aber, ehrlich gesagt, nicht riskieren. Wenn du es trotzdem machen möchtest, würde ich empfehlen, vorher einmal Technisat anzurufen (06592 / 712-600) und zu fragen, ob es sinnvoll machbar ist.

Zu den Dosen: Die angegebenen Exemplare benötigen keinen Terminator. Anklemmen - und gut.
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Alt 12.12.2007, 22:21   # 6
DoLittle
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Das sind ja sehr interessante Infos. Bisher hatte ich in anderen Threads, die sich um das Thema Einkabelanlage drehten, immer den Eindruck, dass Du eher ein Gegener einer derartigen Installation bist. Zurück zum Thema. Wenn ich Deine Angaben und die Angaben auf den Webseiten richtig verstehe, werden die angegebenen Sender auf dem Band zwischen 950 und 2150 Mhz eingeblendet, zusätzlich zu den analogen, die sich in den Bereichen darunter tummeln. Kann man das so sagen? Darüber hinaus wäre die Anlage auch programmierbar, so dass die einzelne Satprogramme wahlweise eingespeist werden, oder eben nicht. Das ist vermutlich abhängig von dem, was die Schüssel(n) empfangen. Das Bouqet, das auf der angegebenen Seite zu finden ist würde m.E. völlig ausreichen. Passen die da wirklich alle rein?

Wie sieht es mit der Verteilung des Signals in der Wohnung aus? Müsste da dann jeder noch einen eigenen Verstärker nach der Dose anhängen, wenn er mehrere Receiver betreiben würde?

Von verschiedenen Firmen wurde uns allerdings geraten die Kabel zu tauschen, da sie, wie gesagt bereits 40 Jahre alt sind und nur einfach geschirmt sind. Wie siehst Du das? Hast Du hier Erfahrungen?

Grundsätzlich glaube ich, dass Du mich von der Einkabellösung überzeugt hast. Insbesondere die Möglichkeit des sanften Übergangs für die Bewohner hat einen großen Charme. Da der Umstieg innerhalb der nächsten Jahre ohnehin erfolgen muss, da die analoge Ausstrahlung sicher nicht mehr lange erfolgen wird, wäre es relative einfach hier eine Zustimmung zu bekommen.

Kennst Du (oder auch jemand anders) zufällig eine Firma in München (Westen wäre gut) die derartige arbeiten zuverlässig ausführt. Unsere bisherigen Dienstleister sind echt ein Graus.

Vielen Dank für die Mühe und die freundlichen Antworten. Du hast mir sehr, sehr weiter geholfen.

Viele Grüße

DoLittle
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Alt 12.12.2007, 23:18   # 7
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Alles zu seiner Zeit. Ein Gegner der Einkabellösung bin ich z.B. was Ein- oder Zweifamilienhäuser betrifft. Da stimmt dann einfach das Verhältnis von Preis und Ergebnis nicht. Aber je mehr Teilnehmer, umso eher rechnet sich eine solche Anlage. Eine Sternverteilung mit über 70 Teilnehmern, wobei vielleicht auch noch jeder 2 Anschlüsse für einen Twin-Receiver bekommt, wäre schon ein Wahnsinns-Aufwand. Hier ist mal ein Beispiel. Ich sehe eine vernünftige Grenze, ab der ich eine Einkabellösung bevorzugen würde, so bei ca. 20 - 30 Anschlüssen (wobei jede Wohnung schon mindestens 2 Anschlüsse haben sollte. Den Drahtverhau einer SAT-ZF-Verteilung könnt ihr doch gar nicht meistern. Ohne die Möglichkeit der Einkabellösung habt ihr in 20 Jahren immer noch eine Kanalaufbereitung mit 16 Anschlüssen. Dann aber wahrscheinlich mit einer digitalen Kopfstation.

Mit den Kabeln hast du wohl Recht, beser wäre es, sie gleich mit zu wechseln. Läßt sich das denn ohne Schwierigkeiten machen? Zur Not geht es in den meisten Fällen aber auch ohne. 13er Leerrohre genügen wohl, es muß ja nur ein Kabel hindurch.

Allerdings müssen bei der Einkabellösung spezielle Steckdosen verwendet werden. Es müssen Durchgangsdosen sein, die außerdem die Betriebsspannng für die LNB's vom Receiver blocken. In diesem Fall müssen auch in die letzten Dosen jeder Kette Abschlußwiderstände eingebaut werden.

Verstärker in jeder Wohnung sind nicht erforderlich. Der Einschleusverstärker hat schon eine beträchtliche Verstärkung, so daß etliche Dosen auch so angeschlossen werden können. Wie es allerdings bei 74 Anschlüssen aussieht, weiß ich nicht. Möglicherweise sind am Anfang einiger Ketten noch separate Verstärker vorzusehen. Das hängt von der Art der Verteilung und der Kabellänge ab. Das kann ich von hier aus, ohne die Örtlichkeit zu kennen, nicht beurteilen. Im Vergleich zu den Gesamtkosten sind das aber "Peanuts", um mal die Ausdruckweise einer hier in Deutschland nicht ganz unbekannten Bank aufzugreifen ...

Eine Firma in München kenne ich leider nicht.
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Alt 28.05.2012, 16:23 # --
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