| | # 2 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 8.842
| Hallo Albert, Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru: Schön, daß du uns gefunden hast. Wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du eine Anlage von hoher Qualität, wobei es auf den letzten Cent nicht ankommt. Deine Fragen will ich gern beantworten. Zum Standort der Antenne: Technisch gesehen ist es ziemlich egal, wo die Antenne montiert wird. Für die Dachmontage spricht die geringere Auffälligkeit der Antenne auf dem Dach. Viele Antennen sind in hellgrau, anthrazit oder ziegelrot lieferbar und dadurch an die Farbe der Umgebung anpaßbar. Eine rote Antenne fällt auf einem Dach mit roten Ziegeln kaum auf. Gegen die Dachmontage spricht die etwas aufwendigere Konstruktion: Du benötigst einen Mast, und Befestigungselemente hierfür. Alternativ kannst du aber auch eine Aufdachhalterung verwenden. Dazu noch eine Kunststoff- oder Bleidachpfanne und eine Dichtungsmanschette. Wenn du an der Wand montierst, muß es eine Südwand sein. In der Regel hat man dort den Garten oder die Terrasse, die Schüssel wäre ständig sichtbar. Allerdings ist die Montage einfacher: ein normaler Wandarm genügt. Was ihr nun macht, ist mehr oder minder Geschmackssache. Ich persönlich würde das Dach bevorzugen. Der Multischalter sollte in der Nähe der Antenne sein, also an einer freien Stelle unter dem Dach. Dort sollte sich auch ein Stromanschluß für den Schalter befinden. Ein Blitzableiter ist bei einem Holzhaus sicher kein überflüssiger Luxus. Er besteht aus einem Kupferkabel mit 16 Quadratmillimeter Querschnitt. Die Elektroinstallation wird im Keller geerdet, dort kann das Kabel angeschlossen werden. Auf dem Dach ist eine gut leitfähige Verbindung mit dem Mast herzustellen. Falls dann mal ein Blitz einschlagen sollte, hat er einen bequemen Weg zur Erde und richtet keinen größeren Schaden an. In der Regel wissen die Elektriker bescheid, wie das Kabel zu verlegen ist. Für den Antennenanschluß empfiehlt es sich, Leerrohre vom Multischalter bis zu den einzelnen Dosen zu verlegen. Die Leerrohre sollten dick genug sein, damit 2 Kabel zu je 7 mm hindurch gehen. 16 mm ist eine brauchbare Dicke. Für die Anlage selbst empfehle ich folgende Komponenten: 1 Antenne Triax TDE 88 1 Schielhalter hierzu 2 LNB Invacom Quattro 1 Multischalter Spaun SMS-9601 NF * 2 Antennendosen 2-fach 1 Antennendose 1-fach Kabel, Länge je nach örtlichen Gegebenheiten, wahrscheinlich braucht ihr 2 Rollen ** 35 F-Stecker *** Dazu noch die Teile zur Antennenmontage, je nachdem, wie ihr montieren wollt. Als "Hauptreceiver" fürs Wohnzimmer ist zum Beispiel der Technisat DigiCorder S2 hervorragend geeignet. Ein Programm sehen, ein anderes aufzeichnen, zeitversetzt fernsehen, verschlüsselte Programme empfangen (mit dem passenden CI-Modul + Karte) - alles kein Problem. Die aufgezeichneten Sendungen können über die USB-Schnittstelle auf den PC übertragen und dort weiter bearbeitet (Werbeblöcke rausschneiden) und auf DVD archiviert werden. Natürlich geht es auch umgekehrt, also eine Video-Datei vom PC auf den Receiver zu laden und dann über den Fernseher abzuspielen. Die üblichen kostenlosen TechniSat-Mehrwertdienste
Den Receiver gibt es auch als HD-S2 für das neue, hochauflösende Fernsehen. Allerdings ist die Produktion bereits bis August ausverkauft. Wenn du diesen Receiver haben möchtest, ist es angebracht, ihn vorzubestellen. Als Einzelreceiver bietet sich der Humax F3 Fox an. Er zeichnet sich durch eine erstklassige Bildqualität und ein empfindliches Empfangsteil aus. Die einfache, durchdachte Bedienung ist ein weiterer Vorteil dieses Receivers. * einer der Vorteile des Spaun-Schalters ist die eingebaute Energiesparschaltung: Falls keiner der angeschlossenen Receiver eingeschaltet ist, unterbricht der Schalter die Stromversorgung zu den LNB's und zum internen Verstärker. Dadurch sinkt der Stromverbrauch auf wenige Watt, durch die Stromersparnis amortisiert sich der Mehrpreis in kurzer Zeit. Darüber hinaus zählt Spaun zu den besten Herstellern von SAT-Verteiltechnik überhaupt und ist jedenfalls dann erste Wahl, wenn nicht auf den letzten Euro geachtet werden muß. ** das angegebene Kabel ist für normale Zwecke vollkommen ausreichend. Falls ihr jedoch ein Funktelefon "Siemens Gigaset" im Einsatz habt, empfiehlt sich das hoch abgeschirmte Premium-Kabel. Anderenfalls habt ihr unter Umständen hartnäckige Störungen auf einzelnen Transpondern durch dieses Telefon. *** die vergoldeten F-Stecker sind glatter, lassen sich leichter montieren und geben besser Kontakt. Dabei sind sie kaum teurer, als die herkömmlichen Stecker. Sie sollten deshalb bevorzugt werden. Eine unbedingte technische Notwendigkeit hierfür besteht aber nicht. Ich hoffe, du kannst mit meinen Tipps etwas anfangen. Wann soll es denn losgehen? Schreib mal zurück.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
|




