Neue SAT Anlage


Alt 20.06.2007, 22:46   # 1
albert2906
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Hallo und einen schönen guten Abend,

ich bin neu hier und freue mich schon, dabei sein zu dürfen.

Ich möchte für das neue Haus meiner Eltern eine SAT Anlage mit installieren.
Das Haus ist ein Holz-Fertighaus, wo die Elektroinstallation schon ab Werk vorinstalliert wird, weshalb man jetzt noch Einfluß auf die Kabel, Dosen etc. hat.
Es ist vorgesehen, daß 4 Anschlüsse für die SAT Anlage gemacht werden.
Zimmer 1: 2 Anschlüsse mit je TV und Video bzw. Festplattenreceiver, die unabhängig, d.h. TV sehen und aufnehmen, betrieben werden sollen.
Zimmer 2: 1 Anschluß mit TV und Video als Twin
Zimmer 3: 1 Anschluß nur TV

Meine Fragen dazu:
Welche Kabel und wieviele Kabel sollten verwendet werden vom Dach in die Zimmer? Abschirmung?

Welche Anschlußdosen muß ich nehmen?

Welcher Durchmesser sollte die Schüssel haben und Fabrikat und wo installiert werden - Dach oder Wand?

Welche Geräte bei guter Qualität sollten verwendet werden
(Schüssel, LNBs, Receiver, Twin, Festplatte)

Wie funktioniert das mit dem Radioanschluß?

Bei uns hier kann man noch die Sender Österreich 1 und 2 empfangen über Kabel. Wie geht das über SAT? Verschlüsselung?

Muß die SAT Schüssel geschützt werden bei Blitzeinschlag?

Muß die Schüssel geerdet werden und wenn ja, wie geschieht dies?

Vielen herzlichen Dank im voraus
Viele Grüße - albert2906
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Alt 21.06.2007, 05:15   # 2
King W.
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 8.842
Hallo Albert,

Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru: Schön, daß du uns gefunden hast.

Wenn ich dich richtig verstehe, möchtest du eine Anlage von hoher Qualität, wobei es auf den letzten Cent nicht ankommt. Deine Fragen will ich gern beantworten.

Zum Standort der Antenne:
Technisch gesehen ist es ziemlich egal, wo die Antenne montiert wird. Für die Dachmontage spricht die geringere Auffälligkeit der Antenne auf dem Dach. Viele Antennen sind in hellgrau, anthrazit oder ziegelrot lieferbar und dadurch an die Farbe der Umgebung anpaßbar. Eine rote Antenne fällt auf einem Dach mit roten Ziegeln kaum auf. Gegen die Dachmontage spricht die etwas aufwendigere Konstruktion: Du benötigst einen Mast, und Befestigungselemente hierfür. Alternativ kannst du aber auch eine Aufdachhalterung verwenden. Dazu noch eine Kunststoff- oder Bleidachpfanne und eine Dichtungsmanschette. Wenn du an der Wand montierst, muß es eine Südwand sein. In der Regel hat man dort den Garten oder die Terrasse, die Schüssel wäre ständig sichtbar. Allerdings ist die Montage einfacher: ein normaler Wandarm genügt. Was ihr nun macht, ist mehr oder minder Geschmackssache. Ich persönlich würde das Dach bevorzugen. Der Multischalter sollte in der Nähe der Antenne sein, also an einer freien Stelle unter dem Dach. Dort sollte sich auch ein Stromanschluß für den Schalter befinden. Ein Blitzableiter ist bei einem Holzhaus sicher kein überflüssiger Luxus. Er besteht aus einem Kupferkabel mit 16 Quadratmillimeter Querschnitt. Die Elektroinstallation wird im Keller geerdet, dort kann das Kabel angeschlossen werden. Auf dem Dach ist eine gut leitfähige Verbindung mit dem Mast herzustellen. Falls dann mal ein Blitz einschlagen sollte, hat er einen bequemen Weg zur Erde und richtet keinen größeren Schaden an. In der Regel wissen die Elektriker bescheid, wie das Kabel zu verlegen ist.

Für den Antennenanschluß empfiehlt es sich, Leerrohre vom Multischalter bis zu den einzelnen Dosen zu verlegen. Die Leerrohre sollten dick genug sein, damit 2 Kabel zu je 7 mm hindurch gehen. 16 mm ist eine brauchbare Dicke.

Für die Anlage selbst empfehle ich folgende Komponenten:

1 Antenne Triax TDE 88
1 Schielhalter hierzu
2 LNB Invacom Quattro
1 Multischalter Spaun SMS-9601 NF *
2 Antennendosen 2-fach
1 Antennendose 1-fach
Kabel, Länge je nach örtlichen Gegebenheiten, wahrscheinlich braucht ihr 2 Rollen **
35 F-Stecker ***

Dazu noch die Teile zur Antennenmontage, je nachdem, wie ihr montieren wollt.

Als "Hauptreceiver" fürs Wohnzimmer ist zum Beispiel der Technisat DigiCorder S2 hervorragend geeignet. Ein Programm sehen, ein anderes aufzeichnen, zeitversetzt fernsehen, verschlüsselte Programme empfangen (mit dem passenden CI-Modul + Karte) - alles kein Problem. Die aufgezeichneten Sendungen können über die USB-Schnittstelle auf den PC übertragen und dort weiter bearbeitet (Werbeblöcke rausschneiden) und auf DVD archiviert werden. Natürlich geht es auch umgekehrt, also eine Video-Datei vom PC auf den Receiver zu laden und dann über den Fernseher abzuspielen.

Die üblichen kostenlosen TechniSat-Mehrwertdienste
  • AutoInstall (Installationsassistent): Software zur automatischen und einfachen Geräteinstallation
  • SiehFern INFO Plus: Komfortabler Programminformationsdienst mit bis zu sieben Tagen Vorschau und der Möglichkeit, Bilder zu ausgewählten Sendungen anzuzeigen
  • ISIPRO: Automatische Programmlisten-Aktualisierung via Satellit
  • Automatisches Software-Update über Satellit
sind natürlich auch an Bord.

Den Receiver gibt es auch als HD-S2 für das neue, hochauflösende Fernsehen. Allerdings ist die Produktion bereits bis August ausverkauft. Wenn du diesen Receiver haben möchtest, ist es angebracht, ihn vorzubestellen.

Als Einzelreceiver bietet sich der Humax F3 Fox an. Er zeichnet sich durch eine erstklassige Bildqualität und ein empfindliches Empfangsteil aus. Die einfache, durchdachte Bedienung ist ein weiterer Vorteil dieses Receivers.

* einer der Vorteile des Spaun-Schalters ist die eingebaute Energiesparschaltung: Falls keiner der angeschlossenen Receiver eingeschaltet ist, unterbricht der Schalter die Stromversorgung zu den LNB's und zum internen Verstärker. Dadurch sinkt der Stromverbrauch auf wenige Watt, durch die Stromersparnis amortisiert sich der Mehrpreis in kurzer Zeit. Darüber hinaus zählt Spaun zu den besten Herstellern von SAT-Verteiltechnik überhaupt und ist jedenfalls dann erste Wahl, wenn nicht auf den letzten Euro geachtet werden muß.

** das angegebene Kabel ist für normale Zwecke vollkommen ausreichend. Falls ihr jedoch ein Funktelefon "Siemens Gigaset" im Einsatz habt, empfiehlt sich das hoch abgeschirmte Premium-Kabel. Anderenfalls habt ihr unter Umständen hartnäckige Störungen auf einzelnen Transpondern durch dieses Telefon.

*** die vergoldeten F-Stecker sind glatter, lassen sich leichter montieren und geben besser Kontakt. Dabei sind sie kaum teurer, als die herkömmlichen Stecker. Sie sollten deshalb bevorzugt werden. Eine unbedingte technische Notwendigkeit hierfür besteht aber nicht.

Ich hoffe, du kannst mit meinen Tipps etwas anfangen. Wann soll es denn losgehen? Schreib mal zurück.
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Alt 25.06.2007, 10:18   # 3
ken-wut
 
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hi
Also ich würde in jedes Zimmer 2 Leitungen verlegen.Aus Erfahrung weis man das nach einigen JAhren auch hier ein Aufnahme Gerät stehen wird.
Receiver empfehle ich dir TechniSat. Von Humax rat ich dir ab da diese Modelabhängig Probleme mit der Aktualisierung der Software haben.
Die Sache mit der Erdung ist zwar gut und vorgeschrieben aber leider passiert es sehr oft das es einen Überschlag gibt der über den Schutzleiter eingringen kann. Von daher sollte man sich die Erdung gut überlegen bzw. Seperat absichern.
Der Schüssel Durchmesser sollte immer min. 85 cm betragen für Schlechtwetter Reserven und um Pegelverlust möglich gering zu halten.
ZU dem solltest du mini Koaxial Leitung (Twinkabel) verlegen da es 100 db Abgeschirmt ist und meist einfacher zu verlegen ist.
Zusätzlich sollte man sich überlgen wenn du ein Metz und Loewe TV Gerät hast ob man nicht ein Digitales Satmodul nachträglich einbauen lässt. Ist immer ne feine Sache mit der Fernbedienung.

Viel Spass beim Bauen
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Alt 25.06.2007, 22:37   # 4
King W.
Team SAT-Technik
 
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Beiträge: 8.842
Mit den 2 Kabeln hast du sicher Recht. Deshalb schrieb ich auch, am besten jeweils ein 16-er Leerrohr zu verlegen. Dort passen zwei Kabel gut hinein. Ob aber nun wirklich in der Küche oder im Schlafzimmer ein Aufnahmegerät stehen muß, ist eine andere Sache. Mit einem Leerrohr ist man jedenfalls immer auf der sicheren Seite.

Die Softwareprobleme bei Humax sind mir bekannt, sie beziehen sich aber hauptsächlich auf das Modell IRCI 5400. Dieses Modell war eine Zeitlang das bevorzugte Bastelobjekt für die Premiere-Hacker. Immer kurz nach einer Codeänderung kamen neue Patches für diesen Receiver heraus. Da fühlten sich viele Möchtegern-Hacker bemüßigt, sich die Software herunterzuladen, um sie anschließend auf ihren Receiver zu übertragen. Das ging oft schief, zumal auch die Virenprogrammierer wieder aus ihren Löchern kamen, und Software verbreitet haben, die die 5400 lahmlegt. Und alles dafür, mal ein paar Tage den kostenlosen "Genuß" der Premiere-Programme zu haben.

Aber diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei. Die jetzigen Humax-Modelle laufen, jedenfalls mit der Originalsoftware, einwandfrei und stabil. Ich selbst habe auch einen Humax-Receiver, der völlig problemlos läuft.
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