| | # 2 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Na dann - Herzlich Willkommen bei uns im Forum! :liebegru: Dein Vorhaben läßt sich zwar irgendwie realisieren, aber es macht mir durchaus Bauchschmerzen: Bis gestern hätte ich dir noch (mit Einschränkungen) eine Einkabellösung empfehlen können, seit heute sendet aber der alte SAT1 Transponder nicht mehr und der neue ist, wie sich heute herausgestellt hat, mit den gängigen Einkabellösungen nicht mehr zu empfangen. Damit fallen die Sender SAT1, Pro7, N24 und Kabel1 weg. Mittlerweile sind zwar alle gängigen deutschen Sender im Hochband Horizontal des Astra zu empfangen, aber ob das in Zukunft so bleibt, steht auf einem anderen Blatt. Zumindest im August steht, soweit ich weiß, wieder ein Transponderwechsel an. Der betrifft diesesmal Premiere - die Fußballfans mit einer Einkabellösung werden sich ärgern, denn dann sind sie außen vor. Und wie es weiter geht, weiß kein Mensch. Eine Einkabellösung fällt also flach. Bei den SAT-Dosen gilt das Entweder/Oder Prinzip: Es gibt nur Einzeldosen mit DC-Durchlaß, oder Durchgangsdosen ohne DC-Durchlaß. Beide Dosen lassen sich nicht miteinander kombinieren. Die Durchgangsdosen haben eine geringe Durchgangsdämpfung, d.h. vom Signal wird der größte Teil durchgelassen, um mehrere Dosen in Reihe schalten zu können, und nur ein kleiner Teil wird an den Receiver weitergegeben. Die Abzweigdämpfung ist relativ hoch. Bevor man nun mit einem SAT-Signal auf eine Reihenschaltung von Durchgangsdosen geht, muß das Signal um ca. 20 dB verstärkt werden. Mit dem verstärkten Signal wäre eine Einzeldose (mit DC-Durchlaß) aber völlig übersteuert! Also - kombinieren ist nicht! Lediglich die letzte Dose in einer Reihe bekommt einen Abschlußwiderstand und fungiert damit als Enddose. Als Multischalter müßtest du in diesem Fall ein Fabrikat wählen, das nicht über eine Stromsparschaltung verfügt. Mittlerweile haben alle Multischalter der renommierten Hersteller diese Stromsparschaltung: Die Stromversorgung zu den LNB's wird unterbrochen, wenn kein Receiver eingeschaltet ist. Die drei Receiver an der Reihenschaltung zählen dabei nicht, sie hängen ja an Dosen ohne DC-Durchlaß. Praktisch würde das bedeuten, die Kinderzimmer und das Schlafzimmer fallen komplett aus, wenn nicht mindestens noch ein anderer Receiver eingeschaltet ist. Um das Problem zu umgehen, ist also ein Multischalter mit eigener Stromversorgung und permanenter Stromabgabe an die LNB's nötig. Technisat stellt unter der Bezeichnung "TechniSystem 5/8 G - Grundeinheit" einen solchen Multischalter her. Der ist prinzipiell für große Verteilanlagen konzipiert und deshalb auch recht teuer, grundsätzlich aber geeignet. In die Horizontal/Hochband Leitung vom LNB zum Multischalter müßtest du nun einen Abzweiger mit zwei Abgängen einfügen, sowie einen Verstärker, der die Abzweigdämpfung der Dosen wieder ausgleicht. Auch das Wohnzimmer könnte so angeschlossen werden, dann ist ein Abzweiger mit drei Abgängen sowie ein weiterer Verstärker erforderlich, sowie natürlich zwei Durchgangsdosen und ein Abschlußwiderstand. Für die restlichen Anschlüsse benötigst du nur normale Einzeldosen (bzw. Twin-Dosen bei zwei Anschlüssen). Obgleich das oben beschriebene Verfahren funktionieren würde, möchte ich dir doch dringend empfehlen, wenn es sich irgendwie machen läßt, die Verkabelung zu ändern und alles in Sternverteilung anzuschließen. Notfalls könnte man die Kabel ja provisorisch auf Putz verlegen um sie dann bei der nächsten Renovierung unter Putz verschwinden zu lassen. Bitte, schreibe noch einmal zurück, wie du dich entscheiden möchtest und wie deine Vorstellungen hinsichtlich Qualität und Preis sind, dann stelle ich dir eine passende Anlage zusammen.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
|
| | # 4 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Wenn Leerrohre liegen, gibt es noch eine einfache Möglichkeit: Du nimmst dünneres Kabel! Hier bekommst du z.B. 4,8mm Kabel. Davon passen locker drei Stück in ein herkömmliches Leerrohr. Bis auf eine etwas höhere Kabeldämpfung spricht auch technisch gesehen nichts gegen die Verwendung. Abschirmung, Impedanz usw. entsprechen den Notwendigkeiten für den SAT-Empfang. Du schreibst, es sind ca. 30 m Kabellänge bis ins OG. Wenn ich dich richtig verstehe, meinst du damit die Gesamtlänge, d.h. du möchtest mit dem Multischalter in den Keller und von dort aus weitgehend auf die vorhandene Verteilung zugreifen. Bitte, korrigiere mich, wenn ich da was falsch verstanden habe. Wo möchtest du denn die Antenne selbst montieren? Ich denke doch, auf dem Dach und die 30 m ist dann die Gesamtlänge bis zum Multischalter und von dort bis zur entferntesten Dose. Wenn du nun die Verkabelung zum Multischalter mit hochwertigem Kabel ausführst und nur das Stück vom Multischalter zu den Dosen mit der dünnen Leitung, dann funktioniert es (selbst schon ausprobiert mit einer Kabellänge von 12 m dünnem Kabel). Ein paar Meter darüber hinaus sollten dann auch kein Problem mehr sein. Ist eine Verkabelung mit normalem Antennenkabel, wo immer es geht und mit dem dünnen Kabel in den Leerrohren machbar? Eventuell lassen sich in die Leerrohre ja auch ein normales Kabel für die am weitesten entfernte und zwei dünne Kabel für die näheren Dosen einziehen. Ich sehe eine sinnvolle Grenze für die Verwendung des dünnen Kabels so bei ca. 15 bis höchstens 20 m. Bei größeren Längen wäre die Kabeldämpfung dann doch zu hoch. Schreib mir bitte noch einmal zurück, ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, ohne diese komische Bastellösung auszukommen und dennoch eine gute Anlage hinzubekommen.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
|
| | # 9 |
| Team SAT-Technik Registriert seit: 01.01.2006 Ort: mitten im Kohlenpott
Beiträge: 9.170
| Es müßte so funktionieren, wie du es aufgezeigt hast. Bitte, habe aber noch ein paar Tage Geduld. Ich habe zwei Hersteller angemailt, das Problem geschildert und um Vorschläge für eine bessere, praktikable technische Lösung gebeten. Ich werde mich wieder melden, sobald ich was weiß. Ein Splitter, der in eine normale Abzweigdose paßt, ist mir nicht bekannt. Recht gut funktioniert dieser Splitter von Neuhaus. Er hat einen SAT-Eingang und an seine beiden Ausgänge läßt sich je eine (Einzel-)Dose anschließen. An beiden Dosen steht das volle Signal zur Verfügung, d.h. die gesamte Terrestrik, einschließlich UKW und auch das SAT-Signal. Allerdings funktioniert der Anschluß zweier Receiver gleichzeitig nur unter der Bedingung, daß an beiden Receivern auf das gleiche Band zugegriffen wird. Andererseits ist in den Splitter etwas Elektronik eingebaut, die eine Beschädigung der Receiver verhindert, wenn doch einmal beide auf ein verschiedenes Band eingestellt sind. Dann funktioniert es zwar nicht, aber es geht auch nichts kaputt. Kannst du anstelle der vorhandenen Dose noch eine größere Dose einbauen und die jetzige Dose in unmittelbarer Nähe davon? Dann könntest du den Splitter darin verschwinden lassen und das Kabel zur Dose 2 direkt anschließen. Für die Dose 1 benötigst du dann nur noch ein paar cm Kabel und einen F-Stecker zum Anschließen. Ich denke, das ist fürs Wohnzimmer die optimale Lösung. Wenn es fertig ist und funktioniert, kannst du ja darüber tapezieren. Wenn Anschluß hinter dem Fernseher ist, sieht das hinterher sowieso kein Mensch mehr.
__________________ Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein Nokia? Nein danke! |
|
| | # -- |
| News Flash | Das könnte Dich auch noch interessieren:
Nicht fündig geworden? Dann ohne Anmeldung in unserem Gast-Forum nachfragen. |






